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Ellipse (Sprache)
In der linguistischen Analyse der Ellipse werden ausgelassene Satzteile oft mit eckigen Klammern gekennzeichnet. Im Beispiel „Karl fährt nach Italien, Wilhelm [ …
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Definition und Bedeutung
Eine Ellipse ist in der Linguistik entweder das Auslassen von Satzteilen oder ein Satz, der solche Auslassungen enthält. Besonders häufig fehlt das Prädikat, also der Teil des Satzes, der meist eine Tätigkeit, einen Vorgang oder einen Zustand ausdrückt.
Ellipsen kommen oft in der gesprochenen Sprache vor. Manche werden mit der Zeit allgemein üblich oder entwickeln sich zu fest gefügten Phrasen.
Rekonstruktion und Kennzeichnung
Die fehlenden Satzteile lassen sich aus dem sprachlichen Zusammenhang oder aus der jeweiligen Situation ergänzen. In linguistischen Analysen werden solche Ergänzungen häufig in eckige Klammern gesetzt.
Beispiel: „Karl fährt nach Italien, Wilhelm [fährt] an die Nordsee.“ Im tatsächlich geäußerten Satz „Karl fährt nach Italien, Wilhelm an die Nordsee“ wurde das Wort „fährt“ ausgelassen.
Nach einer strengen Definition liegt nur dann eine Ellipse vor, wenn sich der fehlende Teil wortgetreu aus dem sprachlichen Kontext rekonstruieren lässt. Als Arten werden unter anderem die Koordinationsellipse und die Subjektbinnenellipse genannt. Der Artikel weist allerdings darauf hin, dass seine grammatische Beschreibung unvollständig und ein Teil der Beispiele zweifelhaft ist.
Typische Beispiele
Viele Ellipsen entstehen durch ein ausgelassenes Verb:
- „Kann ich mal die Butter [haben]?“
- „Je früher der Abschied [ist], desto kürzer [ist] die Qual.“
- „Was [ist] nun?“
- „Wer [ist] da?“
- „Erst [kommt] die Arbeit, dann [kommt] das Vergnügen.“
Auch größere Satzteile können fehlen:
- „[Ich wünsche Ihnen einen] Guten Morgen!“
- „[Ich bitte Sie um] Entschuldigung!“
- „[Möchten Sie] Sonst noch was?“
- „[Wenn das] Ende gut [ist], [ist] alles gut!“
Weitere Beispiele sind „Nicht du, [sondern] ich!“ und „Ohne [ein] Wenn und [ohne ein] Aber.“