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FM-2030
NAME, FM-2030 ; ALTERNATIVNAMEN, Esfandiary, Fereidoun M. (Geburtsname) ; KURZBESCHREIBUNG, iranisch-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph und Transhumanist.
Inhalt4 Abschnitte
Wer FM-2030 war
FM-2030 wurde am 15. Oktober 1930 als Fereidoun M. Esfandiary in Brüssel geboren und starb am 8. Juli 2000 in New York City. Er war ein iranisch-US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph und Transhumanist. Transhumanismus bezeichnet hier eine Denkweise, die sich mit der Weiterentwicklung des Menschen durch neue Möglichkeiten und Zukunftstechnologien beschäftigt. Bekannt wurde FM-2030 besonders durch seine Schriften über Transhumanismus und Futurismus, also über Vorstellungen zukünftiger gesellschaftlicher und menschlicher Entwicklungen.
Leben und öffentliche Tätigkeit
FM-2030 war der Sohn eines iranischen Diplomaten. Deshalb verbrachte er einen großen Teil seiner Kindheit in Botschaften und diplomatischen Außenstellen. Mit elf Jahren hatte er bereits in 17 Ländern gelebt.
1948 nahm er als Mitglied des iranischen Basketballteams an den Olympischen Sommerspielen teil. Von 1952 bis 1954 war er Mitglied im United Nations Special Committee on Palestine. 1959 veröffentlichte er sein erstes Werk The Day of Sacrifice („Der Opfertag“). Das Buch wurde in elf Sprachen übersetzt und von der New York Tribune als eines der besten Bücher des Jahres 1959 bezeichnet.
Seine größte Bekanntheit erreichte FM-2030 mit Are You a Transhuman?: Monitoring and Stimulating Your Personal Rate of Growth in a Rapidly Changing World aus dem Jahr 1989. Dieses Buch behandelt Ideen des Transhumanismus und Futurismus. Es hatte großen Einfluss auf die damalige transhumanistische Bewegung und gilt weiterhin als eines der bedeutendsten literarischen Werke auf diesem Gebiet.
FM-2030 starb im Jahr 2000 an den Folgen eines Pankreastumors. Danach wurde er am Sitz der Alcor Life Extension Foundation in Scottsdale, Arizona, eingefroren. Die Alcor Life Extension Foundation wird im Artikel als kryonische Organisation bezeichnet; Kryonik meint das Einfrieren nach dem Tod in der Hoffnung auf mögliche spätere Wiederbelebung oder medizinische Behandlung.
Bedeutung seines Namens
Fereidoun M. Esfandiary änderte seinen Namen zu FM-2030 aus zwei Gründen. Erstens wollte er damit seinem Traum Ausdruck geben, das Jahr 2030 zu erleben. Zweitens wollte er sich von der modernen Praxis traditioneller Namensgebung lösen. Diesen zweiten Grund hielt er selbst für wichtiger.
Nach seiner Ansicht haben herkömmliche Namen ihre Wurzeln in einem kollektiven Gedächtnis, das aus der tribalistischen Vergangenheit der Menschen stammt. Mit „tribalistisch“ ist hier eine an Stammeszugehörigkeit und Gruppenidentität orientierte Denkweise gemeint. Traditionelle Namen wirkten für ihn wie ein Stempel kollektiver Identität: Sie verrieten anderen Geschlecht und Nationalität und könnten dadurch Stereotypie, Parteilichkeit und Diskriminierung begünstigen.
FM-2030 erklärte, konventionelle Namen definierten die Vergangenheit einer Person, also Abstammung, Ethnizität, Nationalität und Religion. Der Name 2030 sollte dagegen seine Überzeugung ausdrücken, dass die Jahre um 2030 eine besondere Zeit sein würden. Er verband damit die Vorstellung, dass Menschen dann „alterslos“ sein und eine sehr gute Chance auf ewiges Leben haben könnten. Für ihn war 2030 „ein Traum und ein Ziel“.
Wichtige Werke
Zu seinen fiktionalen Werken gehören The Day of Sacrifice, erschienen am 1. Januar 1959 bei McDowell Obolensky in New York, sowie Beggar, erschienen 1965 bei Astor-Honor Inc in New York.
Zu seinen Sachbüchern zählen Up-wingers von 1973, Telespheres von 1977, Optimism one; the emerging radicalism von 1970 und Are you a transhuman? monitoring and stimulating your personal rate of growth in a rapidly changing world von 1989. Besonders das zuletzt genannte Werk ist für sein Denken und seine Wirkung auf den Transhumanismus zentral.
Als Romane werden Identity card: a novel, erschienen am 1. Januar 1966 bei Grove Press in New York, und Der Letzte Ausweis, erschienen 2009 bei der Büchergilde Gutenberg in Frankfurt am Main u. a., genannt.