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Augustus - Vom Bürgerkrieg zum Prinzipat: Die Herrschaft des ersten Kaisers – Steckbrief Antike
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 69 Zeilen
- wir haben ja hier bei einfach Antike auf diesem Kanal schon über viele berühmte Ereignisse Entwicklungen und Personen aus der Antike gesprochen aber um unter
- anderem eine Person haben wir bisher ein ziemlich großen Bogen gemacht und das auch aus gutem Grund denn über Augustus könnte man wirklich sehr sehr viel
- erzählen er war der erste römische Kaiser er begründete eine ganze Epoche die ihrerseits wiederum auch nach der römischen Geschichte noch eine ziemliche
- Nachwirkung hatte ich habe ihn trotzdem für heute vorgenommen und ich verspreche euch Augustus hier und heute die
- allerwichtigsten Fakten in gut 10 Minuten los geht's [Musik]
- fangen wir also erstmal vorne an Augustus wurde im Jahr 63 vor Christus geboren und stammte aus einer einflussreichen und wohlhabenden Familie
- er hieß damals aber noch gar nicht Augustus sondern Gaius Octavius der Name Augustus unter dem wir ihn heute kennen ist streng genommen auch gar kein Name
- sondern ein Ehrentitel der ihm erst später nämlich im Jahr 27 vor Christus vom Senat verliehen wurde dass er im Jahr 63 vor Christus geboren wurde
- bedeutet dass er in einer Zeit aufwuchs und politisch tätig wurde die wir als die Spätphase oder die Schlussphase der römischen Republik bezeichnen können
- diese Zeit war geprägt von sozialen Auseinandersetzungen von Macht kämpfen von Intrigen mehrfach war es einzelnen Personen gelungen für eine gewisse Zeit
- eine Alleinherrschaft in Rom einzurichten und ihre politischen Gegner teilweise mit brutaler Gewalt zu beseitigen einer dieser Männer denen es
- gelungen vorübergehend an der leidenherrschaft einzurichten war kein geringerer als Gaius Julius Cäsar der für Augustus und für seinen weiteren
- Lebensweg eine Schlüsselposition einnehmen würde Caesar wurde im Jahr 44 vor Christus von einer Gruppe von Verschwörern ermordet die seine
- Alleinherrschaft beenden wollten bzw verhindern wollten dass diese Alleinherrschaft wirklich zu einem Dauerzustand werden würde
- Caesar hatte Augustus zu seinem Erben bestimmt denn die beiden waren tatsächlich entfernt miteinander verwandt Augustus schloss sich mit zwei
- weiteren mächtigen und einflussreichen Männern seiner Zeit zu einem sogenannten Triumvirat zusammen dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss ja in drei
- Männer die durch ihre Zusammenarbeit gemeinsam ihre Politik im Staat durchsetzen ein solches triumphirat hatte es schon mal
- unter Caesar gegeben aber dieses Triumvirat also der Zusammenschluss von Augustus Markus antonius und Markus Emilius leppidus war insofern anders als
- dass dieses Triumvirat von der Volksversammlung und damit durch ein offizielles Gesetz für den Zeitraum von 5 Jahren einberufen wurde die drei
- hatten also den offiziellen staatlichen Auftrag dafür zu sorgen dass nach Jahren der sozialen Unruhen der Revolten und Bürgerkriege endlich Ruhe Frieden und
- Stabilität im römischen Staat einkehren sollten aber die römische Politik blieb danach zunächst genauso wie sie vor Caesars Ermordung gewesen war es war ein
- einziges Hauen und Stechen die drei gegen äußerst brutal vor um ihre Macht abzusichern sie ließen gegnerische Senatoren verfolgen und töten und gingen
- auch militärisch gegen einige ihrer Gegner vor das und vor allen Dingen die Mörder Cäsars die sich nach wie vor dafür einsetzen dass die römische
- Republik Fortbestand die wurden im Jahr 42 vor Christus schließlich endgültig in der Schlacht bei Philippi besiegt weshalb dieses Jahr für einige
- forscher:innen auch als der Endpunkt der römischen Republik gilt wobei man sich mit Recht darüber streiten kann ob die römische Republik nicht schon Jahre
- vorher de facto am Ende war aber das müssen wir jetzt hier nicht diskutieren und was macht eine Gruppe von macht Menschen wenn ihr die Gegner ausgehen
- sie wenden sich gegeneinander das kommt auch nicht sonderlich überraschend denn Augustus Markus antonius und Markus Emilius Lepidus waren keine Freunde sie
- waren ein reines Zweckbündnis eingegangen das nun zerbrach seinen Konkurrenten Lepidus konnte Augustus relativ schnell unblutig aus
- dem Weg räumen aber der Kampf gegen Markus Antonius der dauerte dann doch noch so ein paar Jährchen länger im Jahr 31 vor Christus gelang es Augustus ihn
- schließlich in der Schlacht bei Aktion zu besiegen woraufhin Markus Antonius Selbstmord beginnen Augustus war ab diesem Zeitpunkt der einzige mächtige
- verbliebene Heerführer im römischen Reich diese Schlacht also die Schlacht bei Aktion gilt daher oft als der Beginn der römischen Kaiserzeit obwohl sich
- Augustus selbst nie so bezeichnet hat also als Kaiser er selbst nannte sich Trinks das heißt der erste und gemeint war damit der erste unter den Senatoren
- das bedeutet Augustus betrachtete sich selbst als einen ganz normalen Senator der aber eben die Position an der Spitze Einnahmen das hatte aber nicht unbedingt
- was mit Bescheidenheit zu tun sondern hatte handfeste politische Gründe eine Alleinherrschaft und insbesondere der Titel König waren in der römischen
- Gesellschaft ziemlich negativ aufgeladen man könnte es auch so formulieren sich selbst als König zu bezeichnen oder sich so zu verhalten war so einer der
- sichersten Wege um die eigene politische Karriere völlig vor die Wand zu fahren oder ermordet zu werden Augustus war jedenfalls viel geschickter offiziell
- bestanden fast alle Institutionen der römischen Republik weiter also es gab weiter ein Senat es gab weiterhin Volksversammlung und auch viele
- Ämter bestanden weiter die zentralen Macht Befugnisse die lagen allerdings alle bei ihm bei Augustus deswegen kann man völlig ohne Zweifel hier von einer
- Monarchie sprechen aufgrund seiner Selbstbezeichnung als Trinkers nennt man dieses System auch Prinzipat was etwas genauer ist als kaiserherrschaft einen
- wichtigen Aspekt seiner Herrschaft habe ich damit schon genannt also Augustus vermietet sich selbst allzu sehr als einen Alleinherrscher oder Monarchen
- darzustellen dadurch dass er viele hohe Staatsämter offiziell bestehen ließ betonte er sogar viel mehr eine Kontinuität bzw eine Verbindung in die
- Vergangenheit aber alle diese Ämter oder fast alle diese Ämter verloren ihre zentralen Macht Befugnisse das Amt des Konsuls beispielsweise war zur Zeit der
- Republik eines der höchsten und einflussreichsten Ämter gewesen unter Augustus und seinen Nachfolgern wurde es aber mehr und mehr zu einer Art Ehrenamt
- ohne besondere Macht Befugnisse auch in anderen Bereichen zeigte sich Augustus als ein eher konservativer Herrscher der die alten römischen Werte wieder
- aufleben lassen wollte und ihnen mehr Geltung verschaffen wollte das betraf zum Beispiel die Religion Augustus förderte ältere römische Kulte
- und ließ zahlreiche Tempel bauen für die meisten Menschen heute wäre der größte Aufreger aber sicherlich seine Gesetzgebung im Bereich Moral
- Sittlichkeit und ehe Augustus verschärfte die Strafen für Prostitution wie wir das heute nennen würden und Ehebruch außerdem er ließ er eine
- sogenannte ehepflicht das bedeutet tatsächlich römische Frauen und römische Männer innerhalb einer gewissen Altersspanne
- waren gesetzlich verpflichtet zu heiraten allerdings wissen wir aus den antiken Quellen auch dass die Menschen der
- damaligen Zeit diese Gesetzgebung eher nicht ganz so ernst nehmen und sich sogar ein bisschen darüber lustig machten zum Teil lag das sicherlich mit
- auch daran dass auch in Augustus eigener Familie moralische Verstöße und Fehltritte vorkam im Jahr zwei vor Christus musste er seine eigene Tochter
- Julia wegen Ehebruchs Anklagen und in die Verbannung schicken so ist das halt wenn man eine sehr strenge Gesetzgebung lässt und sich dann die eigene Tochter
- nicht von hält jedenfalls schickte Augustus seine Tochter auf die Insel pandarteria das ist so eine kleine Mini-Insel irgendwo im iranischen Meer
- später durfte sie aufs italienische Festland zurückkehren wurde aber von ihrem Vater entert es ist überliefert dass Augustus seine Tochter und deren
- Kinder als Krebsgeschwüre und Eiterbeulen bezeichnete muss also wirklich eine sehr sehr liebevolle Vater-Tochter Beziehung
- gewesen sein Augustus Nachfolger Tiberius verweigerte Julia dann schließlich jegliches Einkommen so dass sie am Ende schlicht
- und ergreifend verhungerte war halt noch eine ganz andere Zeit damals zu den verdienstten des Augustus zählt dass er ohne jeden Zweifel eine
- Phase des relativen Friedens der Stabilität und des wirtschaftlichen Aufschwungs im römischen Reich andeutet und das ist sicherlich auch einer der
- entscheidenden Faktoren die dazu beitrugen dass seine Herrschaft in der römischen Gesellschaft akzeptiert wurde Augustus sicherte die Grenzen des
- römischen Reiches er reformierte das hier Wesen und die römische Verwaltung und herrschte immerhin bis zu seinem Tod im Jahr 14 nach Christus also insgesamt
- rund 40 Jahre auf Augustus folgte sein adoptives und Tiberius auf den römischen Kaiser Thron wodurch eine Dynastie begründet wurde nämlich das julisch
- claudische Kaiserhaus dessen Mitglieder für mehrere Generationen die römische Geschichte prägen sollten und mit diesem Wechsel
- war auch ein Prinzip etabliert wie wir es heute noch von vielen adels- und Königshäusern kennen nämlich die Vererbung von herrschafts- und
- Machtpositionen überhaupt hatte Augustus den Grundstein für etwas gelegt was speziell die europäische Geschichte sehr stark prägen sollte Rom blieb bis zum
- Ende der Antike eine Monarchie und auch nach dem Untergang des weströmischen Reiches blieb diese Form der Herrschaft zentral viele Herrscher des Mittelalters
- berriefen sich teilweise sehr offen auf Traditionen und Vorbilder aus der römischen Antike und dazu zählte insbesondere auch die Form und die
- Gestaltung der Herrschaft seit der römischen Kaiserzeit und damit bin ich am Ende dieses kleinen Überblicks zu Augustus angekommen wie
- immer hoffe ich das Video hat euch gefallen und oder weitergebracht lasst gern ein Like und ein Abo da ich wünsche euch ansonsten erstmal eine gute Zeit
- und bis zum nächsten Mal [Musik]
Zum Nachlesen
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