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Finanzierungsarten | Aussen- & Innenfinanzierung | Fremd- & Eigenfinanzierung | einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
- Nehmen wir mal an, ihr habt ein Unternehmen. Ihr möchtet mit diesem Unternehmen weiter wachsen und benötigt dazu Geld. Doch wie kommt ihr an dieses
- Geld? Genau darum geht es in diesem Video. Es gibt vier Arten der Finanzierung. Die Fremdfinanzierung,
- Beteiligungsfinanzierung, Selbstfinanzierung und Verflüssigungsfinanzierung. Die Fremd- und Beteiligungsfinanzierung
- gehören beide zur Außenfinanzierung. Das heißt, das Geld kommt von extern. Die Selbst und Verflüssigungsfinanzierung
- gehören beide zur Innenfinanzierung. Das heißt, die nötigen finanziellen Mittel werden intern beschafft. Jetzt müsst ihr euch noch merken, dass
- Innenfinanzierung nicht das gleiche wie Eigenfinanzierung ist. Zwar gehören die beiden Innenfinanzierungsarten
- auch zur Eigenfinanzierung. Die Beteiligungsfinanzierung von außen gehört aber ebenfalls zur Eigenfinanzierung.
- Schauen wir uns die einzelnen Finanzierungsarten etwas genauer an. Beginnen wir mit der Fremdfinanzierung. Das ist die einzige Finanzierungsart,
- welche nicht zur Eigenfinanzierung dazu gehört. Bei dieser Finanzierungsart wird das Geld für eine gewisse Zeit zur Verfügung
- gestellt. Der Geldgeber profitiert hier von Zinszahlungen. Das investierte Geld muss aber dem
- Geldgeber zurückbezahlt werden. Die Fremdfinanzierung kann in drei Bereiche unterteilt werden. kurzfristiges Fremdkapital, langfristiges Fremdkapital
- und noch Sonderformen. Zum kurzfristigen Fremdkapital gehören alle Kredite, die im Zeitraum von einem
- Jahr zurückbezahlt werden müssen. Das können Kleinkredite der Bank, Anzahlungen, Lieferantenkredite und so weiter sein.
- Beim langfristigen Fremdkapital handelt es sich um Kredite, die man mehr als ein Jahr zur Verfügung gestellt bekommt. Ein gutes Beispiel ist der Hypothekarredit.
- Ihr könnt aber auch Obligationen herausgeben. Es gibt viele weitere solche Kredite. Als letztes haben wir die Sonderformen
- der Fremdfinanzierung. Das sind meistens nicht klassische Kredite. Es sind eher Möglichkeiten, wie eine Unternehmung an Vermögen kommt.
- Beispiele dafür sind Leasing, Factoring und Fördergelder. Das war die Fremdfinanzierung. Schauen wir uns nun die
- Beteiligungsfinanzierung an. Die Beteiligungsfinanzierung kommt ebenfalls von außen. Der Unterschied zur Fremdfinanzierung ist,
- dass ihr hier das Geld nicht zurückzahlen müsst. Ebenfalls müsst ihr keine Zinsen zahlen. Der Kapitalgeber wird zum Gesellschafter
- und besitzt Anteile der Firma. Seine Rendite erhält der Kapitalgeber in diesem Fall, wenn das Unternehmen Gewinn macht. Als Gesellschafter, also als
- Miteigentümer, hat man eben Anrecht auf diesen Gewinn. Wenn der Gewinn besonders hoch ausfällt, dann freut sich der Investor auch besonders stark. Wenn kein
- Gewinn vorliegt, dann gibt es auch keine Gewinnausschüttung. Bei der Fremdfinanzierung hingegen erhält der Kapitalgeber gleich viele
- Zinsen, egal ob es ein gutes oder ein schlechtes Geschäftsjahr war. Zu der Beteiligungsfinanzierung gehören beispielsweise der Erwerb von
- Aktien, aber auch sonstige Beteiligungen, wie beispielsweise von Business Angels oder Venture Capital Gesellschaften.
- Wir haben uns nun also die beiden Außenfinanzierungsarten angeschaut. Schauen wir uns nun die
- Innenfinanzierung auch noch kurz an. Die Selbstfinanzierung kann eigentlich erst dann zum Zug kommen, wenn Gewinn schon vorliegt. Zwei Dinge kann man mit
- dem Gewinn tun. Einerseits den Gewinn an die Eigentümer ausschütten und andererseits den Gewinn reinvestieren. Genau diese Reinvestition wird bei der
- Selbstfinanzierung gemacht. So müssen keine neuen Kredite aufgenommen werden, um zu expandieren. Das ist dann auch schon die
- Selbstfinanzierung. Jetzt noch die Verflüssigungsfinanzierung. Das ist nicht eine Finanzierung im
- eigentlichen Sinn. Hier werden Vermögen, beispielsweise Maschinen oder Mobilien verkauft, damit mehr liquide Mittel vorhanden sind.
- Es ist also weniger eine Finanzierung, sondern eine Umstrukturierung des Vermögens. Wir haben uns jetzt alle
- Finanzierungsarten angeschaut, aber nun die Frage, welche Finanzierungsart sollte gewählt werden? Schauen wir uns deshalb die Vor und Nachteile der Fremd
- und Eigenfinanzierung an. Beginnen wir mit der Fremdfinanzierung. Die Vorteile sind, dass ihr das Geld in größeren Mengen zur Verfügung gestellt
- bekommt. Auch die Zinsen, die ihr zahlen müsst, können vom Gewinn abgezogen werden, wodurch ihr eine Steuerentlastung erhaltet.
- Der Geldgeber hat kein Mitsprachrecht im Unternehmen. Wenn die Unternehmung expandiert und ihr richtig viel Gewinn macht, hat der
- Geldgeber keinen Anspruch auf diesen Gewinn. Die Nachteile sind hohe Zinsen, die immer wieder anfallen.
- Auch der Kredit befristet ist, also zurückbezahlt werden muss, kann für eine Unternehmung schwierig werden. Ihr könnt mit dem Geld meist auch nicht alles
- machen, was ihr wollt. Der Geldgeber gibt euch wichtige Vorgaben, wodurch euer Handlungsspielraum eingeschränkt ist.
- des einen Vorteile, des anderen Nachteile und umgekehrt. Die Vorteile bei der Eigenfinanzierung sind deshalb keine Zinsen. Das Geld steht unbefristet
- zur Verfügung und man kann es beliebig verwenden. Die Nachteile sind die schwierige Beschaffung, hohe Gewinnversteuerung,
- der Kapitalgeber hat Gewinnanspruch und das Mitsprachrecht. Zum Schluss noch mal der Überblick zu den verschiedenen Finanzierungsarten.
Zum Nachlesen
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UnternehmensfinanzierungAls Finanzierungsquellen kommen bei der Eigenfinanzierung das eigene Unternehmen (Gewinnthesaurierung, Bildung von Rückstellungen) oder die Gesellschafter …
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