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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Isru Chag

Als Isru Chag wird in der jüdischen Religion der Tag unmittelbar nach einem der drei Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot bezeichnet.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Funktion
  2. 2. Ursprung des Ausdrucks
  3. 3. Regeln und Bräuche

Begriff und Funktion

Isru Chag bezeichnet im Judentum den Tag unmittelbar nach einem der drei Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot oder Sukkot. Er bildet eine Verbindung beziehungsweise einen Übergang zwischen der Heiligkeit des gerade beendeten Feiertags und der alltäglichen Routine der folgenden Wochentage. Deshalb gilt Isru Chag als eine Art Feiertag mit feierlichem Inhalt.

Ursprung des Ausdrucks

Der Ausdruck stammt aus dem Hallel und steht in Psalm 118,27. Die hebräische Form lautet אִסְרוּ-חַג בַּעֲבֹתִים--עַד קַרְנוֹת, הַמִּזְבֵּחַ; die Umschrift ist: El YHWH wayya'er lanu, isru-chag ba'avotim 'ad-karnot hammizbe'ach. Die Aussage wird übersetzt mit: „Bindet („isru“) das Festopfer („chag“) mit Stricken an die Hörner des Altars“.

Regeln und Bräuche

Für Isru Chag gelten keine Einschränkungen für Tätigkeiten, die am Schabbat oder an den Feiertagen verboten sind. Es gibt auch keine besonderen Gebote, die an diesem Tag erfüllt werden müssen. Dennoch wird empfohlen, eine etwas feierliche Stimmung zu bewahren, insbesondere durch größere Mahlzeiten als üblich.

Trauergebete wie das Tachanun werden nicht gesprochen, und Fasten ist an Isru Chag verboten. Als Begründungen werden Magen Awraham 425,8 sowie der Kommentar zu Orah Hayyim, Kapitel 425, Paragraph 8, genannt. Manche Menschen tragen besondere Kleidung wie an einem „Jom Tow“ (Feiertag). In einigen Gemeinden wurde Isru Chag früher wie ein Halbfeiertag, Chol HaMoed, behandelt.

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