Konjunktur - einfach erklärt! Wirtschaftsbuddy https://www.youtube.com/watch?v=s2AP9ggtekw Transkript (automatisch erstellt) 0:07 Ein zentraler Begriff aus der Wirtschaft ist die Konjunktur. Diese bezeichnet den schwankenden Verlauf der Wirtschaft bzw. des 0:15 Wirtschaftswachstums. Es gibt Zeiträume, in denen die Wirtschaft stark wächst, schwach wächst oder sogar schrumpft. 0:24 Mit Hilfe einer wellenförmig verlaufenen Kurve lässt sich die Konjunktur und dessen Schwankungen veranschaulichen. Diese Kurve bezeichnet man als 0:33 Konjunkturzyklus. Der Konjunkturzyklus lässt sich in vier Phasen unterscheiden: Aufschwung, Boom, Abschwung und Depression. Die 0:44 Aufschwungphase bezeichnet die Zeit nach einer Depression. Es ist die Phase, in der sich die Wirtschaft langsam wieder erholt. Hier erhöhen Firmen ihre 0:53 Investitionen und die Zinsen steigen. Die steigende Stimmung der Konsumenten kurbelt die Nachfrage an, wodurch Umsätze und Gewinne steigen. Um diese 1:03 steigende Nachfrage zu bedienen, werden Arbeitskräfte benötigt. Die Arbeitslosenquote sinkt also. Außerdem steigen hier Löhne und Preise langsam 1:13 an. Der Boom, auch Hochkonjunktur genannt, ist der beste Zustand, den eine Volkswirtschaft erreichen kann. Preise, Löhne, Zinsen und Nachfrage sind hier 1:24 stark steigend und erreichen ihr Maximum. Allerdings wird es nun zunehmend schwierig, die hohe Nachfrage zu bedienen. Trotz nahezu 1:32 Vollbeschäftigung bzw. stark sinkender Arbeitslosigkeit tritt nun langsam Skepsis bei den Konsumenten auf und die Investitionen bleiben gleich oder sinken 1:41 sogar langsam. Die Abschwungphase folgt auf den Boom. Die Konjunktur bewegt sich nun langsam Richtung Tiefstand. Meist werden jetzt aufgrund sinkender 1:50 Nachfrage Investitionen, die während des Booms getätigt wurden, als unrentabel erkannt. Investitionen sinken also genauso wie Löhne, Zinsen und Preise. 2:01 Zudem kommt es nun aufgrund sinkender Nachfrage zu ersten Entlassungen. Die Arbeitslosigkeit steigt also und die Stimmung der Konsumenten ist 2:08 pessimistisch. Die Depression ist der schlechteste und gefährlichste Zustand, den eine Volkswirtschaft erreichen kann. Oftmals wird hier auch von einer Krise 2:18 gesprochen. Kennzeichnend für eine Depression ist eine hohe Arbeitslosenquote aufgrund eines Nachfragetiefs. Zudem sinken Löhne, 2:26 Zinsen und Preise. Investitionen nehmen ebenfalls stark ab und die Stimmung der Konsumenten ist niedergedrückt. Diese vier Phasen können übrigens ganz 2:35 unterschiedlich lange dauern. Um zu starke Schwankungen eines Konjunkturzyklus, also Boom und Depression etwas auszugleichen, kann der 2:44 Start bzw. Weise die Notenbank eingreifen. Die Notenbanken können durch Regulierung der Zinsen Einfluss auf die Nachfrage nehmen. In der Regel wird 2:52 versucht in Zeiten der Depression die Zinsen zu senken, um Ausgaben durch eine Erhöhung der Geldmenge anzukurbeln. In Zeiten des Booms werden Zinsen 3:01 folglich erhöht, um die Geldmenge zu senken und eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden. Für die Konjunktur gibt es natürlich 3:09 auch Konjunkturindikatoren. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit der Konjunktur. So gibt es Frühindikatoren, Gegenwartsindikatoren 3:18 und Spätindikatoren. Frühindikatoren zeigen Änderungen des Wirtschaftsverlaufs früh an und sind daher für Prognosen geeignet. Beispiele: 3:28 Aktienindex, IFO Geschäftsklimaindex oder Gewinnerwartungen der Unternehmen. Gegenwartsindikatoren beschreiben die aktuelle wirtschaftliche 3:37 Lage. Beispiele: Bruttoinlandsprodukt eines Monats, Preise oder Zinsen. Spätindikatoren reagieren mit einer gewissen Verzögerung auf die 3:47 wirtschaftliche Entwicklung. Beispiele: Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt eines Jahres oder die Inflationsrate. Zusammengefasst bezeichnet Konjunktur 3:59 also den schwankenden Verlauf der Wirtschaft oder des Wirtschaftswachstums. Diese Schwankungen kann man mit Hilfe 4:04 des Konjunkturzyklus darstellen, der sich in vier Phasen unterscheidet: Aufschwung, Boom, Abschwung und Depression. 4:13 Zu starke Schwankungen werden versucht durch staatliche Eingriffe auszugleichen und durch sogenannte Konjunkturindikatoren 4:21 kann gegebenenfalls der Konjunkturverlauf prognostiziert werden.