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Furca (Biologie)

Die Furca (lat. für zweizinkige Gabel, Pl.: Furcae) ist bei den Krebstieren ein aus zwei paarigen Ästen bestehender, in der Regel gelenkig abgesetzter und …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Furca bei Krebstieren
  2. 2. Vorkommen und Funktion
  3. 3. Weitere Bedeutungen

Furca bei Krebstieren

Die Furca ist ein meist beweglicher Fortsatz am Telson, dem letzten nicht segmentierten Abschnitt des Hinterleibs (Pleon) von Krebstieren. Sie besteht aus zwei paarigen Ästen. Diese heißen Furcaläste, Rami (Einzahl: Ramus), Cerci (Einzahl: Cercus) oder Cercopoden.

Die Furca ist keine echte Extremität. Sie gilt in der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Krebse als ursprüngliches Merkmal. Ihre Äste können stabförmig oder abgeplattet, selten fadenförmig oder aus mehreren Abschnitten aufgebaut sein.

Sie ist nicht am Schwanzfächer beteiligt: Dieser kann aus den Uropoden, den Extremitäten des letzten Abdominalsegments, und dem platten Telson bestehen.

Vorkommen und Funktion

Eine typische Furca besitzen Arten der Gattungen Triops und Lepidurus, die zu den Kiemenfußkrebsen (Branchiopoda) gehören. Bei Triops longicaudatus sind besonders lange Schwanzfäden der Furca ein auffälliges Merkmal.

Bei den Höheren Krebsen (Malacostraca) kommt sie bei Brunnenkrebsen (Bathynellacea) vor. Manche Gruppen besitzen sie nur vor der Geschlechtsreife, etwa Leptostraca (Phyllocarida). Bei Schwebegarnelen (Mysidacea) ist sie nur während der embryologischen Entwicklung erkennbar.

Über ihre Funktion ist wenig bekannt. Bei Cephalocarida und Brunnenkrebsen dient sie als Putzeinrichtung.

Weitere Bedeutungen

Die Sprunggabel der Springschwänze wird ebenfalls Furca, manchmal Furcula, genannt. Sie ist jedoch nur anatomisch analog, also ähnlich gebaut oder funktional vergleichbar, nicht homolog: Sie geht nicht auf dieselbe stammesgeschichtliche Struktur zurück.

Bei Insekten bezeichnet Furca außerdem einen nach innen gestülpten Chitinfortsatz am Sternum des Meso- und Metathorax. Er dient als Ansatzstelle für Bein- und Flugmuskeln.

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