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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

E-Business

E-Business. die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnik.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Kernbedeutung und Definition
  2. 2. Geschäftsbeziehungen und zwei Bedeutungen
  3. 3. Integration und organisatorische Voraussetzungen
  4. 4. Elektronische Zusammenarbeit und Ablaufoptimierung
  5. 5. Software für E-Business

Kernbedeutung und Definition

E-Business, auch eBusiness, bezeichnet die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnik (IuK). Gemeint ist damit nicht nur der Verkauf über das Internet, sondern die elektronische Unterstützung und Verknüpfung möglichst aller geeigneten Geschäftsabläufe. Die Bezeichnung ist – abgesehen von geschützten Zusammensetzungen – frei verwendbar.

Der Begriff wird unterschiedlich weit ausgelegt und gilt als Gattungsbegriff. IBM machte ihn in den 1990er Jahren durch Werbekampagnen bekannt. In einem am 7. Oktober 1997 veröffentlichten Aufsatz wurde eBusiness als Leitbegriff für die grundlegende Veränderung von Unternehmenssystemen durch das Internet vorgestellt. IBM definiert eBusiness als „Neugestaltung strategischer Unternehmensprozesse und die Bewältigung der Herausforderungen eines neuen Marktes, der sich zunehmend durch Globalisierung auszeichnet und auf Wissen basiert.“ Diese Sichtweise umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Partnern.

Thome definiert eBusiness als „integrierte Ausführung aller digitalisierbaren Bestandteile ökonomischer Prozesse“. Damit sind eine medienbruchfreie, computergestützte und automatisierte Informationsverarbeitung sowie die Verbindung ökonomischer Prozesse gemeint. Der Ausdruck „ökonomischer Prozess“ könnte grundsätzlich auch volkswirtschaftliche Vorgänge einschließen; im genannten Verständnis geht es jedoch um Anstrengungen, bei denen Wirtschaftssubjekte Güter gegen eine Gegenleistung abtreten.

Nach Andreas Meier und Henrik Stormer umfasst Electronic Business die Anbahnung, Vereinbarung und Abwicklung elektronischer Geschäftsprozesse. Der Leistungsaustausch erfolgt mit Hilfe des Internets und soll Wertschöpfung beziehungsweise einen monetären oder immateriellen Mehrwert schaffen.

Geschäftsbeziehungen und zwei Bedeutungen

Aus den zwei wesentlichen Bedeutungen des englischen Wortes „business“ ergeben sich zwei Hauptverständnisse von eBusiness.

Im engeren Sinn bezeichnet eBusiness den elektronischen Handel. Dabei geht es um Markttransaktionen, also das elektronische Kaufen und Verkaufen von Gütern. Diese Bedeutung entspricht insbesondere der von Thome vorgestellten Auslegung, bei der ökonomische Prozesse auf den Leistungsaustausch bezogen werden.

Im weiteren Sinn bedeutet eBusiness das elektronische Geschäft oder das elektronische Unternehmen. Dann umfasst der Begriff die Gesamtheit der Geschäftsprozesse eines Unternehmens einschließlich der vor- und nachgelagerten Markttransaktionen. Diese Auslegung folgt eher der von IBM vertretenen Vorstellung einer umfassenden Neugestaltung strategischer Unternehmensprozesse.

An elektronischen Geschäftsbeziehungen können Unternehmen, öffentliche Institutionen und Konsumenten beteiligt sein. Unternehmen bieten über B2B (Business-to-Business) Produkte und Dienstleistungen anderen Unternehmen an; über B2C (Business-to-Consumer) richten sich Angebote an Kunden. Im Bereich eGovernment werden Beziehungen zwischen Behörden und anderen Beteiligten unterschieden: A2A (Administration-to-Administration) bezeichnet verwaltungsinterne Abläufe, A2B (Administration-to-Business) Angebote an Unternehmen und A2C (Administration-to-Consumer) Angebote an Bürgerinnen und Bürger.

Integration und organisatorische Voraussetzungen

Für eBusiness ist die Integration von Geschäftsprozessen entscheidend. Eine im Artikel wiedergegebene Definition lautet: „die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.“ Der Artikel weist zugleich darauf hin, dass dieser Abschnitt nicht ausreichend mit Einzelnachweisen belegt ist und einzelne Angaben daher überprüft werden sollten.

Kritisiert wird insbesondere Thomes Begriff „digitalisierbare Bestandteile“. Er beschreibe vor allem die Strukturebene der Integration und schließe die Verhaltensebene der Automatisierung aus. „Automatisierbar“ sei deshalb genauer, weil damit sowohl Struktur- als auch Verhaltensebene erfasst würden. Außerdem werde deutlich, dass ein Geschäftsprozess nur dann durch eBusiness abgebildet werden kann, wenn dies technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Integration kann Transaktionskosten senken. Die Automatisierung kann außerdem die Durchlaufzeit und Übertragungskosten verringern. Integration findet zunächst auf organisatorischer Ebene statt und wird anschließend, soweit technisch realisierbar, durch IuK-Techniken automatisiert. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung sind daher organisatorische Anpassungen, insbesondere Prozess-, Aufgaben- und Datenintegration. eBusiness kann dadurch Erfolgspotenziale schaffen; genutzt werden können sie jedoch erst, wenn organisatorische Abläufe entsprechend umstrukturiert werden.

Elektronische Zusammenarbeit und Ablaufoptimierung

Zur Umsetzung des eBusiness-Konzepts werden verschiedene Hilfsmittel eingesetzt. Elektronische Kollaboration oder E-Collaboration bezeichnet die dezentrale, computergestützte Zusammenarbeit zeitlich oder räumlich getrennter Teams und Gruppen.

Zunächst wurden dafür Werkzeuge wie E-Mail und Kalender verwendet. Später kamen unter anderem Enterprise Wikis und Blogs hinzu. Diese Werkzeuge ermöglichen es Teams, an einer gemeinsamen Aufgabe oder einem Projekt zu arbeiten, auch wenn die Mitglieder nicht zur gleichen Zeit oder am selben Ort tätig sind. Der Einsatz solcher Werkzeuge bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Arbeitsablauf klar organisiert ist.

Für die Ablaufoptimierung werden unter anderem folgende Maßnahmen genannt:

  • Beim digitalen Posteingang wird die gesamte Eingangspost gescannt und meist als PDF oder TIF elektronisch an zuständige Mitarbeiter und Abteilungen verteilt.
  • Beim digitalen Postausgang wird Post, die weiterhin in Papierform versandt werden muss, zentral gedruckt und verschickt.
  • Externe Callcenter können die Kundenbetreuung übernehmen; Anfragen liegen dadurch teilweise bereits als elektronische Memos vor.
  • Definierte Kundenanfragen können automatisch beantwortet werden.

Software für E-Business

Im eBusiness werden verschiedene Softwaresysteme eingesetzt, um Informationen, Geschäftsprozesse, Zusammenarbeit und Kundenkontakte zu unterstützen. Dazu gehören:

  • Dokumentenmanagementsysteme (DMS)
  • Groupwaresysteme zur Zusammenarbeit
  • Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP)
  • Digital-Office-Systeme (DOS)
  • Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS)
  • Workflow-Management-Systeme (WfMS)
  • Enterprise-Content-Management-Systeme (ECMS)
  • Portale
  • Shopsysteme
  • Shopping-Apps

Lernvideos zu E-Business

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