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Exposition (Geographie)
Die Exposition hat vor allem bei steilen Hängen (etwa in den Alpen) großen Einfluss auf das lokale Klima und die Vegetation der jeweiligen Höhenstufe. Daher …
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Definition und Angabe
Exposition bezeichnet in Bodenkunde und Geographie die Lage eines Hanges in Bezug auf die Himmelsrichtung oder auf die Einfallsrichtung der mittäglichen Sonnenstrahlen. Sie beschreibt also, wohin ein Hang ausgerichtet ist.
Die Expositionsrichtung kann als Richtung der Flächennormale in Grad angegeben werden, bezogen auf die Nordrichtung. Dabei bedeutet Exposition = 0° einen nach Norden ausgerichteten Hang, also einen Nordhang. Exposition = 90° bezeichnet einen Osthang mit viel Morgensonne, Exposition = 180° einen Südhang, der auf der Nordhalbkugel als „Sonnseite“ gilt, und Exposition = 270° einen Westhang mit viel Abendsonne. In Mitteleuropa ist ein Westhang zugleich besonders stark Witterungseinflüssen ausgesetzt.
Zwischenwerte werden häufig auf 5° oder 10° gerundet und zum Beispiel in bodenkundlichen Datenbanken gespeichert. Als Eigenschaftswort verwendet man „exponiert“, etwa in der Formulierung „südlich exponiert“.
Bedeutung für Landschaft und Nutzung
In Topografie und Geomorphologie hängen Exposition, Hangneigung und Richtung der Falllinie zusammen. Die Hangneigung beschreibt, wie steil ein Hang ist; die Falllinie ist die Richtung, in der Wasser oder ein Körper am steilsten hangabwärts laufen würde.
Besonders an steilen Hängen, etwa in den Alpen, beeinflusst die Exposition stark das lokale Klima und die Vegetation einer Höhenstufe. Deshalb richteten sich Bergbauern vor allem in der Frühzeit und im Mittelalter nach der Ausrichtung der Hänge: Südhänge wurden bevorzugt für Siedlungen und Anbauflächen genutzt, während Nordhänge häufig bewaldet blieben.
Diese Bedeutung zeigt sich auch in Orts- oder Riednamen wie „Sonnenseite“, „Sonnenberg“ oder „Schattenseite“. Außerdem spielt die Exposition bei der Beurteilung der Lawinengefahr eine Rolle.