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Alonso de Castillo Solórzano
Er ist Verfasser zahlreicher Schelmenromane (Pikaroromane). Sein pikaresker Stil fand insbesondere in Frankreich Nachahmung. Sein bekanntestes Werk ist La …
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Schriftsteller des spanischen Barock
Alonso de Castillo Solórzano wurde am 1. Oktober 1584 in Tordesillas in der Provinz Valladolid geboren und starb wahrscheinlich um 1648 in Saragossa oder Palermo. Er war ein spanischer Schriftsteller und Dramatiker des Barock. Sein Werk umfasst satirische und parodistische Poesie sowie zahlreiche Schelmenromane, auch Pikaroromane genannt. Diese Romane schildern in pikareskem Stil häufig die Abenteuer und Täuschungen von Figuren aus einfachen oder gesellschaftlich randständigen Verhältnissen.
Über seine Jugend ist nichts bekannt. Castillo Solórzano arbeitete für den Marquis de Villars sowie für den Marquis de los Vélez, den Vizekönig von Valencia. Diesem folgte er auf dessen Feldzug in Katalonien und später nach Rom. Dass er 1648 nicht mehr im Gefolge des Vizekönigs erwähnt wird, gilt als Hinweis auf seinen wahrscheinlichen Tod. Sein pikaresker Stil wurde besonders in Frankreich nachgeahmt.
Werke und Wirkung
Als bekanntestes Werk gilt La garduña de Sevilla y anzuelo de las bolsas von 1629, auf Deutsch „Der Garten von Sevilla“. Es erschien zunächst 1661 in Paris und wurde später als Histoire de dona Rufine, courtisane de Séville (Paris, 1731) ins Französische übersetzt. Eine deutsche Übersetzung erschien 1732 in Frankfurt und Leipzig unter dem Titel Leben und seltsame Begebenheiten der Dona Rufine, einer beruffenen Spanischen Courtisane.
Zu seinen weiteren Prosawerken gehören Tardes entretenidas (1625), Jornadas alegres (1626), Noches de placer (1631), Teresa de Manzanares (1632), Fiestas del jardín (1634), Sagrario de Valencia (1635), Aventuras del bachiller Trapaza (1637), Epítome de la vida y hechos del ínclito rey don Pedro de Aragón (1639), Los alivios de Casandra (1640) und Sala de Recreación (1649). Außerdem schrieb er Komödien, darunter Sainetes, sowie 1639 eine fiktive Geschichte über Marcus Antonius und Kleopatra, die letzte Königin von Ägypten. Seine Werke wurden in Anthologien, Novellensammlungen und Reihen zur Weltliteratur aufgenommen.