Politik der sozial-ökologischen Transformation Rosa-Luxemburg-Stiftung https://www.youtube.com/watch?v=vhKmYWiYKM0 Transkript (automatisch erstellt) 0:02 die noch anklicken. Ich habe sie jetzt einfach alle angemacht. Ja. Okay. Herzlich willkommen zur 0:17 Abendveranstaltung mit dem Titel Politik der sozialökologischen Transformation. Mein Name ist Tobias Kalt. Ich bin 0:26 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und arbeite in einem Projekt ähm zu 0:37 Rolle von Industriebeschäftigten in der Transformation zusammen mit Markus Wissen und Jenny Simon. Und bevor wir [applaus] 0:46 bevor wir die Veranstaltung beginnen, mich hört man nicht, aber vielleicht müsst ihr auch leiser sein, dann hört man mich besser. Nein, es geht einfach 0:55 nicht. Okay, es geht. Okay, hört ihr mich jetzt? Musell, 1:09 dann nehme ich dieses Mikro. Hört man mich jetzt? Besser? Okay. Ähm, genau. Das Problem lösen wir vielleicht noch. Äh, bevor wir jetzt 1:17 beginnen mit der Armveranstaltung, gibt's noch einen Hinweis ähm zum Open Space. Genau. Also ist vor allen Dingen Hinweis 1:25 für alle Workshopgebenden. Ähm ihr habt ja alle hoffentlich die Infos bekommen, wie was ihr sozusagen für den Open Space vorbereiten sollt. Es 1:35 sind jetzt noch nicht, also nur ein Plakat angekommen, das habe ich dahinelegt. Das heißt, es fehlen leider noch die Plakate aus euren Workshops, 1:43 also auch für morgen relevant. Also, ich würde euch bitten, das auf jeden Fall noch zu machen, damit wir das auch entsprechend vorbereiten können und eure 1:51 Plakate denn dort hinzulegen, wo dieser Pfeil ist, nach unten. Ähm, genau. Wenn ihr nicht wisst, worüber ich rede und ihr seid Workshopgebende, dann kommt 2:01 gerne noch mal auf mich zu oder äh genau, ich sitze da vorne. Danke schön. Ich gucke jetzt mal, ob das jetzt funktioniert. Jetzt funktioniert's 2:11 besser. Okay, also die Idee für dieses äh Abendpodium ist die Frage zu stellen äh 2:21 nach den strategischen Perspektiven für eine sozialökologische Transformation im aktuellen gesellschaftlichen Kontext. Und dieser Kontext, der ist geprägt von 2:32 äh sich immer weiter verschärfen, eskalierenden multiplen Krisen, äh der eskalierenden Klimakrise, zunehmender sozialer Ungleichheit, Kriege, 2:41 geopolitische Konflikte und die Transformation, die zur Bewältigung dieser Krise notwendig wäre, 2:49 äh die kommt kaum voran und im Gegenteil, ähm sie scheint vieler Orts blockiert. und eine ökologische Immunisierung oder ein grüner 2:56 Kapitalismus, wie er vor ein paar Jahren noch greifbar schien. Ähm äh auch der das hat sich nicht durchgesetzt und stattdessen erleben wir ein fossilen 3:04 Rollback. In Deutschland und Europa wird wieder massiv Gasinfrastr Gasinfrastruktur ausgebaut. Ähm, zentraleelemente des Europäischen Green 3:13 Deals werden ausgehüllt und auch das Aus äh des Verbrenners steht wieder auf der Kippe. Und auch von der internationalen Klimapolitik 3:22 ähm zuletzt sichtbar auf der Kop 30 im in Brasilien ähm da gehen keine Impulse aus. Und dadurch bleiben die Krisen nicht nur 3:31 ungelöst, sie verschärfen sich und sie treiben die Welt auch Schritt für Schritt in Richtung eines Klimakollaps. Und gleichzeitig bleiben die Krisen 3:40 nicht nur ungelöst. Wir leben auch das Erstarken autoritärer und faschistischer Kräfte und das haben wir heute morgen auf dem Podium diskutiert. 3:48 Ähm und diese Kräfte erstärken im Zuge einer blockierten Transformation und dies wiederum eng die Perspektiven für solidarische und progressive 3:57 Gegenbewegung ein. Und auch die Klimabewegung ist an ihre Grenzen gestoßen. Der Bewegungszyklus mit dem Hoch von Fridays for Future, der 4:05 ist vorbei. Und die dringend notwendigen Allianzen zwischen Klima und Arbeiter in Bewegung, die sind noch eher zögerlich. Also kurz gesagt, die Zeichen stehen auf 4:14 Sturm und die Voraussetzung für eine sozialökologische Transformation, die erscheint schlechter zu stehen als je zuvor. 4:22 Aber genau deshalb kommen wir auf dieser Konferenz zusammen und wir wollen in diesen dunklen Zeiten verbindende Perspektiven eines Labor 4:28 Environmentalism ausloten und die Möglichkeit einer solidarischen sozialökologischen Transformation offen halten. Und dazu freue ich mich heute 4:38 zwei renommierte Podiumsgäste zu begrüßen. Zum einen ist es Nora Rezel. Sie ist Soziologin und emeritierte Professorin an der Universität Ümeio in 4:48 Schweden und sie hat das Feld der Environmental Labor Studies maßgeblich mitbegründet und forscht zur Rolle von Arbeit und Gewerkschaften in der 4:57 sozialökologischen Transformation. Ihre zentralen Punkte sind, dass Arbeit und Ökologie nicht getrennt voneinander betrachtet werden dürfen. Beschäftigte 5:06 und ihre Vertretung müssen eine aktive Rolle in der ökologischen Transformation spielen, damit diese sozialgerecht und demokratisch abläuft. 5:14 Und sie war auch in der Gastredaktion zur letzten Ausgabe der Proklar Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft ähm zu Thema 5:20 Arbeitskämpfen und sozialökologische Transformation. Äh diese und andere Ausgaben lassen sich draußen am Büchertisch auch erwerben. 5:28 Äh unser zweiter Gast ist Lukas Oberndorfer. Er ist Rechts- und Politikwissenschaftler, leitet die Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr der 5:36 Arbeiterkammer Wien äh und er arbeitet zur sozialökonomischen Transformation mit Schwerpunkt auf Mobilitätswende Wirtschaftspolitik. und gute 5:43 Arbeitsbedingung und und seine Arbeit tritt er für einen sozialökologischen Umbei ein, der Klimaschutz und Beschäftigte nicht gegeneinander 5:51 ausspielt und davon werden wir gleich mehr hören. Ähm und beide Gäste werden uns ihre Perspektiven auf sozialökologische Transformation 5:57 vorstellen mit Präsentation von ungefähr 20 Minuten. Danach gibt's die Möglichkeit für kurze Verständnisfragen, sollten welche im Raum sein und im 6:05 Anschluss diskutieren wir dann gemeinsam Ansätze und Strategien für eine sozialökologische Transformationspolitik. 6:12 Und jetzt haben wir zuerst Nora. [applaus] Ja, vielen Dank, Tobias. Schönen guten Abend. Könnt ihr mich alle hören? Okay. 6:30 Ich sehe jetzt hier nichts mehr, aber macht nichts. Ich kann ja dahin auch weg. 6:39 Okay, eine Sekunde. Okay, vielen Dank. Ja, Umwälung finden in Sackgassen statt, 7:04 hat Bertold Brech gesagt. Tobias hat gerade erklärt, in was für einer Sackgasse wir sind. Also, ich brauche darüber nichts weiter zu sagen. 7:14 Äh und jetzt wollte ich hier das weiterdrehen, aber das geht nicht. Eben ging's nur. 7:25 Okay. The other way round. Gut. Ähm, bisher hat die sozialökologische Transformation sehr viele Zusammenhänge, sowohl praktisch als auch theoretisch 7:37 entwickelt. Einer ist der Zusammenhang zwischen der Notwendigkeit guter Arbeit in der ökologischen Transformation. keit. 7:47 Das andere ist die Frage, dass die Klimakrise zum Klassenkampf gehört. Das sind sehr wichtige Perspektive, weil immer wieder gesagt wird, wir sind die 7:58 Schuldigen und wir haben diese Klimakrise produziert. Nein, es ist das Produktionssystem, dass das Problem ist und das Kapital und 8:07 die Profitorientierung. Also Klimakrise ist auch eine Klassenfrage. Okay, ich muss andersrum gehen. Äh was auch sowohl praktisch als auch 8:20 theoretisch entwickelt wird, ist ja Zusammenhang zwischen Klimakrise und Klimagerechtigkeit für marginalisierte Gruppen, für 8:28 rassifizierte Gruppen. Z.B. Was fehlt oder heute wurde sehr viel 8:41 darüber geredet, aber in der dominanten Frage der Just Transition, der sozialökologischen Transformation fehlt die Frage, was ist eigentlich die Rolle 8:51 der Arbeitenden direkt im Produktionsprozess als Akteure und veränderbarer Veränder? Und da gibt es äh das historische Beispiel und ich 9:01 zitiere jetzt einen Gewerkschafter aus dieser Zeit, der sagt, statt meine Mitglieder aufzufordern, auf die Entscheidung des Managements zu 9:10 reagieren, habe ich Sie ermutigt, Alternativen zu entwickeln. Also nicht reagieren, sondern agieren und eine eigene Perspektive vom Standpunkt der 9:22 Arbeitenden im Produktionsprozess entwickeln. Das gibt es auch heute z.B. Viel Arbeitende in der Luftfahrtindustrie in Großbritannien 9:31 sagen, die Luftfahrtindustrie steuert auf eine Bruchlandung zu. Das geplante Wachstum der Industrie ist unvereinbar mit der notwendigen Reduktion der 9:42 Erderwärmung. Unser Flugverhalten muss sich ändern. Wir müssen eine unabhängige von den arbeitenden geleitete Vision für die Zukunft der Luftfahrtindustrie 9:52 entwickeln. Also zwei Elemente sind wichtig in dieser Politik, nämlich auf der einen Seite, wie gesagt, die Perspektive muss von den Arbeitenden 10:01 selbst entwickelt werden und auch es kann nicht um grünes Wachstum gehen, sondern es muss Reduktion geben. Allerdings diese gewerkschaftliche 10:11 Gruppe hat sehr viel Schwierigkeiten, das in ihrer eigenen Gewerkschaft durchzusetzen. Was muss man dazu sagen? 10:23 Ihr könnt das lesen, ne? Also, ich gehe jetzt in die Geschichte zurück und ich fange im 19. Jahrhundert 10:32 an, wo die Naturfreunde gegründet wurden und das war eine Zusammenarbeit zwischen Sozialdemokraten und Gewerkschaften und die Gewerkschaften haben halt in der 10:41 Zeit nicht nur auf den Arbeitsprozess geschaut, sondern die Arbeitenden als auch Lebewesen außerhalb der Arbeit gesehen und 10:51 den Zusammenhang von Arbeit und Natur zum Bestandteil der Gewerkschaftspolitik gemacht. Im 20. Jahrhundert in den USA. Die Frauenbewegung, die für das 11:01 Frauenwahlrecht eingetreten ist, das waren auch Gewerkschafterinnen, z.B. Helen Tod, die sagte: "Das Brot des Lebens, ein Zuhause, ein Dach über dem 11:13 Kopf, Sicherheit und die Rosen des Lebens. Musik, Bildung, Natur und Bücher sollen das Erbe jedes Kindes sein, das in einem Land geboren wird, wo sie eine 11:25 Stimme hat und sie ist gemeint Frauenwahlrecht. Und dieser dieser Slogan Brad and Roses war auch wichtig, z.B. in einer in einem Streik von etwa 11:38 20.000 taus meist migrantischen Sägemühlenarbeiterinnen, diese schönen langen deutschen Wörter in Lawrence in den USA, wo es auch darum 11:48 ging, we want bread, but we want roses, too. Also, wir wollen das ganze Leben, nicht nur ein gutes Arbeitsleben. Und das gab es sogar auch in Deutschland 12:00 als Perspektive, als 1972 die IG Metall ein riesigen Kongress organisiert hat mit über 1200 Gästen, das hieß Qualität des Lebens und nicht nur Qualität der 12:12 Arbeit. Man sprach über Bildung, Verkehr, Umwelt, qualitatives Wachstum, Demokratisierung, Zukunft der Gewerkschaften. Und hier sind ein paar 12:21 Zitate äh von Gustav Heinemann damals, der auf der Tagung war. Haben wir insbesondere nicht viel zu lange manche Kosten 12:31 unseres Wohlstandes in den Industrieländern auf die Umwelt abgewälzt, in der wir nun zu ersticken drohen oder Heinz Oscar Vetter, DGB 12:39 Vorsitzende erster Zeit. Wir müssen radikal brechen mit dem bislang unsere Wirtschaft und Gesellschaft beherrschenden Prinzipien des privaten 12:48 Gewinns und des unkritisch gesehenen Wachstums. Und Er hat Eppler, damals Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit 12:57 sich scheint, dasselbe Wirtschaftswachstum, das unser Leben in den letzten 100 Jahren in vielen angenehmer gemacht hat, es schließlich 13:07 auch unerträglich machen kann. Also, das war 1972 und da war diese Erkenntnis vorhanden und deswegen denke ich, dass die Aufgabe 13:18 darin besteht, die Frage wieder umfassender zu stellen. Nicht nur, wie wollen wir arbeiten, sondern wie wollen wir arbeiten und leben und warum. 13:30 Wir brauchen das deswegen, weil die Vorstellung von einem grünen Wachstum nichts weiter tut, meiner Ansicht nach, als die Zerstörung der lebensnotwendigen 13:39 Erdsysteme zu verschieben vom Ende der Produktion, also Emission auf dem Anfang der Produktion, nehme ich die immer größere Nachfrage nach Mineralien und 13:50 Materialien, die genauso zerstörend sind für die Erdsysteme wie die Emission am Ende. Und ich will dazu nur ein ganz ganz kleines Beispiel bringen. Ähm, das 14:01 ist eine Silbermiene in Mexiko, die zweitgrößte, die drittgrößte auf der Welt, nur Silber. 103 Qum, also etwas größer als die Insel Süld. Und 14:11 natürlich, was passiert, wenn man so eine Mine äh aufbaut? Entwaltung, Zerstörung von Ökosystemen, Verlust von Biodiversität, von Kohlenstoff, Senken, 14:22 Zerstörung der Lebensbedingung von Mensch und Tier. Und wenn wir die Energie, die wir jetzt weltweit verbrauchen, 14:33 durch erneuerbare Energie ersetzen, würden wir 130 zusätzliche solcher Minen brauchen. Und das ist jetzt nur Silber. Und guckt auf diesen Damm. Äh 11,26 km 14:48 Umfang und so hoch wie ein 47 stöckiges Hochhaus. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn das mal zusammenbricht. wie z.B. vor ein paar Jahren in 14:58 Brasilien schon ein Damm zusammengebrochen. Ist nur ein winziges Beispiel, um klarzumachen, was es bedeutet, grünes Wachstum als 15:06 Perspektive zu haben. Äh mit diesem Hintergrund haben wir also unser Projekt arbeitende als Akteure der ökologischen Transformation, 15:18 sozialökologischen Transformation haben wir mehrere Workshops gemacht. Ich habe jetzt das hier nicht alles schön eingekreist, aber das war in Glasgow, in 15:26 Cardiv und in der Nähe von Sheffield, das war Wortley und auch in Spanien, in Barcelona, in Madrid und Ba und das waren Workshops mit der Fragestellung, 15:38 wie analysieren wir die Ökolog den ökologischen die ökologischen Folgen unseres Arbeitsprozesses und welche Alternativen können wir entwickeln. An 15:48 diesen Workshops haben in den zwei Ländern haben äh 80 Leute teilgenommen aus allen ökonomischen Sektoren, Geschlechtern, Alter und auch aus den 15:58 verschiedenen Bereichen dieser Länder. Also die Leute, die in Beesser waren z.B. die kam aus ganz Spanien und das galt auch für die anderen Kurse haben 16:05 wir mit Hilfe der Gewerkschaften dort organisiert. Und bevor wir überhaupt irgendetwas gesagt haben in diesen Kursen, haben wir die Leute gebeten, 16:16 sich in kleinen Gruppen zusammenzusetzen und ein Bild zu zeichnen von der Gesellschaft, in der sie leben wollen. Und darüber möchte ich heute sprechen. 16:25 Das ist z.B. Glasgow, das sind die verschiedenen Menschen in den verschiedenen Ländern. Und äh ich will jetzt nur sprechen über 16:34 die Elemente, die in diesen Bildern am häufigsten vorkam, z.B. Demokratie in und aus der Kommune. Was ich jetzt hier vorlese, das ist die Erklärung der 16:47 Bilder von den Leuten, die Sie gezeichnet haben. Also jetzt muss ich meine B aufsetzen. Die Idee des Individualismus, wenn jeder 16:56 in seinem jeweiligen Silo bleibt, im Silo der Menschen, die genauso denken, wie man selbst, dann die Tür schließt und in diesem Raum nur noch 17:03 gegeneinander kämpft. Aber was wirklich brauchen ist, dass die Tür offen bleibt und die Menschen bereit sind zusammenzukommen und an Dialogen 17:10 teilzunehmen. Wir möchten mehr Demokratie sehen, eine starke Demokratie, die auf lokaler und regionaler Ebene stattfindet. Dinge wie 17:18 Bürgerversammlung, bei denen die Menschen selbst über Budgets, I don't know, German World und die Planung der lokalen Behörden entscheiden. Ein 17:27 anderes, sehr häufig genanntes Thema in all diesen Kursen transnationale Solidarität. Hier haben wir Währungssymbole an die 17:36 Seite des Globus gesetzt und Pfeile hinzugefügt, um zu zeigen, dass das Geld gleichmäßig um die Welt fließen sollte, statt dass es das Entscheidende ist. Das 17:46 Entscheidende sind stattdessen Menschen und der Planet. Die verschiedenen Farben repräsentieren alle verschiedenen Menschen auf der Welt. Herzen stehen für 17:53 mehr Harmonie und mehr Respekt zwischen den Menschen. Aber es ist auch in Ordnung, Konflikte zu haben. Daraus lernen wir. 18:02 Jenseits des Wachstumskens kam überall vor in allen Bildern, in allen Ländern, in allen Kursen. Das ist ein Beispiel aus Glasgow 18:10 und diese Idee, das Geld an erster Stelle steht und die Vorstellung von unendlichem Wachstum, alles muss immer größer und besser sein. Wenn wir weniger 18:17 darüber nachdenken würden, hätten wir mehr Zeit. Wir könnten uns auf das Haus konzentrieren, dass es zeigt, unser eigenes Zuhause. Es geht darum, dass man 18:25 in seiner Freizeit macht, Dinge macht, die man gerne tut. Die Menschen könnten ein bisschen mehr Zeit haben, um durchzuatmen, darüber nachzudenken, was 18:33 sie wollen, sich zusammenun und vielleicht größere Veränderungen zu bewirken, weil sie mehr Zeit hätten, weil sie nicht ständig arbeiten müssen. 18:42 Sie könnten über Dinge nachdenken, zusammenkommen, ihren Hobbys nachgehen und ein ganzheitliches Leben führen. Man würde diese Dinge loswerden. 18:50 Grüne Transformation ist z.B. aus Spanien. Die haben ganz bewusst gesagt, wir kennen die Probleme und möglichen 18:58 Lösungen. Abschaffung aller fossilen Brennstoffe, lokale Industrie, lokale Produktion, saisonaler Konsum. So schützen wir die 19:06 Wälder, die Flüsse, die Biodiversität. Also auch ein ganzheitliches Verständnis, worum es eigentlich bei der ökologischen Krise geht. 19:14 Verkehr, kollektiver und geteilter Transport und vor allem Warentransport auf die Schiene. Also, wie man sehen kann, sind das ähm ist das ein Bild, was 19:25 mehr die technische Seite der Transformation in den Vordergrund steht, nicht so sehr die Beziehung der Menschen untereinander 19:33 und ähm Okay, jetzt muss ich das schnell wieder zurückmachen. Und beim Produktionsmodell setzen wir auf Dgrowth Postwachstum. Weniger 19:43 konsumieren, mehr Recycling, für eine zirkuläre Ökonomie sorgen. Was das angeht, sind wir uns, glaube ich, alle einig. Also sind das Gegensätze jetzt 19:52 mehr die technische Seite der Transformation und mehr die soziale Seite wie in den anderen Bildern. Ich denke, das sind Aspekte eines Ganzens. 20:01 Und dazu noch mal etwas von den Menschen, die das Bild von vorher gemalt haben, gezeichnet haben. Das Problem ist, wie erreichen wir das alles durch 20:10 sozialen Druck, indem wir uns organisieren? streiken, kollektiv handeln als Umweltorganisation, als Gewerkschaften der Arbeiterklasse, 20:17 der Studierenden und wir sind auch zu dem Schluss gekommen, dass wir durch diesen gesellschaftlichen Druck eine Veränderung des Produktionsmodells 20:25 erreichen müssen. Der Kapitalismus muss sterben. Lose Utopien Fragezeichen, was Leute sich ausdenken, wenn sie Zeit haben und 20:36 gefragt werden, nachdem wie sie leben wollen. Ähm, um das jetzt ein bisschen weiter zu diskutieren, wie viel Zeit habe ich noch? 20:45 Sieh, zehn schaffe ich. Äh, [gelächter] habe ich mich habe ich mich der Gedanken von alten weißen toten Männern bedient, 20:56 z.B. Ernstbloch, der auf die Frage, sind das bloß Utopien sagt, solange die Wirklichkeit noch unabgeschlossene Möglichkeiten besitzt, 21:06 solange kann von bloß faktischer Wirklichkeit kein absoluter Einspruch gegen Utopien ergehen und der unterscheidet zwischen äh konkreter 21:15 Utopien und illusorischer Utopie. Und die konkrete Utopie zeichnet sich dadurch aus, dass sie anknüpft an dem, was schon ist. Er formuliert das so: "Wo 21:26 der prospektive Horizont durchgehend mitvisiert wird, erscheint das Wirkliche als das, was es in konkreto ist, als Wegegeflecht von dialektischen 21:36 Prozessen, die in einer unfertigen Welt geschehen, die überhaupt nicht veränderbar wäre, ohne die riesige Zukunft, die reale Möglichkeit in ihr. 21:48 Und von dieser realen Möglichkeit in ihr haben die Arbeitenden in unseren Kursen auch gesprochen. Also die Zukunft, die schon in der Gegenwart vorhanden ist, 21:56 z.B. in diesem kleinen Bild ist ein Ausschnitt aus dem größeren Bild, wo jemand sagte, wir wollen auch über die guten Dinge sprechen. Es ist 22:04 fantastisch, dass lokale Ökonomie stattfindet, dass Gemeinden in Beziehung treten und auf lokaler Ebene Veränderungen schaffen, aber auch mit 22:13 einer globalen Perspektive. Menschen zeigen Gerückgrad, wenden sich einander zu, helfen sich gegenseitig und vielleicht ist das Teil einer 22:22 zukünftigen Ökonomie, die auf Fürsorge gründet. Dann kommt noch Antonio Gramschi. Wir erinnern uns alle oder lesen das 22:32 vielleicht auch täglich, ne? Wie die eigene Persönlichkeit auf bizarre Weise zusammengesetzt ist. Es finden sich in ihr Elemente des Höhlenmenschen und 22:41 Prinzipien der modernsten und fortgeschrittenen Wissenschaft, Vorurteile aller vergangenen, lokal bonierten geschichtlichen Phasen und 22:51 Institutionen einer künftigen Philosophie, wie sie in einem weltweit vereinigten Menschengeschlecht zu eigen sein wird. Ich muss sagen, als 23:00 ich das jetzt wieder gelesen habe, das Zitat, was man natürlich kennt schon von Jahrzehnten her, ne, habe ich gedacht, okay, hier ist ein Gegensatz hergestellt 23:10 zwischen dem modern und fortgeschrittenen und den lokal bonnieren. Und äh hält das wirklich, dieser 23:18 Gegensatz? Das war meine Frage und da habe ich mich wieder an dem Bloch gewandt bzw. Also, der hat sich an mich gewandt äh in seinen Schreiben, nämlich 23:29 was ist eigentlich der Zusammenhang zwischen der Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft? Also, jetzt kommt wieder ein Blochzitat 23:38 mit zusammen mit dem Bild, was dazu spricht. Das Wirkliche ist Prozess und dieser ist die weit verzweigte Vermittlung zwischen Gegenwart, 23:48 unerledigter Vergangenheit und vor allem möglicher Zukunft. Und was wir in dem Bild sehen, z.B. lokale Märkte, lokale Kooperativen, die 24:00 den Arbeitenden gehören, lokale politische Trans Repräsentation, das sind Elemente, die eigentlich auch Elemente der Vergangenheit sind. 24:10 Zumindest wie Bloch es formuliert in seiner Schrift Erbschaft dieser Zeit, wo er den das Aufkommen des Faschismus analysiert und da spricht er von dieser 24:20 unerledigten Vergangenheit und das finde ich ein besonders wichtiges Element für die Diskussion, die wir heute haben. Er sagt, was der Faschismus gemacht hat 24:32 in Deutschland war anzuknöpfen an eine Vergangenheit, die hätte sein sollen, die sich aber nicht realisiert hat. Und diese Vergangenheit existiert 24:44 noch als Bedürfnis in dem Bewusstsein und dem Denken der Menschen. Und wenn ich das jetzt auf die Politik von heute übersetze, dann würde ich sagen, diese 24:55 unerledigte Vergangenheit, dieser Wunsch nach etwas, was hätte sein sollen, aber sich nicht realisiert hat, das ist das, woran heute die AfD und die Faschisten 25:04 anknüpfen. Und als Linke fehlt uns ein Anknüpfen an diese Perspektive, weil das ist eine diese Frage der Vergangenheit, die hätte sein sollen und auch die Frage 25:18 der Wünsche und Bedürfnisse nach dem Lokalen, das ist was ganz fragiles, was in die eine Richtung und in die andere Richtung übersetzt werden kann. 25:28 Und Brecht, Quatsch, Bloch spricht davon, das Alpha der vorgeschichtlichen Gentes wird das sehr verwandelte Omega der nachgeschichtlichen 25:39 Kommune. Und die Frage ist, ob wir als Linke, als Gewerkschafter innen, die progressiv sind, die für die Transformation sind, ob wir in 25:49 genügender Weise auch eine Vision von einer anderen Gesellschaft haben und von einer anderen Form zu leben, die verknüpft werden muss, natürlich mit den 25:59 Alltagsbedürfnissen, den Alterskonflikten, aber es war für uns in unserem Projekt sehr lehrreich zu sehen, dass nur wenn wir die Frage gestellt 26:08 haben, wie wollt ihr leben? dass praktisch eine Degrowth Gesellschaft rausgekommen ist. Ja, dass die Leute nicht und und die Leute waren 26:16 selber erstaunt darüber, die haben gesagt, oh, unsere Wünsche sind ja ganz einfach, wir haben ganz einfache Wünsche letztendlich und die Frage ist, wie 26:25 können wir diese Wünsche nach einer ganz anderen Gesellschaft verknüpfen mit den alltäglichen Bedürfnissen, Interessen und Nöten? Danke. 26:36 [applaus] Vielen Dank. Vielen Dank. Hallo. Ja. Äh vielen Dank ähm für deinen 26:52 Vortrag. Ich fand, der hat noch mal so den utopischen Horizont ähm der sozialökologischen Transformation sehr gut aufgespannt. Er hat noch mal uns auf 27:00 die Frage fokussiert, auf die es ankommt, wie wollen wir arbeiten, wie wollen wir leben und auch sehr interessante Einblicke aus diesen 27:06 Projekten äh präsentiert äh zu den Gesellschaftsentwürfen, die dann auch kommen, wenn man diese Frage stellt. Dafür dir vielen Dank. Ähm wir haben 27:14 jetzt kurz Zeit für Verständnisfragen, also wirklich Fragen, wo es noch mal darum geht, äh etwas zu klären. Weitergehende Fragen machen wir später. 27:22 Gibt es Verständnisfragen zu Noras Vortrag vorne. 27:35 Ich verstehe diesen letzten Zitat von Bloch nicht. Sorry. Ähm, der Gentis, die alten Formen des Zusammenlebens sind der Ausgangspunkt 27:47 für ein neues in die Zukunft gerichtete Kommune. Also, es wird daran angeknüpft und es wird gleichzeitig auch verändert in der Zukunft. 27:58 Weitere Verständnisfragen. Sonst, wenn keine da sind, heben wir uns die weiteren Fragen für Diskussion auf. 28:07 Danke, Nora. Und dann würde ich jetzt Lukas hoch bitten. Lukas Oberndorfer ähm wird über äh Pläne für den sozialökologischen 28:17 Umbau als Transformationsperspektive sprechen. Ja, schönen guten Abend auch von meiner Seite. Wie Markus sich gemeldet hat bei 28:46 mir und gesagt hat, wir haben die Idee dieser Tagung. und wie er sich dann noch mal gemeldet hat und gesagt, Lukas, magst du auf dem Pendel oben sein? Habe 28:54 ich mich wirklich sehr gefreut und ich möchte euch kurz vielleicht heranführen, warum ich mich gefreut habe. Ähm so ein bisschen entlang von zwei 29:01 Interventionspunkten von Leber Environmentalism Studies. Nor hat das, glaube ich, ganz gut aufgeschrieben. Einerseits in Konflikten neigen 29:12 Umweltschützerinnen bis zum gewissen Grad aus guten Gründen dazu, die Natur oder den Schutz der Umwelt zu präferieren und auf der 29:19 anderen Seite Gewerkschaften, Arbeitsplätze und es geht genau darum, das zu überwinden. Nor argumentiert dann auch, das doppelt 29:28 sich noch mal in der Wissenschaft, dass wir quasi einerseits ökologische Forschung haben und auf der anderen Seite Sozialforschung, aber das nicht 29:35 miteinander verbunden ist. Und das ist genau der Punkt, wo wir in der AK in den letzten Jahren versuchen anzusetzen. Einerseits mal ganz konkret mit 29:43 Interventionen in einer gemeinsamen Arbeit mit der Gewerkschaft. Wie können wir real die soziale und die ökologische Frage miteinander verschränken und die 29:53 beiden Fragen nicht gegeneinander ausspielen? Das zweite ist ein Wiener Forschungszusammenhang, der im entstehen ist. Es ist auch sehr fein, dass viele 30:00 von denen, die damit dabei sind, heute da sind. Oli Brand, Emma Dauling, Andreas Novi, Melanie Pichler, Max Knapp, Oliver Brausmüller und Astrid 30:10 Chuggel, die damit drinnen sind und wir haben die Chance jetzt auch mit einer guten Förderung das auf Dauer zu stellen, also wie können wir soziale und 30:19 ökologische Forschung miteinander verbinden? Also das quasi mal zum Grund der Freude und auch noch mal zur Herführung 30:26 ähm was das Programm ähm von uns sein könnte. Und damit komme ich zu meinem Fahrplan, der gleichzeitig auch äh meine Thesen umfasst. Ich hätte nämlich drei 30:35 Thesen mitgebracht. Das erste wä mal ein Einstieg äh in die Zeitdiagnostik Konjunkturanalyse, wo sind wir gerade und da freue ich mich, 30:43 dass Mario da ist, weil ich würde Mario weitgehend zustimmen, dass wir eine blockierte Transformation oder eine blockierte grüne Modernisierung erleben. 30:52 Aber ich würde noch mal differenzieren und sagen, das gilt eigentlich nur für den Westen dazugleich. Und dann würde ich mir und vieles von 31:02 dem es heute schon angesprochen mit euch noch mal gerne anschauen, was sind die strukturellen Gründe für diese Blockade, die die wir im Westen erleben und im 31:10 Kern äh eine These ähm oder einen Grund dafür vertiefen. gibt sicher viele Gründe oder mehrere Gründe dafür, nämlich eine Klimapolitik von oben 31:19 hatten wir heute schon am Vormittag ähm am zweiten Pendel und dazu noch einen ein Argument machen, dass ich glaube, wir haben eine dysfunktionale 31:28 Staatlichkeit im Westen, um überhaupt grün modernisieren zu können. Und damit es dann quasi in die Richtung geht, was könnte eine dritte Option 31:36 sein. Dritter Weg ist ja so ein bisschen ähm nicht ein guter Begriff, der der nicht mehr frei ist, sondern eine dritte Option. Wie könnte ein sozialer und 31:44 ökologischer Umbau aussehen? Und das würde ich euch gern bebildern mit einer Arbeit, die wir seit zwei Jahren voranbringen, versuchen voranzubringen, 31:52 nämlich wie die Wirtschaftspolitik einer Mobilitätswende aussehen könnte und was wir dazu vorangebracht haben. zur Zeitdiagnostik. 32:02 Da wäre es mir wirklich wichtig, dass wir objektiv quasi gut beobachten, was in der Triade passiert, weil das ist, glaube ich, für unsere Ausgangsbedingung 32:10 noch mal ganz wichtig und schiebt viele von den geopolitischen Auseinandersetzungen und Entwicklungen an, die wir gerade erleben. Und da würde 32:18 ich eben gern das Argument machen, dass wir in China zumindestens Anfänge oder Tendenzen einer grün kapitalistischen Modernisierung, 32:27 ungleich sozialer und ökologischer Umbau beobachten können. Das ist die Entwicklung des Endenergieverbrauchs in China, wo wir mittlerweile bei 30% 32:36 angelangt sind, quasi kein Block in der Triade ist nur annäher dort. China wird dieses Jahr, das ist sehr ähm sicher, seinen Peak äh bei CO2 32:47 Emissionen und dem Verbrauch von fossile Energie erreichen, das viel früher als Studien zuvor angenommen haben. Also Ungleichzeitig 32:57 Ungleichzeitigkeit in der Triade schauen wir ganz kurz nach China hinein. wirklich beginnen schon mit 2005 dann verstärkt noch mal 33:05 mit Made in China als Strategie 2015 die Orientierung, was sind die Ressourcen vor Ort? relativ wenig fossile vorkommen abseits der Kohle. Deswegen klare 33:17 Orientierung auf Elektrifizierung mit dem Wissen, man sitzt auf seltenen Erden. Also nicht normativ äh diese Orientierung, sondern der Versuch 33:26 sozusagen auf der Basis der Ausgangsbedingungen ein neues Entwicklungsmodell zu entwickeln und dann die klare Entscheidungen Richtung 33:33 Zukunftstechnologien im Bereich der Elektrifizierung zu gehen. gleichzeitig die Herausforderung in den Städten, ökologische Probleme, was die 33:41 Legitimität der KP gefährdet und deswegen jeder Versuch eine Antwort zu finden. Und ich glaube, dass ich das mittlerweile in einer Form verdichtet 33:49 mit vielen Widersprüchen, mit viele Fragezeichen, ob das langfristig stabil ist, aber ich würde davon ausgehen, dass man sagen kann, es gibt Tendenzen, dass 33:56 das eine grünkapitalistische Entwicklungsweise in China sein könnte. Das Interessante ist, ich glaube, dass es dafür auch eine funktionale 34:04 Staatlichkeit gibt, dass in diesem Fall quasi die autoritäre Entwicklungsdiktatur in China ähm eine Staatlichkeit die ist, die das 34:12 ermöglicht, aber auch und das ist wichtig, ähm dass man aufbaut auf der chinesischen Revolution, das heißt über Grund und Boden verfügt, über die 34:20 Zentralbank, über staatliches Eigentum äh in den wichtigen Unternehmen im Energiebereich und im Ressourcenbereich. und die dunkle Seite davon Verschärfung 34:31 von Extraktivismus global Repression und Ausbeutung von Arbeit. Das Interessante ist jetzt ähm wie reagiert die USA darauf? Und da wäre es mir, glaube ich, 34:40 wichtig herauszuarbeiten, dass die Orientierung, die wir unter Trump sehen, nicht nur Dummheit äh und der Wahnsinn dieser Person ist, sondern dass da 34:50 massive materielle Interessen auch dahinter stehen. Ich würde es mal in einer Annäherung versuchen als fossil rüstungsdigitale Faschisierung zu 34:57 beschreiben. Ich habe es mir vor allem über die sogenannten Deals, die er abschließt, angesehen und er zieht sich ähm eine Orientierung durch. Es wird 35:07 immer quasi eine Verpflichtung ähm abverlangt für Abnahme von fossilen Energien aus den USA, die groß zur Ver zur Verfügung stehen aufgrund von 35:17 Fracking. Es gibt sozusagen die Verpflichtung auf ähm Abnahme von Rüstungsgütern und drittens auch eine Verpflichtung, keine Digitalsteuer 35:25 einzuführen gegen die großen ähm Monopole, die es in den USA gibt. Das ist eine Orientierung, wo man versucht sozusagen historische Renten im Bereich 35:36 Fossiles und militaristisch oder Rüstungskapital zu heben und gleichzeitig auf KI zu setzen. Fan, ein Harvardökonom geht mittlerweile davon 35:46 aus, dass 90% des Wachstums in der USA mittlerweile durch die Investitionen in die KI entstehen. Und jetzt komme ich ähm zur Sackgasse. vielleicht ein 35:58 bisschen anders definiert als vorher von Norah, aber ich glaube, es passt ganz gut. Die EU befindet sich hier in einer Sackgasse zwischen diesen beiden 36:06 Blöcken. Ist für ein bisschen unentschieden, macht ein Teil Rollback der Klima- und Umweltpolitik, ohne dabei wirtschaftspolitisch tragfähige 36:14 Strategien zu haben. So, Rollback der Klimapolitik und die strukturellen Gründe. Dafür schauen wir da mal rein an einen Tag, der mich so 36:24 ein bisschen äh gefesselt hat, weil da kam in meiner E-Mailbox so drei Meldungen hintereinander hinein. Es ist nur der 9.10. 36:34 Unser Wirtschaftsminister sagt Hatmansdorfer, er will auch noch 2034 Gratiszertifikate. Lufthanschef zweifelt an den Klimazielen. März und Klingenbeil 36:44 wollen die U-Regeln zum Verbrenner auslockern. Also da ist, glaube ich, ganz schön verdichtet, was dieser Rollback bedeutet. 36:53 Jetzt zum ersten der Gründe, die ich gerne herausarbeiten würde, warum es zu diesen ähm Blockaden kommt, was da dahinter steht. Ich glaube, ähm Melanie 37:04 Pichler, Oli Brand, Danial Maneker, die glaube ich alle auch hier sind und andere haben einen sehr guten Aufsatz dieses Jahr veröffentlicht dazu, dass es 37:13 mal die strukturellen Limitationen des kapitalistischen Staates als solches in der Dekarbonisierung gibt. Wirklich große Empfehlungen, dieen sich 37:20 anzuschauen. Und darauf aufbauen würde ich aber gerne noch mal mir konkreter oder konkreter herausarbeiten, dass die neoliberale Konfiguration der 37:29 Europäischen Union da noch mal drüber hinausgeht, weil sie eigentlich ähm Staatsfunktionen, die dem normalen bürgerlichen Staat zur Verfügung stehen, 37:38 sich konstitutionell selbst blockiert hat. jetzt auch im Vergleich zu einem normalen bürgerlichen Staat oder auch im Vergleich zu China Geldpolitik gebunden 37:46 durch die Unabhängigkeit der EZB, ein Verbot von öffentlicher Refinanzierung, um die gigantischen Investitionen für eine grüne Modernisierung auch stemmen 37:54 zu können durch Mastrichtregeln und EU-Verschuldungsverbot Wettbewerbs- und Beihilfenrecht. Jetzt zum zweiten Grund Klimapolitik von 38:04 oben. Simon Schaub hat heute schon angesprochen in seinen eigenen Arbeiten. Ich habe hier auch noch weitere Studien mitgebracht. Die Studienlage ist 38:12 wirklich absolut dicht und wir sollten wirklich darauf dringen äh außer Streit zu stellen, dass gelingende Klimapolitik äh für ihre Akzeptanz nur mit sozialer 38:24 Gerechtigkeit funktionieren kann. St. Jewe Harvard Soziologin in 20 Ländern ganz klarer Zusammenhang. Die Leute sagen, ein mühsames schwieriges Leben 38:34 jetzt noch mal mit der Inflation getrieben. Wenn das durch Klimapolitik noch mal teurer oder schwerer wird, dann wende ich mich gegen diese Klimapolitik. 38:42 Gleichzeitig ist abgefragt worden, was wäre denn der Fall, wenn Reiche mitziehen müssten? Plötzlich steigt die Klimapolitik oder die Zustimmung zu 38:48 Klimapolitik stark an. Ganz zum Schluss noch eine spannende Studie, die hat sich angesehen, wie die äh Einstellung zu Tempolimits auf den Autobahnen sich 38:57 verändert, wenn sie kombiniert wird mit einem Verbot von Privatchats und der Verpflichtung von Politikern in Zukunft mit dem Zug zu fahren. Und die 39:05 Zustimmung geht durch die Decke äh für ähm Tempolims auf der Straße. Genau. Und was bedeutet dieses Ausklammen der sozialen Frage in letzter 39:15 Instanz? Das befördert die autoritäre fossile Stabilisierung und ermöglicht ein Rollback durch oben und unten Bündnisse. Also oben rechtspopulistische 39:25 Parteien machen Angebote und sagen, wir vertreten euch ja da unten. langsamer reden wegen der Übersetzung und dass die Menschen so eine 39:36 Klimapolitik von oben und Ungleichheit im Bauch, wir waren ja vorher bei dem ähm Menschen sozusagen der höchste Wissenschaft und Momente des 39:45 Höhlenmenschen vereint, durchaus zurecht im Bauch spüren. Das zeigt gute Imperie. Ähm, unsere Ökonominnen in der Arbeiterkammer haben mit einem Set von 39:54 LCell ähm der bei Tomas Piketti im Forschungszusammenhang ist, ähm sein Set quasi übertragen auf Österreich und sich angesehen, wie hängt denn Vermögen und 40:05 Emissionen in Österreich miteinander zusammen? Und da kommt raus, wenn man das Anlagevermögen, also private 40:13 Investitionen, Immobilienbesitz hereinnimmt, Anlagen auf Kapitalmärkten, dass die unterste Hälfte für nur 17% der Emissionen verantwortlich ist in 40:24 Österreich, also nicht globale Daten, sondern in Österreich und das ist sicher für Deutschland mehr oder weniger analogisierbar 40:31 und die reisten 10 % umgekehrt für 56% der Emissionen. Also ein Verweis darauf, hier müssen wir ran, wenn wir quasi ähm einen sozialen 40:42 und ökologischen Umbau voranbringen wollen. Und was bedeutet jetzt diese Patzitation oder die Sackgasse, die ich vorhin 40:50 angesprochen habe für die Europäische Union? Ich glaube, dass das deutsche Exportmodell und das europäische Exportmodell damit tief in einer Krise 41:00 steckt. Ähm, der deutsche Output, industrielle Output ist mittlerweile auf einem Niveau von 2005 zurückgefallen. 50.000 1000 Menschen in der 41:08 Autoindustrie sind allein im letzten Jahr arbeitslos geworden. Ich glaube, man kann zugespitzt sagen, dieses 41:15 Exportmodell ist kaputt und das machen nicht nur wir oder ich, sondern mit mittlerweile auch die Chefin der Europäischen Zentralbank, die das 41:25 zuletzt in der Financial Times festgestellt hat. Warum ist ähm das eine Sackgasse? Ich möchte das noch mal ähm zugespitzt 41:34 formulieren. Einerseits ist quasi der Weg nach vorne blockiert die grün kapitalistische Modernisierung, weil gerade China so erfolgreich ist in 41:42 Zukunftstechnologien führend bei Photovoltaik, führend bei Windturbinen, bei Batterietechnologie. Also man kann hier nicht 41:50 Exportweltmeister sein bei Dingen, die mittlerweile sehr profitabel geworden sind. Und auf der anderen Seite ist die 41:57 Strategie sozusagen das nachzuhüpfen, was die USA vorgehüpft hat unter Trump ebenso blockiert, weil ähm wenig fossile Vorkommen in Europa mittlerweile 42:07 vorhanden sind. Ja, man kann vielleicht für die Autoindustrie noch was machen, aber man kann nicht in einer gleichen Art wie die USA auf fossile Energien 42:14 sitzen, weil man die importieren müsste. Von 10 € die im Moment für Rüstung ausgegeben werden, gehen 8 € an die USA. Das heißt, die gigantischen 42:24 Rüstungsausgaben, die wir haben, sind eigentlich nichts anderes als ein wahnsinniges Konjunkturpaket für die USA. Also auch keine Strategie, wo man 42:32 sich entlang äh handeln könnte. Und die digitale Strategie ist blockiert, weil die USA äh auf den entsprechenden Monopolen sitzt. Also, es gibt keine 42:41 Wachstumspotentiale in beide Richtungen oder geringe Wachstumspotenziale. Deswegen würde ich argumentieren im Gegensatz zur Krise 2008, wo wir ein 42:51 normatives Argument gemacht haben, dass dieses Exportmodell eines ist, das Menschen verletzt und die globale Peripherien, vor allem auch die ähm 43:00 Peripherien in der Europäischen Union st ähm schwächt. Sind wir jetzt in einer Situation, wo wir wirklich sagen können, dieses ähm 43:09 Entwicklungsmodell funktioniert nicht und es erhöht sich dadurch die Chance, zumindestens mal auf einer abstrakten Ebene zu sagen, wir bräuchten ein Binnen 43:18 und Bedürfnisorientiertes Entwicklungsmodell und damit verbunden einen sozialen und ökologischen Umbau. Natürlich, und das ist ganz wichtig, die 43:26 Frage, wer sind die Kräfte und die Akteure, die das auch durchsetzen können? Vielleicht können wir darüber diskutieren. Also, ich glaube, dass sich 43:33 eine Chance öffnet, aber das muss ja natürlich auch erkämpft werden. Und damit komme ich ähm zum sozialen und ökologischen Umbau. Den mache ich ganz 43:42 kurz, weil Max Knapp heute quasi auch schon dazu referiert hat in einem Workshop, was wir dazu versuchen versucht haben anzustoßen. Wir haben das 43:50 im Juni 2024 präsentiert und es war der Versuch quasi äh einerseits eine Vision zu zeichnen, wie wir es schaffen können, die Klimakrise abzuwähren und das Leben 44:00 der Arbeitenden zu verbessern und andererseits aber auch ganz konkrete und das Leben erleben wir in der Arbeit mit Betriebsräten, die wir doch alltäglich 44:08 haben bei uns in der AK ganz konkrete belastbare Einstiegsprojekte zu formulieren, also anknüpfen an den Lebens- und Arbeitsbedingungen und 44:16 realistische Projekte für einen Einstieg in den Umstieg zu präsent. präsentieren. Anders formuliert mit Joachim Hirsch äh radikaler Reformismus oder mit Bloch 44:25 quasi konkrete Utopie wären andere Namen dafür. Das ist zumindestens der Versuch gewesen, mit dem wir gestartet haben. Wie schaut das aus? Äh wir haben 40 44:34 Referentinnen entlang äh des Feldes des Hauses von wirklich Arbeitsschutz bis hin zu Wirtschaftspolitik nach denken lassen und versucht quasi Vorschläge zu 44:45 machen und hatten darin quasi zentrale Ecksteine, die so ein bisschen anschließen an das Argument von Melanie Pich Pichler und Ulli Brand, dass wir 44:54 einen Transformationsstaat brauchen, das heißt, dass wir Demokratisierung der Wirtschaftspolitik brauchen und eine Stärkung der Mitbestimmung 45:03 Und damit das nicht so abstrakt bleibt, möchte ich jetzt noch ein Feld quasi vertiefen. Unsere Idee einer Mobilitätswende und 45:11 vor allem der Orientierung darauf, dass wir in einem Bereich vielleicht äh besonders stark sein können als AK, dass wir die Wirtschaftspolitik der 45:20 Mobilitätswende beschreiben können. Und da freut es mich quasi einen Ausschnitt zu haben auch von unserer Broschüre, wo vielleicht deutlich wird quasi, wie wir 45:29 versuchen mit einer Vision und mit Einstiegsprojekten zu arbeiten. Linkens quasi, wie Verkehr im Moment organisiert ist, fossil, mit schlechten 45:37 Arbeitsbedingungen, mit viel Stress und rechts, wie ein Verkehr in Zukunft aussehen könnte, mit der Bahn im Mittelpunkt als Rückrad angebunden durch 45:47 gute Busse mit guten Arbeitsbedingungen und einer aktiven Mobilität. und der Staat quasi dieser Orientierung, wie könnte eine Wirtschaftspolitik der 45:56 Mobilitätswende aussehen? Vor eineinhalb Jahren war dann die Überlegung, wer könnte uns da gut eine gute Studie dazu produzieren? Und da freut es mich, dass 46:05 zwei der Studienautorinnen auch hier bei der Konferenz sind und morgen, ich habe es extra herausgesucht, E3 einen Workshop dazu machen, nämlich Laura 46:14 Porak und Lukas Zerjan, die quasi für uns diese Studie produziert haben, nämlich herauszuarbeiten, was wären die Potentiale der Bahnindustrie in 46:23 Österreich und bis zu einem gewissen Grad auch in Europa. Und damit äh zu den Zielen äh den europäischen Verkehrszielen, die sind 46:32 nämlich wirklich ausgezeichnet. Da gibt's keine Kritik. Hochgeschwindigkeitsbahnverkehr ist ein Beispiel soll bis 2050 verte 46:39 verdreifacht werden, um die Kurz und Mittelstrecke zu ersetzen. Schienengüterverkehr bis 2050 verdoppelt werden. Das Problem ist aber, es gibt 46:48 tolle Ziele, aber es gibt keinen wirtschaftspolitischen Plan, wie man das umsetzt. Und das ist kein Fehler, sondern es ist eine Verdeutlichung der 46:55 immer noch aktiven marktliberalen Ideologie in der Europäischen Kommission. Man setzt sich große Ziele, setzt ein paar Leitplanken und den Rest 47:04 überlässt man den Markt. Jetzt zum Investitionsbedarf und zu den Beschäftigungspotenzialen, weil da wird 47:12 deutlich, welche Chancen in einer entsprechenden Mobilitätswende stecken würden. Der Ausbau und der Sanierung des Netzes, um diese Ziele zu erreichen, 47:21 braucht bis 2050 Investitionen in der Höhe von 850 Milliarden. Die Europäische Kommission selbst hat berechnet, dass jährlich 46 47:31 Milliarden in neue Schienenfahrzeuge investiert werden müssten und eines der Ergebnisse unserer Studie zeigt, dass bei Schienenfahrzeugen pro Milliarde 47:38 rund 4000 Jahres Arbeitsplätze entstehen würden. Also, da kann man ablesen, wie groß die Beschäftigungspotenziale auch ähm sind. Ich habe jetzt hier vor allem 47:50 auch den Fokus äh mitgebracht in Berlin, in Deutschland zu zeigen, dass nicht nur die österreichische Bahnindustrie, sondern die Europäische und vor allem 47:57 auch die deutsche Bahnindustrie sehr gut positionier position positioniert ist, um diese Mobilitätswände selber auf den Boden zu bekommen. Die Bahnindustrie ist 48:06 immer noch Weltmarkt und Technologieführerin, 650.000 Beschäftigte im Sektor in der Europäischen Union. Deutschland ist bei 48:14 den Exporten äh im Moment noch auf Platz 2. Das heißt, das ist ein Stärkefeld, auf das man setzen könnte und nicht quasi ein ähm eine abstrakte Idee der 48:23 Entwicklung einer Industrie, sondern man könnte auf dieses Stärkefeld setzen. Welches Gelegenheitsfenster hat sich jetzt in den letzten Wochen äh ergeben, 48:34 um hier Druck aufzubauen für eine entsprechende Wirtschaftspolitik der Mobilitätswende? Zum einen hat der Verkehrskommissar Z Costas anfang 48:42 November die verkehrspolitischen Ziele der EU noch mal äh konkretisiert mit dem Aktionsplan für den für das Hochgeschwindigkeitsnetz, wo konkret 48:51 noch mal Verbindungsziele zwischen den Hauptstädten definiert werden, wie quasi dieses Netz ausgebaut werden muss, mit welchem Tempo. Was aber erneut passiert, 49:01 es gibt keine Strategie für die Finanzierung. Es gibt keine Strategie, wie wir das industriepolitisch stemmen können und auch nichts zu 49:08 Beschäftigungspolitik. Das zweite Moment, das eine Debatte ähm angestoßen hat für eine aktive äh Wirtschaftspolitik, eine soziale und 49:17 ökologisch planende Wirtschaftspolitik ist, dass in Österreich ähm in auch Anfang November ähm chinesisches Rollmaterial zugelassen worden ist im 49:28 Personen Schienenverkehr und das eine ganz interessante Debatte losgetreten hat, weil Gewerkschaften und K interveniert haben, auch mit dem 49:36 Material, das wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, wo wir versucht haben, das Argument zu machen, das sind zwei Wegrufe für eine aktive 49:44 Wirtschaftspolitik. Also zum einen, wie kriegen wir diese Ziele konkret auf den Boden und auf der anderen Seite, wie können wir sicherstellen, dass nicht die 49:52 gleichen Fehler gemacht werden wie in Photovoltaik, bei der Batterie äh Technik oder bei den Windturbinen, also wirklich eine Stärke zu auszubauen und 50:02 zu nützen, um industrielle Potentiale zu ermöglichen und damit Ersatzarbeitplätze für fossile ähm Beschäftigte zu schaffen. 50:13 Damit komme ich dann auch quasi zum Abschluss, indem ich kurz versuch noch äh zu definieren, wie eine solche sozialökologisch planende 50:22 Wirtschaftspolitik aussehen könnte, was wir versuchen jetzt auch in die Debatte zu bringen. Und zwar ist es eigentlich ähm das Argument zu machen, es gibt 50:31 diese guten Ziele, aber jetzt brauchen wir eine wirtschaftspolitische Strategie, um das auch wirklich zu ermöglichen. Erster Punkt, wie schaffen 50:38 wir es die entsprechenden Investitionen? 850 Milliarden allein für das Netz notwendig bis 2050. Da argumentieren wir, dass im Moment ein 50:47 Möglichkeitenfenster offen ist, weil es die Verhandlungen zum EU-Budget gibt und sagen Ausweitung auf 100 Milliarden, um Europa mit der Schiene zu verbinden. 50:56 Zweiter Punkt, Ausnahme von den Maßrichtkriterien für solche Investitionen. Die waren lange heilig, sind nie 51:03 angegriffen worden. Vor einem Jahr ist dann beschlossen worden, na ja, für Militärinvestitionen müssen wir eine Ausnahme machen. Für Investitionen in 51:10 die Schiene gilt das nicht. Also hier versuchen wir Druck aufzubauen. Zweites Moment Industriepolitik und zwar nachfrageseitige Industriepolitik. Wie 51:19 können wir durch öffentliche Beschaffung soziale, ökologische und regionale Vergabekriterien sicherstellen, dass eine Industrie entstehen kann für die 51:28 Mobilitätswende, die Ersatzarbeitplätze für den fossilen Sektor bietet. Und zweiter Punkt, wie schaffen wir es auch damit durch öffentliche Beschaffung 51:39 andere Bereiche mitzuziehen, weil wir in der Bahn darüber bestimmen können, was beschafft wird und wie beschafft wird. Also z.B. die Frage grüner Stahl, eine 51:48 Grünstahlquote vorzusehen für alle Beschaffungen von der Deutschen Bahn oder bei der Nutzung von europäischen Mitteln. 51:57 Und letzter Punkt ganz zentral, das fand ich heute eine sehr spannende Debatte, weil es geht ja darum, quasi die Mikroebene mit der Makroebe zu koppeln. 52:05 Wir hatten einen Workshop heute unter anderem koordiniert von Julia Kaiser und da gab's viele Beispiele von oder einige Beispiele von Konversionen von unten. 52:15 Alle von euch kennen das Chckn Beispiel, es gab noch andere Beispiele und die müssten gekoppelt werden mit einer höheren Maßstabsebene, wie man solche 52:24 konkrete Konversionskämpfe koppeln kann mit einem industriepolitischen Plan. Und dabei sollten auch darauf gesetzt werden, dass Instrumente der 52:33 öffentlichen Beteiligungen Unternehmen genutzt werden und die Mitbestimmung ausgebaut wird. Also, dass es eine Verbindung gibt dieser konkreten 52:40 Konversionskämpfe mit einer europäischen Wirtschaftsstrategie. Letzter Punkt quasi, wie heben wir Produzentinnen stolz? Ähm, da sind wir 52:50 ähm sehr happy, dass wir jetzt was in trockene Tücher bekommen haben, weil wir werden im Mai in diesem Jahr in Donowitz in Leoben eine Betriebsrätekonferenz 52:59 machen von allen Betriebsräten aus der Eisenbahnindustrie ähm in Österreich, damit mal alle zusammenkommen an einem Standort, der 53:06 grünen Stahl produziert, der grüne Weichen produziert in Donawitz, um betriebliches Wissen abzuholen, aber auch zu ermutigen offensiv voranzugehen 53:17 und Forderungen an die Poliz Politik äh zu stellen, also wirklich auch die Verbindung zu unseren Kolleginnen in den Betrieben hinzubekommen und damit bin 53:24 ich am Schluss. Danke. [applaus] [applaus] 53:35 Vielen Dank, Lukas für deinen Vortrag und für die Präsentation der Ansätze Perspektiven von einer planenden Wirtschaftspolitik für die 53:41 sozialökologische Transformation. Ähm auch gut zu hören, dass es in Österreich einen Plan für die Zukunftsfähigkeit der Bahn gibt. Das kann sich vielleicht die 53:50 Deutsche Bahn auch von explodieren lassen. Ich würde Wir haben eh europäisch formuliert, also okay, dann ist gut. Ähm, 53:56 Verständnisfragen. Wir gehen gleich in Diskussion, aber wenn es konkret noch zu dem Vortrag von Lukas jetzt Verständnisfragen gibt, dann jetzt gerne 54:03 hier vorne. Ja, ganz einfach ganz einfache Frage. Gibt's das, was du jetzt in Kurzform 54:15 vorgetragen hast auch im habt ihr das in dem Buch drin stehen in der Langform durchformuliert oder was? Ja. 54:28 Da sind wir gerade dran. Also, wir sind gerade am Vorbereiten von dem Buch, das wird hoffentlich 26 noch erscheinen und da werden unterschiedliche Perspektiven 54:38 ähm, die wir in den letzten Jahren erarbeitet haben, drin vorhanden sein. Der Umbauplan wird dargestellt, aber auch ein eigenes Kapitel zur 54:45 Eisenbahnenindustrie und wie wir die Mobilitätswende produzieren können. Also, das wird die Langfassung. So, kleinere Texte gibt's jetzt schon. kann 54:54 ich dann gerne bilateral quasi zur Verfügung stellen. Gibt's noch weitere Verständnisfragen? Wenn das nicht der Fall ist, dann würde 55:03 ich Nora dich auch noch auf die aufs Podium bitten, dann können wir hier Platz nehmen und in die Diskussion starten. 55:12 Ihr gerne vor, also ihr könnt euch gerne setzen. Ihr könnt, also wä mein Vorschlag. 55:20 Ähm und ich starte vielleicht einfach mal mit einer Frage, Nora an dich. Und zwar hast du deinen Vortrag ja geendet mit die offene Frage ist, wie 55:30 kommen wir denn jetzt dahin zu diesen sozialökologischen Utopien? Und die Frage würde ich jetzt gerne an dich stellen und ich würde es auch mal gerne 55:35 noch mal verkomplizieren, weil ähm heute in einem Workshop hat Thomas Bart gesagt, es gibt die Notwendigkeit eines klimapolitischen 55:45 Realismus und die Frage ist nämlich wie in Zeiten von zunehmender Faschisierung von CM Rollback und des vorstehenden 55:53 Klimakollaps, wie viele von diesen sozialökologischen Utopien sind eigentlich überhaupt noch möglich und wie kommt man dahin, wenn die 55:59 Gesellschaften eigentlich in eine andere Richtung gehen? schreien oder? Ja, danke für die Frage. Also, ich 56:11 glaube, die Voraussetzung ist erstmal äh andere Fragen zu stellen, weil es ist interessant ähm wie wir in diesen Kursen angefangen haben mit dieser Frage, wie 56:22 wollen wir eigentlich leben? während die Diskussionen, die wir normalerweise in der sozialökologischen Transformation haben, äh eingeengt sind auf die Frage, 56:32 wie sollen wir arbeiten, was für Arbeitsplätze haben wir, wie können wir alternative Arbeitsplätze entwickeln oder wie können wir unseren Arbeitsplatz 56:39 behalten, was sehr wichtig ist. Ich will jetzt nicht sagen, darüber reden wir nicht mehr, sondern das Interessante ist und ich komme gerade aus dem Workshop in 56:47 Malme und da waren Forscher aus Schweden, die ich überhaupt nicht kannte, aber die ganz ähnliche Ergebnisse hatten bei ihrer Forschung, 56:55 wenn sie Leute gefragt haben äh welche Gesellschaft wollt ihr haben und welche Gesellschaft auf welche Gesellschaft laufen wir zu? Und die Leute wollten 57:05 alle eine Gesellschaft haben, in der sie mehr Zeit haben, mehr Zeit für sich, mehr Zeit für Leute, mehr Zeit für Fürsorge und so weiter und so fort. Und 57:14 ich denke, ähm gerade in Zeiten, in denen es diese Blockaden gibt und in denen die faschistischen Bewegung, wie ich denke, auf dieses Bedürfnis nach 57:25 einer ganz anderen Welt anknüpfen, weil das ist ja die Alternative für Deutschland, ne? Alles, was wir haben ist schlecht. Wir wollen was ganz 57:34 anderes haben und diese dieses Bedürfnis nach etwas ganz anderem, ich glaube, das müssen wir als Gewerkschafter innen und als Linke daran anknüpfen, um das nicht 57:48 den anderen zu überlassen. Und anfangen kann man damit, indem man zuhört und fragt, wie möchten die Leute eigentlich leben? 57:57 Danke schön, Lukas, an dich vielleicht eine ganz ähnliche Frage. Ähm, du hast es ja noch mal so ein bigger Picture aufgemacht. Du hast den globalen Kontext 58:05 aufgemacht. Du hast gezeigt, welche Transformationsstrategien in China in den USA verfolgt werden und deine Schlussvorgang war in Europa sind 58:12 ähnliche nicht möglich. ist es es kommt zu einer blockierten Transformation und du hast das Ganze dann aber und als Chance gedeutet für eine du hast glaube 58:20 ich binnen äh und Bedürfnisorientiertes Entwicklungsmodell und dann hast du auch schon diese Frage in Raum gestellt und nicht beantwortet, 58:27 deswegen gebe ich sie jetzt zurück. Ähm wieso ist das eine Chance und was wären da Schritte dahinzukommen? Was wären da die Kräfte, die sowas treiben könnten? 58:39 Ja, ich glaube, da haben wir eh gemeinsam in den in heutigen Tag schon viel drüber nachgedacht, ne? Also einerseits mal die konkret Betroffenen 58:47 oder? Also wir werden weiter in der nächsten Zeit, auch wenn die ähm Prognosen jetzt in die Richtung gehen, dass es nicht weiter Rezession, sondern 58:56 eher sowas wie eine Starknation geben wird. Wir werden weiter massiv industrielle Betriebe sehen, die unterdrucken und in eine Krise kommen. 59:02 Und die Frage ist, was können wir in diesem Moment den Kolleginnen und Kollegen vor Ort anbieten? Und ich glaube, dass es extrem wichtig ist, was 59:12 in den letzten Jahren ähm passiert ist rund um die Aufarbeitung und genaue Beschreibung dieser Kämpfe. Ähm, also die Arbeit von Julia z.B. zu Chck oder 59:22 die Arbeit von Kim Lucht, glaube ich, zu Bosch war das. ähm ähm auch zu wir fahren gemeinsam natürlich, aber noch mal ganz genau herauszuarbeiten. Heute 59:30 hatten wir einen Vortrag zu einem Beispiel aus dem dem Baskenland. Was passiert da vor Ort und was sind Chancen und Perspektiven 59:39 und damit quasi noch mal ein konkretes Angebot zu machen. Ähm wenn diese Betriebe in eine Krise geraten, dann kann gekämpft werden und das ist noch 59:47 nicht vorbei, weil ähm das Unternehmen äh das Kapital sagt, das ist aus. Was gleichzeitig aber wichtig ist und das wäre ähm das, was glaube ich in den 59:57 letzten Jahren zu wenig stattgefunden hat. Das darf man natürlich nie den Kolleginnen vor Ort vorwerfen, weil die haben schon genug am Hut und müssen 1:00:04 genug tun. ähm aber dass es zu wenig quasi Wissen und auch intellektuelle Arbeit gab, auch organisch intellektuelle Arbeit, um das 1:00:12 so zu formulieren, wie diese Kämpfe auf einer regionalen Ebene, auf einer Meso, auf einer Makroebene begleitet werden können. Also konkret ähm wie wird's denn 1:00:22 ausschauen wenn es einen Vorgebe, der die ähm Löhne weiterzahlt in Italien oder wenn es eine italienische Strategie für eine Mobilitätswende gäbe, auf die 1:00:34 JKN schon einzahlen könnte, wenn man sagt, diesen Teil ähm dieses Teil oder dieses ähm diese Komponente quasi in einer Mobilitätswende können wir 1:00:44 aufgrund der Produktionslinie, die wir haben, gut herstellen. Also, das haben wir die Kolleginnen erhoben. Ähm gab auch eine wissenschaftliche Begleitung, 1:00:51 habe ich heute noch mal gehört, und dann aber einen Gesamtplan zu haben auf der nationalen oder auf der europäischen Ebene, wie man dieses Unternehmen in 1:01:00 einen Kluster für eine Mobilitätswende einbringen und einpassen kann. Also, das hat, glaube ich, wirklich gefehlt und ich möchte es noch mal un unterstreichen 1:01:07 und bebildern mit einem österreichischen Beispiel, nämlich Steier, äh, das vor mehreren Jahren schon in die Krise gekommen ist, weil der MAN Konzern 1:01:16 entschieden hat, dass es quasi herausnimmt äh und verkauft das Unternehmen. Ist ein Unternehmen, das äh schon 1975 das erste E-MOPED gebaut hat, 1:01:26 ähm in den 80er Jahren den ersten Wasserstoffbus, also mit extrem viel betrieblichem Wissen der Kolleginnen vor Ort. sehr kreativ auch. Und dann gab es 1:01:35 quasi Verhandlungen ähm wird das jetzt quasi geht das in eine fossile Richtung oder geht's in Richtung Ebusproduktion und weil noch zu wenig vorbereitet war, 1:01:46 ja, und auch natürlich die entsprechenden Kräfte und Kämpfe nicht da waren, um es wirklich zu schaffen, obwohl es eine heftige 1:01:53 Auseinandersetzung gab, ist es dann in die Richtung gegangen, dass es quasi auf den Markt geworfen worden ist und nicht äh eine Konversion in Richtung E-Busse 1:02:00 erfolgt ist. und ein Arbeitspaket, das ich noch gar nicht erwähnt hatte von unserer Studie, hat sich das angesehen und hat gesagt, das wäre eigentlich der 1:02:07 Zeitpunkt gewesen, wo sich eine E-Busproduktion quasi gut ermöglichen hätte können und das ist jetzt aufgrund der Zeit, die man verloren hat, 1:02:15 schwierig ist, das noch hinzubekommen. Also kurz gesagt, wie gelingt uns diese Krise mit konkreten makropolitischen Wirtschaftsstrategien 1:02:26 zu verbinden und betriebliche Kämpfe und wirtschaftliche Strategien miteinander zu koppeln? Und vielleicht ganz kurz noch auch da 1:02:34 darauf zu achten, dass wir in den weiteren Auseinandersetzungen ähm klimapolitische und umweltpolitische Aspekte weiter mit einbeziehen und dann 1:02:44 nämlich teilweise sogar bei der Klimabewegung so übersteuern in die andere Richtung war ähm dass man quasi einen Social Turn vollzogen hat und dann 1:02:52 manchmal Klimapolitik gar nicht mehr so wichtig ist. Also zumindestens in Österreich gibt's das in der einen oder anderen Auseinandersetzung, wo du so 1:02:59 junge Kolleginnen von Fridays for Future hast, die mittlerweile so nur noch auf Arbeit und Wirtschaftspolitik setzen und dabei Umwelt und Klimapolitik manchmal 1:03:08 hinten runter fällt. Also es darf man nicht verallgemeinern, aber das beobachte ich teilweise. Also wie schaffen wir das auch am Leben zu halten 1:03:14 und eine gute Bündnispolitik zu haben? Danke dir. Dann würden wir jetzt öffnen für Fragen aus dem Publikum. Gibt es Fragen an die beiden? 1:03:28 Hier vorne ist eine Meldung. Äh Hans Jörg herf, vielen Dank für die äh wirklich super Vorträge. Ich habe zum 1:03:41 zweiten Vortrag eine Frage. Äh das klingt sehr stark nach dem radikalen Green New Deal. Äh, also man setzt auf auf Wachstum, 1:03:52 aber auf auf starke ökologische Transformation. Und äh wenn man nach China schaut, die wollen natürlich weiter auch noch massiv 1:04:01 wachsen und äh viele andere Länder wahrscheinlich auch. Meine Frage ist äh gehst du eigentlich davon aus, dass man 1:04:12 die nächsten des nächsten Jahrhundert oder so, dass man noch kräftig wachsen kann oder äh stimmst du? dem ersten Vortrag zu, dass man da äh doch 1:04:22 vorsichtig sein muss. Und äh wie stehst du zu dem Green New Deal? Ist das ein Modell für die mittlere Frist oder für die 1:04:33 lange Frist? Das wird mich noch mal interessieren. Danke schön. Weitere Fragen? 1:04:51 Eine ganz konkrete Frage mit Blick auf China und was hier global tut. Ähm, ich habe keine frischeren Analysen dazu, aber es hieß, dass China genau die 1:05:02 Koalition, die jetzt ausgebrochen ist aus dem Kopens, nämlich, dass es keinen fossilen Faceout verankert äh gab in, also jetzt auf der letzten COP, der 30er 1:05:12 COP in Bel, dass China hier eine Doppelrolle gespielt haben soll und die Koalition eben nicht unterstützt hat, die den fossilen Faceout unterstützt hat 1:05:23 und das sind ja jetzt diejenigen, Also, wo es jetzt heißt, dass Kolumbien und Niederlande einen eigenen Kongress ausrichten wollen im April und auch eine 1:05:33 Fossil Faceout Treaty vorantreiben. Und ich wollte nur fragen, ob euch was untergekommen ist, weil das würde ja, was macht China da? Also einerseits wird 1:05:42 es auch jetzt projiziert das der erste Electro State, also so in diese Richtung, aber wie ist dann diese Doppelrolle möglicherweise erklärbar? 1:05:52 Und das zweite, das ist näher noch mal dran am Leber in Wier Metallism. Wie schätzt sie aktuelle Entwicklungen ein? Also in einer Diskussion mit Dani Alman 1:06:00 haben wir das Antiklimakorporatismus genannt. Also die Gmall hat ja offenkundig unterstützt, dass das Verbrenner ausfällt und wird ja da 1:06:12 weiter wahrscheinlicher die Räuberleiter halten und auch andere Gewerkschaften weit über Deutschland hinaus ähm verabschieden sich auch schrittweise von 1:06:21 so etwas, was man sozialökologische Konversion als als sozialökologische Konversion erhofft hat, sondern in Richtung 1:06:29 militärische Gegenkonversion. Also wie schätzt ihr da diese aktuellen Entwicklungen? Danke schön für die Frage. 1:06:38 Dann war hier vorne noch eine Meldung. Ja, nehmen wir die und dann nehmen wir die und dann machen wir erstmal die Runde zu. Ja. äh auch von meiner Seite 1:06:45 vielen Dank äh für die spannenden Vorträge. Ich ähm habe bei der vor allen bei der Überlegung so sozusagen zu dieser 1:06:54 zu den wirtschaftspolitischen äh Überlegungen, die ihr oder die du vor allem vorgestellt hattest, Lukas, mir so ein bisschen die Frage nach dem 1:07:01 Verhältnis zu bürgerlicher Staatlichkeit gestellt. Also, wer auf welcher Ebene äh agiert man da und wen wen adressiert man als Akteur sozusagen in dieser in dieser 1:07:11 Wirtschaftspolitik und was wie wie würdet ihr das auch gerade vor dem Hintergrund von so ähm autoritärm Stad zum so 1:07:19 also was ist die was wäre sozusagen eure Vorstellung davon ähm wer da sozusagen zum Akteur wird und wen man adressiert und was man sozusagen in diesem Rahmen 1:07:28 überhaupt ähm erreichen kann? Danke schön. Dann nehmen wir noch eine vierte Meldung und dann schließen wir die erste Runde. 1:07:38 Ja, auch meinerseits danke für das, was ihr vorgetragen habt. Und ich wende mich aber an Nora mit der Frage zumal der eine Punkt. Ähm, 1:07:46 ich habe zweimal in deinem Vortrag gehört, dass die AfD irgendwas hat, was die Leute ja zieht, anzieht und die der Hinweis darauf, dass den Linken etwas 1:07:54 fehlt oder den Gewerkschaften, nämlich es war dieses es braucht ein eine Vision einer anderen Zukunft oder einer anderen Welt oder ähm und das zu verknüpfen mit 1:08:03 den alltäglichen Bedürfnissen. Mir fällt da unverzüglich Freer Haug ein und die 4 in1 Perspektive. Sie hat das ausgearbeitet. Wo taucht das auf? Also 1:08:12 wird mich interessieren, ob das irgendwo mehr thematisiert wird. Danke schön. Kannst du das noch mal wiederholen? Ich 1:08:20 habe das akustisch nicht verstanden. Der let den letzten Teil Friger Haug und die vier in ein Perspektive. Also ich weiß es war, dass die linken 1:08:28 Feministinnen sich da kümmern, aber gibt's noch andere? Also oder ist das nur so ein Ding? 1:08:36 Ihr könnt gerne Wer von euch möchte gerne anfangen? Vielen Dank für die Nachfrage zum New Deal, weil die gibt mir die Möglichkeit 1:08:48 noch mal nachzuschärfen, weil ich da offensichtlich ähm noch nicht eindeutig verständlich war. Also meines Erachtens ähm meine ich mit sozialökologischer 1:08:57 Wirtschaftspolitik oder sozialökologisch planender Wirtschaftspolitik gerade nicht eine New Deal Perspektive. Ich würde nämlich unterstellen, dass 1:09:05 eigentlich in ziemlich vielen guten heterodoxen Strengen der Ökonomie eine Debatte rundum ähm unterschiedliche Formen von Planung aufgetaucht ist, ne? 1:09:14 Wenn ich es richtig gesehen habe, ist auch Elias Schmelzer heute da. äh hat einen super Aufsatz geschrieben mit ähm Elena Hoffert, glaube ich, wenn ich es 1:09:21 richtig im Kopf habe. Wo noch mal so aus einer Degrowth Perspektive nachschärfen und sagen, Degrowth ist ja gar nicht das Entscheidende. Was entscheidend ist, ist 1:09:31 wir den Donut planen, also soziale Minima sicherstellen und ökologische Grenzen dabei nicht überschreiten. Und das finde ich ein sehr gutes Bild, weil 1:09:40 es geht ja nicht primär den Deggrowth Leuten darum, dass wir schrumpfen in allen Bereichen, sondern es geht darum in gewissen Bereichen umfassend zu 1:09:48 wachsen, sogar in der sozialen Infrastruktur in Europa, im globalen Maßstab ganz sicher. Und umgekehrt zu schauen, damit wir dieses Wachstum 1:09:56 hinbekommen, dieses umfassende Wachstum gleichzeitig in planetaren Grenzen zu sein und deswegen besonders stark fossile Sektoren runterschrauben zu 1:10:05 können, um das überhaupt hinzubekommen. Also das meint sozial und ökologisch planende Wirtschaftspolitik ist ein Ernstnehmen von planetaran Grenzen und 1:10:12 es ist keine Argumentation für grünes Wachstum generell, sondern es ist eine Argumentation dafür, dass es in gewissen Bereichen Mobilität 1:10:20 erneuerbare natürlich noch umfassendes Wachstum braucht, aber dass wir umgekehrt darstellen müssen, welche Fossil in Sektoren deswegen besonders 1:10:28 schnell geschlossen werden müssen und natürlich auch über Endenergieverbrauch Suffizienz und Ressourcen sprechen müssen. Also die Argumentation wäre 1:10:36 gerade nicht für ein grünes Wachstum, sondern das Planen dieses Prozesses, welche Ressourcen, welche Energiepotentiale 1:10:44 wir zur Verfügung haben. Das meinte ich mit sozial und ökologisch planender Wirtschaftspolitik zu ähm dem Antiklima Kooperatismus. Ich 1:10:55 glaube, die muss man entgegnen. Äh, also diese Frage, die muss man entgegnen mit äh der Argumentation, dass sich in den 70er und in den 80er Jahren es 1:11:04 vielleicht noch ausgegangen ist, das Problem nach hinten zu verschieben und dann diese Entscheidung für Arbeitsplätze äh oder 1:11:10 Wettbewerbskooperatismus eine gewisse Rationalität hat. Um dieses Problem kümmern wir uns später, dann wählen wir in der Konfliktsituation die 1:11:19 Entscheidung für Wachstum und Arbeitsplätze. Heute muss man eigentlich herausarbeiten, dass es nur noch zwei Optionen gibt. Nämlich entweder und das 1:11:25 ist finde ich bei den vielen Dingen, die quasi gegen eine positive Entwicklung sprechen, eine der positiven Chancen, die wir haben. Darauf hinzuweisen, es 1:11:34 gibt eigentlich nur noch zwei Optionen. Das eine ist eine Transformation by Design und das andere ist Degrowthaster. 1:11:43 Ähm, weil wenn man sich anschaut, was mittlerweile eingestellt ist an Schäden durch Extremwerterignissen, dass sogar die EZB sagt, wir haben jetzt 1:11:52 schon 0,5% der Inflation nur wegen Extremwetterereignissen und der Klimaerhitzung und die Prognose bis 2030 ist, dass es auf 1% der Inflation 1:12:01 wächst, dann weiß man, was quasi eingestellt ist. oder zuletzt äh Potzdam Institut für Klimafolgenforschung in Nature, dass schon jetzt bis 2040 ähm 1:12:12 ähm Einkommen um 20% sinken werden. Also, wenn jetzt Akteure äh auftauchen, egal woher die kommen, von der Unternehmensseite oder auch quasi in 1:12:20 einem Kooperatismus von der Seite der Arbeit, muss man glaube ich darauf hinweisen, dass das Problem nicht mehr verschiebbar ist, dass das eine Illusion 1:12:28 ist, quasi da äh nachzuziehen. Dann hätte ich nur noch ähm die bürgerliche Staatlichkeit mir quasi noch aufgeschrieben. Ich finde, dass der 1:12:37 Aufsatz quasi der ähm genannte quasi von von Melanie, von Danial und von Uli dafür eine ganz gute Antwort gibt, weil es eben aufzeigt, was sind Limitationen 1:12:47 des bürgerlichen Staates für einen Umbau. Ihr Aufrufe ist ja dann der für einen Transformationsstaat, also Kämpfe würde ich jetzt mal interpretieren, ja, 1:12:55 Kämpfe und Auseinandersetzungen zu organisieren, um einen solchen Transformationsstat zu erreichen. Und das fe ich eine gute Orientierung, ja, 1:13:04 also, dass man sagt, äh Durchkämpfe, durch Auseinandersetzung gibt's eine Transformation von Staatlichkeit, ich würde aber auch sagen von Demokratie. 1:13:11 Also eigentlich geht's um einen Kampf für Wirtschaftsdemokratie. Ähm, also so so würde ich das auflösen und ähm zur konkreten Konfiguration von 1:13:21 Staatlichkeit würde ich noch was dazu stellen wollen, nämlich dass die äh Autoritarisierungsprozesse, die Stefanie Hürtgener heute super reingeholt hat, 1:13:30 die ja schon weit vor der Faschisierung gelaufen sind, gerade auch in der Europäischen Union, eigentlich dazu führen, dass diese neoliberale 1:13:37 Staatlichkeit über ihre neoliberalen Muster hinaus noch mal dysfunktionaler geworden ist. Warum? Weil man mit Pulas und anderen guten Staatstheoretikerinnen 1:13:48 sehr gut argumentieren kann, eine Funk oder mit Neumann auch. Ja, eine funktionierende Staatlichkeit, bürgerliche Staatlichkeit dient dazu, 1:13:56 ein langfristiges strategisches Interesse des Kapitals zu organisieren. Das heißt eben auch ähm Kompromisse einzelnen Kapitalfraktionen z.B. dem 1:14:06 fossilen Kapital aufzuzwingen, um langfristig eine einen Kapitalismus zu ermöglichen. Also grüne Modernisierung, grünkapitalistische 1:14:15 Modernisierung. Durch die Autoritarisierung der letzten Jahre und Jahrzehnte mit zugespitzt noch mal ab 2008 die Krisenbearbeitung in der 1:14:24 Europäischen Union ist bürgerliche Staatlichkeit nicht mehr in der Lage das zu tun, weil nicht mehr quasi strategisch unterschiedliche Interessen 1:14:33 zusammengebunden werden können in ein langfristiges Interesse. Und das ist, glaube ich, noch eine zusätzliche Dysfunktionalität der Staatlichkeit, die 1:14:40 wir im Moment haben. ist ein bisschen theoretisch, aber glaube ich sehr wichtig quasi das in den Blick zu nehmen. 1:14:47 Ja, kann ich nur unterstreichen. Äh, ich wollte zur Frage von Akteuren was sagen. Ähm, ich würde sagen, auf den Staat kann man nicht vertrauen, 1:14:58 unter anderem zu dem, was du gesagt hast und die Akteure müssen tatsächlich die Arbeitenden selbst sein. Jemand hat mich mal gefragt, heißt es dann, dass dann 1:15:07 nur noch gute Vorschläge kommen? Nein, glaube ich nicht, weil die Arbeitenden auch in sich widersprüchlich sind, keine homogene progressive Gruppe, 1:15:16 aber aus demokratischen Gründen. Einerseits, glaube ich, müssen wir von unten anfangen zu mobilisieren und auch, weil die arbeitenden Fähigkeiten und 1:15:28 Kenntnisse haben von Arbeitsplätzen, wie die funktionieren und welche Alternativen möglich sind, die man von außen nicht hat. Das Problem ist, ähm, 1:15:38 ich weiß nicht, was Thomas gesagt hat in dem in dem Workshop über Realismus. Im Grunde genommen bin ich auch für Realismus in dem Sinne, ich weiß nicht, 1:15:48 ob das derselbe Sinn ist, den Thomas gemeint hat, äh dass man den Leuten reinen Wein einschenken muss, dass grünes Wachstum ein Oxyon ist, dass es 1:15:58 nicht möglich ist und dass wir tatsächlich in bestimmten Bereichen weniger machen müssen, aber dass es auch eine Perspektive ist, ne? und aber dass 1:16:09 es auch weh tut, dass wir uns von Sachen verabschieden müssen, an die wir gewöhnt sind, die wir lieben und wo es schmerzt sich davon zu verabschieden. Und ich 1:16:19 finde, es ist sehr problematisch, nur sozialökologische Transformation, Just Transition Politik zu entwickeln, wo wir Leuten versprechen, dass sich im Grunde 1:16:29 genommen nichts ändert, nur dass alles jetzt grün wird. Das funktioniert nicht. Und das funktioniert vor allen Dingen dann nicht, wenn wir auch eine globale 1:16:37 Perspektive entwickeln, wenn wir sagen, okay, wir bauen jetzt dieses und jenes aus, aber woher kriegen wir die Ressourcen und was bedeutet das äh für 1:16:46 die Menschen, die diese Ressourcen dann aus dem Boden holen? Ich war neulich auf einer großen Konferenz auch People Platform for Ecological Transformation. 1:16:57 Da waren Menschen aus 15 Ländern, die meisten waren aus dem globalen Süden und wir haben das Thema Degrowth gehabt und alle Leute haben natürlich gedacht, 1:17:05 okay, globaler Süden, die sind natürlich dagegen, aber das war sehr unterschiedlich und differenziert. Z.B. Die Leute, die aus Lateinamerika kamen, 1:17:15 äh aus Peru und aus Brasilien und aus Kolumbien, die haben gesagt, nee, wir brauchen Dekressimiento Degroveh, weil unsere Lebensbedingungen 1:17:28 kaputt gemacht werden durch diesen größeren Bedarf an Mineralien und durch den Extraktivismus. Leute in Südafrika waren ganz ander 1:17:37 Auffassung und waren für Wachstum und so, weil es Energiearmut gibt und so weiter und so fort. Ich möchte damit nur sagen, wir müssen die spezifischen 1:17:48 Lebens und Arbeitsbedingung auch global betrachten und dann wird es klar, in welchen Bereichen wir nicht weiter wachsen können und wie du gesagt hast, 1:17:56 in welchen Bereichen wir wachsen können, aber auch da nicht einfach so unendlich, sondern die Frage der regenerativen Ökonomie auf die Tagesordnung setzen. 1:18:08 Wie viel können wir rausnehmen, was sich dann wieder regenerieren kann? Und all diese Fragen tun weh. Aber was wir in unseren Kursen und in anderen 1:18:18 Forschungsprojekten gesehen haben, wir wir haben auch eine Alternative zu bieten, nämlich ein anderes Leben, was mehr ähm Lebenswertes 1:18:29 Zusammensein und Fürsorge und so weiter bedeutet. ähm kann ich jetzt nicht weiter ausführen, weil ich habe ja den Vortrag 1:18:36 schon gehalten. Und äh nein, äh zu deiner Frage, das gibt es tatsächlich nicht als nicht, dass ich es kenne aus den Gewerkschaften z.B. so eine 1:18:45 Perspektive, sondern wie ich in der Vergangenheit, ja, hat's diese Frage gegeben, was ich sehr interessant finde, aber die ist verschwunden und die Frage 1:18:53 ist, können wir das wieder auf die Tagesordnung setzen? Danke euch. Was mir noch aufgefallen ist, weil wir 1:19:03 jetzt K nicht äh vertieft haben und das noch eine Frage war, da finde ich es wirklich spannend, dass in der ähm letzten Zeit halt zunehmend ein 1:19:12 holistischeres ganzheitliches Verständnis der kapitalistischen Produktionsweise entstanden ist, ne? Also Cara hat's ja heute in der Früh 1:19:19 gemacht. Man kann Produktion nicht denken ohne quasi Reproduktion. Man kann sie nicht denken ohne die Vernutzung von Natur und den Zugriff auf ähm Kolonien 1:19:30 und damit quasi Rassifizierung und äh Kolonialismus. Also, das finde ich sehr wichtig. nenn sie Fraser ist ja erwähnt worden und ich glaube, da müsste man 1:19:39 drauf bleiben und auch auf den damit verbundenen kämpfen. Äh, ich kann zwei Dinge aus ähm Österreich mitnehmen. Das ist einerseits oder darstellen, dass wir 1:19:49 einerseits bei unserer letzten Akademie für sozialen und ökologischen Umbau, wo wir mit Klimaaktivistinnen, Gewerkschafternen und Wissenschaft 1:19:56 zusammenarbeiten, versucht haben, darauf einzugehen, dass wir halt gesagt haben, es gibt nur noch zwei große Blöcke. Das eine ist die Mobilitätswende und das 1:20:03 andere ist K. Und wir haben es dann absichtlich so organisiert, dass ähm alle Kolleginnen aus den Gewerkschaften beim Kbereich das dabei sein mussten und 1:20:12 auch umgekehrt alle Kehrleute und Feministinnen bei den industriellen Produktionsfragen, weil bei unserer ersten Akademie wir erlebt haben, dass 1:20:20 sich das quasi aufgeteilt hat, total gegendert und das war dann der Versuch ähm darauf zu antworten und zu intervenieren. Und was ich auch 1:20:27 mitbringen kann, ist echt eine schöne Entwicklung auch finde ich, dass aus den Praktiken, die ähm bei wir fahren ähm zusammen in Deutschland entwickelt, das 1:20:38 sind die sind migriert nach Österreich, da hieß es dann, wir fahren gemeinsam, weil zusammenfahren heißt bei uns ja einen Unfall produzieren. Ähm und ähm da 1:20:48 haben wirklich viele junge Kolleginnen gute Organizing Methoden entwickelt, sind ähm 20 Jahre jung und stabilste Organizer mittlerweile und jetzt gibt's 1:20:58 es sozusagen im Kbereich. Ähm also man wird versuchen, die Ordenspitälle in Oberösterreich und in Wien mal als Beginn zu organisieren. Ist eine echt 1:21:06 schöne Entwicklung und ähm jetzt gibt's mittlerweile auch einen Titel und der heißt wir sorgen gemeinsam. Danke euch auch noch mal einen wichtigen 1:21:15 Punkt, das richtige Framing für Kampagne zu finden. Ähm, ich würde jetzt vielleicht noch so zwei Fragen nehmen. Wir sind so knapp jetzt am Ende, aber 1:21:22 genau, wir haben auch ein bisschen spät angefangen, deswegen noch zwei Fragen. Ähm, hier vorne einmal und einmal ganz hinten, 1:21:29 also im Rot und dann hinten. Ich habe mich gerade umgedreht, um zu schauen, wer wo ganz hinten ist. Danke schön. Sophie Lampel von Greenpeieace. 1:21:39 Ähm, genau. Erstmal vielen herzlichen Dank für die für die ausgezeichneten Vorträge und ich kann nur sozusagen aus der Praxis zustimmen, dass wir es noch 1:21:47 nicht geschafft haben, die Brücke zwischen Soziales und Ökologie ähm ausreichend hinzubekommen. Bei Greenpeace haben wir uns auf dem Weg 1:21:53 gemacht, seit zwei Jahren versuchen wir sozialökologische Transformation als Rahmen unserer Arbeit äh zu nehmen. ähm einfach aus der Erkenntnis ähm und das 1:22:01 wurde heute ja angesprochen, dass wir die Klimafrage nur dann lösen können, wenn wir die soziale Frage ausreichend berücksichtigen, um die Leute eben auch 1:22:08 mitzunehmen auf der einen Seite und auf der anderen Seite, dass wir so wie wirtschaften produzieren und konsumieren, die planetan Grenzen 1:22:15 einfach nicht einhalten können. Also so viel dazu. Ähm aber genau, es gelingt uns mal besser, mal weniger konsequent, würde ich jetzt sagen. Ähm, aber zu den 1:22:25 Vorträen, ich habe eine Anmerkung und eine Frage. Die Anmerkung betrifft sozuschung von CO2 Emissionen durch Superreiche. Wir hatten das auch bei der 1:22:35 Konferenz bei der ausgezeichneten Konferenz der Hans Bckler Stiftung vor drei Wochen. Da ist mir nur wichtig, dass wir wirklich da alle drei 1:22:42 Dimensionen im Blick behalten, nämlich einerseits die CO2 Emissionen durch tatsächlich deren Konsum, zweitens die CO2 Emissionen durch deren 1:22:51 Investitionen, was ja noch mal eine ganz andere Dimension plötzlich hat. Und drittens aber die CO2 Emissionen, die Sie verursachen, indem sie entweder 1:22:59 direkt durch persönliche Kontakte oder indirekt über Lobbingnetzwerke direkt Einfluss auf Politik nehmen und auf Gesetzgebung, die eben sich negativ dann 1:23:08 auswirkt auf CO2 Emissionen. Wir hatten in Deutschland die Investigativrecherche zur Familien zur Stiftung Familienunternehmen, nicht der Verband, 1:23:16 sondern die Stiftung, wo wir eben gezeigt haben, dass unter diesen harmlosen Namen sich eigentlich die größten Konzerne zusammenun und die auch 1:23:22 noch sehr stolz darauf sind, solche Gesetze zu beeinflussen. So viel die Anmerkung und meine Frage dann sehr konkret ähm und Nora, du hast das glaube 1:23:31 ich auch noch Lukas ein bisschen in im Vortrag mit angewandt. Wir haben ja schon noch die Herausforderung. Ich kenne es jetzt von der Wid, das ist so 1:23:38 das Pondon zu Werdi aus Österreich, aber eben auch bei der IG Metall, die sagen, ja, es gibt Konzepte, aber unsere Belegschaft glaubt uns das gar nicht. So 1:23:49 die inhaltlich können wir die gar nicht mitnehmen. Die glauben nicht daran, dass unsere Industrie vor die Hunde gehen wird, wenn wir uns dann nicht auf dem 1:23:55 neuen Weg machen. Und was sind da ähm die Rezepte dafür? Vielen Dank. Dann noch ein letzte Meldung ganz hinten. Gerne kurz und 1:24:04 knapp. Ich versuch's, Stefanie Htgin, ich versuch's kurz und knapp. Das Mikro Echot. Ähm, erstens kurz noch 1:24:14 mal an meine Vorredner ran. Also in unseren Workshop war auch der Eindruck, dass dieses Zusammenbringen von Ökologie äh und Sozialem, ich würde immer auch 1:24:23 gerne sagen, der Klassendimension, ja, äh dass das eine Suchbewegung ist. Also, ich glaube, das ist keine Schande, das festzustellen, also konzeptionell, 1:24:31 praktisch und so weiter. Das war auch ganz klar bei unseren Workshops zu Tesla und Erschöpfung in der Batterieproduktion sichtbar. Ähm, ich 1:24:40 habe eine Bemerkung oder verbunden mit einer Frage eher an Nora, aber wenn ihr mögt auch beide. Und zwar ähm noch mal eine Anknüpfung auch an Alltagspraxen 1:24:52 von heute Vormittag. mich freuen deine Nora, deine Gesellschaftsbilder, ja, mit einer anderen Aufzähl auf Splittung von Zeit 1:25:03 und einem größeren äh Zusammenleben fürs Sorge, füreinander, was da gezeichnet wurde gegen so eine krasse Individualisierung und so weiter. Ähm 1:25:13 auch übrigens transnational, was du gezeichnet hast, ne? Also quasi auch über die eigenen regionalen, nationalen global, also kontinentalen Grenzen 1:25:22 hinaus. Das freut und gleichzeitig überrascht es mich nicht. Und ich würde auch sagen, dass das nicht nur entsteht, wenn man nach Leben fragt, sondern wir 1:25:29 hatten das eben vor 15, 10 Jahren erforscht auch mit Bezug auf Arbeit. Also das, was ich heute früh ausgeführt habe, ist es genau dasselbe. Wir wollen 1:25:37 eine menschliche, eine ruhigere, eine sinnvolle, eine ähm auf of auf sozusagen unser auch miteinander abzielende Ausrichtung von Arbeit und damit eben 1:25:47 auch von Produktion und Wirtschaft im weiteren. Ähm was aber ja gleichzeitig passiert, das ist dieser Prozess des autoritären Neoliberalismus, 1:25:58 dass diese Vorstellungswelten quasi zurückgeschoben werden durch sowas wie so einen ökonomischen Sachzwan und die Naturalisierung von Konkurrenz, von 1:26:12 immer zu neusteigender Effektivität, von immer zu neusteigenden Kostensenkungen, von immer neuen, man könnte sagen, im Wachstums Strategien auch wesentlich auf 1:26:22 Kosten der Körper und des Lebens ähm der Arbeiterinnen. Und das kam jetzt in deiner Präsentation, wenn ich es nicht überhört habe, nicht vor. Also meine 1:26:32 Frage ist so ein bisschen, weil das wäre meine These nach meiner eigenen Forschung, dass bevor es zu dieser kompletten Umdrehung und der 1:26:40 Faschisierung auch Unterbeiterinnen kommt, teilweise gibt's einen anderen Prozess, nämlich diese Gesellschaftsbilder werden mit Bloch 1:26:50 nicht mehr mögliche, sondern illusorische Utopien. Sie werden sozusagen losgelöst. Sie bleiben noch im Kopf, aber sie werden losgelöst von dem, 1:26:58 was machbar scheint. Und das haben wir in unserer Forschung sehr stark gesehen und das geht, das ist ein Prozess, der unter dem Neoliberalismus stattfindet. 1:27:05 Die Faschisierung setzt da drauf, weil quasi alles, was Solidarität, Zusammenhalt, Fürsorge ist, dann weggewischt wird. Aber davor wurde es 1:27:13 bereits Illusion, weil wir uns alle diesem Wettbewerb der weltweiten Konkurrenz, des Gürtelengerschnalls, des Standort Konkurrenz und so weiter und so 1:27:22 weiter stellen müssten, eine andere Chance gibt es nicht, dass es das Naturgesetz etc. Ja. Ähm, also meine Rückfrage an dich ist, habt ihr das auch 1:27:30 diskutiert? Was sind da eure Befunde, deine Überlegungen? Ähm, und es passt aber natürlich auch zu Lukas, weil ähm da ja auch die Frage ist, ne, also wie 1:27:40 krockt man an Staatsfinanzen und so weiter? Das ist ja auch in dem europäischen mindestens mal Wettbewerbregime, Wettbewerbsregime, was 1:27:46 du angedeutet hast. Danke schön. Und die Fragen passen auch ganz gut zusammen. Also die Fragen nach Utopien der Illusion von Utopien und die 1:27:54 Frage von vor mit Konzepten haben wir, aber irgendwie ist auch erscheint es nicht machbar. Vielleicht könnt ihr da dran anknüpfen, die Frage beantworten 1:28:01 und dann vielleicht euer Schlusswort auch sprechen und dann machen wir so langsam Schluss. Ähm dieser Satz, unsere Belegschaft 1:28:10 glaubt uns das nicht, zeigt schon, dass man nicht die Belegschaft gefragt hat, sondern ihnen was erzählt hat. Und das denke ich ist das Problem, ähm 1:28:22 dass wir diese Bedürfnisse und Interessen und Kenntnisse, wir meine ich jetzt insgesamt äh Forscher und auch Gewerkschafterin, 1:28:33 dass das nicht ernst genommen wird. Also wir haben z.B. will in unseren Kursen dann das habe da habe ich nicht drüber geredet einen zweiten Schritt gehabt. 1:28:41 Okay, das sind das ist jetzt die Gesellschaft in der wir leben wollen. Wie kommen wir dahin? 1:28:49 Was sind die Dinge, die Probleme? Was sind die Strategien, um diese Probleme anzugehen? Also ein Workshop darüber, wie man diese ähm Utopien in 1:29:00 Anführungszeichen, aber jetzt positiv diese konkreten Utopien, wie man die realisieren kann. das ernst zu nehmen, weil zum Teil nehmen die Arbeitenden 1:29:07 selbst das nicht ernst, was sie sagen. Das möchten wir gerne, aber ist eh nicht drin, ne? Und ich denke, da kam ganz interessante Strategien heraus, was die 1:29:18 Leute sich überlegt haben, wogegen müssen wir sein, wen müssen wir einbeziehen, mit wem müssen wir uns verbinden und so weiter und so fort. 1:29:26 Also meine kurz äh zusammengefasste Antwort auf diese langen Fragen ist zuhören, die Bedürfnisse ernst nehmen und die als Bestandteil einer Strategie 1:29:38 von unten entwickeln. Das ist jetzt nicht ähm die das ist ähm die Richtung der Lösung. Ich sag nicht, dass es einfach ist und 1:29:50 dass man dann garantiert auf eine andere Form von Politik kommt, aber ich glaube, es ist eine Notwendigkeit, wenigstens zuzuhören und Strategien zu 1:30:01 entwickeln von unten und an diesen Bedürfnissen anzusetzen, weil wie ich gesagt habe, die Faschisierung setzt an diesen Bedürfnissen an und der 1:30:10 Unterschied ist bloß, dass sie interpretiert werden in der Form, die sagt, okay, ihr wollt das alles, ihr wollt eine total andere Gesellschaft und 1:30:17 Wir werden das für euch organisieren und was wir machen müssen, okay, ihr wollt eine total andere Gesellschaft, eine andere Perspektive und wie stellt 1:30:27 ihr euch vor, dass ihr dahinkommt? Was sind eure Strategien und wie können wir die in die Politik einbeziehen? 1:30:40 Ja, ich glaube vor allem es geht um die Verbindung bei der Pole, ne? Also, das eine ist, ähm wir werden, und das fällt uns quasi auch in unserer alltäglichen 1:30:50 Arbeit äh auf äh in Österreich, wir werden sozusagen keinen sozialen und ökologischen Umbau hinbekommen, wenn wir es nicht schaffen, unsere Mitglieder zu 1:30:59 repolitisieren, handlungsfähig zu machen. Max Frisch hat mal gesagt, ähm Politik ist die eigenen Angelegenheiten in seine Hände nehmen. um diesen Prozess 1:31:08 geht. Ähm, weil die Stellvertreterinnenpolitik zwar, das darf man auch nicht unterschätzen, die funktioniert ja sehr 1:31:15 lange. Also, man geht auf Kredit oder man hat quasi eine gewisse Kampfkraft und Organisierungsgrad gehabt in den ähm im letzten Jahrhundert hat das Mühsam 1:31:25 erkämpft und aufgebaut. Und dann hat man äh auf dieser Basis sehr lange äh durchaus auch in Etappen erfolgreiche Stellvertreterinnenpolitik gemacht, aber 1:31:34 hat diesen Muskel, der dahinter steht, überhaupt institutionelle Erfolge zu haben, nicht gestärkt, weil man gesagt hat, wir machen das für euch, ihr müsst 1:31:42 selber nicht aktiv sein. Und deswegen freue ich mich sehr über ähm diese unglaublich neue Welle von Organizing, die es gibt. ähm ist jetzt für viele 1:31:52 vielleicht äh übertrieben, es als unglaubliche Welle zu bezeichnen, aber es es gibt zumindestens diese Pflanzen bei Werdi, bei EG Metall ähm auch bei 1:32:01 politischen Parteien blicken wir ähm auf das, was bei Mamdani im Hintergrund war. 150 000 Freiwillige, 2,2 Millionen Haustüren, die man geklopft hat. Das 1:32:12 sind fast alle Haushalte, die es in den in New York gibt. Ich habe es nicht glauben können, habe extra noch mal nachgeschaut. heißt nicht, dass die mit 1:32:19 allen gesprochen haben, aber an fast alle Haustüren geklopft. Was mir aber ganz wichtig ist, den zweiten Pol dabei nicht zu vergessen. Wir hatten heute 1:32:27 einen Workshop Namen werden nicht genannt und hat ein Kollege gesagt, es geht nur darum, we have to build power. Und das war quasi nur diese Perspektive 1:32:36 auf wir müssen wieder Macht von unten aufbauen. Ich glaube, es ist genauso wichtig, gleichzeitig den anderen Poli und zu sagen, was ist quasi die äh 1:32:46 intellektuelle, organisch intellektuelle Arbeit, Konzepte und Ideen zu entwickeln. Und das Problem entsteht, wenn man nur das eine oder das andere 1:32:54 macht. Ja, und Gewerkschaften, Parteien, Institutionen sind genau der Ort, die Kohenz zwischen diesen beiden Polen herzustellen und die Verbindung 1:33:04 hinzubekommen. Also da daher quasi noch mal ein Argument auf beide Pole zu achten und nicht zu sagen: "Hey, er macht's nur Konzepte, das das reicht ja 1:33:12 nicht aus. Wir müssen Durchsetzungsmacht entwickeln oder umgekehrt." Vielen Dank. auch ein schönes Schlusswort und äh ich freue mich, dass 1:33:19 wir noch mal auf die strategischen Fragen zur Sozialökon Transformation eingegangen sind, dass wir so paar der Prinzipien, an denen sich die Kämpfe 1:33:26 ausz ausrichten, eben noch mal beleuchtet haben. Demokratisierung, Planung, ähm transnationale Solidarität, Degrowth ähm und auch das rausgekommen 1:33:36 ist, dass es eben zwar schwieriger wird, sozialökologisch Transformationsbürlich zu machen und gleichzeitig ist es das Gegenmittel auch gegen die 1:33:43 voranschreitende Faschisierung und genau. Danke euch für eure Einsichten und für eure Perspektiven, die ihr geteilt habt. Danke auch dem Publikum 1:33:49 für euer engagierte Diskussion. Ähm und ich wünsche euch allen noch eine gute Zeit auf der Konferenz. Morgen geht es weiter um 9 Uhr mit einem Podium zu 1:34:01 Justin im internationalen Vergleich mit Dennis Eversberg, Vera Trappmann und Oli Brand. Ähm, freue mich dann viele von euch morgen dort wieder zu sehen. Und 1:34:09 jetzt erstmal einen guten Abend. Tschüss. [applaus]