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Parasitismus – Ökologie 4
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
- Ob ihr es glaubt oder nicht, aber der Zaubertrank der Gallia, der Miracul zusammenbraut, wirkt nur mit Hilfe von
- Parasiten. Und zwar sind diese Parasiten die Misteln. Warum das Parasiten sind und was ihr sonst noch über Parasitismus
- wissen solltet, erfahrt ihr jetzt. Die Bezeichnung Parasit kommt vom altgriechischen Para und Sitos.
- Übersetzt bedeutet das neben und gemestet. Ursprünglich wurden so die Vorkoster bei Opferfesten genannt. Die
- konnten sich durch ihre Aufgabe nämlich ohne Aufwand oder Kosten eine Mahlzeit verschaffen. Unter Parasitismus versteht
- man heute die Versorgung mit Ressourcen, aber nicht aus eigener Kraft, sondern Mittels Organismen einer anderen Art. In
- der Regel sind diese Wirtorganismen deutlich größer als der Parasit. Der deutsche Begriff lautet Schmarotzer.
- Meist benutzt ein Parasit Körperflüssigkeiten, Gewebe oder Nährstoffe des Wirtsungsquelle.
- Der Wirt dabei mehr oder weniger stark geschädigt, bleibt aber in den meisten Fällen am Leben. Bei den Raupparasiten,
- auch Parasitoide genannt, läuft das etwas anders ab. Die töten nämlich ihren Wirt, nachdem sie ihren
- Entwicklungszyklus abgeschlossen haben. Bei den Wirten treten durch die Parasiten häufig spezielle
- Krankheitsbilder auf. Man spricht dann von Parasitosen. Die Parasiten sind stark auf den Wirt
- spezialisiert, z.B. mit ihren Klammer oder Saugorganen, wie bei den Läusen oder Blutegeln. Die Parasiten besitzen
- in der Regel auch nur einige wenige Wirzarten. Sind sie auf nur eine Wirzart spezialisiert, bezeichnet man sie als
- Monoxien. Bei einigen wenigen Wirzarten nennt man sie Oligoxen und bei vielen verschiedenen Wirzarten Polyxen.
- Parasiten, die während ihrer gesamten Entwicklung nur einen Wirt besitzen, werden Homoxien genannt. Findet
- mindestens ein Wirzwechsel während ihres Entwicklungszyklus statt, dann heißt das ganze Heteroxen. Sie haben dann z.B. als
- Lave eine Wirzart und als fertiges Insekt eine andere. Man unterscheidet weitere verschiedene Arten von
- Parasiten. Stechmücken oder Zecken z.B. leben nicht innerhalb des Wirz, sondern lediglich oben drauf. Diese Parasiten
- werden Ekto oder Außenparasiten genannt. Sie dringen nur teilweise in den Organismus des Wirts, in der Regel nur
- mit den Organen, die zur Versorgung dienen. Sie ernähren sich von Blut, Gewebsflüssigkeiten oder von der Haut.
- Bandwürmer oder die Maden der Dasselfliege sind Endoparasiten. Das bedeutet, sie leben im Inneren des Wirts
- dort innerhalb oder außerhalb der Zellen verweilen und werden dementsprechend intra oder extraellulär genannt. Man
- unterscheidet auch zwischen fakultativen und obligaten Parasiten. Die einen brauchen nicht zwanghaft einen Wirt, um
- sich zu entwickeln und parasitieren daher nur gelegentlich. Die anderen sind für ihre Entwicklung vollständig auf den
- Wirt angewiesen. Temporäre Parasiten wie Stechmücken sind nicht dauerhaft bei ihrem Wirt, sondern besuchen ihn nur für
- eine bestimmte Zeit, z.B. um Nahrung aufzunehmen. Parasiten, die ständig an oder in einem
- Wirt leben, werden stationär genannt. Sie können in zwei weitere Gruppen aufgeteilt werden. Periodisch sind sie
- dann, wenn sie nur in bestimmten Entwicklungsstadien parasitisch leben, z.B. nur als Lave. Permanente Parasiten
- verbringen ihr ganzes Leben bei ihrem Wirt. Pflanzen, die parasitisch leben, werden Phytoparasiten genannt. Einige
- von ihnen, die Vollschmarotzer, sind vollständig auf ihre Wirter angewiesen. Sie betreiben keine eigene Fotosynthese,
- sondern ziehen ihre gesamte Energie aus dem Wirt wie der blassgelbe Sommerwurz, der leider sehr gerne auf Nutzpflanzen
- wächst. Die Halbschmarotzer, wie z.B. Die Misteln verwachsen mit ihrem Wirt und entziehen ihm Wasser und
- Mineralstoffe. Fotosynthese betreiben sie aber selbst. Für die Ökologie spielen Parasiten eine enorme Rolle. Wie
- groß ihre Auswirkung auf Ökosysteme ist, wird bei eingeschleppten Arten besonders deutlich. Eine Algenart, die sogenannte
- Killeralge, wurde ins Mittelmeer eingeschleppt und verbreitet sich dort wie Sau. Die Killeralgen überwuchern das
- heimische Seegras und rauben ihm Nährstoffe. Die giftige Algenart hat im Mittelmeer keine natürlichen Feinde und
- ist dadurch in der Lage, den Lebensraum vieler Tiere zu zerstören. Daher hat sie auch ihren Namen. Weitere interessante
- Themen der Ökologie erklären wir euch in den nächsten Videos dieser Playlist. Also einfach weiterlaufen lassen.
- Parasiten lösen Krankheiten aus. Das haben wir vorhin erzählt. Um mehr über die bekanntesten und wichtigsten
- Krankheiten zu erfahren, klickt auf dieses Video.
Zum Nachlesen
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