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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Handkurbel

Handkurbel. Maschinenelement, dass über einen runden Handgriff an einem Hebel eine damit am Ende verbundene Achse dreht ... Das Drehmoment, das mit der …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Grundprinzip
  2. 2. Umwandlung der Bewegung
  3. 3. Typische Anwendungen
  4. 4. Weitere Beispiele und verwandte Kurbeln

Definition und Grundprinzip

Eine Handkurbel, auch Leier genannt, ist eine Kurbel, die als Bedienelement verwendet wird. Ihr Grundprinzip entspricht dem eines einarmigen Hebels. Der Hebelarm ist der Abstand zwischen dem Handgriff und dem Lagerdrehpunkt im Zentrum der Kurbel. Das erzeugte Drehmoment ergibt sich aus der Kraft der Hand multipliziert mit der Länge der Kurbel: Drehmoment = Kraft × Kurbellänge.

Umwandlung der Bewegung

Die Drehung der Handkurbel kann in verschiedene Bewegungsformen umgesetzt werden:

  • in eine Drehbewegung, beispielsweise bei Trommeln oder Getrieben;
  • in eine Längsbewegung, beispielsweise über ein Seil, eine Schubstange oder eine Spindel;
  • in eine Kippbewegung.

Typische Anwendungen

Bei einer Drehbewegung treibt die Handkurbel unter anderem Handbohrmaschinen, Schleifsteine, historische Rechen- und Büromaschinen, Kaffeemühlen, Filmkameras und Filmprojektoren, Fleischwölfe, Salatschleudern, die Flotte Lotte, Anspitzer, Zentrifugen und verschiedene Musikinstrumente an. Auch das Aufwickeln mit Winden oder Haspeln, etwa bei Kabeltrommeln, Angelrollen oder Drachenschnurspulen, erfolgt mithilfe von Handkurbeln. Weitere Beispiele sind Handkurbelplanetarien, Schranken, historische Verbrennungsmotoren, Rollläden, Markisen und Schüttgutschieber.

Handkurbeln werden außerdem zum Ziehen oder Schieben eingesetzt, etwa beim Bewegen von Schlitten an Dreh- und Fräsmaschinen, beim Betrieb einer Winsch auf einem Segelboot, im Notbetrieb einer Aufzugsanlage oder zum manuellen Öffnen und Schließen.

Eine Kippbewegung wird beispielsweise bei Betonmischmaschinen, Bessemerbirnen sowie Absperrklappen und anderen Klappen, etwa in einem Windkanal, erzeugt.

Weitere Beispiele und verwandte Kurbeln

Als konkrete Anwendungen nennt der Artikel unter anderem Salatschleudern, Zitronenpressen, Anspitzer, Segel-Winschen und Schrankenwinden im Eisenbahnbereich.

Bei Eisenbahn-Draisinen wird eine Kurbel über eine handbetriebene Kurbelschwinge angetrieben. Das Gegenstück zur Handkurbel im Fußbetrieb ist die Tretkurbel.

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