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Code-Sonne

Die sogenannte Code-Sonne ist eine schematische Darstellung des genetischen Codes und dient dazu, die Basentripletts der mRNA in die entsprechende …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Funktion
  2. 2. Zusammenhang mit der Proteinbiosynthese
  3. 3. Lesen der Code-Sonne
  4. 4. Darstellungsform

Bedeutung und Funktion

Die Code-Sonne ist eine schematische Darstellung des genetischen Codes. Sie hilft dabei, Basentripletts der mRNA den entsprechenden kanonischen Aminosäuren zuzuordnen. Ein Basentriplett besteht aus drei Basen und wird auch Codon genannt.

Zusammenhang mit der Proteinbiosynthese

Bei der Proteinbiosynthese entstehen Proteine in zwei Hauptprozessen:

  • Bei der Transkription wird die Abfolge von Nukleotiden eines DNA-Abschnitts in eine RNA-Nukleotidsequenz umgeschrieben; dabei wird mRNA hergestellt. In eukaryotischen Zellen geschieht dies im Zellkern, bei Prokaryoten wie Bakterien im Zytosol.
  • Bei der Translation wird die Nukleotidsequenz der mRNA im Zytoplasma an Ribosomen in die Aminosäuresequenz einer Polypeptidkette übersetzt.

Jedes Codon steht dabei für eine bestimmte proteinogene Aminosäure oder für ein Stop-Codon.

Lesen der Code-Sonne

Die Code-Sonne wird von innen nach außen gelesen. Die Reihenfolge der Basen auf der mRNA verläuft dabei von 5' nach 3'. Für ein Codon verfolgt man nacheinander die erste, zweite und dritte Base von der Mitte zur äußeren Kante. Dort steht die codierte Aminosäure.

Beispiel: Die mRNA-Basenabfolge 5'-GCA-3' führt zum Einbau der Aminosäure Alanin (Ala).

Darstellungsform

Die Code-Sonne wurde im 1972 erschienenen Lehrbuch „Klassische und molekulare Genetik“ von Carsten Bresch und Rudolf Hausmann eingeführt. Sie ist neben der Tabellenform eine häufig verwendete Darstellung der Aminosäurecodierung durch mRNA-Basentripletts.

Lernvideos zu Code-Sonne

Weiterlesen

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