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Rom während der Kaiserzeit – Was ist der Prinzipat? (Stichwort Antike – Einfach Antike)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 78 Zeilen
- das erste Jahrhundert vor Christus war in Rom eine ziemlich blutige Angelegenheit Rom war eine Weltmacht geworden und die Republik geriet so mehr
- und mehr an ihre Grenzen immer wieder hatten einzelne versucht die Macht an sich zu reißen die grachen sulla kaatelina Caesar aber sie alle waren am
- Ende gescheitert die meisten von ihnen wurden sogar ermordet erst Augustus gelang es eine Alleinherrschaft einzurichten die sehr stabil war und nun
- auch einige Jahrhunderte lang hielt den Prinzipat was ist das und was macht Augustus besser als seine
- [Musik] Vorgänger um vorweg eine wichtige Frage zu klären es heißt der Prinzipat ich
- gehöre leider tendenziell auch zu den Leuten die eher das Prinzipat sagen aber wenn ihr in der althistorischen Forschung ernst genommen werden wollt
- sagt besser der ich werde mir also in diesem Video alle Mühe geben den richtigen Artikel zu verwenden der erste Kaiser Roms war Augustus der wurde im
- Jahr 63 vor Christus geboren und erlebte damit den Untergang der Republik hautnah mit er war sogar ganz maßgeblich daran beteiligt bereits sein Adoptivvater Cesa
- hatte ja schon versucht eine Alleinherrschaft einzurichten wir alle wissen wie das ausgegangen ist und auch Augustus der zu diesem Zeitpunkt noch
- Octavius bzw Oktavian hieß war am Beginn seiner Karriere mit gerade mal 18 Jahren massiv in den Bürgerkrieg verstrickt der nach Caesars Tod ausbrach und auch dann
- kehrte erstmal keine Ruhe ein solange bis er im Jahr 31 vor Christus alle seine Gegner militärisch ausgeschaltet hatte jetzt ist man einmal der
- mächtigste Mann Roms da will man diese macht natürlich auch nur sehr ungern wieder aufgeben und Oktavian musste außerdem auch noch diverse Gewalttaten
- rechtfertigen die er auf dem Weg dahin begangen hatte er machte das nun aber etwas klüger als sein Adoptivvater Caesar denn Oktavian wollte auf jeden
- Fall den Anschein vermeiden er könnte versuchen König von Rom zu werden Königsherrschaft hatte aus verschiedenen Gründen in Rom ein gewisses imageprem
- und sie war der Grund für Caesars Ermordung das machte Oktavian nun ein bisschen geschickter Oktavian hatte zahlreiche sondervollmachten erhalten
- und er verfügte über ein riesiges Heer bei dem es immer gefährlich war wenn die jetzt alle auf einen einzelnen hörten aber
- Oktavian machte jetzt einen relativ geschickten Schachzug am 13 Januar 27 vor Christ fand eine Senatssitzung statt bei der
- man sich jetzt sicher sein kann dass die im Vorfeld unter allen Beteiligten abgesprochen war Oktavian trat nun vor den Senat und
- behauptete er habe seine Aufgabe erfüllt die Republik sei wieder hergestellt worden und alles könnte jetzt wieder so sein wie früher er übergab seine ganzen
- sondervollmachten und auch das Heer zurück an den Senat und das Volk von Rom das war jetzt aber nur zum Schein so nur drei Tage später am 16 Januar 27 verlieh
- der Senat ihm jetzt eine noch viel größere Macht und er gab ihm auch den Ehrentitel Augustus der Erhabene Augustus zierte sich jetzt noch
- so ein bisschen und war sich nicht sicher ob er dieser großen Aufgabe jetzt auch wirklich gewachsen war de facto war er aber einfach nach wie vor ein
- Alleinherrscher er war der prininket der der erste Mann im Staat und danach heißt dieses spezifisch römische Herrschaftssystem auch Prinzipat
- Augustus macht gründete jetzt auf verschiedenen Säulen zum einen war da das riesige Vermögen dass er von Caesar geerbt hatte zum anderen war da noch die
- treue Gefolgschaft seiner Soldaten also schon im Vorfeld des Januars 27 vor Christus musste der Senat wirklich Angst haben dass Augustus seine Macht notfalls
- auch mit dem Militär und mit Gewalt durchsetzen würde aber ab 22 vor Christus war nun auch die militärische Macht des Augustus
- offiziell legitimiert denn der Senat verlieh ihm das Imperium prokonsulare maius das bedeutet augustus hatte die amtsvollmachten eines Prokonsuls der
- durfte zum piel in einer Provinz ein herführen aber augustus hatte eben das Imperium prokonsulare maius das bedeutet quasi erweiterte prokonsularische
- Vollmachten und er durfte nicht nur in einer Provinz einherführen sondern er konnte über das Heer im gesamten römischen Reich
- verfügen er hatte den Oberbefehl über alle Truppen und das war schon ziemlich krass also zum einen gründete sich die Macht des Augustus und auch die aller
- nachfolgenden Kaiser auf dieses Imperium prokonsulare Maus gleichzeitig verlieh ihn der Senat auch noch die tribunikia
- potestas das heißt die amtsvollmacht eines Volkstribun damit konnte Augustus z.B senatsitzungen einberufen er konnte
- Gesetzesvorschläge einbringen und er hatte ein Vetorecht um missliebige Beschlüsse zu verhindern und Augustus wurde nun auch fast in jedem Jahr zum
- Konsul gewählt also zum obersten Beamten im Staat das alles waren Ämter die es in der Republik auch schon gegeben hatte es war aber nie so vorgesehen dass jetzt
- ein einzelner die alle auf sich vereinen konnte Augustus bekam all diese macht aber trotzdem er bestimmte wer im Senat saß er hatte die Gesetzgebung in der
- Hand und er hatte den Oberbefehl über das herer was uns zu der Frage führt warum der Senat eigentlich nicht dagegen vorgegangen ist na ja Augustus war
- geschickt der gesamte Verwaltungsapparat der Republik blieb weiterhin bestehen das heißt die ganzen Senatoren konnten weiterhin hohe Ämter und ehrenstellungen
- erreichen und das war ja das worauf sich so ihr Ansehen gründete also die Senatoren mussten jetzt erstmal nicht befürchten dass sie ihr Ansehen
- verlieren und gleichzeitig erfand Augustus noch ein interessantes Konzept nämlich Primus inter Paris das bedeutet der erste
- untergleichen ja ich weiß wir haben heute sehr viele lateinische Begriffe ich kann nicht dafür die Sachen haben halt lateinische Namen also der Gedanke
- hinter diesem Primus inter Paris dem ersten untergleichen war es eben dass Augustus eigentlich ja auch nur ein ganz normaler
- Senator war und allen anderen halt so ein ganz kleines bisschen an Ansehen überlegen war Primus interparis ist an sich schon ein schizophrenes Konzept
- also entweder sind alle gleich dann gibt es keinen ersten oder einer ist der erste aber dann sind nicht alle
- gleich na ja so oder so war das auch alles nur Fassade denn de facto warom jetzt eine Monarchie mit einem Alleinherrscher der gab sich allerdings
- alle Mühe das nicht so aussehen zu lassen als Augustus nach einer sehr langen und stabilen Herrschaftszeit von über 40 Jahren schließlich starb
- übertrug er seine ganze Macht und seine ganzen sondervollmachten an seinen Adoptivsohn Tiberius das funktionierte ohne größere
- Widerstände und ist eigentlich erstaunlich denn diese ganzen sondervollmachten die Augustus halt so ein bisschen gleicher
- machten als die anderen Senatoren all das das war ja eigentlich an die Person des Augustus gebunden damit wurde jetzt in Rom macht
- de facto erblich auch wenn sie rein rechtlich immer vom Senat bestätigt werden musste dieses neue Herrschaftssystem hielt jetzt rund 300
- Jahre nämlich bis zum Beginn der Spätantike und es sorgte auch insgesamt für veränderte Machtverhältnisse in Rom also die Senatoren verloren insgesamt
- und dann vor allen Dingen auch zunehmend über die nächsten 300 Jahre mehr und mehr an Einfluss gleichzeitig gewannen andere Gruppen im Umfeld des Kaisers gab
- es z.B natürlich auch immer eine ganze Reihe von Sklaven und diese wurden oft für ihre gute it freigelassen die hatten schon einen
- ziemlich guten Draht zum Kaiser da sie ja schon jahrelang für ihn gearbeitet hatten der blieb dann meistens auch nach der Freilassung bestehen und dadurch
- konnte man politisch einflussreich werden also freigelassene kaiserliche Sklaven sind so die eine Gruppe die andere Gruppe sind Frauen also wenn ich
- ein politisches System habe in dem macht jetzt erblich ist dann spielen Frauen darin zwangsläufig eine Rolle wenn man sich die Republik so anschaut und da man
- Blick wirft auf die Ehefrauen der Senatoren dann gibt es da echt wenige die mal irgendwie politisch in Erscheinung getreten sind also Cornelia
- die Mutter der grachen ist so eine und dann müsste ich jetzt echt schon lange überlegen auch das ändert sich jetzt die Frauen in der
- kaiserlichen Familie die Mütter die Töchter die Ehefrauen die Wissen um ihren Einfluss sie sind die gatekeeperinnen zum Zentrum der
- politischen Macht und bereits die allererste kaisergattin nämlich Livia Drusilla die Ehefrau des Augustus die weiß um ihre Position und um ihren
- Einfluss ein weiteres sehr gutes Beispiel wäre noch agrepina über die wir hier vor kurzem auch schon mal gesprochen haben das ist die Mutter
- Neros auch die hatte eine riesige politische Macht versteht mich jetzt nicht falsch das bedeutet nicht dass wir während der
- Kaiserzeit da jetzt irgendwie auf dem Weg zu Geschlechtergleichheit gewesen wären oder zur politischen Teilhabe von Sklaven und
- freigelassenen aber für einzelne wird das nun möglich die Quellen der Geschichtsschreibung die wir aus der Antike noch haben sind fast alle von
- Senatoren verfasst worden das muss man sich klar machen den das bedeutet auch dass in der antiken Geschichtsschreibung immer die Kaiser besonders gut wegkommen
- die eine besonders senatorenfreundliche Politik gemacht haben also die Kaiser die sich an die Spielregel gehalten haben dass ja
- offiziell der Senat dem Kaiser die Macht verleiht und bitte auch in die Entscheidungen mit eingebunden werden möchte auch wenn das alles längst zu
- einer Fars verkommen war dagegen haben dieis die eben dem Senat ganz deutlich gezeigt haben wo so eigentlich sein Platz war
- die haben in der Antike meistens eine sehr schlechte Presse dazu gehören z.B kaligula Nero oder kommodus der Prinzipat endete am Beginn der
- Spätantike nachdem er vorher schon in eine Krise geraten war also da kam jetzt in Rom politisch wirtschaftlich und gesellschaftlich so einiges zusammen
- weshalb man da von der reichsk K des dritten Jahrhunderts spricht und die wurde eben mit der Spätantike überwunden man hat früher für dieses Spätantike
- Kaisertum den Begriff dominat verwendet also falls euch der mal irgendwie unterkommen sollte das macht man heute nicht mehr so weil der Begriff nicht so
- wirklich zutreffend ist trotzdem kann man aber sagen an Beginn der Spätantike veränderte sich das Kaisertum so sehr dass man hier sagen kann hier endeet
- jetzt auch der Prinzipat man spricht dann heute meistens vom spätantiken Kaisertum das sind aber rund 300 Jahre also augustus hatte es geschafft eine
- sehr dauerhafte und stabile Alleinherrschaft in Rom zu etablieren falls ihr also weltherrschaftspläne habt dann kommt jetzt hier der Tipp aus der
- antiken Geschichte die anderen dürfen es nicht merken und müssen immer glauben sie hätten auch noch was zu sagen
- also falls jetzt jemand seine oder ihre weltherrschaftspläne noch mit uns teilen möchte schreibt uns das gerne in die Kommentare lasst auch gerne ein Like bei
- diesem Video da damit dieser Kanal noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommt also das ist unser geheimer weltherrschaftsplan wir sehen uns in der
- nächsten Woche wieder macht's gut
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