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Frank Riemensperger

Frank Riemensperger (* 13. September 1962 in Niederrimsingen bei Freiburg) ist ein deutscher Informatiker und Manager. Er war von November 2009 bis August …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ausbildung und Privatleben
  3. 3. Karriere bei Accenture
  4. 4. Veröffentlichung zur digitalen Industrie
  5. 5. Gremien und Engagement

Überblick

Frank Riemensperger (* 13. September 1962 in Niederrimsingen bei Freiburg) ist ein deutscher Informatiker und Manager. Bekannt ist er vor allem durch seine langjährige Tätigkeit bei Accenture: Von November 2009 bis August 2021 war er Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland beziehungsweise der Accenture-Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz und später auch Russland. Danach war er bis 2022 Senior Managing Director bei Accenture.

Für das Verständnis des Artikels wichtig ist seine Rolle an der Schnittstelle von Informatik, Unternehmensberatung und digitaler Transformation. Digitale Transformation bedeutet hier die umfassende Veränderung von Unternehmen durch digitale Technologien, digitale Geschäftsmodelle und neue Arbeits- oder Wertschöpfungsprozesse.

Ausbildung und Privatleben

Riemensperger wuchs in Weil am Rhein auf. Er studierte Informatik an der Hochschule Furtwangen und an der Eastern Michigan University in den USA. Während dieser Zeit absolvierte er Praktika bei Texas Instruments in der Nähe von Boston und bei Ford in Detroit. 1987 erlangte er den Abschluss als Diplom-Informatiker (FH).

Seit 1989 ist er bei Accenture beschäftigt. Privat ist Frank Riemensperger verheiratet und Vater von drei Kindern.

Karriere bei Accenture

Von 1987 bis 1988 arbeitete Riemensperger als Assistent der Geschäftsleitung bei der Unternehmensberatung Integrata AG. Zum 1. Januar 1989 wechselte er zu Accenture, das bis zum 1. Januar 2001 Andersen Consulting hieß.

Er spezialisierte sich auf komplexe digitale Unternehmenstransformationen. Dazu gehörten unter anderem der Aufbau elektronischer Börsenplattformen, Architekturen für Logistiksysteme sowie Digitalisierungsvorhaben in Versicherungs-, Industrie-, Konsumgüter- und Pharmaunternehmen.

1998 wurde Riemensperger Partner bei Accenture. Bis 2004 arbeitete er in Management-Positionen innerhalb der Ländergruppe Deutschland, Schweiz und Österreich. Von 2002 bis 2007 war er stellvertretender Sprecher der Geschäftsführung in Deutschland.

Von 2005 bis 2009 verantwortete er den Geschäftsbereich Technology innerhalb der weltweiten Accenture-Branchengruppe Products. In dieser Funktion war er unter anderem für den weltweiten Auf- und Ausbau von Servicezentren zuständig, besonders in Indien, auf den Philippinen, in Brasilien und China. Von 2007 bis 2009 lebte und arbeitete er in den USA in der Nähe von New York.

Seit November 2009 war er Vorsitzender der Accenture-Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz sowie seit 2017 Russland. In dieser Rolle war er für nachhaltige Marktstrategien und den Ausbau der Geschäftstätigkeiten in den deutschsprachigen Ländern verantwortlich. Laut Artikel beschäftigte Accenture in dieser Region gegenwärtig rund 8.000 Mitarbeiter. Im August 2021 schied Riemensperger aus der Geschäftsführung aus.

Veröffentlichung zur digitalen Industrie

Anfang 2019 veröffentlichte Riemensperger gemeinsam mit Svenja Falk das Buch „Titelverteidiger. Wie die deutsche Industrie ihre Spitzenposition auch im digitalen Zeitalter sichert.“ Svenja Falk wird im Artikel als Managing Director bei Accenture im weltweiten Geschäftsbereich Health & Public Service und als Mitglied im Vorstand der Accenture-Stiftung genannt.

Das Buch analysiert den Industriestandort Deutschland im digitalen Zeitalter. Es zeigt anhand konkreter Beispiele und aktueller Studien, dass deutsche Firmen nach Darstellung der Autoren auch künftig erfolgreich sein können, wenn sie Mut, technologische Intelligenz, Fokussierung sowie radikal neue digitale Wertschöpfungs- und Geschäftsmodelle einsetzen.

Außerdem beschreibt das Buch Dynamiken der Plattform- und Datenökonomie für Business-to-Business-Industrien. Plattformökonomie meint Geschäftsmodelle, bei denen digitale Plattformen verschiedene Marktteilnehmer verbinden. Datenökonomie bezeichnet wirtschaftliche Wertschöpfung durch das Sammeln, Auswerten und Nutzen von Daten. Das Buch betrachtet diese Themen auch mit Blick auf den Aufstieg Chinas.

Gremien und Engagement

Riemensperger sitzt im Senat der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Gemeinsam mit Henning Kagermann, dem Präsidenten der acatech, leitet er den Arbeitskreis „Smart Service Welt“. Dieser Arbeitskreis soll abgestimmte Handlungs- und Umsetzungsempfehlungen für Wirtschaft und Politik geben, um die digitale Transformation deutscher Leitbranchen voranzutreiben.

Bis Oktober 2021 war Riemensperger Mitglied im Präsidium des IT-Branchenverbandes BITKOM. Außerdem ist er Mitglied der Baden-Badener Unternehmer-Gespräche (BBUG), Vice President der American Chamber of Commerce in Deutschland (AmCham), Mitglied im Münchner Kreis und im Feldafinger Kreis sowie in den Lenkungskreisen der Plattform Industrie 4.0 und der Plattform Lernende Systeme.

Seit 2004 richtet er in Kooperation mit der AmCham in Deutschland zwei- bis dreimal im Jahr die „Campus Kronberg Gespräche“ aus. Diese Veranstaltungsreihe soll mit Impulsen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einen „Accent on Leadership“ setzen.

Als Jurymitglied kürt Riemensperger jährlich Preisträger des „Top-500 Award“, verleiht den „Deutschen Innovationspreis“ und wählt den „CIO des Jahres“. Bis Ende August 2021 war er außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats der SinnerSchrader AG in Hamburg und Mitglied des Aufsichtsrats des DFKI, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz.

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