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Kauf-nix-Tag
Ein bewusstes, auf Nachhaltigkeit abzielendes Kaufverhalten jedes Einzelnen soll gefördert werden. Der Buy Nothing Day wurde 1992 vom kanadischen Künstler …
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Kernidee und Ablauf
Der Kauf-nix-Tag, auf Englisch Buy Nothing Day, ist ein konsumkritischer und wachstumskritischer Aktionstag. Er findet am letzten Freitag im November in Nordamerika und am letzten Samstag im November in Europa statt. Der Tag wird in über 60 Ländern organisiert.
Im Mittelpunkt steht ein 24-stündiger Konsumverzicht: Menschen sollen an diesem Tag nichts kaufen. Damit soll gegen „ausbeuterische Produktions- und Handelsstrategien internationaler Konzerne und Finanzgruppen“ protestiert werden. Zugleich soll der Aktionstag dazu anregen, über das eigene Konsumverhalten und dessen weltweite Auswirkungen nachzudenken. Ziel ist ein bewusstes Kaufverhalten, das auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.
Zusammenhang mit dem Black Friday
In den Vereinigten Staaten fällt der Kauf-nix-Tag auf den Black Friday, also den Tag nach Thanksgiving. Viele US-Amerikaner haben an diesem Tag frei, und der Handel nutzt ihn mit Rabatten als Beginn der Weihnachtseinkaufssaison.
Der Black Friday ist etwa der fünft-umsatzstärkste Tag des Jahres. Der Kauf-nix-Tag setzt dazu einen bewussten Gegenakzent: Statt besonders viel zu kaufen, soll gerade an diesem stark kommerziell geprägten Tag auf Konsum verzichtet werden.
Entstehung und Verbreitung
Der Buy Nothing Day wurde 1992 vom kanadischen Künstler Ted Dave erfunden. Danach wurde er von der kanadischen Medien- und Werbeagentur Adbusters Media Foundation aufgegriffen, die für Greenpeace und die amerikanischen Grünen tätig war. Gefördert wurde der Aktionstag unter anderem vom Gründer des Unternehmens Esprit.
In Deutschland wurde der Kauf-nix-Tag in den 2000er Jahren vom Verein „Narra e. V.“ und von der Konsumnetz-AG des globalisierungskritischen Netzwerks Attac initiiert.
Bekanntheit und Aktionen
Außerhalb der USA ist der Protesttag kaum bekannt. Abgesehen von einzelnen Aktionen von Gruppen wie Attac findet er dort wenig Beachtung.
In Österreich unterstützte vor allem das Kollektiv monochrom das Projekt. Die Gruppe entschied sich jedoch, ab 2013 keine Aktionen mehr durchzuführen.