Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Parasitismus – Ökologie 4

Biologie - simpleclub4:40 488.854 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
Herunterladen
  1. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber der Zaubertrank der Gallia, der Miracul zusammenbraut, wirkt nur mit Hilfe von
  2. Parasiten. Und zwar sind diese Parasiten die Misteln. Warum das Parasiten sind und was ihr sonst noch über Parasitismus
  3. wissen solltet, erfahrt ihr jetzt. Die Bezeichnung Parasit kommt vom altgriechischen Para und Sitos.
  4. Übersetzt bedeutet das neben und gemestet. Ursprünglich wurden so die Vorkoster bei Opferfesten genannt. Die
  5. konnten sich durch ihre Aufgabe nämlich ohne Aufwand oder Kosten eine Mahlzeit verschaffen. Unter Parasitismus versteht
  6. man heute die Versorgung mit Ressourcen, aber nicht aus eigener Kraft, sondern Mittels Organismen einer anderen Art. In
  7. der Regel sind diese Wirtorganismen deutlich größer als der Parasit. Der deutsche Begriff lautet Schmarotzer.
  8. Meist benutzt ein Parasit Körperflüssigkeiten, Gewebe oder Nährstoffe des Wirtsungsquelle.
  9. Der Wirt dabei mehr oder weniger stark geschädigt, bleibt aber in den meisten Fällen am Leben. Bei den Raupparasiten,
  10. auch Parasitoide genannt, läuft das etwas anders ab. Die töten nämlich ihren Wirt, nachdem sie ihren
  11. Entwicklungszyklus abgeschlossen haben. Bei den Wirten treten durch die Parasiten häufig spezielle
  12. Krankheitsbilder auf. Man spricht dann von Parasitosen. Die Parasiten sind stark auf den Wirt
  13. spezialisiert, z.B. mit ihren Klammer oder Saugorganen, wie bei den Läusen oder Blutegeln. Die Parasiten besitzen
  14. in der Regel auch nur einige wenige Wirzarten. Sind sie auf nur eine Wirzart spezialisiert, bezeichnet man sie als
  15. Monoxien. Bei einigen wenigen Wirzarten nennt man sie Oligoxen und bei vielen verschiedenen Wirzarten Polyxen.
  16. Parasiten, die während ihrer gesamten Entwicklung nur einen Wirt besitzen, werden Homoxien genannt. Findet
  17. mindestens ein Wirzwechsel während ihres Entwicklungszyklus statt, dann heißt das ganze Heteroxen. Sie haben dann z.B. als
  18. Lave eine Wirzart und als fertiges Insekt eine andere. Man unterscheidet weitere verschiedene Arten von
  19. Parasiten. Stechmücken oder Zecken z.B. leben nicht innerhalb des Wirz, sondern lediglich oben drauf. Diese Parasiten
  20. werden Ekto oder Außenparasiten genannt. Sie dringen nur teilweise in den Organismus des Wirts, in der Regel nur
  21. mit den Organen, die zur Versorgung dienen. Sie ernähren sich von Blut, Gewebsflüssigkeiten oder von der Haut.
  22. Bandwürmer oder die Maden der Dasselfliege sind Endoparasiten. Das bedeutet, sie leben im Inneren des Wirts
  23. dort innerhalb oder außerhalb der Zellen verweilen und werden dementsprechend intra oder extraellulär genannt. Man
  24. unterscheidet auch zwischen fakultativen und obligaten Parasiten. Die einen brauchen nicht zwanghaft einen Wirt, um
  25. sich zu entwickeln und parasitieren daher nur gelegentlich. Die anderen sind für ihre Entwicklung vollständig auf den
  26. Wirt angewiesen. Temporäre Parasiten wie Stechmücken sind nicht dauerhaft bei ihrem Wirt, sondern besuchen ihn nur für
  27. eine bestimmte Zeit, z.B. um Nahrung aufzunehmen. Parasiten, die ständig an oder in einem
  28. Wirt leben, werden stationär genannt. Sie können in zwei weitere Gruppen aufgeteilt werden. Periodisch sind sie
  29. dann, wenn sie nur in bestimmten Entwicklungsstadien parasitisch leben, z.B. nur als Lave. Permanente Parasiten
  30. verbringen ihr ganzes Leben bei ihrem Wirt. Pflanzen, die parasitisch leben, werden Phytoparasiten genannt. Einige
  31. von ihnen, die Vollschmarotzer, sind vollständig auf ihre Wirter angewiesen. Sie betreiben keine eigene Fotosynthese,
  32. sondern ziehen ihre gesamte Energie aus dem Wirt wie der blassgelbe Sommerwurz, der leider sehr gerne auf Nutzpflanzen
  33. wächst. Die Halbschmarotzer, wie z.B. Die Misteln verwachsen mit ihrem Wirt und entziehen ihm Wasser und
  34. Mineralstoffe. Fotosynthese betreiben sie aber selbst. Für die Ökologie spielen Parasiten eine enorme Rolle. Wie
  35. groß ihre Auswirkung auf Ökosysteme ist, wird bei eingeschleppten Arten besonders deutlich. Eine Algenart, die sogenannte
  36. Killeralge, wurde ins Mittelmeer eingeschleppt und verbreitet sich dort wie Sau. Die Killeralgen überwuchern das
  37. heimische Seegras und rauben ihm Nährstoffe. Die giftige Algenart hat im Mittelmeer keine natürlichen Feinde und
  38. ist dadurch in der Lage, den Lebensraum vieler Tiere zu zerstören. Daher hat sie auch ihren Namen. Weitere interessante
  39. Themen der Ökologie erklären wir euch in den nächsten Videos dieser Playlist. Also einfach weiterlaufen lassen.
  40. Parasiten lösen Krankheiten aus. Das haben wir vorhin erzählt. Um mehr über die bekanntesten und wichtigsten
  41. Krankheiten zu erfahren, klickt auf dieses Video.

Zum Nachlesen