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Die sozial-ökologische Transformation

DIWBerlin24:29 100 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 187 Zeilen
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  1. Wirtschaft bewegt, [musik] der Podcast zu 100 Jahren die Berlin. Zum heutigen Wirtschaft bewegt 100 Jahre DW Berlin Podcast begrüße ich ganz
  2. herzlich Franziska Holz und Alexander Schirsch. Hallo. Hallo.
  3. Die beiden leiten unsere Arbeitsgruppe zur sozialökologischen Transformation. In diesem Jahr wird das DW Berlin 100 Jahre alt und wir erzählen ganz viele
  4. Geschichten heute die von dieser relativ neuen Arbeitsgruppe. Es passiert sowieso, aber wie können wir sie gestalten, die sozialökologische
  5. Transformation? Das ist die Frage, die diese Arbeitsgruppe sich stellt. Das DW Berlin hat drei Forschungsschwerpunkte.
  6. die ökonomische und soziale Integration in Europa, das Sicher der Zukunft und Nachhaltigkeit und drittens Lebensqualität und Verteilung. Und da,
  7. wo diese drei sich treffen und eine Schnittmenge bilden, da befindet sich die sozioökologische Transformation. Wir können also sagen, wir befinden uns
  8. im Herzen des DW Berlin. Heute wollen wir uns dieses Herz, die sozioökologische Transformation, einmal genauer anschauen und ihr beide seid
  9. die, die die Transformationsforschung anführen. Du Franziska bist stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Energie, Verkehr Umwelt und du
  10. Alexander arbeitest in der Abteilung Unternehmen und Märkte und in der Forschungsgruppe Entrepreneurship und ihr bringt also auch schon mehrere
  11. Abteilungen zusammen. Franziska im Elevator Pitch, also wenn du jemandem, den du im Aufzug triffst, erklären sollst, worum es bei der
  12. sozialökologischen Transformation geht, was würdest du sagen? Ja, unter dem Begriff der sozialökologischen Transformation fassen wir die
  13. Veränderungen in der Wirtschaft und in der Gesellschaft zusammen, die aufgrund von Klimawandel und Klimapolitik entstehen. Äh ganz stark vereinfacht
  14. gesagt, geht's dabei um Anpassungen in der Wirtschaft, die hin zu Umwelt und klimafreundlicheren Produktionsmethoden sich verändern muss. Dabei geht's aber
  15. gleichzeitig auch darum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in der Gesellschaft zu sichern. Und diese Veränderungen in allen möglichen
  16. Wirtschaftszweigen in der Energieversorgung, im verarbeitenden Gewerbe, im Transportsektor, die betreffen sowohl diese Industrien, aber
  17. natürlich auch äh die Gesellschaften, die Menschen in ihren ganz unterschiedlichen Rollen als ähm Konsumenten, als Arbeitnehmer, als
  18. Steuerzahler und äh diese ganzen verschiedenen Aspekte schauen wir uns an. Huh, das war schon eine ganze Menge, Alexander. Ähm, vielleicht tasten wir
  19. uns da so langsam ran. Wie waren denn die ersten Schritte? Wie trat denn die sogenannte SAAG am DW Berlin ins Leben und wie lange gibt's die schon? Ja, also
  20. die äh Idee war immer schon so ein bisschen im Haus vorhanden und ist dann gereift und dann gab es letztlich zwei Möglichkeiten, die diskutiert wurden.
  21. Machen wir das eher so über eine neue Abteilung oder machen wir das eher so bottom up grassroot mäßig und am Ende des Tages gab es viel
  22. Unterstützung dafür, dass wir das von unten heraus machen. Deswegen wurde diese Arbeitsgruppe gegründet und die Idee dahinter war, dass wir ja schon in
  23. vielen Abteilungen zu bestimmten Aspekten der Transformation forschen und dass wir jetzt nicht irgendwie eine neue Abteilung machen, sondern dass wir
  24. dieses Wissen, was in den Abteilung vorhanden ist, nutzen und in dieser Gruppe quasi zusammenführen. Und die Gruppe selber gibt's jetzt schon seit
  25. mindestens zweieinhalb Jahren. Ah ja, dann habt ihr ja auch schon einiges erforscht wahrscheinlich. Ja, vor allen Dingen ähm da ja Grassroot
  26. ist, haben wir uns selber so ein bisschen weiterentwickelt. Also, wir haben im Grunde genommen als reine interne Arbeitsgruppe angefangen und
  27. haben gesagt, okay, wir müssen das mal alle die Leute zusammenbringen. Wer macht eigentlich was im Haus? Wie können wir die Leute bisschen besser
  28. miteinander vernetzen, bis wir dann gesagt haben, okay, wir brauchen, wir sind schon soweit, wir brauchen eine eigenen Brownback und dann war es so, na
  29. ja, wir haben ja schon so viel, wir können auch mit diesen Ergebnissen schon hier an die Öffentlichkeit gehen. Was ist denn eine Brownback?
  30. Also ein Brownback ist im Grunde genommen ein Treffen, das findet so um die Mittagszeit statt und kommt aus dem amisen, deswegen dieser Name und da
  31. setzen sich dann forschende zusammen und einer hält z.B. Vortrag zu einem bestimmten Thema und dann wird er natürlich herausgefordert, gechallenged
  32. und zu sagen, ja, methodisch kann man das nicht anders machen und so weiter und dabei wird geknuspert oder wie? Die meisten tun es nicht, aber jedem ist
  33. es gestattet. Ah ja, also Ungleichheit und Verteilung ist ja ein großes Themengebiet hier am DEW, was uns vielleicht auch am meisten
  34. von anderen Wirtschaftsforschungsinstituten unterscheidet. Vielleicht könnt ihr mal skizzieren, wo
  35. denn dieser Verteilungs oder Ungleichheitsfokus innerhalb dieser Söttforschung auftaucht.
  36. Das Problem ist, dass Transformation immer Kosten hat. Auch in der Vergangenheit alle Transformationen, die es gab, die sind gehen immer mit Kosten
  37. einher und Anpassungsleistungen. Nur sind aber nicht alle gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen davon betroffen. Deshalb sind Verteilungswirkungen so
  38. wichtig. Also, wenn es eine bestimmte Steuer gibt, wird dann eine Gruppe besonders betroffen und kann sie sich das leisten? Also können wir sagen,
  39. okay, die sind die sind wohlstandsmäßig gut genug aufgestellt, um diese Kosten zu tragen oder müssen wir sie unterstützen? Und das ist der Bereich,
  40. wo wir sozusagen im Rahmen der sozialökologischen Transformation besonders schauen, wie bestimmte klimapolitische Maßnahmen, aber auch
  41. selber die Klimakosten folgen, äh bestimmte Gruppen treffen. Vielleicht kann ich da mal ein Beispiel geben auch aus der Forschung am die äh
  42. z.B. Wir haben Kollegen von uns untersucht, wie unterschiedliche Haushaltsgruppen von den hohen Wärmepreisen während der Energiekrise
  43. betroffen waren. Ähm, sie haben gezeigt, dass insbesondere ärmere Haushalte in Mietwohnungen mit nieder Gebäudeenergieeffizienzstandard
  44. wohnen. Diese Haushalte werden entsprechend nicht von Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz erreicht, weil sie ja nicht Eigentümer
  45. sind. Und sie konnten aber gleichzeitig ihre Energieausgaben äh nicht wirklich senken während der Energiekrise, äh weil sie halt diesen schlechten
  46. Effizienzstandards hatten. Also wir versuchen zu zeigen, wo wir den Politikmaßnahmen ansetzen können, wie ist der Istzustand und äh wie können wir
  47. mit äh ja einer klugen Ausgestaltung von Politikmaßnahmen auch Ungleichheit reduzieren und dabei gleichzeitig die Transformation, also die Reduktion der
  48. Emissionen voranbringen. Also, diese Studie hat quasi gezeigt, äh Mieterinnen müssen mehr Unterstützung kriegen. Genau, das ist äh das ist ein Aspekt.
  49. Das andere ist aber auch, dass äh vor allen Dingen Eigentümeranreize brauchen, um Energieeffizienzmaßnahmen äh durchzuführen. Also, sprich diese
  50. Balance, dass auch Mieten am Ende davon profitieren, dass Gebäude effizienter werden. Ähm das muss Politik erreichen. Und da macht ihr dann konkrete
  51. Vorschläge. Sie machen zum einen wirklich die wissenschaftlichen Untersuchung des Istzustands und das ist auch der Fokus, weil wir ja als
  52. Wissenschaftler vor allen Dingen auch ähm gut veröffentlichen wollen und dann machen wir Vorschläge ähm die mal mehr und mal weniger konkret sind für
  53. Politikmaßnahmen. Ganz genau. Ja. Okay. Welche Abteilungen sind denn jetzt äh da beteiligt gewesen, aber vielleicht auch einfach insgesamt jetzt äh hier
  54. beteiligt? Ja, also ähm das Ziel ist es ja und deswegen wurde ja diese AG in der Form gegründet, möglichst alle Abteilungen zu ähm einzubeziehen und das
  55. haben wir tatsächlich in den letzten anderthalb, zwei Jahren dann auch geschafft. Das heißt, wir haben z.B. für die makroökonomische Abteilung, wo man
  56. jetzt nicht auf den ersten Blick gleich denkt, dass das wo das augenfällig ist, dass das hier beitragen könnte, aber dort wird auch eben Forschung dazu
  57. gemacht, wie bestimmte äh Maßnahmen makroökonomisch wirken. Ja, wir haben die Abteilung Unternehmen und Märkte, die äh industrieökonomische Ansätze
  58. verfolgt und die dann schaut, wie ist es eigentlich mit den Energiepreisen und den Unternehmen? Sind wirklich alle Unternehmen von diesen hohen
  59. Energiepreisen betroffen? Also bei vielen Sachen kann man sich schon gleich was drunter vorstellen, finde ich, so Unternehmen oder ja, Energie, Verkehr,
  60. Umwelt. Aber was hat denn jetzt Makro auch mit der Transformation zu tun? Z.B. Ja, ein Schlagwort in der makroonomischen Forschung ist die Frage
  61. von grünem Wachstum. Also, wie können wir weiterhin produzieren, aber weniger fossile Energien dabei nutzen, also weniger Kohle, Öl und Gas? Ähm, z.B. in
  62. der Stahlerzeugung und äh da fragt man sich dann, was hat das sowohl für Auswirkung auf Arbeitsplätze als auch ähm auf ja einfach auf das
  63. Wirtschaftswachstum. Ganz kurzfristig ist auch die Frage, in wie fern kann z.B. dieser große Infrastruktur äh Fond, den äh die
  64. Bundesregierung in den nächsten 12 Jahren ähm nutzen möchte, zur Transformation beitragen. Äh dazu hatten wir ja auch eine Veranstaltung im Haus
  65. äh und haben ja so ein bisschen gesagt, da braucht es auch äh verschiedene ähm ja Bedingungen, dass das auch wirklich äh für eine grüne Transformation der
  66. Infrastruktur auch äh genutzt wird. Ja, super. Nee, da sind wir ja voll aktuell, würde ich sagen. Warum ist denn diese interdisziplinäre Perspektive so
  67. wichtig? Weil im Grunde forscht ja jeder schon an den richtigen Themen. Ja, wenn ich da ein Beispiel geben darf vielleicht ähm wir hätten das schon mal
  68. ganz kurz angesprochen, dass eben bestimmte Aspekte der Transformation verschiedene Akteure auf unterschiedliche Art und Weise betreffen
  69. und eine der äh Sachen nun mal als Beispiel ist die CO2 Bepreisung. Ja, also es wird jetzt CO2 bepreist schon seit längerem und das hat eben
  70. Auswirkungen. Das hat z.B. Auswirkungen für die Haushalte, weil direkt und indirekt, weil sie z.B. Benzin verbrauchen, also zahlen sie direkt auf
  71. den Benzinpreis. Ein bestimmter Teil dieses Benzinpreises ist eben die CO2 Abgabe. Sind also direkt betroffen. Sie sind aber auch indirekt betroffen, weil
  72. wenn wir irgendetwas konsumieren, wird ja das, wenn das produziert wurde, ob das jetzt z.B. der Beton ist, wenn ich ein Haus baue oder meinetwegen einfach
  73. das Plastik vom Kinderspielzeug, das ist ja auch bepreist worden in der Kette, in der Produktionskette, weil es eben in der Produktion CO2 verursacht hat. Wir
  74. sind also betroffen und gleichzeitig wissen wir bestimmte Haushalte sind ähm unterschiedlich stark betroffen und jetzt gab's z.B. eine Forschung, die hat
  75. untersucht äh wie sind so die Heterogenitäten, also wie sind die Unterschiede zwischen bestimmten Gruppen von Haushalten und haben festgestellt,
  76. so eine ähm Bepreisung, die wir ja zum Teil über ein Klimageld auffangen wollen, wir wollen, dass die Leute einerseits ihr Verhalten anpassen,
  77. anderserseits müssen wir ein bisschen da ihnen dabei helfen und das Klimageld ist jetzt nicht für jeden gleich oder andersrumgedrückt. Die Auswirkungen der
  78. CO2 Bepreisung sind nicht für alle gleich, aber ein Klimageld, das gleich ist, würde dann nicht allen gleichermaßen helfen. Und dann hat man
  79. festgestellt, ähm regionale Unterschiede sind besonders stark. Also ländliche Regionen sind besonders stark von diesen CO2 Bepreisungen getroffen, einfach weil
  80. die Wege länger sind. Die Leute müssen viel mehr mit dem Auto fahren, weil der öffentliche Nahverkehr dort nicht so ausgebaut ist. zum Teil auch, weil ähm
  81. die Häuser etwas größer sind und anders beheizt werden müssen. Und lange Rede, kurzer Sinn, ein Teil der Forschung hat eben gezeigt, CO2 Preisung ist eine gute
  82. Sache, aber wenn man dann die Steuerung über so ein Klimageld äh z.B. vornehmen will, dann müsste man das regional differenziert ausgestalten. Ein anderes
  83. Beispiel auch äh aus dem Bereich CO2 Preisung ist natürlich die der Energieverbrauchende Industrie selber, ja, wo die CO2 Preisung eine Rolle
  84. spielt. Ganz genau, wie Alexander gerade schon erläutert hat, zahlen ja auch große Energieverbrauchende Industrien den CO2 Preis, nämlich auf ihren
  85. frissielen Energieverbrauch, also den Verbrauch von Kohle, oder Gas bzw. die Emission, die daraus entstehen. Ähm und da soll der CO2 Preis den Anreiz bieten,
  86. auf die Nutzung von sauberen Energien, also Strom aus erneuerbaren Energien oder auch Wasserstoff, grünen Wasserstoff umzustellen. Und wenn der
  87. CO2 Preis sehr hoch ist, dann wird sich auch die Nutzung von eigentlich vergleichsweise teurem Wasserstoff lohnen. Und das ist ein Thema, bei dem
  88. bei uns Industrieökonomen, aber auch Energieökonomen, die ja zur Bereitstellung von diesen grünen Wasserstoffarbeiten, zusammenarbeiten.
  89. Ja, und zusammenarbeiten tut ihr auch mit dem sozioökonomischen Panel. Das ist ja eine oder die größte Haushaltsbefragung in Deutschland, wo
  90. Menschen seit über 40 Jahren nach ihrer individuellen Lebenssituation befragt werden. Also jedes Jahr werden immer wieder dieselben Leute gefragt, äh
  91. sodass dieser große Datenschatz im Grunde auch jedes Jahr noch größer wird und anwächst und ähm international ausgewertet wird. Ähm, inwi weit sind
  92. denn diese Daten, dieser Haushaltsbefragung auch für die sozialökologische Transformationsag interessant?
  93. Ähm, sehr interessant natürlich, ehrlich gesagt, ist das Söp äh so ein großer Datenschatz, dass er willen noch gar nicht ausreichend genug auswerten. Ähm,
  94. so wird bereits von Anfang an, also seit den 80er Jahren danach gefragt, wie die Einstellung der befragten Haushalte zur Umwelt und dann später auch konkret zum
  95. Klimawandel ist. Und diesen Teil der Befragung äh schauen wir uns mit einigen Kollegen aktuell auch an äh und hoffen, dass wir
  96. nächstes Jahr ein bisschen mehr darüber sagen können, wie sich denn diese Einstellung entwickelt haben in den letzten 40 Jahren und unter welchen
  97. Einflussfaktoren sich das vielleicht auch verändert hat in den letzten Jahrzehnten. Aber es gibt natürlich auch eine viel andere äh Themen, die für die
  98. Transformation relevant sind und die dort abgefragt werden jedes Jahr. Z.B. Fragen zum Energieverbrauch, zur genutzten Heiztechnologie
  99. äh oder ja, insgesamt zum Wärmeverbrauch oder welche Art äh von Mobilitätsverhalten die Leute haben, also wie sie jeden Tag zur Arbeit
  100. fahren, aber auch ob sie Eigentümer sind, ihre Wohnung oder nicht. Ich sagte ja gerade schon, dass das wichtig ist für die Feststellung von ja von
  101. Ungleichheit auch äh in der Wärmenutzung. Und wenn wir diese Söpdaten, die äh konkret zu diesen Transformationsthemen sind, äh
  102. kombinieren mit den sowieso erfassten Daten zum Haushaltseinkommen, zum Bildungsstand, äh zum beruflichen Hintergrund der Befragten, ähm dann
  103. können wir herausfinden, wie z.B. wie groß ist der durch deutschnittliche CO2 Fußabdruck der Deutschen? Das haben Kolleginnen von uns vor einigen Jahren
  104. gemacht mit diesen Daten oder auch ähm welche Entscheidungsfaktoren gibt's für die befragten Haushalte, um sich für klimafreundlichere Technologien zu
  105. entscheiden? Z.B. bei der Wärmenutzung? Ähm, also z.B. ähm was brauchen Sie, um sich für eine Wärmepumpe zu entscheiden? Würden Ihnen Subventionen helfen oder
  106. sind es andere Faktoren, die wichtig sind? Also, da ist eine ganze Menge drin im SP. Ich finde, wir nutzen es noch gar nicht ausreichend. Der größte
  107. Fußabdruck, der war ja tatsächlich von Menschen mit viel Geld, die viel Fliegen im Grunde. Also, es war gar nicht das Heizen, sondern das Fliegen.
  108. Es waren auch nicht unbedingt die Alltagswege. Ganz genau. Es war die Freizeitnutzung. Ja, also das Söp erlaubt uns äh ziemlich viel. Ähm z.B.
  109. können wir auch ähm den Wohnort der Söp Befragten erfassen und können dann schauen, wo sind große Energiein Infrastrukturanlagen?
  110. Also, wir haben einige Studien gemacht, wo wir geschaut haben, hat der Standort von einer Biogasanlage oder von äh Hoch Hochspannungsleitung oder von
  111. Windkraftanlagen einen Einfluss auf die Gesundheit oder auf den psychischen Zustand der Söpfragten? haben dabei ehrlich gesagt gefunden, dass das keinen
  112. Einfluss hat, aber das sind ja immer mal wieder auch Themen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, ne? Fühlt man sich schlecht, weil man eine
  113. Windkraftanlage vor der Nase hat. Ja, wobei er so spontan denke ich mir, die ganzen Einstellungen sind ja im Grunde egal. Wir müssen ja trotzdem die
  114. Transformation jetzt mal schaffen. Aber wir wollen natürlich, dass die Leute und die Gesellschaft mitgeht, ne? Deswegen ist es Akzeptanz und
  115. Akzeptanzforschung auch sehr wichtig. Gibt's denn da international was vergleichbares? Guckt ihr euch auch an, wie andere Länder so ticken? M
  116. also auf jeden Fall im europäischen Rahmen, ne? Also viele unserer Kollegen arbeiten ja auch im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten und
  117. Konsortien. Dieses Energiewendethema ist auf jeden Fall ein Thema in ganz Europa. Alle europäischen Mitgliedstaaten haben ja das Ziel, Klimaneutralität bis 2050
  118. zu erreichen, also insgesamt auch ihre Wirtschaft umzustellen. Ähm insofern ist es auf jeden Fall vergleichbar und wir haben einiges an internationalen
  119. Projekten. Allerdings muss man natürlich leider sagen, dass sie das, ich sag mal, im amerikanischen Raum anders entwickelt,
  120. dass der asiatische Raum da deutlich nachhängt und viel weniger über Transformation redet, viel mehr einzelne Aspekte nur betrachtet werden, also z.B.
  121. nur den Aufbau von erneuerbaren Energien, aber weniger Ausstieg aus Versielen, als wir das auch konkret untersuchen.
  122. Und da kommt meine Frage zum Wissenstransfer. Wie tritt denn die Zag mit ihren Ergebnissen an die Öffentlichkeit? Also in erster Linie war
  123. das ja eigentlich als interne Arbeitsgruppe gedacht und ähm das Schöne an dieser Arbeitsgruppe ist es eben gerade, dass es sozusagen aus den aus
  124. den Mitarbeitenden heraus dann eine Weiterentwicklung gab. Dann haben wir also intern geguckt, wer arbeitet mit wem zusammen. Dann haben wir gemerkt,
  125. oh, Moment, wir können ja nicht nur intern einen so ein Seminar haben, wo wir uns gegenseitig erzählen, was so alles Interessantes wir finden, sondern
  126. wir haben ja mit dem Wochenbericht ein tolles äh Medium, an, mit dem wir die an die Öffentlichkeit gehen. Wir machen jetzt also spezielle se Wochenberichte,
  127. wo wir versuchen nicht nur auch ein Thema, sondern oder entschuldigung, nicht ein Bericht, sondern zwei Berichte zu einem Thema zu haben, um sozusagen
  128. damit die Öffentlichkeit zu informieren. Wir hatten dieses Jahr das erste Mal einen Workshop, der nicht nur intern war, einen ganz tägigen Workshop, der
  129. nicht nur intern war, sondern wo wir relativ aktuell dann auch diskutieren konnten eben über das 500 Milliarden Paket, wo ja 100 Milliarden schon mal
  130. für die Klima Transformations äh äh Agenda vorgesehen sind mit Stakeholdern vom von den Arbeitgeberverbänden, von den Arbeitnehmerverbänden,
  131. mit Vertretern von Ministerien auch, wo dann auch konkret nachgefragt wurde, wie genau soll das dann ausgestaltet werden, damit das Geld nicht verpufft. Ähm und
  132. ich denke, da haben wir als AG eine ganz tolle Entwicklung genommen in den letzten mindestens 18 Monaten. Ja. Und bist du da zuversichtlich nach
  133. dieser Veranstaltung, dass es nicht verpufft? Das würde ich zurückstellen, die Frage, weil ich noch nicht genug Daten dazu
  134. habe. [gelächter] Ich ich glaube das Bemühen ist bei allen da. Das auf jeden Fall, das hat man da gesehen und es gab selbst zwischen Arbeitgeber und
  135. Arbeitnehmern da jetzt gar nicht so die großen Dessenze. Na klar, in den in den Details vielleicht, aber alle wollten und das war der tatsächlich der
  136. Eindruck, diese Transformation jetzt endlich mal machen und dann ging es eher so darum, ein bisschen mehr nach hier oder ein bisschen mehr nach da, aber sie
  137. soll halt einfach mal stattfinden, das auf jeden Fall. Okay. Welche Politikempfehlungen sind denn im Moment in euren Augen am dringlichsten? Wo
  138. könnte jetzt wirklich mal eine Stellschraube gedreht werden? Ja, ich glaube, jeder oder jede von uns legt hier unterschiedliche Prioritäten.
  139. Ähm, ich persönlich würde sagen, dass die Geschwindigkeiten, die Ausgestaltung der Energiewende aktuell ein ganz wichtiges Thema für die Politik sind.
  140. Mit der neuen Bundesregierung ist da wieder mehr Unsicherheit über die Zielsetzung aufgekommen. Ich denke aber, es müss jetzt unbedingt geklärt werden,
  141. wie der Ausstieg auch aus der weit verbreiteten Nutzung von Erdgas konkret und vor allen auch sozialverträglich ausgestaltet werden kann.
  142. Ähm und außerdem braucht es deutliche Signale, dass Wasserstoff, grüner Wasserstoff in Zukunft als Energieträger eine Rolle spielen soll und dass er
  143. zuverlässig für die Wirtschaft, für die Industrie zur Verfügung stehen wird, damit dieser Sektor überhaupt erstmal aufgebaut wird.
  144. Und ich würde sagen, für mich sind die Kosten der Transformation äh eine wesentliche Herausforderung, dass wir also diese Transformation hinkriegen,
  145. ohne dass wir das mit einem massiven Rückbau der Industrie z.B. erreichen. Das könnte man ja auch tun. Und äh das geht dann eben auch über
  146. Energiepreise hinaus. Ähm wir brauchen einfach zum Teil andere Technologien. Wir müssen einfach auch die Regularin haben, dass die Einführung dieser
  147. Technologie nicht immer gleich als erstmal ein Problem und das müssen wir regulieren und dann gucken wir mal, wie wir es einführen, sondern vielleicht
  148. auch erstmal einführen und währenddessen schauen. Wir sind ja nicht alleine auf der Welt, das haben ja schon andere Leute ähm mit diesen Technologien
  149. gearbeitet zum Teil. Und dann weiß man ja schon, äh das kann man gleichzeitig einführen, ohne dass man vorher erstmal ein ganz großes Gesetzespaket und ganz
  150. große Regulierung drehen muss, weil am Ende des Tages müssen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten und äh die sichert die Arbeitsplätze, die sichert
  151. die Steueraufkommen und die erlaubt es dann uns auch die sozialverträglichen Umbaumaßnahmen vorzu vorzunehmen. Das klingt einleuchtend. Ähm apropos
  152. Zukunft, wir sind ja jetzt schon in der Zukunft der KI gelandet. Habt ihr denn auch mit KI und Digitalisierung schon zu tun?
  153. Also mit KI würde ich sagen, die nutzen wir alle. Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass in den meisten Abteilungen zu den
  154. verschiedenen Aspekten der Digitalisierung schon länger geforscht wird. Also ich kann z.B. für mich selber sagen, wir haben uns die
  155. Breitbandausbaugeschichten angeguckt, wir haben zu Cloud Computing geforscht und immer in meinem konkreten Fall dann zum Zusammenhang mit z.B. der
  156. Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und solchen Fragen. Also im Haus passiert ganz viel. Wir wollen das aber auch im Rahmen von Söt viel stärker machen und
  157. nutzen, weil es eben, wie schon gesagt wird, es gibt eigentlich zwei große Transformation. Das ist diese sozialökologische Transformation und die
  158. kommt, ob wir wollen oder nicht. Also irgendwann ist Klimawandel und dann oder der findet ja schon statt, aber irgendwann ist er dann soweit da, dass
  159. wir ihn auch nicht mehr steuern können. Also diese Transformation kommt, da müssen wir uns drum kümmern und gleichzeitig haben wir eben die digitale
  160. Transformation. Das lief für viele immer so ein bisschen mit. Oh, jetzt gibt's Cloud Computing. Na ja. Aber jetzt mit AI hat das oder KI, wie wir hier in
  161. Deutschland sagen, hat das natürlich noch mal eine ganz andere Geschwindigkeit aufgenommen und äh deswegen sprechen viele auch von der
  162. Twin Transformation, also der der der zwei, wie sagt man äh zweigleis zweigleisigen oder oder ja doppelten Transformation und das ist ganz wichtig,
  163. weil das sich auch gegenseitig befruchtet bzw. ineinander greift. Das muss nicht immer befruchten, das hat einfach Auswirkung aufeinander. Ein
  164. Beispiel, seit Corona ist Homeoffice ganz populär. Klar, da gibt's ja so einige Leute, die möchten das wieder zurückdrehen und am besten alle wieder
  165. ins ins in die Büros kriegen. Aber Homeoffice hat natürlich den tollen Vorteil, dass viel von dem, was früher an Fahrtwegen da wird, jetzt einfach
  166. nicht mehr vorgenommen wird. So, das ist auf aus dem Aspekt CO2 Einsparung, wenn man jetzt an Automobil denkt und so weiter, ist das toll. Gleichzeitig ähm
  167. und da müssen wir noch gar nicht über KI sprechen und die Rechenzentrin, die die brauchen. Gleichzeitig hat Cloud Computing auch selber einen enormen
  168. Energieverbrauch. Das heißt, einerseits gut, andererseits müssen wir auch da genau hingucken, was so die Tradeoffs von dieser neuen Technologie sind und
  169. das greift dann alles ineinander. Also ähm ja, Digitalisierung KI ist, glaube ich, ein wichtiges Thema für die nächsten Jahre bei uns.
  170. Okay, ich bin ja auch Gleichstellungsbeauftragte, deshalb wollte ich doch zum Schluss noch fragen, wie sieht's denn in der
  171. sozialökologischen Transformationsag aus? Ist das Verhältnis von Forscherinnen und Forschern denn ausgeglichen bei euren Themen?
  172. Na ja, wir besetzen ja schon mal die Sprecherinnenrolle paritätisch. Ähm, aber tatsächlich ist das Geschlechterverhältnis nicht ganz
  173. ausgeglichen. Wir haben mehr Frauen als Männer, die sich als Teil der AG für das Transformationsthema engagieren. Das finde ich ja nicht schlecht.
  174. [gelächter] Genau. Aber andererseits muss man sagen, die AG ist ja sozusagen nur Nukleus und reicht in alle Abteilungen rein und in
  175. der Abteilung selber gibt's ganz viele männlich wie weibliche Forschende, die ähm sich zu diesem Thema ja, die zu diesen Themen arbeiten und ich würde
  176. sagen, so im großen und ganzen ist das schon fiftyfy. Ja, das stimmt. Und äh worüber wir gar nicht gesprochen haben, ist ja, wir
  177. haben ja extra auch Postdogs eingestellt für diese AG. Also, wie viele sind denn das? Das sind aktuell vier.
  178. Okay. Was daran liegt natürlich, wir hatten be ein paar mehr, aber klar, es gibt auch andere Angebote und andere Möglichkeiten
  179. und wir sind auf einem Markt, also kommen und gehen die Leute. Und äh ganz wichtig, diese Postds sind eben nicht in der AG im Sinne von die AG hat sie
  180. angestellt, sondern sie sind in den Abteilung. Das war auch gewollt so, um eben dieses Knohow, das wir in Abteilung haben, tatsächlich an diese Prostocks
  181. auch anzubinden, die das dann selber wieder in die AG tragen. Habt ihr noch was, was ihr denkt, das müsste unbedingt noch, wo wir jetzt über Z gesprochen
  182. haben, haben wir irgendwas vergessen? Ich kann auch dazu aufrufen, gerne auf unsere Website zu schauen, was wir so forschen und äh worüber wir berichten
  183. und ihr seid wahrscheinlich selber auch ein bisschen auf Social Media, du Alexander mehr als Franziska, ich glaube eher nicht. Aber du findest
  184. uns auf LinkedIn. Genau. Okay, dann bedanke ich mich für das schöne Gespräch und wenn Sie liebe
  185. Hörerinnen und Hörer, die nächsten Folgen dieses Podcasts nicht verpassen wollen, abonnieren Sie uns. [musik] Und es gibt noch weitere Formate, in
  186. denen wir dieses Jahr 100 Geschichten aus 100 Jahren DEW Berlin erzählen. Zu finden ist das alles auf unserer Jubiläumsseite
  187. diw.de/100 Jahre. Dort gibt es wöchentlich neue Geschichten aus dem DW. Schauen Sie einfach mal rein.

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