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Auferstehungsikone
Die orthodoxe Auferstehungsikone oder Anastasis-Ikone (von altgriechisch ἀνάστασις „Auferstehung“) stellt die Auferstehung Jesu Christi in einer für die …
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Was ist die Auferstehungsikone?
Die orthodoxe Auferstehungsikone oder Anastasis-Ikone (von altgriechisch ἀνάστασις, „Auferstehung“) stellt die Auferstehung Jesu Christi dar, und zwar in einer für die westliche Tradition ungewohnten Form. Trotz unterschiedlicher Einzelheiten enthält sie immer die gleichen Symbole und Bildtypen. Im Westen versucht die Malerei, das Geschehen der Auferstehung selbst bildlich darzustellen. Die orthodoxe Ikone zeigt stattdessen nicht das Geschehen selbst, sondern seine geistliche Auswirkung: den Sieg Jesu über Tod und Hölle.
Bibelgrundlage: Die Osterpredigt des Johannes Chrysostomos
Die Ikone bezieht sich auf die Osterpredigt von Johannes Chrysostomos, die bis heute in der orthodoxen Osterliturgie als Predigt gelesen wird. Dort heißt es unter anderem: „Heute ruft der Hades und stöhnt: Besser wäre mir gewesen, ich hätte Mariens Sohn nicht aufgenommen. Denn da er zu mir gekommen, hat er meine Herrschaft vernichtet und die ehernen Tore zertrümmert; die Seelen, die ich einst besaß, hat als Gott er auferweckt.“ Auch der Osterhymnus der orthodoxen Liturgie spiegelt den Bildinhalt: „Christ ist von den Toten erstanden, er hat den Tod durch den Tod niedergetreten und denen in den Gräbern Leben gewährt.“
Aufbau und Symbole der Ikone
Das Bild zeigt einen felsigen Abgrund. Jesus steht im Zentrum auf zwei kreuzförmig (in Form eines Andreaskreuzes) angeordneten Tafeln, die die Pforten der Hölle symbolisieren. Er ist oft weiß gekleidet, und sein Mantel weht, um die Dynamik anzudeuten, mit der er von oben herab die Pforten der Hölle stürmt. Unter ihm liegt ein schwarzer Abgrund, in dem oft teuflische Marterwerkzeuge und der gefesselte Satan zu erkennen sind.
Die Personen auf der Ikone
Links und rechts der Christusfigur stehen Personen aus dem Alten Testament. Auf der linken Seite ist Adam, dem Jesus die Hand reicht, um ihn zu sich emporzuziehen. Hinter Adam sieht man die Könige David und Salomo sowie Johannes den Täufer, der auf Jesus zeigt. Auf der rechten Seite steht Eva, der Jesus auf einigen Ikonen ebenfalls die Hand reicht; oft ist dort auch Abel dargestellt, ein Jüngling mit Hirtenstab.