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Die Kongoakte - Aufteilung des "schwarzen Kontinents"
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 265 Zeilen
- [Musik] [Applaus] [Musik]
- Und jetzt erinnert der Dokumentarfilm, wie die Kongoakte den afrikanischen Kontinent
- [Musik] verscha. Klarer sehen, einen interessanten Abend wünscht die Tatz.
- Berlin, November 1884. Im Festsaal von Bismarks Reichskanzlei beginnt die internationale Berliner Konferenz. Inzwischen ist sie vergessen,
- doch sie prägt die Geschicke des afrikanischen Kontinents bis [Musik] heute. Auf dem Höhepunkt
- zivilisatorischen Eifers sollen die Gespräche einer Einigung der westlichen Mächte über die Kolonisierung Afrikas herbeiführen. Die Verhandlungen werden
- Monate dauern und kein einziger Afrikaner wird dabei [Musik] sein. Die Diplomaten, die diesen
- Kontinent ihr Leben lang nicht betreten werden, setzen sich über bestehende Grenzen hinweg. Sie wissen wenig von dem, was Afrika auszeichnet, aber sie
- sind von Afrika faszinierend. Vor allem Baron Alfonse de Cursell. Er hat Frankreichspremier Julferie dazu gebracht, sich in das
- koloniale Abenteuer zu stürzen. Sein Gegenspieler ist Sir Edward Mallet, der zwei Jahre zuvor eine entscheidende Rolle bei der britischen
- Eroberung von Ägypten gespielt hat auf Kosten Frankreichs. Der Vertreter Portugals möge bitte seinen Platz
- einnehmen. Sir Edward Mett für das vereinigte Königreich. Baron Cell. Portugal und England hatten sich
- bilateral darauf geeinigt, Zölle an der Kongomündung zu erheben. Für Deutschland und Frankreich war dies ein Anlass zu dieser Konferenz.
- Hier kommt seine Durchlaucht Fürst Bismark, Kanzler des Deutschen Reiches. In den Botschaftsarchiven liegen die Mitschriften der auf
- Französisch geführten Gespräche. Sie ermöglichen eine Rekonstruktion der Schlüsselmomente der
- Konferenz. Reichskanzler Otto von Bismarg hat bei der Konferenzeröffnung den Vorsitz. Sein Auftreten und seine Stimme lassen es kaum vermuten, aber er
- ist der mächtigste Mann der Welt. Im Krieg von 1871 hat er das Elsas und Teile Lotringens zurückerobert und gilt
- seither als Gründer des neuzeitlichen Deutschlands. Zunächst möchte ich Ihnen meine Freude darüber mitteilen, dass diese Konferenz
- stattfindet. All unsere Regierungen teilen den Wunsch, den Eingeborenen Afrikas, den
- Anschluss an die Zivilisation zu ermöglichen, indem das Innere dieses Kontinents für Handel und Bildung erschlossen wird und damit begonnen
- wird, der Sklaverei ein Ende zu machen. Das gemeinsame Interesse unserer Nationen bietet die Gewehr für einen Erfolg unserer Bemühungen, die
- Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika voranzutreiben. Damit dienen wir zugleich auch der Sache des Friedens und der Humanität.
- Die Konferenz wollte ein ruhmreiches Kapitel der Geschichte aufschlagen. Sie führte jedoch eines der düstesten herbei. Die Diplomaten schienen
- überfordert von den Herausforderungen, vor denen sie standen, was zeigt, wie wenig die Kolonialisierung durchdacht war.
- [Musik] Die Haltung in Berlin war, wir werden euch Gutes tun, ob ihr wollt oder
- nicht, gegen alle Widerstände. Wir wollen euer Bestes. Wir werden euch Gutes tun, ob ihr wollt oder
- nicht. Seid dafür dankbar. Da sehen Sie, wie viel Selbstgerechtigkeit in den Berliner
- Vorhaben steckte. In einem Wettler Afrika versuchten die europäischen Großbrechte sich so viel
- afrikanisches Gebiet wie möglich einzuverleiben und damit den anderen Mächten
- zuvorzukommen. Ich glaube, dass das aber nicht so wichtig war. Es war viel wichtiger große Räume langfristig fürs 21. Jahrhundert sogar erst sich zu
- sichern, denn Amerika war groß, Russland war riesengroß und dann kamen die europäischen Staaten auf den Gedanken auch ganz große Räume zu kontrollieren
- und das war nicht sauber durchdacht. Die Berliner Konferenz schafft etwas völlig Neues für die Eroberung Afrikas
- durch die Europäer. Sie öffnet das Innere des Kontinents für den europäischen Handel und sie schafft einen Raum, der allen
- zugänglich ist. Zum ersten Mal teilen Europäer einen ganzen Kontinent mit einer Größe von
- 30,3 Millionen Quadratkilometern unter sich auf. Und es ist ihnen völlig egal, was die Afrikaner dabei
- [Musik] empfinden. Die natürliche Entwicklung des Handels in Afrika lässt den
- legitimen Wunsch aufkommen, die zur Stunde noch unerforschten und noch nicht in besitz genommenen Gebiete für die Zivilisation zu erschließen. Die
- Westmächte England, Frankreich, Spanien, Portugal und seit kurzem Deutschland halten nur die Küsten Afrikas besetzt. Sie fürchten, eine kriegerische
- Eroberung des ganzen Kontinents werde das Gleichgewicht der Mächte stören. Darum wollen sie in bestimmten Gegenden dort Zölle und Grenzen verbieten, die
- als Symbole eines Nationalismus schon zu vielen Konflikten geführt haben. Das Programm der Konferenz lautet wie
- folgt. Erstens, die Freiheit des Handels im Becken des Kongo und seiner Mündung. Zweitens, die Freiheit der Schiffahrt auf dem
- Kongo und auf dem Niger. Drittens, die Bedingungen für die Besitzergreifung neuer [Musik]
- Gebiete. Und Bismarck wollte nun keinesfalls riskieren, wegen Afrika äh neue Konflikte herbeizuschwören. Auf der anderen Seite war natürlich auch nicht
- daran gelegen, dass Deutschland nun gegen Frankreich und Großbritannien vor allem in Afrika zurücksteht.
- Von daher denke ich schon, dass Bismack natürlich auch ein wenig Kompensationsgeschäfte im Sinn hatte und versuchen wollte, die
- tiefen Wunden, die der Krieg 1870 71 gerissen hatte, ein wenig zu heilen. Und da schien Afrika durchaus opportun dies zu tun.
- [Musik] Frankreich und Deutschland halten es für zweckmäßig, formelle Regeln aufzustellen für eine Rechtmäßigkeit neuer
- Besitzergreifungen an den Küsten Afrikas zur Vermeidung jeglicher
- Anfechtungen. Sir Edward Mellet, Vertreter ihrer Majestät der britischen Königin, Sie haben nun das Wort. Ich danke Ihnen, Herr
- Reichskanzler. Meine Herren, die Ansichten meiner Regierung decken sich im Grunde mit jenen, die der Rechtskanzler geäußert hat.
- Doch so wünschenswert die Öffnung der Märkte am Kongo auch ist, das Wohl der Eingeborenen darf dabei nicht vernachlässigt
- werden. Sie würden mehr verlieren als gewinnen, falls die Freiheit des Handels ohne vernünftige Kontrolle bliebe und entartete. Die Eingeborenen haben keine
- Vertreter in unserer Mitte, obwohl die Entscheidungen dieser Konferenz für sie schwerwiegende Folgen haben werden. Die erste Phase der
- Diskussionen betrifft also die Handelsfreiheit für
- alle im Kongobecken und an seiner Mündung. Ich darf Ihnen mitteilen, dass die Regierung Ihrer Majestät diese Absichten
- begrüßt. Wen wundert's? Großbritannien besitzt kein Land im Bereich der Kongomündung, die von allen Mächten begehrt wird.
- Portugal erhebt Gebietsansprüche, weil es als erstes Land dort Fußfasste. Frankreich behauptet, es habe dort Handelsniederlassungen und erhebt
- Anspruch auf das rechte Kongofer. Der belgische König auf das Linke. Die Engländer haben die Mündung des Niger besetzt und dort gerade erst ein
- Protektorat geschaffen, dass sie nicht mit anderen teilen wollen. Auf dem [ __ ] ist die Freiheit der
- Schiffahrt leider nicht praktikabel. Zum einen ist der Fluss größtenteils unerforscht. Zum zweiten
- liegt der Handel in den Händen schwer kontrollierbare Stämme. Warum also nicht stattdessen die Freihandelszone
- ausdehnen auf die Flüsse Senegal und Sambesi z.B. Ich weiß nicht, wie unsere
- portugiesischen Freunde darüber denken und unsere französischen. Aber als Vertreter ihrer Majestät der Königin bin ich befugt,
- eine solche Erweiterung zu erörtern. Portugal besitzt Gebiete in Mozambique, Frankreich am Fluss Senegal. Beide Mächte wollen in nichts nachgeben. Sir
- Cousell. Gut, meine Herren, anstatt gleich zum Kern der Debatte zurückzukehren, schlage ich eine Vertagung vor. Wir fahren
- kommenden Mittwoch fort zurelben Uhrzeit. Die Sitzung ist beendet. [Musik] Afrika ist der letzte noch nicht
- durchdrungene Kontinent. Jahrhundertelang haben die Europäer Sklavenhandel an seinen Küsten betrieben. Nun ist sein Hinterland das
- Objekt der Begierde. [Musik] Her Ministerpräsident Jul Ferie und so
- weiter. nach Erklärungen, die von jenem humanitären Liberalismus geprägt waren, der den Engländern so teuer ist und der ihnen die Ausmaße ihrer
- eigenen Ambitionen verschleiert, hat sich Monsieur Mal als befugt
- bezeichnet, den freien Warenverkehr. auf alle Ströme Afrikas auszuweiten. In Bezug auf den Niger zeigt England eine
- Ausschließlichkeit und Härte, die auch die behutsame Wortwahl nicht mildert. Auf uns warten also lebhafte Diskussionen und die Konferenz wird
- einige beträchtliche Zugeständnisse machen müssen angesichts der englischen Proteste. Baron de Kursell.
- Die Engländer wollen zu diesem Zeitpunkt keine Grenzen ziehen, weil sie kein Interesse an einer politischen Kontrolle über diese Regionen haben. Ihnen geht es
- stattdessen um mehr Einflussnahme. Dabei müssen Sie beachten, dass es einige sehr mächtige
- Staaten in Westafrika und in Teilen Zentralafrikas gibt. Die Engländer wollen mit ihnen zusammenarbeiten. Es ist wesentlich
- billiger, einfacher und praktischer. Die direkte Herrschaft über die Region auszuüben wäre eine große
- Belastung. Doch als das Wettalfall um Afrika beginnt, müssen die Briten und ihre Rivalen, Franzosen, Deutsche und so weiter dann doch Grenzen
- [Applaus] ziehen. Die Konferenz will Großbritannien nicht mit der Nigerfrage
- bruskieren und verhandelt nun über den Kongo. Der Verlauf der Diskussion macht die große Rivalität zwischen den westlichen Mächten deutlich.
- Meine Herren, der erkrankte Reichskanzler hat mich mit dem Vorsitz dieses Gremiums beauftragt. Die Sicht Portugals, das sehr viel
- Erfahrung in Afrika hat, wird unsere Versammlung von großem Nutzen sein. Ich übergebe das Wort an den Markist de Penafi Fiel aus Lissabon.
- Danke Herr Graf. Meine Herren, die Regierung seiner Majestät des Königs von
- Portugal teilt ihren Wunsch nach Handelsfreiheit im Becken und an der Mündung des Congo. Sobald
- Portugal eine reguläre Verwaltung an der Küste eingesetzt hat, zwischen 5,12 und 8° südlicher
- Breite liegt erobertes Gebiet. das im Besitz der portugiesischen Krone ist. Die Portugiesen haben plötzlich wieder Interesse an Afrika. Sie hatten den
- Kontinent zwar im 15. Jahrhundert entdeckt, sich dort aber nie wirklich niedergelassen.
- Meine Herren, bedenken Sie, Portugal hat den Grundstein der Zivilisation gelegt in Afrika, der Zivilisation und des Sklavenhandels.
- Ich danke Ihnen, Marquis. Sind die amerikanischen delegierten Kessen und Sanford bereit, dieser Versammlung die Position der neuen Welt
- mitzuteilen? Prior to 1874 v SWATS of Central Africa, including much of the more hospitable interior was completely
- unexplored. An American citizen Henry Morgan Stanley renown for his intelligence his courage his
- intrepitude and skills explorer as far as [Applaus] possible.
- Ich erinnere alle Delegierten daran, dass unsere Kommunikation auf Französisch stattfindet. Getreu den Regeln der
- internationalen Diplomatie. Danke. Verzeihen Sie, Herr Präsident. Bitte. Zu diesem Zweck wurde eine internationale Vereinigung gegründet
- unter der Schirmherrschaft eines europäischen Philanthropen. Ich spreche von Leopold dem II. II, König von Belgien.
- [Musik] Meine Herren, ich erinnere an die denkwürdige Rede von König Leopold II vor 8 Jahren vor den größten Geographen
- seiner Zeit. Ziel unserer Zusammenkunft ist es, den einzigen Teil unseres Erdballs, der Zivilisation zu öffnen, der noch nicht
- betreten wurde. Die Schatten zu durchdringen, die ganze Völker umgeben. Dies ist, sagt der König von Belgien, ein Kreuzzug, der
- unserem Jahrhundertes Fortschritts gebührt. Und so wurde die internationale Kongo Assoziation aus der Taufe gehoben, die diese noblen Ziele erreichen soll.
- Zu Beginn der Kolonialisierung des Kongo sagte sich Leopold II. Vielleicht lässt sich in Afrika etwas machen. In China und auf den Philippinen
- war er gerade gescheitert und auf der Suche nach Kolonien dachte er: "Na gut, wollen wir mal sehen." [Musik]
- Bemerkenswert ist, dass die Ressourcen, die Leopold den I später reich gemacht haben, erst lange nach der Schaffung des Kongofreistaats entdeckt
- [Musik] wurden. Vorgesehen war der Aufbau einer ganzen Reihe von Stationen am Ufer
- entlang des Kongo. Sie sollten der Forschung dienen und außerdem den Sklavenhandel beenden. Darüber hinaus sollten sie
- Anlaufstellen für Europäer sein, die sich um diese Stationen herum ansiedeln wollten. Sagen wir mal augenscheinlich war es ein zivilisatorisches und
- menschenfreundliches Unterfangen? Ich will nicht sagen, dass Leopold II. vollkommen heuchlerisch gehandelt hat, aber sein eigentliches
- Interesse war wirtschaftlicher Natur. Es ging um Absatzmärkte und neue [Musik]
- Ressourcen. Die internationale Kongoassoziation hat parallel zum Beginn der Berliner Konferenz bilaterale Verträge ausgehandelt, die ihre
- Hoheitsgewalt über kleinere Gebiete absichern sollten. Leopold fügte hinzu. Ich werde nicht getrieben von
- Egoismus, aber ich will gar nicht bestreiten, welche Ehre es ist, dass Brüssel zum Hauptquartier wird dieser zivilisatorischen Bewegung.
- Henry Sanford ist eines der Gründungsmitglieder der Assoziation Leopolds des II. Er erreichte, dass die USA die
- Hoheitsgewalt der Assoziation über einen Teil von Zentralafrika anerkannten, wie einen neuen Staat. Die internationale Kongo Association hat
- das schriftliche Einverständnis eingeborener Oberhäupter. Die afrikanischen Oberen konnten als Analphabeten die Verträge gar nicht
- lesen, die sie ihrer Gebiete beraubten. Ihre Unterschriften, Gekrakel und Kreuze zeugen davon.
- Der Präsident der Vereinigten Staaten hat die internationale Kongo Assoziation samt ihre Flage anerkannt. Es geht nun also um eine
- möglichst große Ausdehnung der Grenzen dieses Territoriums. Diese neue Stadt der internationalen
- Kongoziation wird den Nägern zeigen, dass die Staatsführung und die Zivilisation der weißen Rasse für Sie gleich bedeutend sind mit Frieden und
- Freiheit. [Musik] Das haben französische Kinder zurzeit der Berliner Konferenz in der Schule
- gelernt. Paul B schreibt: "Die wenig intelligenten [ __ ] bauen nur Hütten. Manchmal sind es so viele wie Häuser in einer Stadt. Sie haben keine Industrie
- und betreiben Ackerbau auf einfachste Weise. Noch geringer ist jedoch die Intelligenz der kleinen Rassen, die in den unzugänglichsten Regionen von Afrika
- leben. Über den [ __ ] stellen wir Menschen mit gelber Hautfarbe. Die intelligenteste Rasse von
- allen, jene, die andere überfällt und zu zerstören und unter Jojochen sucht, ist unsere, die weiße Rasse. [Musik]
- Die menschliche Vielfalt auf der Welt zu klassifizieren, betreiben die damaligen zeitgenossen Schädelforschung, die als der Schlüssel zu allem
- gilt. Sie soll die Evolutionstheorien belegen und Erklärungen für die Unterschiede in der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung liefern.
- On étudie les werden ausgegraben, studiert les étudie, on les assez und bald zeigt sich, dass die Schädel
- der afrikanischen Völker kleiner sind als die der europäischen. Es gibt aber auch Gegenbeispiele, das beweist also gar
- nichts. Dennoch werden die Ergebnisse so ausgelegt, wie es den damaligen Vorstellungen entsprach. Der wissenschaftliche Ansatz geht also
- mit althergebrachtem Hierarchiedenken einher. Seit Beginn der Sklaverei und der Begegnung mit Fremden sind Unterschiede bekannt. Die weiße Dominanz
- sollen nun verzerrte Forschungsergebnisse rechtfertigen. Ihre Schädel sind anders ausgebildet. Sie sind unfähig, sich
- selbst weiterzu entwickeln und brauchen deshalb den Kolonisator, der ihnen bei ihrer Entwicklung hilft, in gewissen Grenzen.
- [Musik] Langwierige Diskussionen zeichnen sich ab. In Fachausschüssen sollen die
- Probleme entschärft werden. Bis Mark, der nach den USA die Kongo Assoziation Leopolds des II. als Staat anerkannt hat, schlägt Baron de Corsell für den
- Sitzungsvorsitz vor und vermeidet damit Anfeindungen von französischer Seite. Meine
- Herren, werrte Freunde, ich halte es für klug, zuerst einer einfachen Frage nachzugehen. Wie definieren wir das
- Kongobecken? Sie stimmen mir sicher zu, dass die ersten, die sich zu dieser Frage äußern sollten, die belgischen Delegierten sind.
- Danke, Herr Vorsitzender. Ihr König Leopold II. zeigt großes Interesse an dieser Region. In der Tat. Lieber Baronte Gel, werte
- Abgesandte an das Kongobecken, Grenzen im Norden, das Becken des Ogol, des Benway, des Shari und des
- Nils. Im Osten der Tanganikase, im Süden das Becken des Sambesi und des
- Lodge. Aber sollte dieses Gremium wünschen, dem internationalen Handel ein größeres Territorium zu überlassen, müsste eine
- allgemeinere Formel gefunden werden, als diese einfache geographische Definition des Kongobeckens. Danke Herr Baron.
- Die Frage einer Definition des Kongobeckens führt zu Streitigkeiten unter den Konferenzteilnehmern. Besonders
- Frankreich fürchtet, seine Besitztümer in Gabun an ein vergrößertes Kongogebiet zu verlieren. Jeder spielt nun seine Trümpfe aus.
- Die amerikanischen Vertreter haben Monsieur Stanley eingeladen, damit er seine Kenntnisse mit uns
- teilt. Stanley ist der populärste Forscher seiner Zeit. Er hat den Kongo entdeckt und in der ganzen Welt bekannt gemacht.
- Monsieur Henry Morton Stanley, es ist uns eine große Ehre, Sie unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Baron, meine Herren, ich fühle mich sehr geehrt. Thank you.
- Stanley wird seit Jahren von Leopold dem I bezahlt. Er ist gerade erst von einem vierjährigen Aufenthalt im Kongo zurück. [Musik]
- It gives me great pleasure to show you some of my journeys into the dark continent. First I circumnvigated Lake
- [Musik] Victoria until I reached the Atlanic Ocean. [Musik]
- Gentem de to you 7600 I never
- flem sy Zur Zeit der Berliner Konferenz haben die westlichen Mächte Mühe in Afrika
- irgendeine Form von Zivilisation zu erkennen. Die westliche Kultur ist zu jener Zeit noch beseht von der
- Vorstellung von Unsterblichkeit. Ewigkeit und ihre Art mit dieser Vorstellung von Unsterblichkeit und
- Ewigkeit umzugehen war schon immer sich diese Kultur selbst zu erschaffen, sie in Skulpturen in Stein zu meißeln, in Marmor und Stein.
- Hier in Afrika war das anders und so war es leicht darauszuschließen. Hier gibt es weder Stein noch Marmor, auch keine Bibliotheken. Also gibt's hier keine
- Zivilisation. [Musik]
- Der US-Delegierte Sanford nimmt Stanley unter seine Fittiche und betreut ihn während der Konferenz. Dabei will er nur eins, dass Stanley die Versammlung dazu
- bringt, das Kongobecken so weit wie möglich zu erweitern. Die Weisungen kommen direkt von Leopold dem I.
- Germany is well disped towards us Germany in take aable portion of the monop of the trade in the con France leans little to the side of
- pugal so itl be best not to mention that in your spees king thanks you trou you in the
- Leopold. Meine Herren, die Ausführungen des technischen
- Delegierten der USA zielen auf einen völlig freien Handel, offen für alle und ohne Souveränitätsrechte.
- Gent there is a problem the cono no fluvial delta it issues into the Atlantic Ocean in one uniqueam influences territories
- both southws and northws the commercial border is even farger the main exchange market all
- across central Africa is 325 up the Congo from the sea Der fließt mitten durch Gabun, das Frankreich für sich beansprucht.
- The Congo influences a much larger than geographical base. You can easily get what it defines what I call the commercial bashm.
- Genture Danke, Monsieur Stanley. Die Stromschnellen behindern die Entwicklung des Handels. Wäre angesichts des bestehenden Handels am Kongo nicht eine
- Eisenbahnstrecke sinnvoll zwischen Stanley Pool und dem Ozean? and the native caravans require a
- railway according to myalculations if they were toay for the railway the same price is now used for human transport it would be sufficient
- to bring a 5% on a capal of 860,000 needed for the construction
- [Musik] Stanley nannte eine Zahl für die bei einer Investition zuerwartende
- [Musik] Rendite. Er hatte aber kein System, um das wirklich berechnen zu können. Und er kannte auch nicht das wirkliche
- Potenzial des Kongo Beckens und seine Ressourcen. Ich vermute, dass Tley diese Zahlen einfach aus dem Hut gezogen hat,
- um seine Zuhörer von der Wichtigkeit des Kongobckens zu überzeugen. [Musik] Bedenken wir, dass es anfangs als eine
- Freihandelszone gedacht war, als ein Markt, der allen Parteien zugänglich sein
- sollte. Stanley handelte natürlich im Interesse Leopolds des II, als er von dem kommerziellen Combobecken sprach und das war riesengroß.
- Gentl I would propose with the following limits the Atlantic Ocean at latitude 1 25 a line should run along east to
- longitude 13° 30 north along the meridian of 13° 30 to north latitude 5° easterly over to
- flowing and lake Victoria until the ocean 7th gentlemen I respectfully submit that the
- more unrestricted this spacious commercial territory should be the sooner itl be subjected to the influences of Christian civilization and
- commerce than [Applaus]
- Wegen der hinderlichen Stromschnellen des Kongo schlägt Stanley eine Passage durch die französischen Besitztümer entlang des Ogaoe in Gabun vor. Eine
- Eisenbahnlinie bis zum Meer käme weit teurer. Baron de Corsell ist dagegen. Die westlichen Mächte falschen um Afrika noch bevor es erobert ist.
- Sir Edward Mullet, bitte zögern Sie nicht, ihre Eindrücke mit uns zu teilen. Wie steht die britische Krone zu dem Vorschlag eines vergrößerten
- Handelsbeckens? Gegen die Ideen von Mr. Stanley ist nichts einzuwenden. Die Küste zwischen den französischen Kolonien in Gabun und den
- Portugiesischen in Angola ist aller Welt zugänglich. Mr. Stanley schlägt diesen Küstenstreifen für das kommerzielle Kongogebiet vor.
- Dieser Grenzverlauf liegt im Interesse des Welthandels. Werter Freund, wir teilen ihre noblen Ziele der Entwicklung des Welthandels, aber nicht in einer
- solchen Umsetzung. Ich kenne als Heinziger in dieser Runde sowohl Gabun als auch den unteren Kongo. 1880 habe ich Savornon de
- Brazard dorthin begleitet. Bra ist Stanleys französischer Konkurrent in Zentralafrika. Er soll ohne einen Schuss abzufeuern und
- ohne Mandat ein Gebiet von der Größe Frankreichs am rechten Kongofer erobert haben.
- Und König Makoko hat ein Abkommen unterzeichnet. Er und sein Volk stehen unter den Schutz von Frankreich. Gestatten Sie mir eine
- wichtige geographische Präzisierung. Betrachten Sie diese Berge. Der Oguwe kann kein Absatzmarkt des Kongo im Westen
- sein. Der einzige Markt ist der Fluss selbst. Geografisches und kommerzielles Kongobecken müssen eins sein. Nur das macht Sinn.
- con 1881
- inlym officers he judged theuni river to be shorter than that of the cono to the
- sea i bound to take de own written statement Meine lieben Freunde, bitte verzeihen Sie, dass ich ihren Enthusiasmus dämpfen
- muss. Als Vertreter des italienischen Königreichs möchte ich etwas anmerken. Es ist unmöglich, selbst mit den einzigartigen Kenntnissen von Monsieur
- Stanley die Grenzen des kommerziellen Kongobeckens festzulegen. Sehen Sie diese Karte? Da sind zu viele weiße Flecken. Schließen wir erst diese Lücken
- und stecken dann die Grenzen ab. Meine Herren, ich schlage vor, dass wir wieder an die Arbeit
- gehen. Der [Musik] an seiner Majestät Leopold II.
- Einsatz Stanley, volle Erfolg. Portugiesen und Deutsche auf unserer Seite. Ihr ergebener Diener Henry Sanford. An Ministerpräsident Juliferie
- Deutschland und Leopold I. vor Beginn der Konferenz ein Geheimabkommen über die Grenzen des Kongo geschlossen. Es gibt eine Karte dazu, die ich Ihnen
- [Musik] sende. Die internationale Assoziation Leopold beansprucht das rechte Kongo Ufer, das Brasar erobert hat. Bism ist
- überrascht von der Größe unserer Besitztümer in Gabun. Deutschland
- wünscht, dass das Gebiet der internationalen Assoziation entlang der Küste so groß wie möglich sei, damit es möglichst viele Zugänge
- zum Inneren des Kongo erhält. Frankreich ist isoliert mit seiner Position.
- Gezeichnet Baron Corsell. Überbringen Sie dem Reichskanzler schnellstmöglich folgende
- Nachricht. Frankreich ist überzeugt, dass der belgische König außerstande sein wird,
- seine Pläne im Kongo zu verwirklichen. Es hat mit ihm ein Geheimabkommen
- unterzeichnet. Sollte er scheitern, fällt das Gebiet automatisch an Frankreich.
- Leopold will bei der Berliner Konferenz erreichen, dass die anderen Mächte, insbesondere Frankreich, England und in geringerem Maße auch Portugal der Lösung
- zustimmen, die Bismark bereits akzeptiert hatte. Darauf zielt er ab bei der Konferenz in
- Berlin. Es ist ein typisches Beispiel dafür, wie er eine Gelegenheit ergreift, wie das Wort redet und versucht eine Haltung einzunehmen, die seine größten
- Rivalen zufrieden stellt. Meine Herren, werrte Freunde, Monsieur Lamb möchte eine Erklärung
- abgeben. Danke, Herr Vorsitzender. Meine Herren, der König von Belgien fordert die größtmögliche
- Ausdehnung für das vorgesehene Freihandelsgebiet, dessen Grenze mag an der Atlantikseite einfach zu ziehen sein, anders als im Osten. Dort sind wir
- für eine Ausweitung bis zum indischen Ozean. Wenn sie erlauben, die Ausdehnung nach Osten ist eigentlich nicht Thema dieser Konferenz. Ich muss das meiner
- Regierung berichten. Ganz im Gegenteil, ein Freihandel in Zentralafrika schließt ein, dass wir über die Zugänge aus allen Richtungen diskutieren, aus Ost wie aus
- West. Der Vorschlag der Vereinigten Staaten lautet wie folgt. Im Westen soll die Anregung von Monsur Stanley gelton. auf der Höhe von 5° nördliche Breite
- nach Osten bis einen Längengrad vor dem Indischen Ozean, dann eine weitere Linie parallel
- zur Küste bis um Sambesi und von dort entlang der Wasserscheide von Zambesi und
- Kongo bis zum Atlantik. Wie wenig Rücksicht die Diplomaten auf die Afrikaner nehmen, zeigt sich darin,
- dass sich niemand empört über den grotesken Vorschlag einer Trasse von einem Längengrad Breite an der Ostküste.
- Im Namen des Deutschen Reiches schließe ich mich Monsieur Kson an. Meine Herren, erlauben Sie mir etwas klarzustellen.
- Ich bin dazu autorisiert, die Hypothese einer Ausdehnung östlich des Kongobeckens zu erwägen. Habe das aber nicht zu entscheiden. Monsieur Kesson,
- ich weise darauf hin, dass die Ausdehnung nach Osten, die Sie vorschlagen, an portugiesisches Gebiet stößt. Die Entscheidung trifft Lissabon.
- Im Westen ist die portugiesische Regierung hingegen dafür, dass das Gebiet der Assoziation bis zum Fluss Oe in Gabun
- reicht. Und warum nicht auch das Land zwischen Gabun und Angola mit einbeziehen? Bitte berücksichtigen Sie, dass zum
- französischen Gebiet in Gabun auch Besitztümer südlich des Ooe gehören. Ich erwarte genaue Angaben zu den südlichen Grenzen. Die stehen hier aber nicht zur
- Debatte. Und wie verwaltet Frankreich Luango? Z.B. Frankreich verwaltet Luango. Aber ich muss einräumen, dass ich zur Stunde nicht
- weiß, wo dieses Besitztum an Gabun grenzt. [Musik] Meine Herren, kehren wir nun bitte
- zurück zur östlichen Grenze des kommerziellen Beckens. Deutschland wünscht eine größtmögliche Ausdehnung und ich finde die Zeichnung
- akzeptabel von Monsieur Kessen. Einverstanden, aber unter Beachtung bestehender Souveränitätsrechte, die gibt es nur an
- den Küsten. Um sie nicht zu verletzen, habe ich in meinem Konzept eine Grenze gezogen, einen Längengrad westlich der
- Küste. Meine Herren, die Hoheitsrechte Portugals und auch des Sultans von Sansibar sind zu wahren. Da Letzterer nicht zugegen ist, können wir keine
- Waage Grenzung akzeptieren. Ich rate dazu, keine Grenzen festzulegen. Sagen wir bis zum Indischen Ozean Unterwahrung bestehender
- Souveränitätsrechte. Die Abgesandten, die in Berlin tagen, haben keine Ahnung. Sie sind unwissend und ignorant. Sie halten sich für gut informiert über
- etwas, das sich ihnen völlig entzieht. Die afrikanischen Völker haben ihre eigenen Kulturen, Zivilisationen und
- Lebensformen. Und niemand sah, dass die Fragen, die die Konferenzteilnehmer für die allerwichtigsten hielten, nicht dieselben waren, die die Afrikaner zu
- jener Zeit beschäftigt haben. Die Europäer übertrugen auf die Afrikaner ihre Sorgen, ihre Interessen
- und ihre Probleme. [Musik] [Musik] Meine Herren, ich bitte um
- Aufmerksamkeit. Ich lade Sie ein zu dem Bericht eines technischen Beraters, benannt von der deutschen
- Delegation. Ich bin Adolf Würmann von der Firma Würmerann, die mein Vater gegründet hat. Wir ließen uns an der Küste
- Afrikas vor einigen Jahrzehnten nieder. Wir besitzen Z Segler und ein Dampfschiff mit Heimathafen Hamburg. Wir transportieren nur die eigenen
- Handelsgüter, aber darauf sind wir stolzen. Das heißt, wir kennen Afrika sehr gut. Ich sage gleich, meine Sichtweise
- ist rein kommerziell. Die vorherrschende Handelsform in Afrika ist der Tausch. Entlang des gesamten Kongo gibt
- es eine ganz spezifische Werteinheit. Sie heißt Mars. Wir sollten besser nicht vom kommerziellen Kongobecken sprechen,
- sondern von ganzorial Afrika. Als Portugal ein Zollsystem an der Küste einführte in Angola, verlagerte sich der Handel dann woanders hin, zum Nachteil
- der Portugiesen. Wenn also Sie, meine Herren Franzosen, den Ogoe in Gabun von der Freihandelszone
- ausschließen, hört der Handel auf dem Ogu auf und der Kongo wird ihn übernehmen aus dem gleichen Grund wie zuvor.
- Es liegt also im Interesse Frankreichs, dass der Goe Bestandteil einer Freihandelszone wird. Erst wenn diesen Überlegungen
- Rechnung getragen wird, kann die zivilisierte Welt profitieren von den riesigen Gebieten, die Stanley so reich
- beschrieben hat. Danke, Monsieur Würmann. Meine Herren,
- Adolf Würmann hatte ein Jahr zuvor Bismark überredet, sich auf das koloniale Abenteuer einzulassen. Er vertrat allerdings nur eine Handvoll von
- Hamburger Kaufleuten, die nicht mehr als einige Dutzend Weise in Afrika beschäftigten. Bismarck hatte kein besonders großes Interesse an Afrika,
- aber er hat schon durchaus die Wichtigkeit gesehen, auch deutsche Interessen in Afrika zu wahren. Von daher hat er versucht mit möglichst
- geringem Aufwand und ohne diplomatische und politische Schäden die Interessen deutscher Händler und anderer Personen, die an Afrika interessiert waren, zu
- wahren und zu organisieren. Als Bismarck nachgab gegenüber den deutschen
- Kaufleuten und einer deutschen nationalistischen Öffentlichkeit, dass auch Deutschland Kolonien haben sollte, war eigentlich nur das Thema eine
- Großmacht hat eben Kolonie wie Frankreich, wie England. Das ging nicht nur um Afrika, sondern man hatte eben Kolonien und das war etwas normales und
- da wurde überhaupt nicht über eine Zivilisationsmission oder über äh Verbreitung des Christentums groß geredet.
- [Musik] Die Konferenz ähnelt immer mehr einer Hauseigentümerversammlung. Die
- Diplomaten werden in ihren Nationalismen gefangen zu Aktenträgern der Geschichte. Meine Herren, wo Sie Visionäre hätten sein können. Ich möchte Sie in Kenntnis
- setzen von einer Information meiner Regierung. Sie entspricht, so hoffe ich, den Wünschen dieser hohen Versammlung.
- Baronde Corsell macht Zugeständnisse bezüglich Gabun. Er hat gehört, Großbritannien werde schon bald einem Freihandel auf dem [ __ ] zustimmen.
- Frankreich akzeptiert das Prinzip des freien Handels im gesamten Kongobecken, einschließlich der französischen
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