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Politik der sozial-ökologischen Transformation
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Transkriptautomatisch erstellt · 614 Zeilen
- die noch anklicken. Ich habe sie jetzt einfach alle angemacht. Ja. Okay. Herzlich willkommen zur
- Abendveranstaltung mit dem Titel Politik der sozialökologischen Transformation. Mein Name ist Tobias Kalt. Ich bin
- wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und arbeite in einem Projekt ähm zu
- Rolle von Industriebeschäftigten in der Transformation zusammen mit Markus Wissen und Jenny Simon. Und bevor wir [applaus]
- bevor wir die Veranstaltung beginnen, mich hört man nicht, aber vielleicht müsst ihr auch leiser sein, dann hört man mich besser. Nein, es geht einfach
- nicht. Okay, es geht. Okay, hört ihr mich jetzt? Musell,
- dann nehme ich dieses Mikro. Hört man mich jetzt? Besser? Okay. Ähm, genau. Das Problem lösen wir vielleicht noch. Äh, bevor wir jetzt
- beginnen mit der Armveranstaltung, gibt's noch einen Hinweis ähm zum Open Space. Genau. Also ist vor allen Dingen Hinweis
- für alle Workshopgebenden. Ähm ihr habt ja alle hoffentlich die Infos bekommen, wie was ihr sozusagen für den Open Space vorbereiten sollt. Es
- sind jetzt noch nicht, also nur ein Plakat angekommen, das habe ich dahinelegt. Das heißt, es fehlen leider noch die Plakate aus euren Workshops,
- also auch für morgen relevant. Also, ich würde euch bitten, das auf jeden Fall noch zu machen, damit wir das auch entsprechend vorbereiten können und eure
- Plakate denn dort hinzulegen, wo dieser Pfeil ist, nach unten. Ähm, genau. Wenn ihr nicht wisst, worüber ich rede und ihr seid Workshopgebende, dann kommt
- gerne noch mal auf mich zu oder äh genau, ich sitze da vorne. Danke schön. Ich gucke jetzt mal, ob das jetzt funktioniert. Jetzt funktioniert's
- besser. Okay, also die Idee für dieses äh Abendpodium ist die Frage zu stellen äh
- nach den strategischen Perspektiven für eine sozialökologische Transformation im aktuellen gesellschaftlichen Kontext. Und dieser Kontext, der ist geprägt von
- äh sich immer weiter verschärfen, eskalierenden multiplen Krisen, äh der eskalierenden Klimakrise, zunehmender sozialer Ungleichheit, Kriege,
- geopolitische Konflikte und die Transformation, die zur Bewältigung dieser Krise notwendig wäre,
- äh die kommt kaum voran und im Gegenteil, ähm sie scheint vieler Orts blockiert. und eine ökologische Immunisierung oder ein grüner
- Kapitalismus, wie er vor ein paar Jahren noch greifbar schien. Ähm äh auch der das hat sich nicht durchgesetzt und stattdessen erleben wir ein fossilen
- Rollback. In Deutschland und Europa wird wieder massiv Gasinfrastr Gasinfrastruktur ausgebaut. Ähm, zentraleelemente des Europäischen Green
- Deals werden ausgehüllt und auch das Aus äh des Verbrenners steht wieder auf der Kippe. Und auch von der internationalen Klimapolitik
- ähm zuletzt sichtbar auf der Kop 30 im in Brasilien ähm da gehen keine Impulse aus. Und dadurch bleiben die Krisen nicht nur
- ungelöst, sie verschärfen sich und sie treiben die Welt auch Schritt für Schritt in Richtung eines Klimakollaps. Und gleichzeitig bleiben die Krisen
- nicht nur ungelöst. Wir leben auch das Erstarken autoritärer und faschistischer Kräfte und das haben wir heute morgen auf dem Podium diskutiert.
- Ähm und diese Kräfte erstärken im Zuge einer blockierten Transformation und dies wiederum eng die Perspektiven für solidarische und progressive
- Gegenbewegung ein. Und auch die Klimabewegung ist an ihre Grenzen gestoßen. Der Bewegungszyklus mit dem Hoch von Fridays for Future, der
- ist vorbei. Und die dringend notwendigen Allianzen zwischen Klima und Arbeiter in Bewegung, die sind noch eher zögerlich. Also kurz gesagt, die Zeichen stehen auf
- Sturm und die Voraussetzung für eine sozialökologische Transformation, die erscheint schlechter zu stehen als je zuvor.
- Aber genau deshalb kommen wir auf dieser Konferenz zusammen und wir wollen in diesen dunklen Zeiten verbindende Perspektiven eines Labor
- Environmentalism ausloten und die Möglichkeit einer solidarischen sozialökologischen Transformation offen halten. Und dazu freue ich mich heute
- zwei renommierte Podiumsgäste zu begrüßen. Zum einen ist es Nora Rezel. Sie ist Soziologin und emeritierte Professorin an der Universität Ümeio in
- Schweden und sie hat das Feld der Environmental Labor Studies maßgeblich mitbegründet und forscht zur Rolle von Arbeit und Gewerkschaften in der
- sozialökologischen Transformation. Ihre zentralen Punkte sind, dass Arbeit und Ökologie nicht getrennt voneinander betrachtet werden dürfen. Beschäftigte
- und ihre Vertretung müssen eine aktive Rolle in der ökologischen Transformation spielen, damit diese sozialgerecht und demokratisch abläuft.
- Und sie war auch in der Gastredaktion zur letzten Ausgabe der Proklar Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft ähm zu Thema
- Arbeitskämpfen und sozialökologische Transformation. Äh diese und andere Ausgaben lassen sich draußen am Büchertisch auch erwerben.
- Äh unser zweiter Gast ist Lukas Oberndorfer. Er ist Rechts- und Politikwissenschaftler, leitet die Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr der
- Arbeiterkammer Wien äh und er arbeitet zur sozialökonomischen Transformation mit Schwerpunkt auf Mobilitätswende Wirtschaftspolitik. und gute
- Arbeitsbedingung und und seine Arbeit tritt er für einen sozialökologischen Umbei ein, der Klimaschutz und Beschäftigte nicht gegeneinander
- ausspielt und davon werden wir gleich mehr hören. Ähm und beide Gäste werden uns ihre Perspektiven auf sozialökologische Transformation
- vorstellen mit Präsentation von ungefähr 20 Minuten. Danach gibt's die Möglichkeit für kurze Verständnisfragen, sollten welche im Raum sein und im
- Anschluss diskutieren wir dann gemeinsam Ansätze und Strategien für eine sozialökologische Transformationspolitik.
- Und jetzt haben wir zuerst Nora. [applaus] Ja, vielen Dank, Tobias. Schönen guten Abend. Könnt ihr mich alle hören? Okay.
- Ich sehe jetzt hier nichts mehr, aber macht nichts. Ich kann ja dahin auch weg.
- Okay, eine Sekunde. Okay, vielen Dank. Ja, Umwälung finden in Sackgassen statt,
- hat Bertold Brech gesagt. Tobias hat gerade erklärt, in was für einer Sackgasse wir sind. Also, ich brauche darüber nichts weiter zu sagen.
- Äh und jetzt wollte ich hier das weiterdrehen, aber das geht nicht. Eben ging's nur.
- Okay. The other way round. Gut. Ähm, bisher hat die sozialökologische Transformation sehr viele Zusammenhänge, sowohl praktisch als auch theoretisch
- entwickelt. Einer ist der Zusammenhang zwischen der Notwendigkeit guter Arbeit in der ökologischen Transformation. keit.
- Das andere ist die Frage, dass die Klimakrise zum Klassenkampf gehört. Das sind sehr wichtige Perspektive, weil immer wieder gesagt wird, wir sind die
- Schuldigen und wir haben diese Klimakrise produziert. Nein, es ist das Produktionssystem, dass das Problem ist und das Kapital und
- die Profitorientierung. Also Klimakrise ist auch eine Klassenfrage. Okay, ich muss andersrum gehen. Äh was auch sowohl praktisch als auch
- theoretisch entwickelt wird, ist ja Zusammenhang zwischen Klimakrise und Klimagerechtigkeit für marginalisierte Gruppen, für
- rassifizierte Gruppen. Z.B. Was fehlt oder heute wurde sehr viel
- darüber geredet, aber in der dominanten Frage der Just Transition, der sozialökologischen Transformation fehlt die Frage, was ist eigentlich die Rolle
- der Arbeitenden direkt im Produktionsprozess als Akteure und veränderbarer Veränder? Und da gibt es äh das historische Beispiel und ich
- zitiere jetzt einen Gewerkschafter aus dieser Zeit, der sagt, statt meine Mitglieder aufzufordern, auf die Entscheidung des Managements zu
- reagieren, habe ich Sie ermutigt, Alternativen zu entwickeln. Also nicht reagieren, sondern agieren und eine eigene Perspektive vom Standpunkt der
- Arbeitenden im Produktionsprozess entwickeln. Das gibt es auch heute z.B. Viel Arbeitende in der Luftfahrtindustrie in Großbritannien
- sagen, die Luftfahrtindustrie steuert auf eine Bruchlandung zu. Das geplante Wachstum der Industrie ist unvereinbar mit der notwendigen Reduktion der
- Erderwärmung. Unser Flugverhalten muss sich ändern. Wir müssen eine unabhängige von den arbeitenden geleitete Vision für die Zukunft der Luftfahrtindustrie
- entwickeln. Also zwei Elemente sind wichtig in dieser Politik, nämlich auf der einen Seite, wie gesagt, die Perspektive muss von den Arbeitenden
- selbst entwickelt werden und auch es kann nicht um grünes Wachstum gehen, sondern es muss Reduktion geben. Allerdings diese gewerkschaftliche
- Gruppe hat sehr viel Schwierigkeiten, das in ihrer eigenen Gewerkschaft durchzusetzen. Was muss man dazu sagen?
- Ihr könnt das lesen, ne? Also, ich gehe jetzt in die Geschichte zurück und ich fange im 19. Jahrhundert
- an, wo die Naturfreunde gegründet wurden und das war eine Zusammenarbeit zwischen Sozialdemokraten und Gewerkschaften und die Gewerkschaften haben halt in der
- Zeit nicht nur auf den Arbeitsprozess geschaut, sondern die Arbeitenden als auch Lebewesen außerhalb der Arbeit gesehen und
- den Zusammenhang von Arbeit und Natur zum Bestandteil der Gewerkschaftspolitik gemacht. Im 20. Jahrhundert in den USA. Die Frauenbewegung, die für das
- Frauenwahlrecht eingetreten ist, das waren auch Gewerkschafterinnen, z.B. Helen Tod, die sagte: "Das Brot des Lebens, ein Zuhause, ein Dach über dem
- Kopf, Sicherheit und die Rosen des Lebens. Musik, Bildung, Natur und Bücher sollen das Erbe jedes Kindes sein, das in einem Land geboren wird, wo sie eine
- Stimme hat und sie ist gemeint Frauenwahlrecht. Und dieser dieser Slogan Brad and Roses war auch wichtig, z.B. in einer in einem Streik von etwa
- 20.000 taus meist migrantischen Sägemühlenarbeiterinnen, diese schönen langen deutschen Wörter in Lawrence in den USA, wo es auch darum
- ging, we want bread, but we want roses, too. Also, wir wollen das ganze Leben, nicht nur ein gutes Arbeitsleben. Und das gab es sogar auch in Deutschland
- als Perspektive, als 1972 die IG Metall ein riesigen Kongress organisiert hat mit über 1200 Gästen, das hieß Qualität des Lebens und nicht nur Qualität der
- Arbeit. Man sprach über Bildung, Verkehr, Umwelt, qualitatives Wachstum, Demokratisierung, Zukunft der Gewerkschaften. Und hier sind ein paar
- Zitate äh von Gustav Heinemann damals, der auf der Tagung war. Haben wir insbesondere nicht viel zu lange manche Kosten
- unseres Wohlstandes in den Industrieländern auf die Umwelt abgewälzt, in der wir nun zu ersticken drohen oder Heinz Oscar Vetter, DGB
- Vorsitzende erster Zeit. Wir müssen radikal brechen mit dem bislang unsere Wirtschaft und Gesellschaft beherrschenden Prinzipien des privaten
- Gewinns und des unkritisch gesehenen Wachstums. Und Er hat Eppler, damals Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit
- sich scheint, dasselbe Wirtschaftswachstum, das unser Leben in den letzten 100 Jahren in vielen angenehmer gemacht hat, es schließlich
- auch unerträglich machen kann. Also, das war 1972 und da war diese Erkenntnis vorhanden und deswegen denke ich, dass die Aufgabe
- darin besteht, die Frage wieder umfassender zu stellen. Nicht nur, wie wollen wir arbeiten, sondern wie wollen wir arbeiten und leben und warum.
- Wir brauchen das deswegen, weil die Vorstellung von einem grünen Wachstum nichts weiter tut, meiner Ansicht nach, als die Zerstörung der lebensnotwendigen
- Erdsysteme zu verschieben vom Ende der Produktion, also Emission auf dem Anfang der Produktion, nehme ich die immer größere Nachfrage nach Mineralien und
- Materialien, die genauso zerstörend sind für die Erdsysteme wie die Emission am Ende. Und ich will dazu nur ein ganz ganz kleines Beispiel bringen. Ähm, das
- ist eine Silbermiene in Mexiko, die zweitgrößte, die drittgrößte auf der Welt, nur Silber. 103 Qum, also etwas größer als die Insel Süld. Und
- natürlich, was passiert, wenn man so eine Mine äh aufbaut? Entwaltung, Zerstörung von Ökosystemen, Verlust von Biodiversität, von Kohlenstoff, Senken,
- Zerstörung der Lebensbedingung von Mensch und Tier. Und wenn wir die Energie, die wir jetzt weltweit verbrauchen,
- durch erneuerbare Energie ersetzen, würden wir 130 zusätzliche solcher Minen brauchen. Und das ist jetzt nur Silber. Und guckt auf diesen Damm. Äh 11,26 km
- Umfang und so hoch wie ein 47 stöckiges Hochhaus. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn das mal zusammenbricht. wie z.B. vor ein paar Jahren in
- Brasilien schon ein Damm zusammengebrochen. Ist nur ein winziges Beispiel, um klarzumachen, was es bedeutet, grünes Wachstum als
- Perspektive zu haben. Äh mit diesem Hintergrund haben wir also unser Projekt arbeitende als Akteure der ökologischen Transformation,
- sozialökologischen Transformation haben wir mehrere Workshops gemacht. Ich habe jetzt das hier nicht alles schön eingekreist, aber das war in Glasgow, in
- Cardiv und in der Nähe von Sheffield, das war Wortley und auch in Spanien, in Barcelona, in Madrid und Ba und das waren Workshops mit der Fragestellung,
- wie analysieren wir die Ökolog den ökologischen die ökologischen Folgen unseres Arbeitsprozesses und welche Alternativen können wir entwickeln. An
- diesen Workshops haben in den zwei Ländern haben äh 80 Leute teilgenommen aus allen ökonomischen Sektoren, Geschlechtern, Alter und auch aus den
- verschiedenen Bereichen dieser Länder. Also die Leute, die in Beesser waren z.B. die kam aus ganz Spanien und das galt auch für die anderen Kurse haben
- wir mit Hilfe der Gewerkschaften dort organisiert. Und bevor wir überhaupt irgendetwas gesagt haben in diesen Kursen, haben wir die Leute gebeten,
- sich in kleinen Gruppen zusammenzusetzen und ein Bild zu zeichnen von der Gesellschaft, in der sie leben wollen. Und darüber möchte ich heute sprechen.
- Das ist z.B. Glasgow, das sind die verschiedenen Menschen in den verschiedenen Ländern. Und äh ich will jetzt nur sprechen über
- die Elemente, die in diesen Bildern am häufigsten vorkam, z.B. Demokratie in und aus der Kommune. Was ich jetzt hier vorlese, das ist die Erklärung der
- Bilder von den Leuten, die Sie gezeichnet haben. Also jetzt muss ich meine B aufsetzen. Die Idee des Individualismus, wenn jeder
- in seinem jeweiligen Silo bleibt, im Silo der Menschen, die genauso denken, wie man selbst, dann die Tür schließt und in diesem Raum nur noch
- gegeneinander kämpft. Aber was wirklich brauchen ist, dass die Tür offen bleibt und die Menschen bereit sind zusammenzukommen und an Dialogen
- teilzunehmen. Wir möchten mehr Demokratie sehen, eine starke Demokratie, die auf lokaler und regionaler Ebene stattfindet. Dinge wie
- Bürgerversammlung, bei denen die Menschen selbst über Budgets, I don't know, German World und die Planung der lokalen Behörden entscheiden. Ein
- anderes, sehr häufig genanntes Thema in all diesen Kursen transnationale Solidarität. Hier haben wir Währungssymbole an die
- Seite des Globus gesetzt und Pfeile hinzugefügt, um zu zeigen, dass das Geld gleichmäßig um die Welt fließen sollte, statt dass es das Entscheidende ist. Das
- Entscheidende sind stattdessen Menschen und der Planet. Die verschiedenen Farben repräsentieren alle verschiedenen Menschen auf der Welt. Herzen stehen für
- mehr Harmonie und mehr Respekt zwischen den Menschen. Aber es ist auch in Ordnung, Konflikte zu haben. Daraus lernen wir.
- Jenseits des Wachstumskens kam überall vor in allen Bildern, in allen Ländern, in allen Kursen. Das ist ein Beispiel aus Glasgow
- und diese Idee, das Geld an erster Stelle steht und die Vorstellung von unendlichem Wachstum, alles muss immer größer und besser sein. Wenn wir weniger
- darüber nachdenken würden, hätten wir mehr Zeit. Wir könnten uns auf das Haus konzentrieren, dass es zeigt, unser eigenes Zuhause. Es geht darum, dass man
- in seiner Freizeit macht, Dinge macht, die man gerne tut. Die Menschen könnten ein bisschen mehr Zeit haben, um durchzuatmen, darüber nachzudenken, was
- sie wollen, sich zusammenun und vielleicht größere Veränderungen zu bewirken, weil sie mehr Zeit hätten, weil sie nicht ständig arbeiten müssen.
- Sie könnten über Dinge nachdenken, zusammenkommen, ihren Hobbys nachgehen und ein ganzheitliches Leben führen. Man würde diese Dinge loswerden.
- Grüne Transformation ist z.B. aus Spanien. Die haben ganz bewusst gesagt, wir kennen die Probleme und möglichen
- Lösungen. Abschaffung aller fossilen Brennstoffe, lokale Industrie, lokale Produktion, saisonaler Konsum. So schützen wir die
- Wälder, die Flüsse, die Biodiversität. Also auch ein ganzheitliches Verständnis, worum es eigentlich bei der ökologischen Krise geht.
- Verkehr, kollektiver und geteilter Transport und vor allem Warentransport auf die Schiene. Also, wie man sehen kann, sind das ähm ist das ein Bild, was
- mehr die technische Seite der Transformation in den Vordergrund steht, nicht so sehr die Beziehung der Menschen untereinander
- und ähm Okay, jetzt muss ich das schnell wieder zurückmachen. Und beim Produktionsmodell setzen wir auf Dgrowth Postwachstum. Weniger
- konsumieren, mehr Recycling, für eine zirkuläre Ökonomie sorgen. Was das angeht, sind wir uns, glaube ich, alle einig. Also sind das Gegensätze jetzt
- mehr die technische Seite der Transformation und mehr die soziale Seite wie in den anderen Bildern. Ich denke, das sind Aspekte eines Ganzens.
- Und dazu noch mal etwas von den Menschen, die das Bild von vorher gemalt haben, gezeichnet haben. Das Problem ist, wie erreichen wir das alles durch
- sozialen Druck, indem wir uns organisieren? streiken, kollektiv handeln als Umweltorganisation, als Gewerkschaften der Arbeiterklasse,
- der Studierenden und wir sind auch zu dem Schluss gekommen, dass wir durch diesen gesellschaftlichen Druck eine Veränderung des Produktionsmodells
- erreichen müssen. Der Kapitalismus muss sterben. Lose Utopien Fragezeichen, was Leute sich ausdenken, wenn sie Zeit haben und
- gefragt werden, nachdem wie sie leben wollen. Ähm, um das jetzt ein bisschen weiter zu diskutieren, wie viel Zeit habe ich noch?
- Sieh, zehn schaffe ich. Äh, [gelächter] habe ich mich habe ich mich der Gedanken von alten weißen toten Männern bedient,
- z.B. Ernstbloch, der auf die Frage, sind das bloß Utopien sagt, solange die Wirklichkeit noch unabgeschlossene Möglichkeiten besitzt,
- solange kann von bloß faktischer Wirklichkeit kein absoluter Einspruch gegen Utopien ergehen und der unterscheidet zwischen äh konkreter
- Utopien und illusorischer Utopie. Und die konkrete Utopie zeichnet sich dadurch aus, dass sie anknüpft an dem, was schon ist. Er formuliert das so: "Wo
- der prospektive Horizont durchgehend mitvisiert wird, erscheint das Wirkliche als das, was es in konkreto ist, als Wegegeflecht von dialektischen
- Prozessen, die in einer unfertigen Welt geschehen, die überhaupt nicht veränderbar wäre, ohne die riesige Zukunft, die reale Möglichkeit in ihr.
- Und von dieser realen Möglichkeit in ihr haben die Arbeitenden in unseren Kursen auch gesprochen. Also die Zukunft, die schon in der Gegenwart vorhanden ist,
- z.B. in diesem kleinen Bild ist ein Ausschnitt aus dem größeren Bild, wo jemand sagte, wir wollen auch über die guten Dinge sprechen. Es ist
- fantastisch, dass lokale Ökonomie stattfindet, dass Gemeinden in Beziehung treten und auf lokaler Ebene Veränderungen schaffen, aber auch mit
- einer globalen Perspektive. Menschen zeigen Gerückgrad, wenden sich einander zu, helfen sich gegenseitig und vielleicht ist das Teil einer
- zukünftigen Ökonomie, die auf Fürsorge gründet. Dann kommt noch Antonio Gramschi. Wir erinnern uns alle oder lesen das
- vielleicht auch täglich, ne? Wie die eigene Persönlichkeit auf bizarre Weise zusammengesetzt ist. Es finden sich in ihr Elemente des Höhlenmenschen und
- Prinzipien der modernsten und fortgeschrittenen Wissenschaft, Vorurteile aller vergangenen, lokal bonierten geschichtlichen Phasen und
- Institutionen einer künftigen Philosophie, wie sie in einem weltweit vereinigten Menschengeschlecht zu eigen sein wird. Ich muss sagen, als
- ich das jetzt wieder gelesen habe, das Zitat, was man natürlich kennt schon von Jahrzehnten her, ne, habe ich gedacht, okay, hier ist ein Gegensatz hergestellt
- zwischen dem modern und fortgeschrittenen und den lokal bonnieren. Und äh hält das wirklich, dieser
- Gegensatz? Das war meine Frage und da habe ich mich wieder an dem Bloch gewandt bzw. Also, der hat sich an mich gewandt äh in seinen Schreiben, nämlich
- was ist eigentlich der Zusammenhang zwischen der Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft? Also, jetzt kommt wieder ein Blochzitat
- mit zusammen mit dem Bild, was dazu spricht. Das Wirkliche ist Prozess und dieser ist die weit verzweigte Vermittlung zwischen Gegenwart,
- unerledigter Vergangenheit und vor allem möglicher Zukunft. Und was wir in dem Bild sehen, z.B. lokale Märkte, lokale Kooperativen, die
- den Arbeitenden gehören, lokale politische Trans Repräsentation, das sind Elemente, die eigentlich auch Elemente der Vergangenheit sind.
- Zumindest wie Bloch es formuliert in seiner Schrift Erbschaft dieser Zeit, wo er den das Aufkommen des Faschismus analysiert und da spricht er von dieser
- unerledigten Vergangenheit und das finde ich ein besonders wichtiges Element für die Diskussion, die wir heute haben. Er sagt, was der Faschismus gemacht hat
- in Deutschland war anzuknöpfen an eine Vergangenheit, die hätte sein sollen, die sich aber nicht realisiert hat. Und diese Vergangenheit existiert
- noch als Bedürfnis in dem Bewusstsein und dem Denken der Menschen. Und wenn ich das jetzt auf die Politik von heute übersetze, dann würde ich sagen, diese
- unerledigte Vergangenheit, dieser Wunsch nach etwas, was hätte sein sollen, aber sich nicht realisiert hat, das ist das, woran heute die AfD und die Faschisten
- anknüpfen. Und als Linke fehlt uns ein Anknüpfen an diese Perspektive, weil das ist eine diese Frage der Vergangenheit, die hätte sein sollen und auch die Frage
- der Wünsche und Bedürfnisse nach dem Lokalen, das ist was ganz fragiles, was in die eine Richtung und in die andere Richtung übersetzt werden kann.
- Und Brecht, Quatsch, Bloch spricht davon, das Alpha der vorgeschichtlichen Gentes wird das sehr verwandelte Omega der nachgeschichtlichen
- Kommune. Und die Frage ist, ob wir als Linke, als Gewerkschafter innen, die progressiv sind, die für die Transformation sind, ob wir in
- genügender Weise auch eine Vision von einer anderen Gesellschaft haben und von einer anderen Form zu leben, die verknüpft werden muss, natürlich mit den
- Alltagsbedürfnissen, den Alterskonflikten, aber es war für uns in unserem Projekt sehr lehrreich zu sehen, dass nur wenn wir die Frage gestellt
- haben, wie wollt ihr leben? dass praktisch eine Degrowth Gesellschaft rausgekommen ist. Ja, dass die Leute nicht und und die Leute waren
- selber erstaunt darüber, die haben gesagt, oh, unsere Wünsche sind ja ganz einfach, wir haben ganz einfache Wünsche letztendlich und die Frage ist, wie
- können wir diese Wünsche nach einer ganz anderen Gesellschaft verknüpfen mit den alltäglichen Bedürfnissen, Interessen und Nöten? Danke.
- [applaus] Vielen Dank. Vielen Dank. Hallo. Ja. Äh vielen Dank ähm für deinen
- Vortrag. Ich fand, der hat noch mal so den utopischen Horizont ähm der sozialökologischen Transformation sehr gut aufgespannt. Er hat noch mal uns auf
- die Frage fokussiert, auf die es ankommt, wie wollen wir arbeiten, wie wollen wir leben und auch sehr interessante Einblicke aus diesen
- Projekten äh präsentiert äh zu den Gesellschaftsentwürfen, die dann auch kommen, wenn man diese Frage stellt. Dafür dir vielen Dank. Ähm wir haben
- jetzt kurz Zeit für Verständnisfragen, also wirklich Fragen, wo es noch mal darum geht, äh etwas zu klären. Weitergehende Fragen machen wir später.
- Gibt es Verständnisfragen zu Noras Vortrag vorne.
- Ich verstehe diesen letzten Zitat von Bloch nicht. Sorry. Ähm, der Gentis, die alten Formen des Zusammenlebens sind der Ausgangspunkt
- für ein neues in die Zukunft gerichtete Kommune. Also, es wird daran angeknüpft und es wird gleichzeitig auch verändert in der Zukunft.
- Weitere Verständnisfragen. Sonst, wenn keine da sind, heben wir uns die weiteren Fragen für Diskussion auf.
- Danke, Nora. Und dann würde ich jetzt Lukas hoch bitten. Lukas Oberndorfer ähm wird über äh Pläne für den sozialökologischen
- Umbau als Transformationsperspektive sprechen. Ja, schönen guten Abend auch von meiner Seite. Wie Markus sich gemeldet hat bei
- mir und gesagt hat, wir haben die Idee dieser Tagung. und wie er sich dann noch mal gemeldet hat und gesagt, Lukas, magst du auf dem Pendel oben sein? Habe
- ich mich wirklich sehr gefreut und ich möchte euch kurz vielleicht heranführen, warum ich mich gefreut habe. Ähm so ein bisschen entlang von zwei
- Interventionspunkten von Leber Environmentalism Studies. Nor hat das, glaube ich, ganz gut aufgeschrieben. Einerseits in Konflikten neigen
- Umweltschützerinnen bis zum gewissen Grad aus guten Gründen dazu, die Natur oder den Schutz der Umwelt zu präferieren und auf der
- anderen Seite Gewerkschaften, Arbeitsplätze und es geht genau darum, das zu überwinden. Nor argumentiert dann auch, das doppelt
- sich noch mal in der Wissenschaft, dass wir quasi einerseits ökologische Forschung haben und auf der anderen Seite Sozialforschung, aber das nicht
- miteinander verbunden ist. Und das ist genau der Punkt, wo wir in der AK in den letzten Jahren versuchen anzusetzen. Einerseits mal ganz konkret mit
- Interventionen in einer gemeinsamen Arbeit mit der Gewerkschaft. Wie können wir real die soziale und die ökologische Frage miteinander verschränken und die
- beiden Fragen nicht gegeneinander ausspielen? Das zweite ist ein Wiener Forschungszusammenhang, der im entstehen ist. Es ist auch sehr fein, dass viele
- von denen, die damit dabei sind, heute da sind. Oli Brand, Emma Dauling, Andreas Novi, Melanie Pichler, Max Knapp, Oliver Brausmüller und Astrid
- Chuggel, die damit drinnen sind und wir haben die Chance jetzt auch mit einer guten Förderung das auf Dauer zu stellen, also wie können wir soziale und
- ökologische Forschung miteinander verbinden? Also das quasi mal zum Grund der Freude und auch noch mal zur Herführung
- ähm was das Programm ähm von uns sein könnte. Und damit komme ich zu meinem Fahrplan, der gleichzeitig auch äh meine Thesen umfasst. Ich hätte nämlich drei
- Thesen mitgebracht. Das erste wä mal ein Einstieg äh in die Zeitdiagnostik Konjunkturanalyse, wo sind wir gerade und da freue ich mich,
- dass Mario da ist, weil ich würde Mario weitgehend zustimmen, dass wir eine blockierte Transformation oder eine blockierte grüne Modernisierung erleben.
- Aber ich würde noch mal differenzieren und sagen, das gilt eigentlich nur für den Westen dazugleich. Und dann würde ich mir und vieles von
- dem es heute schon angesprochen mit euch noch mal gerne anschauen, was sind die strukturellen Gründe für diese Blockade, die die wir im Westen erleben und im
- Kern äh eine These ähm oder einen Grund dafür vertiefen. gibt sicher viele Gründe oder mehrere Gründe dafür, nämlich eine Klimapolitik von oben
- hatten wir heute schon am Vormittag ähm am zweiten Pendel und dazu noch einen ein Argument machen, dass ich glaube, wir haben eine dysfunktionale
- Staatlichkeit im Westen, um überhaupt grün modernisieren zu können. Und damit es dann quasi in die Richtung geht, was könnte eine dritte Option
- sein. Dritter Weg ist ja so ein bisschen ähm nicht ein guter Begriff, der der nicht mehr frei ist, sondern eine dritte Option. Wie könnte ein sozialer und
- ökologischer Umbau aussehen? Und das würde ich euch gern bebildern mit einer Arbeit, die wir seit zwei Jahren voranbringen, versuchen voranzubringen,
- nämlich wie die Wirtschaftspolitik einer Mobilitätswende aussehen könnte und was wir dazu vorangebracht haben. zur Zeitdiagnostik.
- Da wäre es mir wirklich wichtig, dass wir objektiv quasi gut beobachten, was in der Triade passiert, weil das ist, glaube ich, für unsere Ausgangsbedingung
- noch mal ganz wichtig und schiebt viele von den geopolitischen Auseinandersetzungen und Entwicklungen an, die wir gerade erleben. Und da würde
- ich eben gern das Argument machen, dass wir in China zumindestens Anfänge oder Tendenzen einer grün kapitalistischen Modernisierung,
- ungleich sozialer und ökologischer Umbau beobachten können. Das ist die Entwicklung des Endenergieverbrauchs in China, wo wir mittlerweile bei 30%
- angelangt sind, quasi kein Block in der Triade ist nur annäher dort. China wird dieses Jahr, das ist sehr ähm sicher, seinen Peak äh bei CO2
- Emissionen und dem Verbrauch von fossile Energie erreichen, das viel früher als Studien zuvor angenommen haben. Also Ungleichzeitig
- Ungleichzeitigkeit in der Triade schauen wir ganz kurz nach China hinein. wirklich beginnen schon mit 2005 dann verstärkt noch mal
- mit Made in China als Strategie 2015 die Orientierung, was sind die Ressourcen vor Ort? relativ wenig fossile vorkommen abseits der Kohle. Deswegen klare
- Orientierung auf Elektrifizierung mit dem Wissen, man sitzt auf seltenen Erden. Also nicht normativ äh diese Orientierung, sondern der Versuch
- sozusagen auf der Basis der Ausgangsbedingungen ein neues Entwicklungsmodell zu entwickeln und dann die klare Entscheidungen Richtung
- Zukunftstechnologien im Bereich der Elektrifizierung zu gehen. gleichzeitig die Herausforderung in den Städten, ökologische Probleme, was die
- Legitimität der KP gefährdet und deswegen jeder Versuch eine Antwort zu finden. Und ich glaube, dass ich das mittlerweile in einer Form verdichtet
- mit vielen Widersprüchen, mit viele Fragezeichen, ob das langfristig stabil ist, aber ich würde davon ausgehen, dass man sagen kann, es gibt Tendenzen, dass
- das eine grünkapitalistische Entwicklungsweise in China sein könnte. Das Interessante ist, ich glaube, dass es dafür auch eine funktionale
- Staatlichkeit gibt, dass in diesem Fall quasi die autoritäre Entwicklungsdiktatur in China ähm eine Staatlichkeit die ist, die das
- ermöglicht, aber auch und das ist wichtig, ähm dass man aufbaut auf der chinesischen Revolution, das heißt über Grund und Boden verfügt, über die
- Zentralbank, über staatliches Eigentum äh in den wichtigen Unternehmen im Energiebereich und im Ressourcenbereich. und die dunkle Seite davon Verschärfung
- von Extraktivismus global Repression und Ausbeutung von Arbeit. Das Interessante ist jetzt ähm wie reagiert die USA darauf? Und da wäre es mir, glaube ich,
- wichtig herauszuarbeiten, dass die Orientierung, die wir unter Trump sehen, nicht nur Dummheit äh und der Wahnsinn dieser Person ist, sondern dass da
- massive materielle Interessen auch dahinter stehen. Ich würde es mal in einer Annäherung versuchen als fossil rüstungsdigitale Faschisierung zu
- beschreiben. Ich habe es mir vor allem über die sogenannten Deals, die er abschließt, angesehen und er zieht sich ähm eine Orientierung durch. Es wird
- immer quasi eine Verpflichtung ähm abverlangt für Abnahme von fossilen Energien aus den USA, die groß zur Ver zur Verfügung stehen aufgrund von
- Fracking. Es gibt sozusagen die Verpflichtung auf ähm Abnahme von Rüstungsgütern und drittens auch eine Verpflichtung, keine Digitalsteuer
- einzuführen gegen die großen ähm Monopole, die es in den USA gibt. Das ist eine Orientierung, wo man versucht sozusagen historische Renten im Bereich
- Fossiles und militaristisch oder Rüstungskapital zu heben und gleichzeitig auf KI zu setzen. Fan, ein Harvardökonom geht mittlerweile davon
- aus, dass 90% des Wachstums in der USA mittlerweile durch die Investitionen in die KI entstehen. Und jetzt komme ich ähm zur Sackgasse. vielleicht ein
- bisschen anders definiert als vorher von Norah, aber ich glaube, es passt ganz gut. Die EU befindet sich hier in einer Sackgasse zwischen diesen beiden
- Blöcken. Ist für ein bisschen unentschieden, macht ein Teil Rollback der Klima- und Umweltpolitik, ohne dabei wirtschaftspolitisch tragfähige
- Strategien zu haben. So, Rollback der Klimapolitik und die strukturellen Gründe. Dafür schauen wir da mal rein an einen Tag, der mich so
- ein bisschen äh gefesselt hat, weil da kam in meiner E-Mailbox so drei Meldungen hintereinander hinein. Es ist nur der 9.10.
- Unser Wirtschaftsminister sagt Hatmansdorfer, er will auch noch 2034 Gratiszertifikate. Lufthanschef zweifelt an den Klimazielen. März und Klingenbeil
- wollen die U-Regeln zum Verbrenner auslockern. Also da ist, glaube ich, ganz schön verdichtet, was dieser Rollback bedeutet.
- Jetzt zum ersten der Gründe, die ich gerne herausarbeiten würde, warum es zu diesen ähm Blockaden kommt, was da dahinter steht. Ich glaube, ähm Melanie
- Pichler, Oli Brand, Danial Maneker, die glaube ich alle auch hier sind und andere haben einen sehr guten Aufsatz dieses Jahr veröffentlicht dazu, dass es
- mal die strukturellen Limitationen des kapitalistischen Staates als solches in der Dekarbonisierung gibt. Wirklich große Empfehlungen, dieen sich
- anzuschauen. Und darauf aufbauen würde ich aber gerne noch mal mir konkreter oder konkreter herausarbeiten, dass die neoliberale Konfiguration der
- Europäischen Union da noch mal drüber hinausgeht, weil sie eigentlich ähm Staatsfunktionen, die dem normalen bürgerlichen Staat zur Verfügung stehen,
- sich konstitutionell selbst blockiert hat. jetzt auch im Vergleich zu einem normalen bürgerlichen Staat oder auch im Vergleich zu China Geldpolitik gebunden
- durch die Unabhängigkeit der EZB, ein Verbot von öffentlicher Refinanzierung, um die gigantischen Investitionen für eine grüne Modernisierung auch stemmen
- zu können durch Mastrichtregeln und EU-Verschuldungsverbot Wettbewerbs- und Beihilfenrecht. Jetzt zum zweiten Grund Klimapolitik von
- oben. Simon Schaub hat heute schon angesprochen in seinen eigenen Arbeiten. Ich habe hier auch noch weitere Studien mitgebracht. Die Studienlage ist
- wirklich absolut dicht und wir sollten wirklich darauf dringen äh außer Streit zu stellen, dass gelingende Klimapolitik äh für ihre Akzeptanz nur mit sozialer
- Gerechtigkeit funktionieren kann. St. Jewe Harvard Soziologin in 20 Ländern ganz klarer Zusammenhang. Die Leute sagen, ein mühsames schwieriges Leben
- jetzt noch mal mit der Inflation getrieben. Wenn das durch Klimapolitik noch mal teurer oder schwerer wird, dann wende ich mich gegen diese Klimapolitik.
- Gleichzeitig ist abgefragt worden, was wäre denn der Fall, wenn Reiche mitziehen müssten? Plötzlich steigt die Klimapolitik oder die Zustimmung zu
- Klimapolitik stark an. Ganz zum Schluss noch eine spannende Studie, die hat sich angesehen, wie die äh Einstellung zu Tempolimits auf den Autobahnen sich
- verändert, wenn sie kombiniert wird mit einem Verbot von Privatchats und der Verpflichtung von Politikern in Zukunft mit dem Zug zu fahren. Und die
- Zustimmung geht durch die Decke äh für ähm Tempolims auf der Straße. Genau. Und was bedeutet dieses Ausklammen der sozialen Frage in letzter
- Instanz? Das befördert die autoritäre fossile Stabilisierung und ermöglicht ein Rollback durch oben und unten Bündnisse. Also oben rechtspopulistische
- Parteien machen Angebote und sagen, wir vertreten euch ja da unten. langsamer reden wegen der Übersetzung und dass die Menschen so eine
- Klimapolitik von oben und Ungleichheit im Bauch, wir waren ja vorher bei dem ähm Menschen sozusagen der höchste Wissenschaft und Momente des
- Höhlenmenschen vereint, durchaus zurecht im Bauch spüren. Das zeigt gute Imperie. Ähm, unsere Ökonominnen in der Arbeiterkammer haben mit einem Set von
- LCell ähm der bei Tomas Piketti im Forschungszusammenhang ist, ähm sein Set quasi übertragen auf Österreich und sich angesehen, wie hängt denn Vermögen und
- Emissionen in Österreich miteinander zusammen? Und da kommt raus, wenn man das Anlagevermögen, also private
- Investitionen, Immobilienbesitz hereinnimmt, Anlagen auf Kapitalmärkten, dass die unterste Hälfte für nur 17% der Emissionen verantwortlich ist in
- Österreich, also nicht globale Daten, sondern in Österreich und das ist sicher für Deutschland mehr oder weniger analogisierbar
- und die reisten 10 % umgekehrt für 56% der Emissionen. Also ein Verweis darauf, hier müssen wir ran, wenn wir quasi ähm einen sozialen
- und ökologischen Umbau voranbringen wollen. Und was bedeutet jetzt diese Patzitation oder die Sackgasse, die ich vorhin
- angesprochen habe für die Europäische Union? Ich glaube, dass das deutsche Exportmodell und das europäische Exportmodell damit tief in einer Krise
- steckt. Ähm, der deutsche Output, industrielle Output ist mittlerweile auf einem Niveau von 2005 zurückgefallen. 50.000 1000 Menschen in der
- Autoindustrie sind allein im letzten Jahr arbeitslos geworden. Ich glaube, man kann zugespitzt sagen, dieses
- Exportmodell ist kaputt und das machen nicht nur wir oder ich, sondern mit mittlerweile auch die Chefin der Europäischen Zentralbank, die das
- zuletzt in der Financial Times festgestellt hat. Warum ist ähm das eine Sackgasse? Ich möchte das noch mal ähm zugespitzt
- formulieren. Einerseits ist quasi der Weg nach vorne blockiert die grün kapitalistische Modernisierung, weil gerade China so erfolgreich ist in
- Zukunftstechnologien führend bei Photovoltaik, führend bei Windturbinen, bei Batterietechnologie. Also man kann hier nicht
- Exportweltmeister sein bei Dingen, die mittlerweile sehr profitabel geworden sind. Und auf der anderen Seite ist die
- Strategie sozusagen das nachzuhüpfen, was die USA vorgehüpft hat unter Trump ebenso blockiert, weil ähm wenig fossile Vorkommen in Europa mittlerweile
- vorhanden sind. Ja, man kann vielleicht für die Autoindustrie noch was machen, aber man kann nicht in einer gleichen Art wie die USA auf fossile Energien
- sitzen, weil man die importieren müsste. Von 10 € die im Moment für Rüstung ausgegeben werden, gehen 8 € an die USA. Das heißt, die gigantischen
- Rüstungsausgaben, die wir haben, sind eigentlich nichts anderes als ein wahnsinniges Konjunkturpaket für die USA. Also auch keine Strategie, wo man
- sich entlang äh handeln könnte. Und die digitale Strategie ist blockiert, weil die USA äh auf den entsprechenden Monopolen sitzt. Also, es gibt keine
- Wachstumspotentiale in beide Richtungen oder geringe Wachstumspotenziale. Deswegen würde ich argumentieren im Gegensatz zur Krise 2008, wo wir ein
- normatives Argument gemacht haben, dass dieses Exportmodell eines ist, das Menschen verletzt und die globale Peripherien, vor allem auch die ähm
- Peripherien in der Europäischen Union st ähm schwächt. Sind wir jetzt in einer Situation, wo wir wirklich sagen können, dieses ähm
- Entwicklungsmodell funktioniert nicht und es erhöht sich dadurch die Chance, zumindestens mal auf einer abstrakten Ebene zu sagen, wir bräuchten ein Binnen
- und Bedürfnisorientiertes Entwicklungsmodell und damit verbunden einen sozialen und ökologischen Umbau. Natürlich, und das ist ganz wichtig, die
- Frage, wer sind die Kräfte und die Akteure, die das auch durchsetzen können? Vielleicht können wir darüber diskutieren. Also, ich glaube, dass sich
- eine Chance öffnet, aber das muss ja natürlich auch erkämpft werden. Und damit komme ich ähm zum sozialen und ökologischen Umbau. Den mache ich ganz
- kurz, weil Max Knapp heute quasi auch schon dazu referiert hat in einem Workshop, was wir dazu versuchen versucht haben anzustoßen. Wir haben das
- im Juni 2024 präsentiert und es war der Versuch quasi äh einerseits eine Vision zu zeichnen, wie wir es schaffen können, die Klimakrise abzuwähren und das Leben
- der Arbeitenden zu verbessern und andererseits aber auch ganz konkrete und das Leben erleben wir in der Arbeit mit Betriebsräten, die wir doch alltäglich
- haben bei uns in der AK ganz konkrete belastbare Einstiegsprojekte zu formulieren, also anknüpfen an den Lebens- und Arbeitsbedingungen und
- realistische Projekte für einen Einstieg in den Umstieg zu präsent. präsentieren. Anders formuliert mit Joachim Hirsch äh radikaler Reformismus oder mit Bloch
- quasi konkrete Utopie wären andere Namen dafür. Das ist zumindestens der Versuch gewesen, mit dem wir gestartet haben. Wie schaut das aus? Äh wir haben 40
- Referentinnen entlang äh des Feldes des Hauses von wirklich Arbeitsschutz bis hin zu Wirtschaftspolitik nach denken lassen und versucht quasi Vorschläge zu
- machen und hatten darin quasi zentrale Ecksteine, die so ein bisschen anschließen an das Argument von Melanie Pich Pichler und Ulli Brand, dass wir
- einen Transformationsstaat brauchen, das heißt, dass wir Demokratisierung der Wirtschaftspolitik brauchen und eine Stärkung der Mitbestimmung
- Und damit das nicht so abstrakt bleibt, möchte ich jetzt noch ein Feld quasi vertiefen. Unsere Idee einer Mobilitätswende und
- vor allem der Orientierung darauf, dass wir in einem Bereich vielleicht äh besonders stark sein können als AK, dass wir die Wirtschaftspolitik der
- Mobilitätswende beschreiben können. Und da freut es mich quasi einen Ausschnitt zu haben auch von unserer Broschüre, wo vielleicht deutlich wird quasi, wie wir
- versuchen mit einer Vision und mit Einstiegsprojekten zu arbeiten. Linkens quasi, wie Verkehr im Moment organisiert ist, fossil, mit schlechten
- Arbeitsbedingungen, mit viel Stress und rechts, wie ein Verkehr in Zukunft aussehen könnte, mit der Bahn im Mittelpunkt als Rückrad angebunden durch
- gute Busse mit guten Arbeitsbedingungen und einer aktiven Mobilität. und der Staat quasi dieser Orientierung, wie könnte eine Wirtschaftspolitik der
- Mobilitätswende aussehen? Vor eineinhalb Jahren war dann die Überlegung, wer könnte uns da gut eine gute Studie dazu produzieren? Und da freut es mich, dass
- zwei der Studienautorinnen auch hier bei der Konferenz sind und morgen, ich habe es extra herausgesucht, E3 einen Workshop dazu machen, nämlich Laura
- Porak und Lukas Zerjan, die quasi für uns diese Studie produziert haben, nämlich herauszuarbeiten, was wären die Potentiale der Bahnindustrie in
- Österreich und bis zu einem gewissen Grad auch in Europa. Und damit äh zu den Zielen äh den europäischen Verkehrszielen, die sind
- nämlich wirklich ausgezeichnet. Da gibt's keine Kritik. Hochgeschwindigkeitsbahnverkehr ist ein Beispiel soll bis 2050 verte
- verdreifacht werden, um die Kurz und Mittelstrecke zu ersetzen. Schienengüterverkehr bis 2050 verdoppelt werden. Das Problem ist aber, es gibt
- tolle Ziele, aber es gibt keinen wirtschaftspolitischen Plan, wie man das umsetzt. Und das ist kein Fehler, sondern es ist eine Verdeutlichung der
- immer noch aktiven marktliberalen Ideologie in der Europäischen Kommission. Man setzt sich große Ziele, setzt ein paar Leitplanken und den Rest
- überlässt man den Markt. Jetzt zum Investitionsbedarf und zu den Beschäftigungspotenzialen, weil da wird
- deutlich, welche Chancen in einer entsprechenden Mobilitätswende stecken würden. Der Ausbau und der Sanierung des Netzes, um diese Ziele zu erreichen,
- braucht bis 2050 Investitionen in der Höhe von 850 Milliarden. Die Europäische Kommission selbst hat berechnet, dass jährlich 46
- Milliarden in neue Schienenfahrzeuge investiert werden müssten und eines der Ergebnisse unserer Studie zeigt, dass bei Schienenfahrzeugen pro Milliarde
- rund 4000 Jahres Arbeitsplätze entstehen würden. Also, da kann man ablesen, wie groß die Beschäftigungspotenziale auch ähm sind. Ich habe jetzt hier vor allem
- auch den Fokus äh mitgebracht in Berlin, in Deutschland zu zeigen, dass nicht nur die österreichische Bahnindustrie, sondern die Europäische und vor allem
- auch die deutsche Bahnindustrie sehr gut positionier position positioniert ist, um diese Mobilitätswände selber auf den Boden zu bekommen. Die Bahnindustrie ist
- immer noch Weltmarkt und Technologieführerin, 650.000 Beschäftigte im Sektor in der Europäischen Union. Deutschland ist bei
- den Exporten äh im Moment noch auf Platz 2. Das heißt, das ist ein Stärkefeld, auf das man setzen könnte und nicht quasi ein ähm eine abstrakte Idee der
- Entwicklung einer Industrie, sondern man könnte auf dieses Stärkefeld setzen. Welches Gelegenheitsfenster hat sich jetzt in den letzten Wochen äh ergeben,
- um hier Druck aufzubauen für eine entsprechende Wirtschaftspolitik der Mobilitätswende? Zum einen hat der Verkehrskommissar Z Costas anfang
- November die verkehrspolitischen Ziele der EU noch mal äh konkretisiert mit dem Aktionsplan für den für das Hochgeschwindigkeitsnetz, wo konkret
- noch mal Verbindungsziele zwischen den Hauptstädten definiert werden, wie quasi dieses Netz ausgebaut werden muss, mit welchem Tempo. Was aber erneut passiert,
- es gibt keine Strategie für die Finanzierung. Es gibt keine Strategie, wie wir das industriepolitisch stemmen können und auch nichts zu
- Beschäftigungspolitik. Das zweite Moment, das eine Debatte ähm angestoßen hat für eine aktive äh Wirtschaftspolitik, eine soziale und
- ökologisch planende Wirtschaftspolitik ist, dass in Österreich ähm in auch Anfang November ähm chinesisches Rollmaterial zugelassen worden ist im
- Personen Schienenverkehr und das eine ganz interessante Debatte losgetreten hat, weil Gewerkschaften und K interveniert haben, auch mit dem
- Material, das wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, wo wir versucht haben, das Argument zu machen, das sind zwei Wegrufe für eine aktive
- Wirtschaftspolitik. Also zum einen, wie kriegen wir diese Ziele konkret auf den Boden und auf der anderen Seite, wie können wir sicherstellen, dass nicht die
- gleichen Fehler gemacht werden wie in Photovoltaik, bei der Batterie äh Technik oder bei den Windturbinen, also wirklich eine Stärke zu auszubauen und
- zu nützen, um industrielle Potentiale zu ermöglichen und damit Ersatzarbeitplätze für fossile ähm Beschäftigte zu schaffen.
- Damit komme ich dann auch quasi zum Abschluss, indem ich kurz versuch noch äh zu definieren, wie eine solche sozialökologisch planende
- Wirtschaftspolitik aussehen könnte, was wir versuchen jetzt auch in die Debatte zu bringen. Und zwar ist es eigentlich ähm das Argument zu machen, es gibt
- diese guten Ziele, aber jetzt brauchen wir eine wirtschaftspolitische Strategie, um das auch wirklich zu ermöglichen. Erster Punkt, wie schaffen
- wir es die entsprechenden Investitionen? 850 Milliarden allein für das Netz notwendig bis 2050. Da argumentieren wir, dass im Moment ein
- Möglichkeitenfenster offen ist, weil es die Verhandlungen zum EU-Budget gibt und sagen Ausweitung auf 100 Milliarden, um Europa mit der Schiene zu verbinden.
- Zweiter Punkt, Ausnahme von den Maßrichtkriterien für solche Investitionen. Die waren lange heilig, sind nie
- angegriffen worden. Vor einem Jahr ist dann beschlossen worden, na ja, für Militärinvestitionen müssen wir eine Ausnahme machen. Für Investitionen in
- die Schiene gilt das nicht. Also hier versuchen wir Druck aufzubauen. Zweites Moment Industriepolitik und zwar nachfrageseitige Industriepolitik. Wie
- können wir durch öffentliche Beschaffung soziale, ökologische und regionale Vergabekriterien sicherstellen, dass eine Industrie entstehen kann für die
- Mobilitätswende, die Ersatzarbeitplätze für den fossilen Sektor bietet. Und zweiter Punkt, wie schaffen wir es auch damit durch öffentliche Beschaffung
- andere Bereiche mitzuziehen, weil wir in der Bahn darüber bestimmen können, was beschafft wird und wie beschafft wird. Also z.B. die Frage grüner Stahl, eine
- Grünstahlquote vorzusehen für alle Beschaffungen von der Deutschen Bahn oder bei der Nutzung von europäischen Mitteln.
- Und letzter Punkt ganz zentral, das fand ich heute eine sehr spannende Debatte, weil es geht ja darum, quasi die Mikroebene mit der Makroebe zu koppeln.
- Wir hatten einen Workshop heute unter anderem koordiniert von Julia Kaiser und da gab's viele Beispiele von oder einige Beispiele von Konversionen von unten.
- Alle von euch kennen das Chckn Beispiel, es gab noch andere Beispiele und die müssten gekoppelt werden mit einer höheren Maßstabsebene, wie man solche
- konkrete Konversionskämpfe koppeln kann mit einem industriepolitischen Plan. Und dabei sollten auch darauf gesetzt werden, dass Instrumente der
- öffentlichen Beteiligungen Unternehmen genutzt werden und die Mitbestimmung ausgebaut wird. Also, dass es eine Verbindung gibt dieser konkreten
- Konversionskämpfe mit einer europäischen Wirtschaftsstrategie. Letzter Punkt quasi, wie heben wir Produzentinnen stolz? Ähm, da sind wir
- ähm sehr happy, dass wir jetzt was in trockene Tücher bekommen haben, weil wir werden im Mai in diesem Jahr in Donowitz in Leoben eine Betriebsrätekonferenz
- machen von allen Betriebsräten aus der Eisenbahnindustrie ähm in Österreich, damit mal alle zusammenkommen an einem Standort, der
- grünen Stahl produziert, der grüne Weichen produziert in Donawitz, um betriebliches Wissen abzuholen, aber auch zu ermutigen offensiv voranzugehen
- und Forderungen an die Poliz Politik äh zu stellen, also wirklich auch die Verbindung zu unseren Kolleginnen in den Betrieben hinzubekommen und damit bin
- ich am Schluss. Danke. [applaus] [applaus]
- Vielen Dank, Lukas für deinen Vortrag und für die Präsentation der Ansätze Perspektiven von einer planenden Wirtschaftspolitik für die
- sozialökologische Transformation. Ähm auch gut zu hören, dass es in Österreich einen Plan für die Zukunftsfähigkeit der Bahn gibt. Das kann sich vielleicht die
- Deutsche Bahn auch von explodieren lassen. Ich würde Wir haben eh europäisch formuliert, also okay, dann ist gut. Ähm,
- Verständnisfragen. Wir gehen gleich in Diskussion, aber wenn es konkret noch zu dem Vortrag von Lukas jetzt Verständnisfragen gibt, dann jetzt gerne
- hier vorne. Ja, ganz einfach ganz einfache Frage. Gibt's das, was du jetzt in Kurzform
- vorgetragen hast auch im habt ihr das in dem Buch drin stehen in der Langform durchformuliert oder was? Ja.
- Da sind wir gerade dran. Also, wir sind gerade am Vorbereiten von dem Buch, das wird hoffentlich 26 noch erscheinen und da werden unterschiedliche Perspektiven
- ähm, die wir in den letzten Jahren erarbeitet haben, drin vorhanden sein. Der Umbauplan wird dargestellt, aber auch ein eigenes Kapitel zur
- Eisenbahnenindustrie und wie wir die Mobilitätswende produzieren können. Also, das wird die Langfassung. So, kleinere Texte gibt's jetzt schon. kann
- ich dann gerne bilateral quasi zur Verfügung stellen. Gibt's noch weitere Verständnisfragen? Wenn das nicht der Fall ist, dann würde
- ich Nora dich auch noch auf die aufs Podium bitten, dann können wir hier Platz nehmen und in die Diskussion starten.
- Ihr gerne vor, also ihr könnt euch gerne setzen. Ihr könnt, also wä mein Vorschlag.
- Ähm und ich starte vielleicht einfach mal mit einer Frage, Nora an dich. Und zwar hast du deinen Vortrag ja geendet mit die offene Frage ist, wie
- kommen wir denn jetzt dahin zu diesen sozialökologischen Utopien? Und die Frage würde ich jetzt gerne an dich stellen und ich würde es auch mal gerne
- noch mal verkomplizieren, weil ähm heute in einem Workshop hat Thomas Bart gesagt, es gibt die Notwendigkeit eines klimapolitischen
- Realismus und die Frage ist nämlich wie in Zeiten von zunehmender Faschisierung von CM Rollback und des vorstehenden
- Klimakollaps, wie viele von diesen sozialökologischen Utopien sind eigentlich überhaupt noch möglich und wie kommt man dahin, wenn die
- Gesellschaften eigentlich in eine andere Richtung gehen? schreien oder? Ja, danke für die Frage. Also, ich
- glaube, die Voraussetzung ist erstmal äh andere Fragen zu stellen, weil es ist interessant ähm wie wir in diesen Kursen angefangen haben mit dieser Frage, wie
- wollen wir eigentlich leben? während die Diskussionen, die wir normalerweise in der sozialökologischen Transformation haben, äh eingeengt sind auf die Frage,
- wie sollen wir arbeiten, was für Arbeitsplätze haben wir, wie können wir alternative Arbeitsplätze entwickeln oder wie können wir unseren Arbeitsplatz
- behalten, was sehr wichtig ist. Ich will jetzt nicht sagen, darüber reden wir nicht mehr, sondern das Interessante ist und ich komme gerade aus dem Workshop in
- Malme und da waren Forscher aus Schweden, die ich überhaupt nicht kannte, aber die ganz ähnliche Ergebnisse hatten bei ihrer Forschung,
- wenn sie Leute gefragt haben äh welche Gesellschaft wollt ihr haben und welche Gesellschaft auf welche Gesellschaft laufen wir zu? Und die Leute wollten
- alle eine Gesellschaft haben, in der sie mehr Zeit haben, mehr Zeit für sich, mehr Zeit für Leute, mehr Zeit für Fürsorge und so weiter und so fort. Und
- ich denke, ähm gerade in Zeiten, in denen es diese Blockaden gibt und in denen die faschistischen Bewegung, wie ich denke, auf dieses Bedürfnis nach
- einer ganz anderen Welt anknüpfen, weil das ist ja die Alternative für Deutschland, ne? Alles, was wir haben ist schlecht. Wir wollen was ganz
- anderes haben und diese dieses Bedürfnis nach etwas ganz anderem, ich glaube, das müssen wir als Gewerkschafter innen und als Linke daran anknüpfen, um das nicht
- den anderen zu überlassen. Und anfangen kann man damit, indem man zuhört und fragt, wie möchten die Leute eigentlich leben?
- Danke schön, Lukas, an dich vielleicht eine ganz ähnliche Frage. Ähm, du hast es ja noch mal so ein bigger Picture aufgemacht. Du hast den globalen Kontext
- aufgemacht. Du hast gezeigt, welche Transformationsstrategien in China in den USA verfolgt werden und deine Schlussvorgang war in Europa sind
- ähnliche nicht möglich. ist es es kommt zu einer blockierten Transformation und du hast das Ganze dann aber und als Chance gedeutet für eine du hast glaube
- ich binnen äh und Bedürfnisorientiertes Entwicklungsmodell und dann hast du auch schon diese Frage in Raum gestellt und nicht beantwortet,
- deswegen gebe ich sie jetzt zurück. Ähm wieso ist das eine Chance und was wären da Schritte dahinzukommen? Was wären da die Kräfte, die sowas treiben könnten?
- Ja, ich glaube, da haben wir eh gemeinsam in den in heutigen Tag schon viel drüber nachgedacht, ne? Also einerseits mal die konkret Betroffenen
- oder? Also wir werden weiter in der nächsten Zeit, auch wenn die ähm Prognosen jetzt in die Richtung gehen, dass es nicht weiter Rezession, sondern
- eher sowas wie eine Starknation geben wird. Wir werden weiter massiv industrielle Betriebe sehen, die unterdrucken und in eine Krise kommen.
- Und die Frage ist, was können wir in diesem Moment den Kolleginnen und Kollegen vor Ort anbieten? Und ich glaube, dass es extrem wichtig ist, was
- in den letzten Jahren ähm passiert ist rund um die Aufarbeitung und genaue Beschreibung dieser Kämpfe. Ähm, also die Arbeit von Julia z.B. zu Chck oder
- die Arbeit von Kim Lucht, glaube ich, zu Bosch war das. ähm ähm auch zu wir fahren gemeinsam natürlich, aber noch mal ganz genau herauszuarbeiten. Heute
- hatten wir einen Vortrag zu einem Beispiel aus dem dem Baskenland. Was passiert da vor Ort und was sind Chancen und Perspektiven
- und damit quasi noch mal ein konkretes Angebot zu machen. Ähm wenn diese Betriebe in eine Krise geraten, dann kann gekämpft werden und das ist noch
- nicht vorbei, weil ähm das Unternehmen äh das Kapital sagt, das ist aus. Was gleichzeitig aber wichtig ist und das wäre ähm das, was glaube ich in den
- letzten Jahren zu wenig stattgefunden hat. Das darf man natürlich nie den Kolleginnen vor Ort vorwerfen, weil die haben schon genug am Hut und müssen
- genug tun. ähm aber dass es zu wenig quasi Wissen und auch intellektuelle Arbeit gab, auch organisch intellektuelle Arbeit, um das
- so zu formulieren, wie diese Kämpfe auf einer regionalen Ebene, auf einer Meso, auf einer Makroebene begleitet werden können. Also konkret ähm wie wird's denn
- ausschauen wenn es einen Vorgebe, der die ähm Löhne weiterzahlt in Italien oder wenn es eine italienische Strategie für eine Mobilitätswende gäbe, auf die
- JKN schon einzahlen könnte, wenn man sagt, diesen Teil ähm dieses Teil oder dieses ähm diese Komponente quasi in einer Mobilitätswende können wir
- aufgrund der Produktionslinie, die wir haben, gut herstellen. Also, das haben wir die Kolleginnen erhoben. Ähm gab auch eine wissenschaftliche Begleitung,
- habe ich heute noch mal gehört, und dann aber einen Gesamtplan zu haben auf der nationalen oder auf der europäischen Ebene, wie man dieses Unternehmen in
- einen Kluster für eine Mobilitätswende einbringen und einpassen kann. Also, das hat, glaube ich, wirklich gefehlt und ich möchte es noch mal un unterstreichen
- und bebildern mit einem österreichischen Beispiel, nämlich Steier, äh, das vor mehreren Jahren schon in die Krise gekommen ist, weil der MAN Konzern
- entschieden hat, dass es quasi herausnimmt äh und verkauft das Unternehmen. Ist ein Unternehmen, das äh schon 1975 das erste E-MOPED gebaut hat,
- ähm in den 80er Jahren den ersten Wasserstoffbus, also mit extrem viel betrieblichem Wissen der Kolleginnen vor Ort. sehr kreativ auch. Und dann gab es
- quasi Verhandlungen ähm wird das jetzt quasi geht das in eine fossile Richtung oder geht's in Richtung Ebusproduktion und weil noch zu wenig vorbereitet war,
- ja, und auch natürlich die entsprechenden Kräfte und Kämpfe nicht da waren, um es wirklich zu schaffen, obwohl es eine heftige
- Auseinandersetzung gab, ist es dann in die Richtung gegangen, dass es quasi auf den Markt geworfen worden ist und nicht äh eine Konversion in Richtung E-Busse
- erfolgt ist. und ein Arbeitspaket, das ich noch gar nicht erwähnt hatte von unserer Studie, hat sich das angesehen und hat gesagt, das wäre eigentlich der
- Zeitpunkt gewesen, wo sich eine E-Busproduktion quasi gut ermöglichen hätte können und das ist jetzt aufgrund der Zeit, die man verloren hat,
- schwierig ist, das noch hinzubekommen. Also kurz gesagt, wie gelingt uns diese Krise mit konkreten makropolitischen Wirtschaftsstrategien
- zu verbinden und betriebliche Kämpfe und wirtschaftliche Strategien miteinander zu koppeln? Und vielleicht ganz kurz noch auch da
- darauf zu achten, dass wir in den weiteren Auseinandersetzungen ähm klimapolitische und umweltpolitische Aspekte weiter mit einbeziehen und dann
- nämlich teilweise sogar bei der Klimabewegung so übersteuern in die andere Richtung war ähm dass man quasi einen Social Turn vollzogen hat und dann
- manchmal Klimapolitik gar nicht mehr so wichtig ist. Also zumindestens in Österreich gibt's das in der einen oder anderen Auseinandersetzung, wo du so
- junge Kolleginnen von Fridays for Future hast, die mittlerweile so nur noch auf Arbeit und Wirtschaftspolitik setzen und dabei Umwelt und Klimapolitik manchmal
- hinten runter fällt. Also es darf man nicht verallgemeinern, aber das beobachte ich teilweise. Also wie schaffen wir das auch am Leben zu halten
- und eine gute Bündnispolitik zu haben? Danke dir. Dann würden wir jetzt öffnen für Fragen aus dem Publikum. Gibt es Fragen an die beiden?
- Hier vorne ist eine Meldung. Äh Hans Jörg herf, vielen Dank für die äh wirklich super Vorträge. Ich habe zum
- zweiten Vortrag eine Frage. Äh das klingt sehr stark nach dem radikalen Green New Deal. Äh, also man setzt auf auf Wachstum,
- aber auf auf starke ökologische Transformation. Und äh wenn man nach China schaut, die wollen natürlich weiter auch noch massiv
- wachsen und äh viele andere Länder wahrscheinlich auch. Meine Frage ist äh gehst du eigentlich davon aus, dass man
- die nächsten des nächsten Jahrhundert oder so, dass man noch kräftig wachsen kann oder äh stimmst du? dem ersten Vortrag zu, dass man da äh doch
- vorsichtig sein muss. Und äh wie stehst du zu dem Green New Deal? Ist das ein Modell für die mittlere Frist oder für die
- lange Frist? Das wird mich noch mal interessieren. Danke schön. Weitere Fragen?
- Eine ganz konkrete Frage mit Blick auf China und was hier global tut. Ähm, ich habe keine frischeren Analysen dazu, aber es hieß, dass China genau die
- Koalition, die jetzt ausgebrochen ist aus dem Kopens, nämlich, dass es keinen fossilen Faceout verankert äh gab in, also jetzt auf der letzten COP, der 30er
- COP in Bel, dass China hier eine Doppelrolle gespielt haben soll und die Koalition eben nicht unterstützt hat, die den fossilen Faceout unterstützt hat
- und das sind ja jetzt diejenigen, Also, wo es jetzt heißt, dass Kolumbien und Niederlande einen eigenen Kongress ausrichten wollen im April und auch eine
- Fossil Faceout Treaty vorantreiben. Und ich wollte nur fragen, ob euch was untergekommen ist, weil das würde ja, was macht China da? Also einerseits wird
- es auch jetzt projiziert das der erste Electro State, also so in diese Richtung, aber wie ist dann diese Doppelrolle möglicherweise erklärbar?
- Und das zweite, das ist näher noch mal dran am Leber in Wier Metallism. Wie schätzt sie aktuelle Entwicklungen ein? Also in einer Diskussion mit Dani Alman
- haben wir das Antiklimakorporatismus genannt. Also die Gmall hat ja offenkundig unterstützt, dass das Verbrenner ausfällt und wird ja da
- weiter wahrscheinlicher die Räuberleiter halten und auch andere Gewerkschaften weit über Deutschland hinaus ähm verabschieden sich auch schrittweise von
- so etwas, was man sozialökologische Konversion als als sozialökologische Konversion erhofft hat, sondern in Richtung
- militärische Gegenkonversion. Also wie schätzt ihr da diese aktuellen Entwicklungen? Danke schön für die Frage.
- Dann war hier vorne noch eine Meldung. Ja, nehmen wir die und dann nehmen wir die und dann machen wir erstmal die Runde zu. Ja. äh auch von meiner Seite
- vielen Dank äh für die spannenden Vorträge. Ich ähm habe bei der vor allen bei der Überlegung so sozusagen zu dieser
- zu den wirtschaftspolitischen äh Überlegungen, die ihr oder die du vor allem vorgestellt hattest, Lukas, mir so ein bisschen die Frage nach dem
- Verhältnis zu bürgerlicher Staatlichkeit gestellt. Also, wer auf welcher Ebene äh agiert man da und wen wen adressiert man als Akteur sozusagen in dieser in dieser
- Wirtschaftspolitik und was wie wie würdet ihr das auch gerade vor dem Hintergrund von so ähm autoritärm Stad zum so
- also was ist die was wäre sozusagen eure Vorstellung davon ähm wer da sozusagen zum Akteur wird und wen man adressiert und was man sozusagen in diesem Rahmen
- überhaupt ähm erreichen kann? Danke schön. Dann nehmen wir noch eine vierte Meldung und dann schließen wir die erste Runde.
- Ja, auch meinerseits danke für das, was ihr vorgetragen habt. Und ich wende mich aber an Nora mit der Frage zumal der eine Punkt. Ähm,
- ich habe zweimal in deinem Vortrag gehört, dass die AfD irgendwas hat, was die Leute ja zieht, anzieht und die der Hinweis darauf, dass den Linken etwas
- fehlt oder den Gewerkschaften, nämlich es war dieses es braucht ein eine Vision einer anderen Zukunft oder einer anderen Welt oder ähm und das zu verknüpfen mit
- den alltäglichen Bedürfnissen. Mir fällt da unverzüglich Freer Haug ein und die 4 in1 Perspektive. Sie hat das ausgearbeitet. Wo taucht das auf? Also
- wird mich interessieren, ob das irgendwo mehr thematisiert wird. Danke schön. Kannst du das noch mal wiederholen? Ich
- habe das akustisch nicht verstanden. Der let den letzten Teil Friger Haug und die vier in ein Perspektive. Also ich weiß es war, dass die linken
- Feministinnen sich da kümmern, aber gibt's noch andere? Also oder ist das nur so ein Ding?
- Ihr könnt gerne Wer von euch möchte gerne anfangen? Vielen Dank für die Nachfrage zum New Deal, weil die gibt mir die Möglichkeit
- noch mal nachzuschärfen, weil ich da offensichtlich ähm noch nicht eindeutig verständlich war. Also meines Erachtens ähm meine ich mit sozialökologischer
- Wirtschaftspolitik oder sozialökologisch planender Wirtschaftspolitik gerade nicht eine New Deal Perspektive. Ich würde nämlich unterstellen, dass
- eigentlich in ziemlich vielen guten heterodoxen Strengen der Ökonomie eine Debatte rundum ähm unterschiedliche Formen von Planung aufgetaucht ist, ne?
- Wenn ich es richtig gesehen habe, ist auch Elias Schmelzer heute da. äh hat einen super Aufsatz geschrieben mit ähm Elena Hoffert, glaube ich, wenn ich es
- richtig im Kopf habe. Wo noch mal so aus einer Degrowth Perspektive nachschärfen und sagen, Degrowth ist ja gar nicht das Entscheidende. Was entscheidend ist, ist
- wir den Donut planen, also soziale Minima sicherstellen und ökologische Grenzen dabei nicht überschreiten. Und das finde ich ein sehr gutes Bild, weil
- es geht ja nicht primär den Deggrowth Leuten darum, dass wir schrumpfen in allen Bereichen, sondern es geht darum in gewissen Bereichen umfassend zu
- wachsen, sogar in der sozialen Infrastruktur in Europa, im globalen Maßstab ganz sicher. Und umgekehrt zu schauen, damit wir dieses Wachstum
- hinbekommen, dieses umfassende Wachstum gleichzeitig in planetaren Grenzen zu sein und deswegen besonders stark fossile Sektoren runterschrauben zu
- können, um das überhaupt hinzubekommen. Also das meint sozial und ökologisch planende Wirtschaftspolitik ist ein Ernstnehmen von planetaran Grenzen und
- es ist keine Argumentation für grünes Wachstum generell, sondern es ist eine Argumentation dafür, dass es in gewissen Bereichen Mobilität
- erneuerbare natürlich noch umfassendes Wachstum braucht, aber dass wir umgekehrt darstellen müssen, welche Fossil in Sektoren deswegen besonders
- schnell geschlossen werden müssen und natürlich auch über Endenergieverbrauch Suffizienz und Ressourcen sprechen müssen. Also die Argumentation wäre
- gerade nicht für ein grünes Wachstum, sondern das Planen dieses Prozesses, welche Ressourcen, welche Energiepotentiale
- wir zur Verfügung haben. Das meinte ich mit sozial und ökologisch planender Wirtschaftspolitik zu ähm dem Antiklima Kooperatismus. Ich
- glaube, die muss man entgegnen. Äh, also diese Frage, die muss man entgegnen mit äh der Argumentation, dass sich in den 70er und in den 80er Jahren es
- vielleicht noch ausgegangen ist, das Problem nach hinten zu verschieben und dann diese Entscheidung für Arbeitsplätze äh oder
- Wettbewerbskooperatismus eine gewisse Rationalität hat. Um dieses Problem kümmern wir uns später, dann wählen wir in der Konfliktsituation die
- Entscheidung für Wachstum und Arbeitsplätze. Heute muss man eigentlich herausarbeiten, dass es nur noch zwei Optionen gibt. Nämlich entweder und das
- ist finde ich bei den vielen Dingen, die quasi gegen eine positive Entwicklung sprechen, eine der positiven Chancen, die wir haben. Darauf hinzuweisen, es
- gibt eigentlich nur noch zwei Optionen. Das eine ist eine Transformation by Design und das andere ist Degrowthaster.
- Ähm, weil wenn man sich anschaut, was mittlerweile eingestellt ist an Schäden durch Extremwerterignissen, dass sogar die EZB sagt, wir haben jetzt
- schon 0,5% der Inflation nur wegen Extremwetterereignissen und der Klimaerhitzung und die Prognose bis 2030 ist, dass es auf 1% der Inflation
- wächst, dann weiß man, was quasi eingestellt ist. oder zuletzt äh Potzdam Institut für Klimafolgenforschung in Nature, dass schon jetzt bis 2040 ähm
- ähm Einkommen um 20% sinken werden. Also, wenn jetzt Akteure äh auftauchen, egal woher die kommen, von der Unternehmensseite oder auch quasi in
- einem Kooperatismus von der Seite der Arbeit, muss man glaube ich darauf hinweisen, dass das Problem nicht mehr verschiebbar ist, dass das eine Illusion
- ist, quasi da äh nachzuziehen. Dann hätte ich nur noch ähm die bürgerliche Staatlichkeit mir quasi noch aufgeschrieben. Ich finde, dass der
- Aufsatz quasi der ähm genannte quasi von von Melanie, von Danial und von Uli dafür eine ganz gute Antwort gibt, weil es eben aufzeigt, was sind Limitationen
- des bürgerlichen Staates für einen Umbau. Ihr Aufrufe ist ja dann der für einen Transformationsstaat, also Kämpfe würde ich jetzt mal interpretieren, ja,
- Kämpfe und Auseinandersetzungen zu organisieren, um einen solchen Transformationsstat zu erreichen. Und das fe ich eine gute Orientierung, ja,
- also, dass man sagt, äh Durchkämpfe, durch Auseinandersetzung gibt's eine Transformation von Staatlichkeit, ich würde aber auch sagen von Demokratie.
- Also eigentlich geht's um einen Kampf für Wirtschaftsdemokratie. Ähm, also so so würde ich das auflösen und ähm zur konkreten Konfiguration von
- Staatlichkeit würde ich noch was dazu stellen wollen, nämlich dass die äh Autoritarisierungsprozesse, die Stefanie Hürtgener heute super reingeholt hat,
- die ja schon weit vor der Faschisierung gelaufen sind, gerade auch in der Europäischen Union, eigentlich dazu führen, dass diese neoliberale
- Staatlichkeit über ihre neoliberalen Muster hinaus noch mal dysfunktionaler geworden ist. Warum? Weil man mit Pulas und anderen guten Staatstheoretikerinnen
- sehr gut argumentieren kann, eine Funk oder mit Neumann auch. Ja, eine funktionierende Staatlichkeit, bürgerliche Staatlichkeit dient dazu,
- ein langfristiges strategisches Interesse des Kapitals zu organisieren. Das heißt eben auch ähm Kompromisse einzelnen Kapitalfraktionen z.B. dem
- fossilen Kapital aufzuzwingen, um langfristig eine einen Kapitalismus zu ermöglichen. Also grüne Modernisierung, grünkapitalistische
- Modernisierung. Durch die Autoritarisierung der letzten Jahre und Jahrzehnte mit zugespitzt noch mal ab 2008 die Krisenbearbeitung in der
- Europäischen Union ist bürgerliche Staatlichkeit nicht mehr in der Lage das zu tun, weil nicht mehr quasi strategisch unterschiedliche Interessen
- zusammengebunden werden können in ein langfristiges Interesse. Und das ist, glaube ich, noch eine zusätzliche Dysfunktionalität der Staatlichkeit, die
- wir im Moment haben. ist ein bisschen theoretisch, aber glaube ich sehr wichtig quasi das in den Blick zu nehmen.
- Ja, kann ich nur unterstreichen. Äh, ich wollte zur Frage von Akteuren was sagen. Ähm, ich würde sagen, auf den Staat kann man nicht vertrauen,
- unter anderem zu dem, was du gesagt hast und die Akteure müssen tatsächlich die Arbeitenden selbst sein. Jemand hat mich mal gefragt, heißt es dann, dass dann
- nur noch gute Vorschläge kommen? Nein, glaube ich nicht, weil die Arbeitenden auch in sich widersprüchlich sind, keine homogene progressive Gruppe,
- aber aus demokratischen Gründen. Einerseits, glaube ich, müssen wir von unten anfangen zu mobilisieren und auch, weil die arbeitenden Fähigkeiten und
- Kenntnisse haben von Arbeitsplätzen, wie die funktionieren und welche Alternativen möglich sind, die man von außen nicht hat. Das Problem ist, ähm,
- ich weiß nicht, was Thomas gesagt hat in dem in dem Workshop über Realismus. Im Grunde genommen bin ich auch für Realismus in dem Sinne, ich weiß nicht,
- ob das derselbe Sinn ist, den Thomas gemeint hat, äh dass man den Leuten reinen Wein einschenken muss, dass grünes Wachstum ein Oxyon ist, dass es
- nicht möglich ist und dass wir tatsächlich in bestimmten Bereichen weniger machen müssen, aber dass es auch eine Perspektive ist, ne? und aber dass
- es auch weh tut, dass wir uns von Sachen verabschieden müssen, an die wir gewöhnt sind, die wir lieben und wo es schmerzt sich davon zu verabschieden. Und ich
- finde, es ist sehr problematisch, nur sozialökologische Transformation, Just Transition Politik zu entwickeln, wo wir Leuten versprechen, dass sich im Grunde
- genommen nichts ändert, nur dass alles jetzt grün wird. Das funktioniert nicht. Und das funktioniert vor allen Dingen dann nicht, wenn wir auch eine globale
- Perspektive entwickeln, wenn wir sagen, okay, wir bauen jetzt dieses und jenes aus, aber woher kriegen wir die Ressourcen und was bedeutet das äh für
- die Menschen, die diese Ressourcen dann aus dem Boden holen? Ich war neulich auf einer großen Konferenz auch People Platform for Ecological Transformation.
- Da waren Menschen aus 15 Ländern, die meisten waren aus dem globalen Süden und wir haben das Thema Degrowth gehabt und alle Leute haben natürlich gedacht,
- okay, globaler Süden, die sind natürlich dagegen, aber das war sehr unterschiedlich und differenziert. Z.B. Die Leute, die aus Lateinamerika kamen,
- äh aus Peru und aus Brasilien und aus Kolumbien, die haben gesagt, nee, wir brauchen Dekressimiento Degroveh, weil unsere Lebensbedingungen
- kaputt gemacht werden durch diesen größeren Bedarf an Mineralien und durch den Extraktivismus. Leute in Südafrika waren ganz ander
- Auffassung und waren für Wachstum und so, weil es Energiearmut gibt und so weiter und so fort. Ich möchte damit nur sagen, wir müssen die spezifischen
- Lebens und Arbeitsbedingung auch global betrachten und dann wird es klar, in welchen Bereichen wir nicht weiter wachsen können und wie du gesagt hast,
- in welchen Bereichen wir wachsen können, aber auch da nicht einfach so unendlich, sondern die Frage der regenerativen Ökonomie auf die Tagesordnung setzen.
- Wie viel können wir rausnehmen, was sich dann wieder regenerieren kann? Und all diese Fragen tun weh. Aber was wir in unseren Kursen und in anderen
- Forschungsprojekten gesehen haben, wir wir haben auch eine Alternative zu bieten, nämlich ein anderes Leben, was mehr ähm Lebenswertes
- Zusammensein und Fürsorge und so weiter bedeutet. ähm kann ich jetzt nicht weiter ausführen, weil ich habe ja den Vortrag
- schon gehalten. Und äh nein, äh zu deiner Frage, das gibt es tatsächlich nicht als nicht, dass ich es kenne aus den Gewerkschaften z.B. so eine
- Perspektive, sondern wie ich in der Vergangenheit, ja, hat's diese Frage gegeben, was ich sehr interessant finde, aber die ist verschwunden und die Frage
- ist, können wir das wieder auf die Tagesordnung setzen? Danke euch. Was mir noch aufgefallen ist, weil wir
- jetzt K nicht äh vertieft haben und das noch eine Frage war, da finde ich es wirklich spannend, dass in der ähm letzten Zeit halt zunehmend ein
- holistischeres ganzheitliches Verständnis der kapitalistischen Produktionsweise entstanden ist, ne? Also Cara hat's ja heute in der Früh
- gemacht. Man kann Produktion nicht denken ohne quasi Reproduktion. Man kann sie nicht denken ohne die Vernutzung von Natur und den Zugriff auf ähm Kolonien
- und damit quasi Rassifizierung und äh Kolonialismus. Also, das finde ich sehr wichtig. nenn sie Fraser ist ja erwähnt worden und ich glaube, da müsste man
- drauf bleiben und auch auf den damit verbundenen kämpfen. Äh, ich kann zwei Dinge aus ähm Österreich mitnehmen. Das ist einerseits oder darstellen, dass wir
- einerseits bei unserer letzten Akademie für sozialen und ökologischen Umbau, wo wir mit Klimaaktivistinnen, Gewerkschafternen und Wissenschaft
- zusammenarbeiten, versucht haben, darauf einzugehen, dass wir halt gesagt haben, es gibt nur noch zwei große Blöcke. Das eine ist die Mobilitätswende und das
- andere ist K. Und wir haben es dann absichtlich so organisiert, dass ähm alle Kolleginnen aus den Gewerkschaften beim Kbereich das dabei sein mussten und
- auch umgekehrt alle Kehrleute und Feministinnen bei den industriellen Produktionsfragen, weil bei unserer ersten Akademie wir erlebt haben, dass
- sich das quasi aufgeteilt hat, total gegendert und das war dann der Versuch ähm darauf zu antworten und zu intervenieren. Und was ich auch
- mitbringen kann, ist echt eine schöne Entwicklung auch finde ich, dass aus den Praktiken, die ähm bei wir fahren ähm zusammen in Deutschland entwickelt, das
- sind die sind migriert nach Österreich, da hieß es dann, wir fahren gemeinsam, weil zusammenfahren heißt bei uns ja einen Unfall produzieren. Ähm und ähm da
- haben wirklich viele junge Kolleginnen gute Organizing Methoden entwickelt, sind ähm 20 Jahre jung und stabilste Organizer mittlerweile und jetzt gibt's
- es sozusagen im Kbereich. Ähm also man wird versuchen, die Ordenspitälle in Oberösterreich und in Wien mal als Beginn zu organisieren. Ist eine echt
- schöne Entwicklung und ähm jetzt gibt's mittlerweile auch einen Titel und der heißt wir sorgen gemeinsam. Danke euch auch noch mal einen wichtigen
- Punkt, das richtige Framing für Kampagne zu finden. Ähm, ich würde jetzt vielleicht noch so zwei Fragen nehmen. Wir sind so knapp jetzt am Ende, aber
- genau, wir haben auch ein bisschen spät angefangen, deswegen noch zwei Fragen. Ähm, hier vorne einmal und einmal ganz hinten,
- also im Rot und dann hinten. Ich habe mich gerade umgedreht, um zu schauen, wer wo ganz hinten ist. Danke schön. Sophie Lampel von Greenpeieace.
- Ähm, genau. Erstmal vielen herzlichen Dank für die für die ausgezeichneten Vorträge und ich kann nur sozusagen aus der Praxis zustimmen, dass wir es noch
- nicht geschafft haben, die Brücke zwischen Soziales und Ökologie ähm ausreichend hinzubekommen. Bei Greenpeace haben wir uns auf dem Weg
- gemacht, seit zwei Jahren versuchen wir sozialökologische Transformation als Rahmen unserer Arbeit äh zu nehmen. ähm einfach aus der Erkenntnis ähm und das
- wurde heute ja angesprochen, dass wir die Klimafrage nur dann lösen können, wenn wir die soziale Frage ausreichend berücksichtigen, um die Leute eben auch
- mitzunehmen auf der einen Seite und auf der anderen Seite, dass wir so wie wirtschaften produzieren und konsumieren, die planetan Grenzen
- einfach nicht einhalten können. Also so viel dazu. Ähm aber genau, es gelingt uns mal besser, mal weniger konsequent, würde ich jetzt sagen. Ähm, aber zu den
- Vorträen, ich habe eine Anmerkung und eine Frage. Die Anmerkung betrifft sozuschung von CO2 Emissionen durch Superreiche. Wir hatten das auch bei der
- Konferenz bei der ausgezeichneten Konferenz der Hans Bckler Stiftung vor drei Wochen. Da ist mir nur wichtig, dass wir wirklich da alle drei
- Dimensionen im Blick behalten, nämlich einerseits die CO2 Emissionen durch tatsächlich deren Konsum, zweitens die CO2 Emissionen durch deren
- Investitionen, was ja noch mal eine ganz andere Dimension plötzlich hat. Und drittens aber die CO2 Emissionen, die Sie verursachen, indem sie entweder
- direkt durch persönliche Kontakte oder indirekt über Lobbingnetzwerke direkt Einfluss auf Politik nehmen und auf Gesetzgebung, die eben sich negativ dann
- auswirkt auf CO2 Emissionen. Wir hatten in Deutschland die Investigativrecherche zur Familien zur Stiftung Familienunternehmen, nicht der Verband,
- sondern die Stiftung, wo wir eben gezeigt haben, dass unter diesen harmlosen Namen sich eigentlich die größten Konzerne zusammenun und die auch
- noch sehr stolz darauf sind, solche Gesetze zu beeinflussen. So viel die Anmerkung und meine Frage dann sehr konkret ähm und Nora, du hast das glaube
- ich auch noch Lukas ein bisschen in im Vortrag mit angewandt. Wir haben ja schon noch die Herausforderung. Ich kenne es jetzt von der Wid, das ist so
- das Pondon zu Werdi aus Österreich, aber eben auch bei der IG Metall, die sagen, ja, es gibt Konzepte, aber unsere Belegschaft glaubt uns das gar nicht. So
- die inhaltlich können wir die gar nicht mitnehmen. Die glauben nicht daran, dass unsere Industrie vor die Hunde gehen wird, wenn wir uns dann nicht auf dem
- neuen Weg machen. Und was sind da ähm die Rezepte dafür? Vielen Dank. Dann noch ein letzte Meldung ganz hinten. Gerne kurz und
- knapp. Ich versuch's, Stefanie Htgin, ich versuch's kurz und knapp. Das Mikro Echot. Ähm, erstens kurz noch
- mal an meine Vorredner ran. Also in unseren Workshop war auch der Eindruck, dass dieses Zusammenbringen von Ökologie äh und Sozialem, ich würde immer auch
- gerne sagen, der Klassendimension, ja, äh dass das eine Suchbewegung ist. Also, ich glaube, das ist keine Schande, das festzustellen, also konzeptionell,
- praktisch und so weiter. Das war auch ganz klar bei unseren Workshops zu Tesla und Erschöpfung in der Batterieproduktion sichtbar. Ähm, ich
- habe eine Bemerkung oder verbunden mit einer Frage eher an Nora, aber wenn ihr mögt auch beide. Und zwar ähm noch mal eine Anknüpfung auch an Alltagspraxen
- von heute Vormittag. mich freuen deine Nora, deine Gesellschaftsbilder, ja, mit einer anderen Aufzähl auf Splittung von Zeit
- und einem größeren äh Zusammenleben fürs Sorge, füreinander, was da gezeichnet wurde gegen so eine krasse Individualisierung und so weiter. Ähm
- auch übrigens transnational, was du gezeichnet hast, ne? Also quasi auch über die eigenen regionalen, nationalen global, also kontinentalen Grenzen
- hinaus. Das freut und gleichzeitig überrascht es mich nicht. Und ich würde auch sagen, dass das nicht nur entsteht, wenn man nach Leben fragt, sondern wir
- hatten das eben vor 15, 10 Jahren erforscht auch mit Bezug auf Arbeit. Also das, was ich heute früh ausgeführt habe, ist es genau dasselbe. Wir wollen
- eine menschliche, eine ruhigere, eine sinnvolle, eine ähm auf of auf sozusagen unser auch miteinander abzielende Ausrichtung von Arbeit und damit eben
- auch von Produktion und Wirtschaft im weiteren. Ähm was aber ja gleichzeitig passiert, das ist dieser Prozess des autoritären Neoliberalismus,
- dass diese Vorstellungswelten quasi zurückgeschoben werden durch sowas wie so einen ökonomischen Sachzwan und die Naturalisierung von Konkurrenz, von
- immer zu neusteigender Effektivität, von immer zu neusteigenden Kostensenkungen, von immer neuen, man könnte sagen, im Wachstums Strategien auch wesentlich auf
- Kosten der Körper und des Lebens ähm der Arbeiterinnen. Und das kam jetzt in deiner Präsentation, wenn ich es nicht überhört habe, nicht vor. Also meine
- Frage ist so ein bisschen, weil das wäre meine These nach meiner eigenen Forschung, dass bevor es zu dieser kompletten Umdrehung und der
- Faschisierung auch Unterbeiterinnen kommt, teilweise gibt's einen anderen Prozess, nämlich diese Gesellschaftsbilder werden mit Bloch
- nicht mehr mögliche, sondern illusorische Utopien. Sie werden sozusagen losgelöst. Sie bleiben noch im Kopf, aber sie werden losgelöst von dem,
- was machbar scheint. Und das haben wir in unserer Forschung sehr stark gesehen und das geht, das ist ein Prozess, der unter dem Neoliberalismus stattfindet.
- Die Faschisierung setzt da drauf, weil quasi alles, was Solidarität, Zusammenhalt, Fürsorge ist, dann weggewischt wird. Aber davor wurde es
- bereits Illusion, weil wir uns alle diesem Wettbewerb der weltweiten Konkurrenz, des Gürtelengerschnalls, des Standort Konkurrenz und so weiter und so
- weiter stellen müssten, eine andere Chance gibt es nicht, dass es das Naturgesetz etc. Ja. Ähm, also meine Rückfrage an dich ist, habt ihr das auch
- diskutiert? Was sind da eure Befunde, deine Überlegungen? Ähm, und es passt aber natürlich auch zu Lukas, weil ähm da ja auch die Frage ist, ne, also wie
- krockt man an Staatsfinanzen und so weiter? Das ist ja auch in dem europäischen mindestens mal Wettbewerbregime, Wettbewerbsregime, was
- du angedeutet hast. Danke schön. Und die Fragen passen auch ganz gut zusammen. Also die Fragen nach Utopien der Illusion von Utopien und die
- Frage von vor mit Konzepten haben wir, aber irgendwie ist auch erscheint es nicht machbar. Vielleicht könnt ihr da dran anknüpfen, die Frage beantworten
- und dann vielleicht euer Schlusswort auch sprechen und dann machen wir so langsam Schluss. Ähm dieser Satz, unsere Belegschaft
- glaubt uns das nicht, zeigt schon, dass man nicht die Belegschaft gefragt hat, sondern ihnen was erzählt hat. Und das denke ich ist das Problem, ähm
- dass wir diese Bedürfnisse und Interessen und Kenntnisse, wir meine ich jetzt insgesamt äh Forscher und auch Gewerkschafterin,
- dass das nicht ernst genommen wird. Also wir haben z.B. will in unseren Kursen dann das habe da habe ich nicht drüber geredet einen zweiten Schritt gehabt.
- Okay, das sind das ist jetzt die Gesellschaft in der wir leben wollen. Wie kommen wir dahin?
- Was sind die Dinge, die Probleme? Was sind die Strategien, um diese Probleme anzugehen? Also ein Workshop darüber, wie man diese ähm Utopien in
- Anführungszeichen, aber jetzt positiv diese konkreten Utopien, wie man die realisieren kann. das ernst zu nehmen, weil zum Teil nehmen die Arbeitenden
- selbst das nicht ernst, was sie sagen. Das möchten wir gerne, aber ist eh nicht drin, ne? Und ich denke, da kam ganz interessante Strategien heraus, was die
- Leute sich überlegt haben, wogegen müssen wir sein, wen müssen wir einbeziehen, mit wem müssen wir uns verbinden und so weiter und so fort.
- Also meine kurz äh zusammengefasste Antwort auf diese langen Fragen ist zuhören, die Bedürfnisse ernst nehmen und die als Bestandteil einer Strategie
- von unten entwickeln. Das ist jetzt nicht ähm die das ist ähm die Richtung der Lösung. Ich sag nicht, dass es einfach ist und
- dass man dann garantiert auf eine andere Form von Politik kommt, aber ich glaube, es ist eine Notwendigkeit, wenigstens zuzuhören und Strategien zu
- entwickeln von unten und an diesen Bedürfnissen anzusetzen, weil wie ich gesagt habe, die Faschisierung setzt an diesen Bedürfnissen an und der
- Unterschied ist bloß, dass sie interpretiert werden in der Form, die sagt, okay, ihr wollt das alles, ihr wollt eine total andere Gesellschaft und
- Wir werden das für euch organisieren und was wir machen müssen, okay, ihr wollt eine total andere Gesellschaft, eine andere Perspektive und wie stellt
- ihr euch vor, dass ihr dahinkommt? Was sind eure Strategien und wie können wir die in die Politik einbeziehen?
- Ja, ich glaube vor allem es geht um die Verbindung bei der Pole, ne? Also, das eine ist, ähm wir werden, und das fällt uns quasi auch in unserer alltäglichen
- Arbeit äh auf äh in Österreich, wir werden sozusagen keinen sozialen und ökologischen Umbau hinbekommen, wenn wir es nicht schaffen, unsere Mitglieder zu
- repolitisieren, handlungsfähig zu machen. Max Frisch hat mal gesagt, ähm Politik ist die eigenen Angelegenheiten in seine Hände nehmen. um diesen Prozess
- geht. Ähm, weil die Stellvertreterinnenpolitik zwar, das darf man auch nicht unterschätzen, die funktioniert ja sehr
- lange. Also, man geht auf Kredit oder man hat quasi eine gewisse Kampfkraft und Organisierungsgrad gehabt in den ähm im letzten Jahrhundert hat das Mühsam
- erkämpft und aufgebaut. Und dann hat man äh auf dieser Basis sehr lange äh durchaus auch in Etappen erfolgreiche Stellvertreterinnenpolitik gemacht, aber
- hat diesen Muskel, der dahinter steht, überhaupt institutionelle Erfolge zu haben, nicht gestärkt, weil man gesagt hat, wir machen das für euch, ihr müsst
- selber nicht aktiv sein. Und deswegen freue ich mich sehr über ähm diese unglaublich neue Welle von Organizing, die es gibt. ähm ist jetzt für viele
- vielleicht äh übertrieben, es als unglaubliche Welle zu bezeichnen, aber es es gibt zumindestens diese Pflanzen bei Werdi, bei EG Metall ähm auch bei
- politischen Parteien blicken wir ähm auf das, was bei Mamdani im Hintergrund war. 150 000 Freiwillige, 2,2 Millionen Haustüren, die man geklopft hat. Das
- sind fast alle Haushalte, die es in den in New York gibt. Ich habe es nicht glauben können, habe extra noch mal nachgeschaut. heißt nicht, dass die mit
- allen gesprochen haben, aber an fast alle Haustüren geklopft. Was mir aber ganz wichtig ist, den zweiten Pol dabei nicht zu vergessen. Wir hatten heute
- einen Workshop Namen werden nicht genannt und hat ein Kollege gesagt, es geht nur darum, we have to build power. Und das war quasi nur diese Perspektive
- auf wir müssen wieder Macht von unten aufbauen. Ich glaube, es ist genauso wichtig, gleichzeitig den anderen Poli und zu sagen, was ist quasi die äh
- intellektuelle, organisch intellektuelle Arbeit, Konzepte und Ideen zu entwickeln. Und das Problem entsteht, wenn man nur das eine oder das andere
- macht. Ja, und Gewerkschaften, Parteien, Institutionen sind genau der Ort, die Kohenz zwischen diesen beiden Polen herzustellen und die Verbindung
- hinzubekommen. Also da daher quasi noch mal ein Argument auf beide Pole zu achten und nicht zu sagen: "Hey, er macht's nur Konzepte, das das reicht ja
- nicht aus. Wir müssen Durchsetzungsmacht entwickeln oder umgekehrt." Vielen Dank. auch ein schönes Schlusswort und äh ich freue mich, dass
- wir noch mal auf die strategischen Fragen zur Sozialökon Transformation eingegangen sind, dass wir so paar der Prinzipien, an denen sich die Kämpfe
- ausz ausrichten, eben noch mal beleuchtet haben. Demokratisierung, Planung, ähm transnationale Solidarität, Degrowth ähm und auch das rausgekommen
- ist, dass es eben zwar schwieriger wird, sozialökologisch Transformationsbürlich zu machen und gleichzeitig ist es das Gegenmittel auch gegen die
- voranschreitende Faschisierung und genau. Danke euch für eure Einsichten und für eure Perspektiven, die ihr geteilt habt. Danke auch dem Publikum
- für euer engagierte Diskussion. Ähm und ich wünsche euch allen noch eine gute Zeit auf der Konferenz. Morgen geht es weiter um 9 Uhr mit einem Podium zu
- Justin im internationalen Vergleich mit Dennis Eversberg, Vera Trappmann und Oli Brand. Ähm, freue mich dann viele von euch morgen dort wieder zu sehen. Und
- jetzt erstmal einen guten Abend. Tschüss. [applaus]