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BAB einfach erklärt (Teil 1): Einzel- und Gemeinkosten, Kostenbereiche und Kostenstellen
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 63 Zeilen
- Ja, hallo und herzlich willkommen zu diesem ersten Videoteil zum Betriebsabrechnungsbogen. Bevor wir uns genauer mit dem
- Betriebsabrechnungsbogen beschäftigen können, müssen wir ein paar wichtige Fachbegriffe klären. Ich weiß, das ist für viele von euch immer ein bisschen
- problematisch, hier Begriffe zu lernen, aber glaubt mir, wenn ihr die nun folgenden Begriffe nicht richtig verstanden habt, dann wird es euch auch
- schwer fallen, den Betriebsabrechnungsbogen zu verstehen. Da ist nämlich zunächst einmal die Unterscheidung der Kosten. In der Kosten
- und Leistungsrechnung unterscheidet man nämlich Einzel und Gemeinkosten. Und Einzelkosten sind dabei definiert als Kosten, die man verursachungsgerecht
- einem Kostenträger zurechnen kann. Und jetzt seht ihr schon, auch diese Definition ist schon wieder nicht ganz einfach zu verstehen, denn da kommen wir
- wieder andere Fachbegriffe vor, deswegen erkläre ich euch die kurz. Unter einem Kostenträger könnt ihr euch grundsätzlich die Produkte des
- Unternehmens vorstellen, also die Erzeugnisse und Warn bzw. Dienstleistung, die ein Unternehmen an Kunden abgibt. Also merkt euch mal, das
- ist der Begriff Kostenträger. Kann man sich eigentlich ganz gut merken, denn der Kostenträger soll die Kosten, die er verursacht hat, tragen. Und dann haben
- wir auch schon gleich den zweiten Begriff, nämlich verursachungsgerecht. Bei den Einzelkosten geht's nämlich darum, dass ihr versteht, dass man im
- Unternehmen versucht, Kosten den Kostenträgern genau zuzurechnen. Und zwar bedeutet dabei verursachungsgerecht, dass eben jeder
- Kostenträger die Kosten tragen soll, die er auch verursacht hat. Dann müsst ihr euch nämlich als nächstes merken, dass wir immer im Zusammenhang mit dem
- Betriebsabrechnungsbogen davon ausgehen, dass wir uns ein produzierendes Unternehmen anschauen. Und das bedeutet, wir schauen uns nur Fertigerzeugnisse
- als Kostenträger an, damit es nicht noch schwieriger wird. Dann versteht ihr nämlich als nächstes den Zusammenhang, dass es bei
- fertigerzeugtesten nur zwei Einzelkosten geben kann, nämlich einmal den Rohstoffaufwand, den nennt man dann auch die Materialkosten. Das ist nämlich dann
- das Material, das für die Herstellung der Fertigerzeugnisse anfällt. Finde ich sehr logisch, denn um Erzeugnisse herzustellen, muss man entsprechendes
- Material einkaufen und das in der Produktion einsetzen. Jetzt müsst ihr nur drauf achten, es gibt ja noch andere Werkstoffe, nämlich neben den Rohstoffen
- die Hilfs- und Betriebstoffe. Und jetzt achtet mal drauf, bei den Einzelkosten werden eben nur diese Materialkosten für den Rohstoffaufwand angesetzt. Das ist
- eine Besonderheit, die man mal beachten sollte. Dann gibt es nämlich als zweite Möglichkeit für Einzelkosten die sogenannten Akkordlöhne. Verstehen auch
- viele von euch nicht so richtig. Hierbei handelt es sich um die Fertigungslöhne. Das heißt also um die Entlohnung von Mitarbeitern in der Fertigung, also in
- der Produktion. Und hier fragen sich immer viele, was ist eigentlich mit Akkordlöden gemeint? Das sind im Grunde genommen Löhne, die hier für ein
- erzeugtes Teil bezahlt werden. Und deswegen kann man eben in der Kosten und Leistungsrechnung genau herausfinden, wie hoch diese Lohnkosten für ein
- erstelltes Erzeugnis bzw. dann ein Bauteil beim Erzeugnis sind. Für die, die alles nur ganz schnell lernen wollen, merkt euch also Einzelkosten
- sind einmal der Rohstoffaufwand bzw. die Rohstoffkosten, die man auch Materialkosten nennt und dann die Akkordlöhne, das sind die
- Fertigungslöhne. Dann könnt ihr daraus nämlich ableiten, dass Gemeinkosten natürlich Kosten sind, die für viele bzw. für alle Kostenträger gemeinsam
- anfallen. Daher kommt nämlich auch das Wort. Achtet mal drauf, Gemeinkosten sind Kosten, die für alle Kostenträger gemeinsam anfallen. Kann man sich
- eigentlich ganz gut merken. Das Besondere bei den Gemeinkosten ist jetzt nämlich, weil sie für viele bzw. sie für alle Kostenträger gemeinsam anfallen,
- ist es nicht möglich, diese verursachungsgerecht den Kostenträgern zuzuordnen. Ist logisch, wenn Kosten für viele oder für alle Kostenträger
- anfallen, ergibt sich natürlich in der Praxis das Problem, wie soll man die dann verursachungsgerecht den Erzeugtesten zuordnen? Nun ergibt sich
- für uns in der Kostenrechnung jedoch das Problem, dass es ja so nicht sein kann. Das reicht ja nicht aus, wenn man nur die Einzelkosten den Kostenträgern
- zurechnet, dann wäre es ja nicht möglich, einen Verkaufspreis zu kalkulieren, denn wir müssen ja wissen, wie viel Kosten sind denn insgesamt je
- Erzeugnis angefallen? Und daraus könnt ihr dann selber ableiten, was das Problem ist, nämlich eben die Gemeinkosten. Denn die Gemeinkosten kann
- man ja per Definition und auch faktisch nicht dem Enderzeugnis zurechnen, aber wir müssen sie zurechnen und dafür verwenden wir eben den
- Betriebsabrechnungsbogen. Den erkläre ich euch aber im nächsten Video. Im nächsten Schritt müssen wir nämlich zunächst einmal noch einen weiteren
- wichtigen Begriff klären und zwar den Begriff der Kostenstelle. Eine Kostenstelle ist nämlich grundsätzlich ein Ort im Unternehmen, der Kosten
- verursacht. Das heißt also, das kann ein Raum, ein Verantwortungsbereich, eine Abteilung, ein Mitarbeiter oder eine Maschine sein. Es geht eben darum, dass
- ihr versteht, dass eine Kostenstelle ein Verursacher von Kosten ist. Und jetzt achtet bitte auf den Unterschied. Auch der Kostenträger verursacht Kosten.
- Jetzt geht's aber eher darum, einen Ort zu bestimmen, der Kosten verursacht. Das sind eben die Kostenstellen. Und um den Betriebsabrechnungsbogen im nächsten
- Video zu verstehen, müsst ihr als nächstes verstanden haben, dass man hier Kostenbereiche von Kostenstellen unterscheidet. Denn ein Kostenbereich
- ist die Zusammenfassung von mehreren Kostenstellen. Das verwirrt nämlich nachher viele von euch, das weiß ich schon. Um also den
- Betriebsabrechnungsbogen besser zu verstehen, merkt euch einfach mal, in Kostenbereich ist die Zusammenfassung mehrer Kostenstellen. Im
- Betriebsabrechnungsbogen spielen nämlich später vier Kostenbereiche eine wichtige Rolle und zwar der Kostenbereich Material, der Kostenbereich Fertigung,
- der Kostenbereich Verwaltung und der Kostenbereich Vertrieb. Und dann fällt mir auf, dass in vielen BABS steht, dass das Kostenstellen sein, aber das sind
- natürlich nicht richtig. Das sind sogenannte Kostenbereiche. Und wenn ihr euch jetzt die Definition anschaut, dann erkennt ihr, wodurch sich beide Begriffe
- unterscheiden, denn der Kostenbereich Material setzt sich z.B. aus den Kostenstellen Materialeinkauf und Materiallager zusammen. Das sind die
- beiden Kostenstellen und die gehören dann zum Kostenbereich Material. Wenn ihr das nämlich verstanden habt, könnt ihr nachvollziehen, dass hier z.B. die
- Verwaltungsbereiche zum Materialbereich gehören, aber auch der Bereich der physischen Lagerung, nämlich das Materiallager. Das sieht dann nämlich
- genauso im Kostenbereich Fertigung aus, denn hierzu gehören z.B. die Kostenstellen Konstruktionsabteilung, das die
- Abteilung, die die Fertigerzeugnisse konstruiert. Dann die Arbeitsvorbereitung, das ist eine Abteilung, in der gewerblich technisch
- und kaufmännisch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten, denn das könnt ihr euch vorstellen, die Fertigung muss ja geplant werden. Hier müssen z.B. wie
- Produktionsabläufe vorher geplant werden, Maschinenbelegungen vorgenommen werden und so weiter. Das dann die Arbeitsvorbereitung und dann gehört zu
- diesem Bereich natürlich auch noch die Produktion selber und typische Kostenstellen in der Produktion wären dann die Maschinen, die da stehen, also
- die Maschinen A, B und C. Dann könnt ihr nämlich auch in diesem Kostenbereich erkennen, dass wir hier natürlich auch Verwaltungsabteilung dabei haben, wie
- z.B. die Konstruktionsabteilung und die Arbeitsvorbereitung. Wenn ihr das nämlich wieder logisch nachvollziehen könnt, dann erkennt ihr nämlich, dass
- wir im Kostenbereich Verwaltung eben nicht nur Verwaltungsstellen haben, denn das habt ihr ja gesehen, viele kaufmenscheverwaltungsstellen sind ja
- bereits im Bereich Material und Fertigung untergebracht, sodass dann in der Praxis zum Kostenbereich Verwaltung z.B. das Rechnungswesen und die
- Personalabteilung gehören, denn das sind typische Abteilungen, die man weder dem Kostenbereich Material noch dem Kostenbereich Fertigung zuordnen kann.
- Das sind allgemeine Stellen, die für den Gesamtbetrieb zuständig sind. Und dann haben wir noch den vierten Kostenbereich, den Vertrieb. Hierzu
- gehört z.B. die Verkaufsabteilung, die Versandtabteilung und das Marketing. Und zu Marketing könnte dann z.B. die strategische Marketingplanung, aber auch
- die Werbung gehören. Und da wir uns ja im nächsten Video den Betriebsabrechnungsbogen anschauen, ist es ganz wichtig, dass ihr hier diese
- vier Kostenbereiche und die zugehörigen Kostenstellen verstanden habt. Dann habt ihr jetzt nämlich die Grundlagen gelernt, um den Betriebsabrechnungsbogen
- genau verstehen zu können. Und dann freue ich mich, wenn wir uns im zweiten Teil der Videoreihe wiedersehen. Macht's gut, bis dann. Tschüss.
- [Musik]
Zum Nachlesen
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