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Elmar Mayer (Wirtschaftswissenschaftler)

Er galt als einer der ersten und führenden Controlling-Experten in Deutschland und war Gründer der „Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftswissenschaft und …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Fachgebiet
  2. 2. Ausbildung und akademische Laufbahn
  3. 3. Controlling und Rechnungswesen
  4. 4. Veröffentlichungen und Auszeichnungen

Bedeutung und Fachgebiet

Elmar Mayer (26. Dezember 1923 in Bischofsburg, Ostpreußen – 27. Januar 2019 in Bergisch Gladbach) war Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Köln, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Seine Schwerpunkte waren Controlling, Management und Rechnungswesen (Accounting).

Mayer galt als einer der ersten und führenden Controlling-Experten in Deutschland. 1971 gründete er die „Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftspraxis im Controlling und Rechnungswesen“ (AWW KÖLN 1971). In Lehre und Forschung verband er wissenschaftliche Grundlagen mit praktischer Anwendung.

Ausbildung und akademische Laufbahn

Nach dem Abitur leistete Mayer Kriegsdienst. Anschließend absolvierte er eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann und arbeitete mehrere Jahre in der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung. Danach studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Köln und legte 1959 das Diplomexamen als Diplom-Handelslehrer ab.

Er war zunächst im berufsbildenden Schuldienst tätig. 1964 erhielt er ein Lehramt an der HWF Köln. 1968 promovierte er bei Gerhard Weisser an der Universität zu Köln zum Dr. rer. pol. 1971 wurde die Höhere Wirtschaftsfachschule (HWF) in den Fachbereich Wirtschaft der FH Köln umgewandelt.

1974 wurde Mayer zum Professor im Fachbereich Wirtschaft der FH Köln ernannt. Sein Lehrauftrag lautete „Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling und Rechnungswesen“. Ende des Wintersemesters 1988/89 wurde er emeritiert.

Controlling und Rechnungswesen

Ein zentraler Gegenstand seiner anwendungsbezogenen Lehre und Forschung war die Deckungsbeitragsrechnung. Sie wurde von ihm mit operativen Controllingwerkzeugen im Leitbild-Controllingkonzept verbunden. Außerdem entwickelte er operative und strategische Regelkreise mit einer entsprechenden Terminologie.

Die Deckungsbeitragsrechnung gehörte damit zu den wichtigen methodischen Grundlagen seiner Arbeit. Im Controlling stehen dabei praktische Steuerungsinstrumente sowie die Verbindung von Planung, Kontrolle und betriebswirtschaftlicher Entscheidungsunterstützung im Mittelpunkt.

Veröffentlichungen und Auszeichnungen

Zu Mayers ausgewählten Veröffentlichungen und Herausgebertätigkeiten gehören:

  • Gemeinsam mit Rudolf Mann gründete und gab er von 1982 bis 1994 den „Controllingberater“ als Loseblattzeitschrift heraus (Haufe, ISSN 0723-3221).
  • „Controlling für Einsteiger“, 8. Auflage 2004; die 1.–7. Auflage erschienen in Freiburg, ab der 8. Auflage 2004 in Mannheim (ISBN 3-929839-18-0).
  • Herausgegeben mit Carl-Christian Freidank: „Controlling-Konzepte“, 6. Auflage, Wiesbaden 2003 (ISBN 978-3-409-63004-7).
  • Mit Peter Neunkirchen: „Deckungsbeitragsrechnung im Handwerk als dv-gestütztes Controlling-Werkzeug“, 4. Auflage, Stuttgart 1995 (ISBN 978-3-87247-541-1).
  • Mit Beowulf Walter: „Management und Controlling im Krankenhaus“, Köln 1996 (ISBN 978-3-7910-1005-2), sowie „Bellingen, K.: Vom Krankenhaus zum Medizinischen Leistungszentrum (MLZ)“, Köln 1996 (ISBN 978-3-7910-1193-6).
  • Mit Konrad Liessmann und Hans Werner Mertens: „Kostenrechnung“, 7. Auflage, Stuttgart 1997 (ISBN 978-3-7910-1257-5).
  • Mit Andreas Gadatsch: „Masterkurs IT-Controlling“, 5. Auflage, Wiesbaden 2013 (ISBN 978-3-658-01589-3).

Mayer erhielt mehrere Ehrungen: die Ehrenmedaille der IHK Paris (1987), das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (1988), die Verdienstmedaille der FH Köln (1989), die Eugen Schmalenbach Ehrenmedaille (1998) und die Ehrenmedaille der FH Köln in Gold (2000).

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