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Gesellschaft für Erdkunde

Die Gesellschaft bietet zu diesem Zweck Vortragsveranstaltungen, Workshops, Arbeitskreissitzungen und Exkursionen an und veröffentlicht die Zeitschrift DIE ERDE …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Gründung und Entwicklung
  3. 3. Arbeitsweise, Zeitschrift und Auszeichnungen

Aufgabe und Bedeutung

Die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin ist eine Vereinigung zur Förderung geographischer und geowissenschaftlicher Forschung. Geographie untersucht die Erde, Räume und ihre Zusammenhänge; Geowissenschaften befassen sich mit der Erde und ihren natürlichen Prozessen. Die Gesellschaft macht fachliche Ergebnisse zugleich einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zugänglich.

Dafür veranstaltet sie Vorträge, Workshops, Arbeitskreissitzungen und Exkursionen und gibt die Zeitschrift DIE ERDE heraus.

Gründung und Entwicklung

Am 20. April 1828 traf sich in Berlin ein kleiner Kreis von Mitstiftern zu einer vorbereitenden Sitzung im Haus von Christian Friedrich Gottlieb Wohlers (1771–1829). Anwesend waren Johann Jacob Baeyer, Karl von Rau, Karl Friedrich von Klöden, Franz August von Etzel, Johann August Zeune und Heinrich Berghaus. Als Zweck formulierten sie die „Beförderung der Erdkunde im weitesten Sinne des Worts durch mündliche oder schriftliche Mittheilung“.

Die konstituierende Sitzung fand am 7. Juni 1828 mit 27 Personen statt. Erster Vorsitzender wurde Carl Ritter. Spätere Vorsitzende waren die Afrikaforscher Heinrich Barth, der bis 1865 amtierte, und Gustav Nachtigal. Unter Barth förderte die Gesellschaft besonders junge Forschungsreisende, auch außerhalb Afrikas; dazu gehörte der Saharaforscher Gerhard Rohlfs.

Der Sitz befand sich seit 1899 im Palais Fürstenberg in der Berliner Wilhelmstraße und von 1967 bis 2014 im Alexander-von-Humboldt-Haus in Berlin-Steglitz. Seit 2014 ist die Gesellschaft im GEO-Campus der Freien Universität Berlin in Berlin-Lankwitz untergebracht. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkten unter anderem Friedrich Schmidt-Ott als „Vorsitzer“ sowie Albrecht Haushofer, der von 1928 bis 1940 Generalsekretär war.

Arbeitsweise, Zeitschrift und Auszeichnungen

Die Gesellschaft finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und die Stiftung der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin (GfE-Stiftung). Sie führt regelmäßig Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Tagungen, Arbeitskreissitzungen und Exkursionen durch, teils gemeinsam mit anderen Institutionen. Als Veranstaltungsort werden die Räume ihres Alexander-von-Humboldt-Hauses in Berlin-Steglitz genannt.

Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift Die Erde. Diese Fachzeitschrift ist die älteste der derzeit in Deutschland publizierten geographischen Fachzeitschriften. Sie erscheint auf Englisch und soll Erträge deutscher geographischer Forschung weltweit verbreiten. Gegenwärtiger „Vorsitzer“, der traditionelle Titel für den Präsidenten, ist Péter Bagoly-Simó, Professor für Didaktik der Geographie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Bis in die 1980er Jahre vergab die Gesellschaft mehrere Auszeichnungen: die goldene Alexander-von-Humboldt-Medaille, die goldene oder silberne Carl-Ritter-Medaille (gestiftet 1878), die goldene oder silberne Gustav-Nachtigal-Medaille (gestiftet 1896 beziehungsweise 1898) sowie die goldene Ferdinand-von-Richthofen-Medaille (gestiftet 1933). Die Ferdinand-von-Richthofen-Medaille wird inzwischen vom Deutschen Arbeitskreis für Geomorphologie verliehen.

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