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ganz konkret: Kommunalpolitik – mitmachen vor Ort | Zeit für Politik
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 43 Zeilen
- Ich bin heute in Pfaffenhofen und treffe mich mit Jonas der hat hier nämlich Politik gemacht und herausgekommen ist das hier:
- ein richtig cooler Dirtpark. Ich frage mich heute: Wenn ich direkt vor Ort etwas verändern will,
- was muss ich dann ganz konkret machen? Und wer trifft überhaupt die Entscheidungen in meiner Gemeinde? Jonas ist Biker aus Leidenschaft. Schon als Kind wünscht er sich vor allem eins:
- einen Dirtpark in seiner Gemeinde. Was fasziniert dich denn so am Sport?
- Was mich am meisten fasziniert am Dirtbiken oder am Mountainbiken, ist, dass es immer ein gemeinsames Fahren ist und nicht ein Gegeneinanderfahren.
- Du hast mega Schiss vor dem Sprung und traust dich nicht, dann fahr ich vor, du fährst nach und dann packen wir das. Und dieses Gemeinschaftsgefühl spürt man im Oktober 2019.
- Gemeinsam mit anderen Jugendlichen leistet Jonas in seiner Gemeinde drei Jahre lang Überzeugungsarbeit. Dann wird endlich der Dirtpark eröffnet.
- Was hast du gefühlt, als die Eröffnung hier war? Wie stolz warst du? Ich war sehr stolz, aber auf der anderen Seite hat es sich auch sehr unecht angefühlt.
- Ganz früher, da wollte ich den Park aus eigener Motivation haben. Als Kind hatte ich die Ansicht, ich muss unbedingt Profi-Radfahrer werden.
- Aber mittlerweile hat sich das Ganze gewendet. Dann ging's eher darum, dass man für alle Jugendlichen hier was auf die Beine stellt.
- Aus dieser Motivation heraus habe ich dann gearbeitet. Jetzt am Ende, wo das Ding steht, ist man natürlich sehr stolz drauf.
- Für den Dirtpark hat Jonas den entscheidenden Anstoß gegeben. Los ging es hier in einem Jugendzentrum in Pfaffenhofen.
- Also das hier ist der Geburtsort des Dirtparks, oder? Kann man so sagen, wir befinden uns hier in den Räumlichkeiten unseres Jugendparlaments.
- Das Jugendparlament vertritt die Interessen der Jugendlichen in Pfaffenhofen. Die Mitglieder werden demokratisch gewählt und stehen im engen Kontakt zur Stadtverwaltung.
- 2017 war Jonas selbst Mitglied und sogar Vorsitzender. Ihr als Jugendparlament seid dann mit der Idee für den Dirtpark zum Bürgermeister gegangen
- oder wie lief das ab? Ganz so einfach war's dann nicht. Wir haben natürlich dazwischen noch sehr viel planen müssen.
- Immer mal wieder waren Stadträte in unseren Sitzungen oder Leute vom Bauamt. Die haben dann eingelenkt und gesagt: „Macht man nicht so schnell.
- Das ist doch ein bisschen komplizierter, als ihr jetzt denkt.“ Bis es dann wirklich zum Stadtrat, also dem Bürgermeister, ging, vergingen dann noch gute zwei Jahre.
- So viel Einfluss wie in Pfaffenhofen haben Jugendparlamente nur in wenigen Gemeinden. Das Besondere: Die Mitglieder hier dürfen Anträge an den Stadtrat stellen.
- Und der muss dann mit den Jugendlichen über ihre Ideen diskutieren. Denn am Ende entscheidet der Stadtrat, ob Projekte wie der Dirtpark umgesetzt werden.
- Wo sind die positiven Seiten für die Stadt? Wie profitiert die Stadt davon? Wenn man diese Punkte ausformuliert und den Politikern nahelegt,
- dann sind sie recht schnell auf der Seite der Jugendlichen. Denn darum geht’s in der Kommunalpolitik: Entscheidungen im Sinne der Gemeinde zu treffen.
- Ein Dirtpark kostet natürlich auch viel Geld. Deshalb sollte er nicht nur ein paar Leuten nutzen, sondern am besten der ganzen Stadt.
- Wenn ich irgendwas umsetzen will, dann muss ich da auch Herzblut reinstecken. Wenn junge Leute sich engagieren, dann können sie echt was bewirken in ihrer Gemeinde.
- Aber bis dann so eine Idee umgesetzt wird, das kann echt ziemlich lang dauern, und es braucht viel Wissen und viel Planung.
- Die Leute, die dafür sorgen, dass am Ende alles klappt, die sitzen da hinten. Ich treffe mich mit Thomas Herker. Er ist der Bürgermeister von Pfaffenhofen und Chef von knapp 100 Mitarbeitern.
- Ganz schön viele, aber eine Kommune übernimmt auch eine Menge Aufgaben. Als Bürgermeister wird einem nicht langweilig.
- Die Woche hat im seltensten Fall 40 Stunden, eher 60 bis 70 Stunden. Schauen wir mal rein! Schauen wir mal rein!
- Ich lade mich selber ein ... Bitte! Einige der Aufgaben sind Pflicht, zum Beispiel die Wasserversorgung.
- Dann gibt’s viele Dinge, die eine Gemeinde tun darf, aber nicht muss, einen Dirtpark bauen zum Beispiel. Über diese Projekte entscheidet der Bürgermeister nicht alleine, sondern gemeinsam mit dem Stadtrat.
- Der Stadtrat trifft sich alle vier Wochen hier. Es gibt dazwischen Ausschusssitzungen für Spezialthemen. Der Stadtrat ist das höchste Gremium der Stadt. Und dann sitz ich hier und leite die Sitzung,
- ruf die Tagesordnungspunkte auf, die Kollegen melden sich zu Wort. Irgendwann schreiten wir zur Abstimmung. Dann heißt es „Ja!“ oder „Nein!“.
- Enthaltungen gibt es in einem Stadtrat keine. Der Stadtrat entscheidet zum Beispiel über den Bau eines Kindergartens oder den Betrieb eines Schwimmbads.
- Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und werden alle sechs Jahre bei den Kommunalwahlen gewählt. Dabei können sich die Bürger gezielt ihre Wunschkandidaten aussuchen.
- Wenn man möchte, dass ein Punkt am Schluss auch durchgeht, dann tut man gut daran, den ordentlich zu fundieren, vorzubereiten und zu schauen, dass da Fleisch rankommt.
- In dem Fall war das hervorragend ausgearbeitet. Die meiste Arbeit hat der Jonas selbst übernommen. Die Stadtverwaltung und die Stadtjugendpflege haben ein bisschen unterstützt.
- Dann waren wir hier im Festsaal und der Jonas hat seinen Vorschlag für den Dirtpark präsentiert. Wenn man irgendwo ein Defizit erkennt oder wenn man eine Möglichkeit sieht,
- dann nicht auf der Couch vorm Fernseher sich vergraben, sondern Initiative ergreifen. Mit Menschen reden, Menschen mobilisieren, für Themen sensibilisieren.
- Am Schluss liegt Verantwortung bei jedem selbst. Kommunalpolitik betrifft uns alle ganz konkret in unserem Alltag.
- Und ihr könnt auch selber einfach Politik machen: Ihr braucht dafür eine Idee, hinter der ihr fest steht,
- und ihr müsst am Ende die Menschen überzeugen, die dann auch entscheiden. Hat euch das Video gefallen? Dann zeigt es doch mal euren Freunden.
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- Ich warte so lange, ich hab Zeit ... Ist ja auch schön hier!
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