Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Ariel A. Bloch
Die Hypotaxe im Damaszenisch-Arabischen mit Vergleichen zur Hypotaxe im Klassisch-Arabischen (= Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes, Bd. 35,4) …
Inhalt3 Abschnitte
Überblick
Ariel A. Bloch (geboren am 14. Mai 1933 in Heidelberg; gestorben am 14. Dezember 2018 in Richmond, Kalifornien) war ein deutsch-US-amerikanischer Arabist und Hochschullehrer. Ein Arabist erforscht wissenschaftlich die arabische Sprache und Literatur. Bloch lehrte zunächst in Deutschland und später in den USA, zuletzt als Professor an der University of California, Berkeley. Seine Forschung galt arabischen Dialekten, dem arabischen Satzbau (Syntax und Semantik) und den semitischen Sprachen, zu denen neben dem Arabischen zum Beispiel Aramäisch und Hebräisch gehören.
Leben und akademischer Werdegang
- Bloch kam 1937 als Kind nach Palästina, wohin seine Eltern emigriert waren. Nach Schulbesuch und Militärdienst begann er dort ein Studium der Arabistik und Semitistik, der vergleichenden Erforschung der semitischen Sprachen. Er setzte das Studium an der Universität Münster fort und promovierte dort 1962 bei Hans Wehr zum Dr. phil. Hans Wehr war sein Doktorvater, also der Betreuer seiner Doktorarbeit. Bis 1965 arbeitete er als Hochschullehrer an der Universität Münster und der Universität Erlangen und wechselte dann in die USA. An der University of California, Berkeley war er als Hochschullehrer bzw. Professor tätig, bis er 1995 emeritiert wurde, das heißt in den Ruhestand trat. In Berkeley unterrichtete er Arabisch, Aramäisch und biblisches bzw. modernes Hebräisch und veröffentlichte zu diesen Sprachen.
Wissenschaftliche Arbeiten
Ein Schwerpunkt von Blochs Arbeit war das Damaszenisch-Arabisch, der arabische Dialekt von Damaskus. Dazu erschienen 1964 die von ihm zusammen mit Heinz Grotzfeld herausgegebenen Damaszenisch-arabischen Texte mit Übersetzung, Anmerkungen und Glossar sowie 1965 seine Dissertation Die Hypotaxe im Damaszenisch-Arabischen mit Vergleichen zur Hypotaxe im Klassisch-Arabischen. Hypotaxe bedeutet Satzgefüge, also das Verbinden und Untergeordnen von Sätzen. Weitere Aufsätze beschäftigen sich mit der Intonation (Satzmelodie), mit den Vokalen in alten arabischen Dialekten, mit morphologischen Doppelformen in arabischen Dialekten und mit Relativsätzen. Wichtige eigenständige Bücher waren die Textsammlung A chrestomathy of modern literaric Arabic (Wiesbaden 1974) und Studies in Arabic syntax and semantics (Wiesbaden 1986, 2. Auflage 1991). Zusammen mit Chana Bloch veröffentlichte er 1995 in New York eine neue Übersetzung des Hohen Liedes mit Einführung und Kommentar (The song of songs. A new translation with an introduction and commentary). 2000 erschien sein Aufsatz über Ghassan Kanafanis Novelle Return to Haifa. Fachaufsätze veröffentlichte er unter anderem in der Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (1967), im Journal of Semitic Studies (1971), in der Zeitschrift für arabische Linguistik (1980) und in den Jerusalem Studies in Arabic and Islam (1989).