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Béatrix Beck

NAME, Beck, Béatrix ; KURZBESCHREIBUNG, französische Schriftstellerin ; GEBURTSDATUM, 30. Juli 1914 ; GEBURTSORT, Villars-sur-Ollon, Schweiz ; STERBEDATUM, 30.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Béatrix Beck: Schriftstellerin und Themen
  2. 2. Leben und literarischer Weg
  3. 3. Wichtige Werke
  4. 4. Auszeichnungen

Béatrix Beck: Schriftstellerin und Themen

Béatrix Beck (* 30. Juli 1914 in Villars-sur-Ollon im Kanton Waadt in der Schweiz; † 30. November 2008 in Saint-Clair-sur-Epte im Département Val d’Oise in Frankreich) war eine französische Schriftstellerin. Sie schrieb vor allem realistisch orientierte Romane, die oft autobiografisch gefärbt waren, also Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben aufgriffen. Ihre Hauptthemen waren nach Winfried Engler Ehe und Religion.

Besonders bekannt wurde ihr Roman Léon Morin, prêtre aus dem Jahr 1952. Darin erzählt die ehemalige Atheistin in „erbarmungsloser Prosa“ ihre eigene Konversion, also die Hinwendung zum Glauben. Der Roman wurde von Melville verfilmt. Im selben Jahr erhielt Beck dafür den Prix Goncourt.

Leben und literarischer Weg

Becks Vater war der belgische Schriftsteller Christian Beck lettisch-italienischer Abstammung; ihre irische Mutter beging Selbstmord. Beck wuchs in Frankreich auf, studierte Jura in Grenoble, wurde Kommunistin und arbeitete als Lehrerin.

1936 heiratete sie den staatenlosen Juden Naum Szapiro. Er fiel 1940 in den Ardennen dem Krieg zum Opfer. Als Witwe mit einer Tochter verdiente Beck ihren Lebensunterhalt durch Gelegenheitsarbeiten, unter anderem als Fabrikarbeiterin, teilweise in Brüssel, als Modell für eine Zeichenschule, Zugehfrau und Landarbeiterin.

Mit ihrem ersten Roman Barny machte sie 1948 auf sich aufmerksam. André Gide stellte sie 1950 kurzzeitig als Sekretärin an; er starb 1951. Weitere erfolgreiche Bücher ermöglichten Beck den Kauf einer Wohnung in dem Pariser Haus, in dem Sartre wohnte. Von 1966 an übernahm sie Professuren in den USA und Kanada, bevor sie 1977 nach Frankreich zurückkehrte. In ihre späteren Romane floss auch eine als „unmöglich“ bezeichnete Liebe zu einem jungen Studenten in Québec ein. Bis kurz vor ihrem Tod blieb sie produktiv.

Wichtige Werke

Zu Becks Werken zählen die Romane Barny (1948), Une mort irrégulière (1950), Léon Morin, prêtre (1952), Noli (1978, um die Liebe), Don Juan des forêts (1983, um das Motiv der Verführung) und L’enfant chat (1984). Barny und Une mort irrégulière erschienen auf Deutsch zusammen als Barny und Der ordnungswidrige Tod (Frankfurt am Main 1953) sowie als Die Erde will uns wieder haben (Basel 1956).

Weitere Titel sind das Kinderbuch Contes à l’enfant né coiffé (1953), Le muet (1963), Cou coupé court toujours (1967), L’epouvante, l’emerveillement (1977), La décharge (1979) und Josée dite Nancy (1981).

Auszeichnungen

Beck erhielt 1952 den Prix Goncourt für Léon Morin, prêtre. Für La décharge bekam sie 1979 den Prix du Livre Inter. Es folgten der Leserpreis des Magazins Trente Millionen d’amis 1984 für L’enfant chat, der Prix littéraire du Prince Pierre-de-Monaco 1989 für das Gesamtwerk sowie 1997 der Grand prix de littérature de l’Académie française und der Grand prix littéraire de France-Wallonie-Bruxelles.

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