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Musiktheorie: Sonatenhauptsatzform
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- Musiktheorie, die Sonatenhauptsatzform. In jeder Epoche etablierten sich feste Formmodelle für Komposition. Diese
- entsprachen den ästhetischen Gedanken der jeweiligen Epoche und dienten den Komponisten als Vorlage ihrer Komposition.
- In diesem Video gehe ich hierbei auf die sonaten Hauptsatzform näher ein, welche die klassische Sonate und Syfonie prägt.
- Als Sonaten Hauptsatzform bezeichnet man ein genormtes Formodell, welches häufig Grundlage des ersten Satzes einer Sonate oder Syfonie in der Wiener Classic ist.
- Sie etablierte sich also etwa ab 1750. Die kompositorische Idee dieser Form besteht im Schaffen eines Kontrastes zweier Themen zueinander, was man als
- Themenalismus bezeichnet. Im Groben ist die Sonatenhauptform eine dreiteilige Form und setzt sich aus einer Exposition, einer Durchführung und der
- Reprise zusammen. In der Exposition werden die beiden Themen vorgestellt, indem sie nacheinander vollständig erklingen. Das
- erste Thema, auch Hauptsatz genannt, steht dabei in der Haupttonart des Satzes und ist meist symmetrisch in 4 oder 16 Takten aufgebaut und klar
- abgegrenzt. Das zweite Thema, auch Seitensatz genannt, steht in der Dominante der Tonart oder in der Durparallelen, wenn
- die Komposition insgesamt in Moll steht. Es ist ebenfalls symmetrisch aufgebaut, aber häufig nicht mehr so klar abgrenzbar wie das erste Thema. Beide
- Themen stehen auch in ihrem Ausdrucksgehalt einander gegenüber, so dass sie einen Kontrast schaffen sollen, was den Themen Dualismus verstärkt. Die
- Exposition wird in der Regel wiederholt und ist daher am Wiederholungszeichen im Notentext ganz gut erkennbar. Die Durchführung zeichnet sich durch
- eine freie Verarbeitung der beiden Themen aus. So werden Motive der beiden Themen neu kombiniert und quer durch verschiedene Tonarten moduliert. Dies
- wird als motivisch thematische Arbeit bezeichnet. Es entsteht also der Eindruck eines musikalischen Wettstreits beider Themen.
- Die Reprise ist die nahezu wörtliche Wiederholung der Exposition mit zwei Ausnahmen. Das zweite Thema wird nun auch in der Grundtonart gespielt.
- Außerdem wird die Reprise in der Regel nicht mehr wiederholt. Hierdurch soll sich der Kontrast und Wettstreit beider Themen in einer Synthese auflösen.
- [Musik] Zusammengefasst, die Sonatenhauptsatzform ist eine dreiteilige Form aus Exposition,
- Durchführung und Reprise. Sie wird in der Regel im ersten Satz einer Sonate oder Synfonie angewandt und ist typisch für die Wiener Klassik. Der Kerngedanke
- der sonaten Hauptsatzform ist der Themen Dualismus, also das Aufstellen zweier zueinander kontrastierender Themen, die sich im Laufe der Komposition versöhnen
- sollen. [Musik]
Zum Nachlesen
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Exposition (Musik)Die Exposition der klassischen Sonatensatzform besteht üblicherweise aus dem „Hauptsatz“ (mit dem ersten Thema), dem Seitensatz (mit dem zweiten Thema) und der …
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