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Was ist die 👨👩👧👦 sozial-ökologische 🌱 Transformation?
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 62 Zeilen
- Wie geht ihr denn mit Veränderungen um? Wenn sowas ansteht wie ein Umzug in eine andere Stadt oder einen Schul- oder Jobwechsel?
- Seid ihr eher die Typen, die es nicht sonderlich mögen, wenn sich was ändert oder stürzt ihr euch begeistert in jede Änderung in eurem Leben?
- So unterschiedlich wie Menschen eben sind, so unterschiedlich ist ihr Umgang mit Veränderungen. Bei dem einen oder der anderen führt ein Umzug nur zu Stress, beim nächsten zu kreativen Höchstleistungen.
- Und solche Unterschiede nehmen wir natürlich besonders deutlich war, wenn es um große Änderungen geht. Der Klimawandel ist so eine große Veränderung, die alle auf dieser Welt betrifft.
- Er zwingt uns aktiv zu werden und zu handeln. Es muss sich halt nur ziemlich viel verändern: Die ganze Art und Weise wie wir leben, produzieren, uns ernähren, uns fortbewegen, arbeiten...
- Das klingt unglaublich komplex und man kann diese Änderungen auf drei Ebenen betrachten: der ökologischen, der ökonomischen und der sozialen Ebene.
- Weil es um eine Veränderung geht, also eine Transformation, wird das in der Politik gern als sozial-ökologische Transformation zusammengefasst.
- Es geht dabei um Veränderung hin zu einer Gesellschaft, die mit deutlich weniger CO2-Ausstoß auskommen, lernt mit der Natur zu leben und sie nicht ausbeutet.
- Bei den Diskussionen in den Medien und Sozialen Netzwerken zu diesem Thema geht es oft darum, was wir alles verlieren. Wir könnten mit der sozial-ökologischen Transformation aber auch ganz viel gewinnen
- und deshalb erzählen wir jetzt eine positive Geschichte von Veränderung! Und das erstes betrachten wir die ökologische Ebene.
- Die Ökologie erforscht die Beziehung von Lebewesen untereinander und zu ihrer Umwelt. Wie können wir besser mit dem Planeten, den Pflanzen und Tieren umgehen, sodass alle einen lebenswerten Platz finden?
- Lasst uns genau das mal durchdenken zum Thema Biodiversität, also Artenvielfalt. Wo gibt es die höhere Artenvielfalt: auf dem Land oder in der Stadt? Was meint ihr?
- Klar tippen die meisten sofort aufs Land, aber tatsächlich stimmt das nicht mehr überall. Seit ein paar Jahren erscheinen immer wieder Studien, wonach man in Städten sogar mehr verschiedene Tier- und Pflanzenarten findet als auf dem Land.
- Das ist regional natürlich sehr unterschiedlich und sind auch eher Einzelfälle, aber grundsätzlich kann man das gut nachvollziehen.
- Nur mal als Gedankenexperiment: Stellt euch die Fläche von einem Acker vor und stellt euch dann vor, diese Fläche liegt in einer Stadt und wird begrünt.
- In der Stadt wird daraus wahrscheinlich ein Park oder vielleicht Gärten für Anwohner*innen. Die ziehen da Himbeersträucher, Petersilie und Zwiebeln, Sonnenblumen wachsen unter Linden
- und der Haselnussstrauch steht in der Kapuzinerkresse. Kein Wunder: da summt und brummt es.
- Wie sieht die gleiche Fläche aus, wenn sie landwirtschaftlich genutzt wird? Dann wächst Raps oder Getreide oder Spinat.
- Auf jeden Fall nur eine Art und so eine Monokultur zieht weniger Insekten und andere Tiere an. Aber Moment mal: Die Stadt ist ja auch nicht überall Park oder Garten.
- Zu großen Teilen besteht sie aus Straßen, Häusern, Parkplätzen. Wie können wir eine Stadt trotzdem grüner bekommen?
- Das geht individuell, z. B. indem ihr eure Fensterbänke und Balkone mit Blumen bepflanzt oder euer Garagendach begrünt. Es geht aber auch in Groß, von politischer Seite:
- Indem die Städte z. B. Schottergärten verbieten und Grünflächen fördern, Stichwort "Urban Gardening", oder ein Parkhaus begrünen und die Schulen gleich noch dazu.
- Also jetzt nicht nur so ein bisschen zur Deko, sondern wirklich groß, damit Insekten sich da total wohlfühlen können. Ok und was verlieren wir, wenn unsere Städte grüner werden?
- Auf jeden Fall würde sich das aktuelle und gewohnte Stadtbild ändern und wir würden Zeit verlieren, denn Pflanzen und ihre Umgebung zu pflegen, das kostet Zeit und kann auch ziemlich anstrengend sein.
- Was gewinnen wir, wenn unsere Städte grüner werden? Auf jeden Fall bessere Luft, niedrigere Temperaturen im Sommer, mehr Tierarten und eine schönere Umgebung in der man sich gerne aufhält und deshalb eine höhere Lebensqualität.
- Und ihr könnt einfach Teil sein dieser ökologischen Transformation. Ganz individuell für euch, aber auch indem ihr euch an Politiker*innen in eurem Ort wendet und euer Anliegen einbringt.
- Wie das gehen kann, das zeigen wir euch in dem Video hier oben auf dem "i". Als nächstes schauen wir auf die ökonomische, also die wirtschaftliche Ebene:
- Die Klimaveränderungen stehen in engen Zusammenhang mit unserer Wirtschaft. Wie muss sich die Art und Weise wie wir Dinge produzieren im Sinne der Nachhaltigkeit also ändern?
- Rohstoffe sind ein wichtiges Thema, wenn es um nachhaltiges Wirtschaften geht. Nehmen wir als Beispiel Sand, was übrigens nach Wasser der zweitwichtigste Rohstoff der Welt ist.
- Sand ist für die Bauindustrie extrem bedeutend, denn daraus wird zum Beispiel Beton gemacht. Bei Sand denkt ihr vielleicht an lange Strände und große Wüsten, da gibt es ja eine Menge davon.
- Aber Sand ist nicht gleich Sand und es gibt nicht unendlich viel davon. Sand wächst auch nicht einfach nach.
- Durch das weltweite Bevölkerungs- und Städtewachstum besteht eine riesige Nachfrage nach Quarzsand. In manchen Regionen sind die natürlichen Vorkommen schon fast erschöpft.
- Wenn wir keinen Sand mehr haben, woraus bauen wir dann unsere Häuser? Naja vielleicht aus Bananenschalen und anderen organischen Abfällen.
- Klingt komisch, zugegeben, aber in Japan ist eine neue Methode entwickelt worden, mit der man aus dem Mehl getrockneter Bananenschalen oder Chinakohl-Blättern unter hohem Druck ein Baumaterial herstellt, das teilweise dreimal bruchfester ist als Beton
- Dieser neue Baustoff verrottet nicht und ist laut den Forscher*innen resistent gegen Schimmelpilze und Insekten. So könnten Häuser nachhaltiger gebaut und Lebensmittelreste wiederverwendet werden.
- Das setzt natürlich voraus, dass kein Obst und Gemüse angebaut wird, nur um die Abfälle als Rohstoff zu nutzen. Stellen wir uns jetzt mal vor, die weltweite Bau-Branche würde auf Bananen-Beton umstellen
- und es braucht keinen klassischen Beton mehr. Was verlieren wir mit dem Wandel?
- Wir verlieren Berufsbilder, zum Beispiel den des Sprengmeisters. Das ist die Person, die im Steinbruch eine kontrollierte Sprengung verursacht, um den Stein später für die Herstellung von Beton zu verwenden.
- Allerdings ist das Aussterben von Berufen schon immer so gewesen, oder kennt ihr noch die Laternenanzünder, die abends die Straßenlaternen von Hand einzeln anzünden?
- Natürlich nicht. Also diese Berufe die gab es mal, heute nicht mehr und das ist ein stetiger Wandel. Das ist ganz natürlich. Außerdem die Menschen die das betrifft könnten natürlich Sicherheit verlieren.
- Wenn der*die Sprengmeister*in einen neuen Beruf lernen muss, dann kann das schon eine große Veränderung sein. Vielleicht verdienen sie oder er danach weniger oder muss umziehen.
- Gibt es daran was Positives? Können wir dabei was gewinnen? Wir gewinnen neue Berufsbilder, zum Beispiel Expert*innen für Bananen-Beton.
- Diese Forschung ist so neu, dass es noch nicht mal ein Wort dafür gibt. Wir gewinnen außerdem Unabhängigkeit vom endlichen Rohstoff Sand und schaffen so eine gute Alternative um auch
- in ferner Zukunft noch Häuser bauen zu können. Wir gewinnen eine nachhaltige Innovation, die vielleicht zu noch mehr nachhaltigen Lösungen in den anderen Bereichen führt.
- Nachhaltige Rohstoffe, neue Innovationen, andere Berufe... so kann die ökonomische Transformation aussehen, zumindest in diesem Bereich. So und zum Schluss schauen wir auf die soziale Ebene, mit der Frage:
- Was macht das mit uns als Gesellschaft, wenn alles nachhaltig wird? Betrachten wir das Thema Mobilität: Jede*r von uns muss irgendwie vorwärtskommen.
- Eine nachhaltige Veränderung wäre z. B., dass Autos nur noch mit Strom oder Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen fahren, Carsharing viel stärker gefördert wird und zudem beschränkt wird, wann und wie viele Autos in Großstädten genutzt werden dürfen.
- Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wäre eine Möglichkeit, um mit weniger Autos auszukommen. Und denkt noch weiter:
- Durch ein intelligentes autonomes System könnte die Stadt mit dem Land besser verbunden werden. So könnten Kleinbusse die automatisch gesteuert werden passgenau Menschen auf dem Land abholen, je nach Bedarf.
- Das gibt es zwar noch nicht, wird aber laut Forscher*innen in Zukunft möglich sein - wenn es denn gewollt wird. Schauen wir uns mal auf der sozialen Ebene an, was wir gewinnen und was wir verlieren.
- Gut, wir verlieren ein Stück Unabhängigkeit, denn ein Auto direkt vor der Tür zu haben ist immer noch am bequemsten. Außerdem: Kein Auto kein Statussymbol.
- Für viele ist ein eigenes Auto viel mehr als nur ein Fortbewegungsmittel und ein Stück Individualität bleibt ohne eigenes Auto womöglich auf der Strecke. Und was würden wir gewinnen?
- Stellt euch mal eine weitestgehend autofreie Innenstadt vor. Stellt euch dann vor, aus allen Parkplätzen würden Parks und Spielplätze.
- Auf den Bordsteinen stünden keine Autos mehr, sondern da säßen Menschen an Tischen in Cafés. Wir würden also sehr viel Platz gewinnen für viele tolle Dinge.
- Wir gewinnen Gesundheit, die Luft stinkt nicht mehr nach Abgasen, der Lärm macht die Leute nicht mehr krank, es gäbe weniger Unfälle, unsere Städte wären sauberer, freundlicher, sicherer und zu guter letzt:
- Wir hätten noch immer ein Mobilitätsmodell, das uns von a nach b bringt - nur ohne CO2-Ausstoß und ohne, dass jede Person ein eigenes Auto hat. Was wir uns gerade angeschaut haben sind Beispiele für die sozial-ökologische Transformation.
- Sie umfasst die ökologischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen die notwendig sind, um die Klimaerwärmung zu verlangsamen. Natürlich verschwimmen diese Ebenen.
- In der Realität kann man sie nie ganz so scharf trennen, wie wir das hier im Video gemacht haben. Aber Fakt ist: Der Klimawandel betrifft uns alle und wird sich zukünftig auf unser Leben auswirken -
- ob wir es wollen oder nicht. Es wird also zu Veränderungen kommen. Die Frage ist, was machen wir daraus?
- Und wann sollten wir darauf reagieren? Wir wollten euch mit diesem Video hier zeigen, dass dieser Wandel nicht nur negatives mit sich bringt, sondern vor allem auch voller Chancen sein kann.
- Wie klingt denn eure optimistische Version von Veränderung? Wo seht ihr die meisten Chancen für eine fairere und nachhaltigere Zukunft?
- Schreibt's gerne unten in die Kommentare und lasst uns da weiter diskutieren! Danke dafür, danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal!
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