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Gendergerechte Sprache

Gabriele Baron10:42 31.726 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 75 Zeilen
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  1. hallo und herzlich willkommen hier im ratgeber-studio heute geht es um ein Thema was aktuell gerade sehr kontrovers diskutiert wird nämlich das Thema
  2. Geschlechter spezifische oder geschlechtergerechte oder gendergerechte Sprache wie es ein neudeutsch heißt und das haben wir eine echte Expertin eine
  3. Frau Gott sei Dank zu diesem Thema eingeladen Gabriele Baron ist Texterin und Buchautorin wobauern schön dass Sie da sind herzlichen Dank für die
  4. Einladung vor allen Dingen danke dass Sie sich diesem Thema stellen das ist ja gerade aktuell ein ja es ist populär in vieler Munde ist das ein Thema mit dem
  5. sich nur Frauen beschäftigen sollten oder das ist grundsätzlich ein Thema also tatsächlich ist es tatsächlich eher ein Frauenthema aber natürlich gelten
  6. die Empfehlungen die gerade rausgegeben werden hauptsächlich für Behörden und für öffentliche Stellen also die müssen sich
  7. daran halten alle anderen eher nicht Universitäten machen das viel große Unternehmen fangen damit an ja also wie gesagt alle müssen sich dann
  8. irgendwann womöglich dran halten entstanden ist ja sind ja diese gender Studien oder Geschlechter Studien aus der Frauenbewegung der 60er Jahre und in
  9. den letzten Jahrzehnten sind direkt oder indirekt Empfehlungen abgeleitet worden wie man jetzt ja geschlechtergerecht formuliert ziel soll sein dass ich
  10. keiner mehr sprachlich diskriminiert fühlen kann ja die Idee ist gut aber die Mittel sind völlig untauglich denn bevor das kam mit diesen Empfehlungen für
  11. gendergerechte Sprache hatten wir ja eine geschlechtergerechte Sprache das hatten wir ja okay aber wie meinen Sie das aber es ist ja gerade die Kritik der
  12. genderbewegung dass das männliche selber wiegt ja und ich habe das Gefühl das ist eine ideologische fehl Interpretation muss ich ganz ehrlich sagen weil wir
  13. haben für unsere Hauptwörter für die Substantive haben wir drei grammatikalische Geschlechter der ist schon das was Geschlechter genannt haben
  14. es hätten einfach drei grammatikalische Formen sein können ja dummerweise heißen die jetzt auch noch männlich weiblich und
  15. sächlich also maskulin feminin und Neutrum und besser hätten wir das männliche also das Maskulinum als Standardform bezeichnet weil es ist die
  16. älteste Form das maskulin ist die älteste Form wie wir Wörter bilden und zwar ganz unspezifische Dinge da war noch keine Abstraktion im in den in der
  17. Wortbildung zum Beispiel der Tag der Geist der Händler ganz einfach Worte maskulin danach kam die neutrumform also das sächliche das war die erste
  18. Abstraktionsstufe quasi das Spiel das Werkzeug und das Handeln ja also aus Händler das Handeln abgeleitet erst an dritter Stelle kam bei der Wortbildung
  19. die feminine Form und das ist die Seele die Psyche die Handlung zum Beispiel also nochmal eine Abstraktionsstufe also wir haben da das
  20. ganz spezifische gegen das unspezifische männliche ja und wenn wir jetzt zum Beispiel unsere Zuseher ansprechen und sagen liebe Zuseher dann meinen wir alle
  21. und die sind auch alle damit drin ja wenn wir sagen Liebe zu sehr und ZuseherInnen dann wollen wir das irgendeinem Grund die ZuseherInnen
  22. speziell behandeln oder Bedenken ja berücksichtigen aber das unspezifisch also die weibliche das spezifische die weibliche Form vor die männliche zu
  23. stellen ist immer falsch also liebe Bürgerinnen und Bürger ist verkehrt wir meinen die Bürger da sind alle drin und wenn es jetzt speziell um die weibliche
  24. Form auch geht über die weiblichen Bürger dann können wir die dahinter Hecken also ich glaube der Unterschied ist der sie gucken aus der Sicht der
  25. fachvater drauf wie es textlich richtig ist und das andere Thema wird ja oft sehr politisch diskutiert oder das ist richtig
  26. also wenn wir gucken dass wir also die männliche Form zum Beispiel männer werden nie genannt ja Frauen
  27. wollen aber jetzt neuerdings immer genannt werden und es geht ja darum dass die Forscher überwiegend sind es Geschlechter Forscherinnen und die
  28. wollen jetzt das generische Maskulinum also das grammatikalische Geschlecht abschaffen und immer die weibliche Form dazu nennen oder neutral formulieren und
  29. dann kommen komische Dinge Zustande neutral meinen Sie denn wahrscheinlich solche Sachen wie denn in der Straßenverkehrsordnung plötzlich aus den
  30. Fußgängern die zu Fuß gehenden werden oder ganz genau und aber zu Fuß gehend bin ich ja nur so lange wie ich laufe wenn ich stehen bleibe bin ich kein zu
  31. Fuß gehen damit ich ein stehender auf den Füßen stehen da oder irgendwie ja und
  32. tatsächlich wenn man sich aber die Formulierung anguckt es ist ein zu Fuß gehender also haben wir wieder die männliche Form und es funktioniert mit
  33. dem Plural also nur eine Mehrheit Mehrzahl und dann können wir die bessere und richtigere Form der Fußgänger nehmen das sind nämlich im Plural in der
  34. Mehrzahl auch die Fußgänger völlig klar und aus Studenten Studierende zu machen das ist nicht dasselbe ja genau wie die zu Fuß gehende
  35. nicht Fußgänger sind also nicht jederzeit und oft soll dann zum Beispiel aus einem Seminar Leiter die Seminarleitung gemacht werden aber ich
  36. möchte keine neutrale Leitung ansprechen in der Pause ja ich möchte Ihnen Seminarleiter ansprechen oder die Seminarleiterin und
  37. feminine Formen sind ja nur dann wichtig wenn es genau in diesem Moment um eine spezielle Person geht ansonsten ist das ja gar nicht wichtig aber auch wenn
  38. jetzt Personenbezeichnung geniere ich eher maskulin sind wie sie sagen dann ist doch nachvollziehbar dass die Frauen benachteiligt fühlen wenn das eher eine
  39. männliche Sprache ist aber die Frage ist ja an Sie als Frau wie sehen Sie das also ich fühle mich nicht unterrepräsentiert oder nicht
  40. angesprochen weil der Arbeiter oder der Handwerker ist jemand der mit der Hand arbeitet sonst nichts Punkt da ist überhaupt kein Geschlecht gemeint und
  41. oft höre ich ja also die das Verteidigen die sagen ja dann tatsächlich auch also die tatsächlich auch die die alte Form verteidigen die
  42. sagen dann ja die Frauen sind mit gemeint nee sind sie nicht es sind auch die Männer nicht mit gemeint sondern der Begriff bezeichnet
  43. einfach nur Handwerker Menschen die mit der Hand arbeiten geschlechtsneutral da ist nie ein biologisches Geschlecht angesprochen und
  44. immer wenn wir jetzt die Schreibweise verändern weil es ja dann heißt wir wollen neutral formulieren wir sagen oder reden die
  45. jeweilige Form immer mit an also wir haben Handwerker und Handwerkerinnen und wir haben Ärzte und Ärztinnen wie soll man es denn schreiben ja wir
  46. haben den Schrägstrich mit Gedankenstrich und dann innen lässt sich schwer sagen ja das kann man gerade schreiben bleibt Texte auf weil einfach
  47. durch die Nennung des zusätzlichen Geschlechts vom Inhalt abgelenkt wird weil erstmal wenn sich die Einzelhändler bei uns am Ort treffen ist doch egal wie
  48. viele Frauen oder Männer da dabei sind ja also erstmal ist wichtig wenn sich dann einer zu Wort meldet und Vorschlag macht
  49. dann ist es der Einzelhändler oder die einzelhändlerin oder B erst dann ist es wichtig vorher ist es überhaupt nicht wichtig und alles was wir
  50. anschreibweisen haben mit binnen ihr so großen ihr in der Mitte des Wortes oder mit dem Schrägstrich oder mit Sternchen oder mit X sind Rechtschreibfehler also
  51. auch da tun wir ja der Sprache in der Schriftform überhaupt nichts Gutes aber sind wir nicht diese gender gerechten sprachempfehlung wissenschaftlich
  52. begründet das so eine Sache also es gibt mittlerweile 185 Professuren für Gender Forschung wobei man auch sagen muss gender ist ein
  53. englisches Wort was nur Geschlecht meint also kein grammatikalisches Geschlecht sondern das biologische ja
  54. also es gibt diese 185 Professuren und es gibt auch Forschungsergebnisse aber die sind sehr dünn oft wird dann spektakulär in der Zusammenfassung etwas
  55. ja postuliert was aber wenn man die Studie ganz liest gar nicht so belegt ist ja da wird oft mit der Brille geguckt was wollen wir denn rauskriegen
  56. und dann kriegen wir es raus ich halte das nicht für sehr wissenschaftlich also ich ja ich hänge mich da jetzt weit aus dem Fenster
  57. und wichtig finde ich also Sprache entwickelt sich weiter und das ist auch gut so aber Sprache sollte sich von unten entwickeln wenn wir diejenigen die
  58. sprechen Dinge verändern dann wird sich das durchsetzen aber wenn von oben was ja verordnet wird dann wird sich das nicht wirklich durchsetzen das haben wir
  59. eine Rechtschreibreform gesehen aus Mitte der 90er Jahre viele Dinge haben wir nicht mitgemacht also wurde stufenweise alles wieder rückwärts
  60. geändert den Aufwand können wir uns auch sparen das haben wir bei der Rechtschreibreform gelernt müssen wir mit der geschlechtergerechten
  61. angeblichen Formulierung ja nicht wieder machen das sind spannendes Thema was sehr kontrovers diskutiert wird und aus dem was sie jetzt gerade geschildert
  62. haben wir nicht in einer das ist doch in den öffentlichen Medien eher doch sehr einseitig oder sehr emotional um nicht zu sagen politisch belastet diskutiert
  63. wird war sehr schön auch mal in der fachliche Sichtweise aus Sicht einer Texterin die sich ihr ganzes Leben dem Thema Text beschäftigen und Experten
  64. dazu sind was haben Sie denn für unsere Zuschauer zum Schluss für ein praktischen Tipp wie sollte man jetzt richtigerweise mit diesem Thema umgehen
  65. also ich setze ganz ganz stark darauf dass wir wir haben allen sprachinstinkt sonst würden wir als Kinder ohne Regeln die Sprache gar nicht lernen und wir
  66. lernen die alle sehr sehr gut und deswegen ist mein Appell dass sich jeder auf seinen Instinkt verlässt und solche ja verhunzungen der Sprache einfach
  67. nicht mitmacht also selbstbewusst sich dagegenstellen und ich finde wenn wenn Frauen das mag ja sein dass Frauen zum Teil das Gefühl haben wenn von Ärzten
  68. gesprochen wird denkt man nur an männliche Ärzte da müssen wir was tun ja da könnte man was tun aber dann sollen mehr Frauenarzt werden und von sich
  69. reden machen damit man sieht ah das sind auch genauso viele Frauen ja also bevor wir die Sprache verändern sollten wir die Wirklichkeit verändern
  70. ich finde das aus dem Mund einer Frau zu an vielen Dank wo können sie denn unsere Zuschauer zu diesem Thema noch informieren weil es dir sicher eine
  71. ganze Menge Informationsbedarf noch gibt ja also ich selber habe nichts dazu geschrieben bisher aber es gibt zwei tolle Bücher also einmal genug geändert
  72. das ist wunderbar hat ein Mann geschrieben aber sehr sehr pointiert gefällt mir sehr sehr gut und wenn man tatsächlich was über die Sprache lernen
  73. will zum Thema grammatikalische Geschlechter dann ist denksportdeutsch von Daniel Scholten einen wunderbares Profil vielen Dank für die Empfehlung
  74. Frau Baron danke dass sie da waren danke für die Tipps bis zum nächsten Mal tschüss tschüss und danke schön [Musik]
  75. [Musik]

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