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Eugénia da Conceição-Heldt

Eugénia da Conceição-Heldt (* 1970) ist eine portugiesisch-deutsche Politikwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für European and Global Governance an der …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Profil und Forschung
  2. 2. Akademischer Werdegang
  3. 3. Professuren und Forschungsstationen
  4. 4. Drittmittel und Auszeichnungen
  5. 5. Veröffentlichungen

Profil und Forschung

Eugénia da Conceição-Heldt (* 1970) ist eine portugiesisch-deutsche Politikwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für European and Global Governance an der Technischen Universität München. Von 2016 bis 2021 war sie Reformrektorin der Hochschule für Politik München an der Technischen Universität München und Gründungsdekanin der TUM School of Governance.

Ihre Forschung befasst sich vor allem mit Europäischer Integration und Global Governance, also der politischen Steuerung über Staaten hinaus. Wichtige Themen sind die Übertragung von Kompetenzen an internationale Organisationen, Global Economic Governance, der Zwei-Ebenen-Ansatz, Verhandlungsanalyse, der Principal-Agent-Ansatz, Macht und Accountability von europäischen und internationalen Organisationen sowie politische und technologische Disruptionen.

Akademischer Werdegang

Da Conceição-Heldt studierte zwischen 1994 und 1998 Politikwissenschaft an der Technischen Universität Lissabon und an der Freien Universität zu Berlin. 1999–2000 schloss sie einen M.A. in European Studies ab. Von 2000 bis 2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin, Dozentin und Doktorandin an der Freien Universität Berlin. 2002 promovierte sie dort am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften.

Von 2003 bis 2007 war sie Wissenschaftliche Assistentin für Vergleichende Analyse politischer Systeme an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im akademischen Jahr 2007/2008 war sie Jean-Monnet-Fellow am Robert Schuman Center for Advanced Studies am Europäischen Hochschulinstitut. 2009 habilitierte sie sich an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Professuren und Forschungsstationen

Nach der Habilitation war da Conceição-Heldt 2009 Gast-Fellow am Centre for European Studies der Carleton University. Es folgten eine Gastprofessur in Vergleichender Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (2009–2010), eine Gastprofessur für Internationale Beziehungen und Europäische Integration an der Freien Universität Berlin (2010–2011) sowie ein Heisenberg-Fellowship am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in der Forschungseinheit Transnationale Konflikte und internationale Institutionen unter Leitung von Michael Zürn (2011–2012). Rufe an die Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften Warschau (2010), eine Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin (2011) und eine W3-Professur an der Universität Trier (2014) lehnte sie ab.

Ab 2012 war sie Inhaberin der Professur für Internationale Politik an der Technischen Universität Dresden. Von September bis Dezember 2015 war sie mit einem Fulbright-Stipendium Visiting Fellow am Center for European Studies der Harvard University. Zum 1. Juli 2016 übernahm sie den Lehrstuhl für European and Global Governance an der Hochschule für Politik München an der Technischen Universität München. Von Februar bis Juni 2022 war sie Gastprofessorin beziehungsweise Visiting Research Scholar an der School of Public and International Affairs der Princeton University.

Drittmittel und Auszeichnungen

Da Conceição-Heldt warb zahlreiche nationale und internationale Drittmittelprojekte ein, unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Das vom ERC mit 1,3 Millionen Euro geförderte Projekt DELPOWIO untersuchte die Delegation von Kompetenzen an internationale Organisationen aus einer Prinzipal-Agenten-Perspektive und einer historisch-institutionalistischen Perspektive.

Zu ihren Auszeichnungen gehören der Europa-Preis des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller e.V. für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Europaforschung (1998), das Jean Monnet Fellowship am Europäischen Hochschulinstitut Florenz (2007–2008), das Heisenberg-Stipendium der DFG (2010), der ERC Consolidator Grant in Höhe von 1,3 Millionen Euro (2012), das Fulbright Fellowship an der Harvard University (2015), die Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa (2019), die Gastprofessur an der Princeton University (2022) und das Carl von Linde Fellowship des Institute for Advanced Study an der Technischen Universität München (2022). Das Carl von Linde Fellowship würdigt herausragende, international anerkannte Forschungsleistungen und ist mit 250.000 Euro dotiert. Ein Calouste Gulbenkian Fellowship an der Johns Hopkins University, School of Advanced International Studies in Washington D.C., lehnte sie 2009 ab.

Veröffentlichungen

Da Conceição-Heldt veröffentlichte mehr als 35 peer-reviewed Zeitschriftenartikel, vier Monographien und mehrere Sonderhefte in peer-reviewed Zeitschriften. Ihre Arbeiten erschienen unter anderem in Review of International Political Economy, Regulation & Governance, Government & Opposition, European Union Politics, Journal of Common Market Studies, Journal of European Public Policy, Journal of European Integration, Negotiation Journal, International Negotiations, International Politics, Journal of Comparative Policy Analysis, Global Policy, Global Governance, Cooperation and Conflict und Politische Vierteljahresschrift.

Ausgewählte Publikationen behandeln zentrale Themen ihrer Forschung: Machtdelegation und Kontrollverluste in der EU-Handelspolitik, Verhandlungen zur Handelsliberalisierung in der WTO, den Einfluss neuer Mächte auf globale Handelsregeln, die Handlungsfähigkeit internationaler Organisationen, die Rolle der Weltbank in der multilateralen Entwicklungsfinanzierung, globale wirtschaftliche Governance seit Bretton Woods, die Selbstermächtigung der Europäischen Zentralbank während der Staatsschuldenkrise und die Grenzen von Transparenz und Accountability im Zentralbankwesen.

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