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Iftar
Iftār (arabisch إفطار , DMG ifṭār ‚Fastenbrechen') ist das Mahl, das während des Fastenmonats Ramadan von Muslimen nach Sonnenuntergang jeden Abend eingenommen …
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Kernbedeutung
Iftār (arabisch إفطار, DMG ifṭār) bedeutet „Fastenbrechen“. Gemeint ist das Mahl, das Musliminnen und Muslime im Fastenmonat Ramadan jeden Abend nach Sonnenuntergang einnehmen. Während des Ramadans ist es ihnen untersagt, vor Sonnenuntergang zu essen und zu trinken.
Der Begriff ist mit Fitr in ʿĪd al-Fitr (عيد الفطر, DMG ʿĪd al-Fiṭr) verwandt. ʿĪd al-Fitr bezeichnet das Fest des Fastenbrechens am Ende des Monats Ramadan. Außerhalb dieses religiösen Zusammenhangs kann ifṭār auch „Frühstück“ bedeuten.
Formen und Traditionen
Iftar kann als Familienessen stattfinden oder als größeres Festessen in einer Moschee oder an einem anderen öffentlichen Ort. Solche Mahlzeiten können einen beträchtlichen Umfang haben.
Die Orientalistin Annemarie Schimmel beschreibt in ihrer Autobiographie ein Iftar-Erlebnis in Ankara: Die Speisen standen schon vor Sonnenuntergang auf dem Tisch. Es hieß, die wartenden Speisen würden in ihrer stummen Sprache Gottes Lob singen, bis der Moment des Fastenbrechens gekommen sei. Zuerst esse man dann eine ungerade Zahl von Datteln.
Iftār und seine soziokulturellen Traditionen wurden 2023 auf Antrag von Aserbaidschan, Iran, Türkei und Usbekistan in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
Verwandte Begriffe
Zakāt al-fitr bezeichnet Almosen zum Ende des Ramadan.
Sahūr ist die letzte Mahlzeit vor der Morgendämmerung.
Saum bezeichnet das Fasten im Islam.