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Greta Granstedt
Greta Granstedt, eigentlich Irene Louise Granstedt (* 13. Juli 1907 in Scandia, Kansas, USA; † 7. Oktober 1987 in Los Angeles, Kalifornien, USA) war eine …
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Überblick und frühe Jahre
Greta Granstedt, mit bürgerlichem Namen Irene Louise Granstedt, war eine US-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin. Sie wurde am 13. Juli 1907 in Scandia im US-Bundesstaat Kansas geboren und starb am 7. Oktober 1987 in Los Angeles, Kalifornien. Zu Beginn ihrer Filmkarriere behauptete sie, aus Malmö zu stammen; diese unzutreffende Angabe findet sich deshalb besonders in älterer Literatur.
1919 zog ihre Familie nach Mountain View in Kalifornien. Im April 1922 bedrohte sie dort ihren zwei Jahre älteren Freund mit einer Pistole. Als er nach der Waffe griff, traf ihn ein Schuss in den Bauch. Obwohl er zunächst in Lebensgefahr zu sein schien, erholte er sich vollständig. Granstedt erhielt keine Gefängnisstrafe, wurde aber aus Mountain View „verbannt“ und zog in das etwa 35 Meilen entfernte San Francisco.
In den folgenden Jahren heiratete sie zunächst Robert Bleiber und danach Alfred Lowenthal; beide Ehen wurden bald annulliert. Sie nahm an Schönheitswettbewerben teil, bemühte sich um eine Tätigkeit am Theater und arbeitete als Modell an der California School of Fine Arts. Zu dieser Zeit nannte sie sich Eraine Granstedt.
Beginn der Schauspielkarriere
1926 freundete sich Granstedt mit der Studentin Bessie Haley an. Im folgenden Jahr reisten beide mit einem Dampfer nach Los Angeles. Während der Fahrt lernte Haley Glen Hyde kennen. Haley und Hyde heirateten 1928 und verschwanden kurz darauf während einer Bootsreise auf dem Colorado spurlos.
In Los Angeles erhielt Granstedt kleinere Rollen in mindestens elf Filmen der Mack Sennett Comedies, anscheinend noch unter dem Namen Eraine Granstedt. Gleichzeitig spielte sie Theater. In dem Stück From Hell Came a Lady wurde ein Produzent auf sie aufmerksam und gab ihr eine Rolle in Excess Baggage von 1928. In diesem Film trat sie als Greta Granstedt auf.
1929 ereignete sich ein schweres Unglück in ihrer Familie: Ihre Mutter Emma Granstedt starb beim Untergang der San Juan. Sie war gemeinsam mit ihrem Mann Theodore auf dem Weg nach Hollywood gewesen, um ihre Tochter zu besuchen. Theodore Granstedt wurde gerettet.
Film, Theater und Fernsehen
Granstedt wirkte sowohl in großen, erfolgreichen Produktionen als auch in kleineren Filmen mit. In Großproduktionen wie Die Abenteuer des Marco Polo (1938), Marie-Antoinette (1938), Auf Messers Schneide (1946), Johanna von Orleans (1948), Die größte Schau der Welt (1952) und Begierde unter Ulmen (1958) übernahm sie meist nur kleine bis sehr kleine Rollen.
Deutlichere Auftritte hatte sie unter anderem in Street Scene (1931), Verbrechen ohne Leidenschaft (1934) und Draculas Blutnacht (1958). Eine besonders auffällige Rolle spielte sie 1939 als Anna in Hitler – Beast of Berlin. Zu ihren weiteren Filmen gehörten Der Weg nach Singapur (1940), Dr. Wassells Flucht aus Java (1944), Samson und Delilah (1949), Stadt im Dunkel (1950), Der Tiger (1951) und Die Stadt der tausend Gefahren (1952).
Neben ihrer Filmarbeit blieb Granstedt am Theater tätig. Nach Angaben der Internet Broadway Database trat sie in den 1930er Jahren in drei Stücken am Broadway auf. Ab 1950 übernahm sie vereinzelt auch Fernsehrollen. In The Lone Ranger war sie von 1950 bis 1953 in vier Folgen zu sehen. Weitere Auftritte hatte sie unter anderem in Sky King, Big Town, You Are There, Captain Midnight, Ihr Star: Loretta Young, Dragnet, Lassie und Peter Gunn. In Perry Mason spielte sie 1962 und 1964 in insgesamt zwei Folgen. 1970 zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück und züchtete anschließend Appaloosapferde in Kanada.
Ehen und Familie
Greta Granstedt war insgesamt achtmal verheiratet. Fünf Ehen wurden annulliert: die Verbindungen mit Robert Bleiber, Alfred Lowenthal, Marcel Olis, Max de Vega und Lawrence Wright. De Vega und Wright waren bei ihrer jeweiligen Hochzeit mit Granstedt rechtlich noch mit einer anderen Frau verheiratet. Die Ehe mit dem Musiker Ramon Ramos wurde nach relativ kurzer Zeit geschieden.
1947 heiratete Granstedt Arthur G. Forbes. Das Paar adoptierte einen Jungen. Nach der Scheidung, bei der Forbes zur Zahlung von Alimenten verpflichtet wurde, bestritt er die Rechtmäßigkeit der Adoption. Granstedt ging dagegen gerichtlich vor und gewann den Rechtsstreit. Zuletzt heiratete sie Howard Thomas, mit dem sie bis zu ihrem Tod am 7. Oktober 1987 verheiratet blieb.