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Dikasterium für den Interreligiösen Dialog

Das Dikasterium für den Interreligiösen Dialog (lat.: Dicasterium pro Dialogo Inter Religiones) koordiniert die Aktivitäten der römischen Kurie im Dialog …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Einordnung
  2. 2. Ziele des interreligiösen Dialogs
  3. 3. Entwicklung und Leitung

Aufgabe und Einordnung

Das Dikasterium für den Interreligiösen Dialog (lateinisch: Dicasterium pro Dialogo Inter Religiones) ist eine Einrichtung der römischen Kurie. Es koordiniert deren Aktivitäten im Dialog mit anderen Religionen. Ein Dikasterium ist dabei eine zentrale Behörde der katholischen Kirche.

Sein Sitz ist Via dell’Erba 1, 00193 Roma. Präfekt ist seit dem 24. Januar 2025 George Jacob Kardinal Koovakad; Sekretär ist seit dem 3. Juli 2019 Indunil Janakaratne Kodithuwakku Kankanamalage, Untersekretär seit dem 11. November 2019 Paulin Batairwa Kubuya SX.

Ziele des interreligiösen Dialogs

Papst Paul VI. bestimmte als Aufgabe, „Methoden und Wege“ für einen angemessenen Dialog mit Nichtchristen zu suchen. Dabei soll das Dikasterium erreichen, dass Christen Nichtchristen richtig kennen und gerecht einschätzen. Umgekehrt sollen Nichtchristen Lehre und Leben der Christen kennenlernen und schätzen können.

2012 fand die Botschaft des damaligen Ratspräsidenten Jean-Louis Kardinal Tauran zum Ende des Ramadan besondere Beachtung. Papst Franziskus nahm am 29. März 2014 neue Mitglieder auf und bestätigte bestehende Mitgliedschaften.

Entwicklung und Leitung

Papst Paul VI. errichtete die Einrichtung an Pfingsten 1964 zunächst als Sekretariat für Nicht-Christen. Die Apostolische Konstitution Pastor Bonus von Johannes Paul II. gab ihr am 28. Juni 1988 den Namen Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog und machte sie zu einem festen Dikasterium der römischen Kurie.

Papst Benedikt XVI. gliederte den Rat 2006 in den Päpstlichen Rat für Kultur ein. Nach seiner Regensburg Rede vom 12. September 2006 wurde der Rat 2007 wieder ein eigenständiges Dikasterium. Ihm ist die Päpstliche Kommission für religiöse Beziehungen zu den Muslimen angeschlossen. Mit dem Inkrafttreten der Apostolischen Konstitution Praedicate Evangelium am 5. Juni 2022 trägt er die heutige Bezeichnung „Dikasterium für den Interreligiösen Dialog“.

Die Leiter hießen bis 1988 Präsident des Sekretariats für Nicht-Christen, bis 2022 Präsident des Päpstlichen Rats für den Interreligiösen Dialog und danach Präfekt. Miguel Ángel Kardinal Ayuso Guixot war der erste Präfekt des Dikasteriums für den Interreligiösen Dialog; er leitete die Einrichtung von 2019 bis 2024.

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