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Geographie und Kartographie im mittelalterlichen Islam
Die muslimische Geographie und Kartographie basierten auf der römisch-griechischen Geographie und erreichten ihren Höhepunkt durch Al-Idrisi im 12.
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Grundlagen und Bedeutung
Die muslimische Geographie und Kartographie des Mittelalters beruhte auf der römisch-griechischen beziehungsweise hellenistischen Geographie. Sie begann im 8. Jahrhundert und wurde von den abbasidischen Kalifen in Bagdad unterstützt. Ihre mathematischen und astronomischen Grundlagen übernahmen islamische Kartographen aus Claudius Ptolemäus’ Almagest.
Die Geographie entwickelte sich durch Beiträge verschiedener islamischer Gelehrter weiter. Zu ihnen gehörten Al-Chwarizmi und Abū Zaid al-Balchī, der als Gründer der Balchi-Schule gilt. Ihren Höhepunkt erreichte die islamische Geographie im 12. Jahrhundert durch Al-Idrisi.
Karten, Gelehrte und Wissensgewinn
Im 11. Jahrhundert zeichnete Mahmūd al-Kāschgharī als Erster eine ethnographische Karte der türkischen Völker Zentralasiens. Eine ethnographische Karte stellt dabei die Verbreitung beziehungsweise den Zusammenhang von Völkern in einem bestimmten Raum dar. In der frühneuzeitlichen Entwicklung des Osmanischen Reiches gehörte Piri Reis zu den bemerkenswerten Kartographen.
Beispiele für überlieferte Karten sind Al-Masʿūdīs Weltkarte aus dem 10. Jahrhundert, die auf eine moderne Karte ausgerichtet wurde, sowie die Kangnidokarte aus dem 15. Jahrhundert. Sie spiegelt die geographischen Kenntnisse über China während des mongolischen Reiches wider.
Für die Anfertigung von Karten und geografischen Arbeiten waren meist lange Reisen erforderlich. Jährlich kamen Muslime aus Afrika, Al-Andalus, Persien und Indien in die arabische Stadt Mekka. Dadurch konnten geografische Kenntnisse aus verschiedenen Regionen zusammengetragen werden. Mehrere islamische Gelehrte, darunter Ibn Hazm, Ibn al-Dschauzī und Ibn Taimīya, vertraten außerdem die Vorstellung, dass alle Himmelskörper rund seien.