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Musiktheorie: Sonatenhauptsatzform

Andreas Lorson3:15 2.452 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Musiktheorie, die Sonatenhauptsatzform. In jeder Epoche etablierten sich feste Formmodelle für Komposition. Diese
  2. entsprachen den ästhetischen Gedanken der jeweiligen Epoche und dienten den Komponisten als Vorlage ihrer Komposition.
  3. In diesem Video gehe ich hierbei auf die sonaten Hauptsatzform näher ein, welche die klassische Sonate und Syfonie prägt.
  4. Als Sonaten Hauptsatzform bezeichnet man ein genormtes Formodell, welches häufig Grundlage des ersten Satzes einer Sonate oder Syfonie in der Wiener Classic ist.
  5. Sie etablierte sich also etwa ab 1750. Die kompositorische Idee dieser Form besteht im Schaffen eines Kontrastes zweier Themen zueinander, was man als
  6. Themenalismus bezeichnet. Im Groben ist die Sonatenhauptform eine dreiteilige Form und setzt sich aus einer Exposition, einer Durchführung und der
  7. Reprise zusammen. In der Exposition werden die beiden Themen vorgestellt, indem sie nacheinander vollständig erklingen. Das
  8. erste Thema, auch Hauptsatz genannt, steht dabei in der Haupttonart des Satzes und ist meist symmetrisch in 4 oder 16 Takten aufgebaut und klar
  9. abgegrenzt. Das zweite Thema, auch Seitensatz genannt, steht in der Dominante der Tonart oder in der Durparallelen, wenn
  10. die Komposition insgesamt in Moll steht. Es ist ebenfalls symmetrisch aufgebaut, aber häufig nicht mehr so klar abgrenzbar wie das erste Thema. Beide
  11. Themen stehen auch in ihrem Ausdrucksgehalt einander gegenüber, so dass sie einen Kontrast schaffen sollen, was den Themen Dualismus verstärkt. Die
  12. Exposition wird in der Regel wiederholt und ist daher am Wiederholungszeichen im Notentext ganz gut erkennbar. Die Durchführung zeichnet sich durch
  13. eine freie Verarbeitung der beiden Themen aus. So werden Motive der beiden Themen neu kombiniert und quer durch verschiedene Tonarten moduliert. Dies
  14. wird als motivisch thematische Arbeit bezeichnet. Es entsteht also der Eindruck eines musikalischen Wettstreits beider Themen.
  15. Die Reprise ist die nahezu wörtliche Wiederholung der Exposition mit zwei Ausnahmen. Das zweite Thema wird nun auch in der Grundtonart gespielt.
  16. Außerdem wird die Reprise in der Regel nicht mehr wiederholt. Hierdurch soll sich der Kontrast und Wettstreit beider Themen in einer Synthese auflösen.
  17. [Musik] Zusammengefasst, die Sonatenhauptsatzform ist eine dreiteilige Form aus Exposition,
  18. Durchführung und Reprise. Sie wird in der Regel im ersten Satz einer Sonate oder Synfonie angewandt und ist typisch für die Wiener Klassik. Der Kerngedanke
  19. der sonaten Hauptsatzform ist der Themen Dualismus, also das Aufstellen zweier zueinander kontrastierender Themen, die sich im Laufe der Komposition versöhnen
  20. sollen. [Musik]

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