Parasitismus – Ökologie 4 Biologie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=uagBeKYBBvI Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ob ihr es glaubt oder nicht, aber der Zaubertrank der Gallia, der Miracul zusammenbraut, wirkt nur mit Hilfe von 0:06 Parasiten. Und zwar sind diese Parasiten die Misteln. Warum das Parasiten sind und was ihr sonst noch über Parasitismus 0:12 wissen solltet, erfahrt ihr jetzt. Die Bezeichnung Parasit kommt vom altgriechischen Para und Sitos. 0:25 Übersetzt bedeutet das neben und gemestet. Ursprünglich wurden so die Vorkoster bei Opferfesten genannt. Die 0:31 konnten sich durch ihre Aufgabe nämlich ohne Aufwand oder Kosten eine Mahlzeit verschaffen. Unter Parasitismus versteht 0:38 man heute die Versorgung mit Ressourcen, aber nicht aus eigener Kraft, sondern Mittels Organismen einer anderen Art. In 0:45 der Regel sind diese Wirtorganismen deutlich größer als der Parasit. Der deutsche Begriff lautet Schmarotzer. 0:52 Meist benutzt ein Parasit Körperflüssigkeiten, Gewebe oder Nährstoffe des Wirtsungsquelle. 0:58 Der Wirt dabei mehr oder weniger stark geschädigt, bleibt aber in den meisten Fällen am Leben. Bei den Raupparasiten, 1:04 auch Parasitoide genannt, läuft das etwas anders ab. Die töten nämlich ihren Wirt, nachdem sie ihren 1:10 Entwicklungszyklus abgeschlossen haben. Bei den Wirten treten durch die Parasiten häufig spezielle 1:16 Krankheitsbilder auf. Man spricht dann von Parasitosen. Die Parasiten sind stark auf den Wirt 1:22 spezialisiert, z.B. mit ihren Klammer oder Saugorganen, wie bei den Läusen oder Blutegeln. Die Parasiten besitzen 1:29 in der Regel auch nur einige wenige Wirzarten. Sind sie auf nur eine Wirzart spezialisiert, bezeichnet man sie als 1:36 Monoxien. Bei einigen wenigen Wirzarten nennt man sie Oligoxen und bei vielen verschiedenen Wirzarten Polyxen. 1:44 Parasiten, die während ihrer gesamten Entwicklung nur einen Wirt besitzen, werden Homoxien genannt. Findet 1:50 mindestens ein Wirzwechsel während ihres Entwicklungszyklus statt, dann heißt das ganze Heteroxen. Sie haben dann z.B. als 1:58 Lave eine Wirzart und als fertiges Insekt eine andere. Man unterscheidet weitere verschiedene Arten von 2:04 Parasiten. Stechmücken oder Zecken z.B. leben nicht innerhalb des Wirz, sondern lediglich oben drauf. Diese Parasiten 2:12 werden Ekto oder Außenparasiten genannt. Sie dringen nur teilweise in den Organismus des Wirts, in der Regel nur 2:19 mit den Organen, die zur Versorgung dienen. Sie ernähren sich von Blut, Gewebsflüssigkeiten oder von der Haut. 2:26 Bandwürmer oder die Maden der Dasselfliege sind Endoparasiten. Das bedeutet, sie leben im Inneren des Wirts 2:34 dort innerhalb oder außerhalb der Zellen verweilen und werden dementsprechend intra oder extraellulär genannt. Man 2:41 unterscheidet auch zwischen fakultativen und obligaten Parasiten. Die einen brauchen nicht zwanghaft einen Wirt, um 2:47 sich zu entwickeln und parasitieren daher nur gelegentlich. Die anderen sind für ihre Entwicklung vollständig auf den 2:54 Wirt angewiesen. Temporäre Parasiten wie Stechmücken sind nicht dauerhaft bei ihrem Wirt, sondern besuchen ihn nur für 3:01 eine bestimmte Zeit, z.B. um Nahrung aufzunehmen. Parasiten, die ständig an oder in einem 3:07 Wirt leben, werden stationär genannt. Sie können in zwei weitere Gruppen aufgeteilt werden. Periodisch sind sie 3:13 dann, wenn sie nur in bestimmten Entwicklungsstadien parasitisch leben, z.B. nur als Lave. Permanente Parasiten 3:21 verbringen ihr ganzes Leben bei ihrem Wirt. Pflanzen, die parasitisch leben, werden Phytoparasiten genannt. Einige 3:28 von ihnen, die Vollschmarotzer, sind vollständig auf ihre Wirter angewiesen. Sie betreiben keine eigene Fotosynthese, 3:35 sondern ziehen ihre gesamte Energie aus dem Wirt wie der blassgelbe Sommerwurz, der leider sehr gerne auf Nutzpflanzen 3:42 wächst. Die Halbschmarotzer, wie z.B. Die Misteln verwachsen mit ihrem Wirt und entziehen ihm Wasser und 3:48 Mineralstoffe. Fotosynthese betreiben sie aber selbst. Für die Ökologie spielen Parasiten eine enorme Rolle. Wie 3:56 groß ihre Auswirkung auf Ökosysteme ist, wird bei eingeschleppten Arten besonders deutlich. Eine Algenart, die sogenannte 4:03 Killeralge, wurde ins Mittelmeer eingeschleppt und verbreitet sich dort wie Sau. Die Killeralgen überwuchern das 4:10 heimische Seegras und rauben ihm Nährstoffe. Die giftige Algenart hat im Mittelmeer keine natürlichen Feinde und 4:16 ist dadurch in der Lage, den Lebensraum vieler Tiere zu zerstören. Daher hat sie auch ihren Namen. Weitere interessante 4:23 Themen der Ökologie erklären wir euch in den nächsten Videos dieser Playlist. Also einfach weiterlaufen lassen. 4:29 Parasiten lösen Krankheiten aus. Das haben wir vorhin erzählt. Um mehr über die bekanntesten und wichtigsten 4:34 Krankheiten zu erfahren, klickt auf dieses Video.