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Altkarte
Altkarten werden in der historisch-genetischen Siedlungsgeographie als Quelle zur Rekonstruktion und Illustration vergangener Landschaftszustände herangezogen.
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Bedeutung und Zeitraum
Als Altkarten bezeichnet man meist thematische Karten aus der Zeit von der Mitte des 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie sind wichtige Quellen der Historischen Geographie, besonders der Siedlungsgeographie, also der Untersuchung vergangener Siedlungen und Landschaften.
Inhalte und Merkmale
Altkarten zeigen häufig die Gerichts- und Verwaltungsgliederung eines Gebietes im kleineren räumlichen Umfeld. Dazu gehören handgezeichnete Pläne und Risse, frühe amtliche Aufnahmen wie alte Katasterkarten sowie Militärkarten zur Orientierung im Gelände.
Ihr Ziel war, komplexe Gegebenheiten einfach und übersichtlich darzustellen. Sie besitzen oft einen großen Maßstab, bilden also einen kleinen Ausschnitt vergleichsweise detailliert ab, und sind häufig verzerrt dargestellt.
Nutzung als historische Quelle
In der historisch-genetischen Siedlungsgeographie werden Altkarten genutzt, um frühere Zustände von Landschaften zu rekonstruieren und zu veranschaulichen.
Weiterer Begriffsgebrauch
Allgemeiner kann „Altkarte“ auch jede ältere Landkarte beliebigen Inhalts bezeichnen, die vor der Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen ist. Im Englischen wird dafür „early maps“ verwendet.