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Europäische Zentralbank (EZB) - einfach erklärt!

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  1. Die Europäische Zentralbank wurde im Jahre 1998 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Vorrangiges Ziel der EZB ist die Preisniveaustabilität.
  2. Hierbei gilt es, große Schwankungen des Geldwertes zu vermeiden und die Kaufkraft des Euros zu gewährleisten. Dieses Ziel gilt als erreicht, wenn die
  3. Inflationsrate im Euroraum pro Jahr nahe der 2% Marke liegt. Wieso 2 %? Ganz einfach, diese sollte deshalb erreicht werden, da bei einer höheren Inflation
  4. oder sogar einer Deflation Konsumenten auf sinkende Preise spekulieren und somit Investitionen in die Zukunft hinausgezögert werden. Dies wäre
  5. schlecht für die Wirtschaft. Neben dem Hauptziel Preisniveau Stabilität zu gewährleisten, müssen gleichzeitig einige Nebenziele
  6. verwirklicht werden, wie beispielsweise Unterstützung der Wirtschaftspolitik der EU und deren nationalen Regierungen, stetiges Wirtschaftswachstum und ein
  7. hohes Beschäftigungsniveau bzw. geringe Arbeitslosigkeit. Um diese Ziele zu erreichen, benutzt die EZB eines ihrer Hauptinstrumente, den
  8. sogenannten Leitzint. Dabei handelt es sich um den Zinsatz, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich Geld bei der EZB leihen. Im Gegensatz
  9. zum Einlagezins, den Banken erhalten, wenn sie ihr Geld bei der EZB anlegen. Eine Erhöhung des Leitzinses hat zurfolge, dass Kredite für Banken teurer
  10. werden. Somit werden weniger Kredite abgeschlossen. Konsum und Investitionen sinken und somit die Nachfrage. Gleichzeitig sorgen teurere Kredite
  11. dafür, dass die Geldmenge auf dem Markt sinkt, was wiederum eine sinkende Inflation, also sinkendes Preisniveau bewirkt. Eine Erhöhung des Leitzinses
  12. sorgt also für eine Drosselung der Wirtschaft. Auf der anderen Seite kann die EZB den Lightzins auch senken. Dies hat
  13. zurfolge, dass Kredite für Banken günstiger werden. Somit werden mehr Kredite abgeschlossen, Konsum und Investitionen steigen und somit die
  14. Nachfrage. Gleichzeitig sorgen günstigere Kredite dafür, dass die Geldmenge auf dem Markt steigt, was wiederum eine steigende Inflation, also
  15. steigendes Preisniveau bewirkt. Eine Senkung des Leitzinses sorgt also für einen Aufschwung der Wirtschaft. Mit Hilfe von Erhöhung oder Senkung des
  16. Leitzinses kann die EZB also die Geldmenge steuern und somit die Wirtschaft beeinflussen, um so die Ziele zu erreichen.
  17. Neben der Gewährleistung der Ziele hat die EZB auch einige Aufgaben zu verfolgen, welche im EU-Vertrag festgelegt sind. Unter anderem
  18. Durchführung von Geldpolitik, Förderung eines reibungslosen Zahlungsverkehrs, Stabilisierung der Finanzmärkte und Beratung und Zusammenarbeit mit
  19. nationalen und internationalen Behörden. Die Europäische Zentralbank ist übrigens politisch unabhängig, unterliegt also keiner politischen Kontrolle und kann
  20. somit frei handeln. Doch wie ist die EZB eigentlich aufgebaut? Sie lässt sich in drei Organe gliedern. EZB Direktorium, EZBR Rat und der erweiterte Rat. Das
  21. Direktorium führt Beschlüsse des EZB Rates durch und gibt die nötigen Anweisungen an die Nationalbanken weiter. Der EZB Rat ist das oberste
  22. Beschlussorgan der EZB und legt Richtlinien der Geldpolitik fest, entscheidet über Leitzins und stellt Zentralbankgeld bereit. Der erweiterte
  23. Rat berätt über die Aufnahme weiterer Länder in die Eurowährungszone. Zusammengefasst kann man also sagen, das Hauptziel der EZB ist Preisniveauität,
  24. gefolgt von einigen Nebenzielen. Zudem verfolgt sie einige Aufgaben, welche im EU-Vertrag festgelegt sind. Sie lässt sich in drei Organe gliedern und ist
  25. politisch unabhängig.

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