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BAB einfach erklärt (Teil 1): Einzel- und Gemeinkosten, Kostenbereiche und Kostenstellen

Bensch erklärt's - Wirtschaft einfach verstehen8:04 4.707 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 63 Zeilen
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  1. Ja, hallo und herzlich willkommen zu diesem ersten Videoteil zum Betriebsabrechnungsbogen. Bevor wir uns genauer mit dem
  2. Betriebsabrechnungsbogen beschäftigen können, müssen wir ein paar wichtige Fachbegriffe klären. Ich weiß, das ist für viele von euch immer ein bisschen
  3. problematisch, hier Begriffe zu lernen, aber glaubt mir, wenn ihr die nun folgenden Begriffe nicht richtig verstanden habt, dann wird es euch auch
  4. schwer fallen, den Betriebsabrechnungsbogen zu verstehen. Da ist nämlich zunächst einmal die Unterscheidung der Kosten. In der Kosten
  5. und Leistungsrechnung unterscheidet man nämlich Einzel und Gemeinkosten. Und Einzelkosten sind dabei definiert als Kosten, die man verursachungsgerecht
  6. einem Kostenträger zurechnen kann. Und jetzt seht ihr schon, auch diese Definition ist schon wieder nicht ganz einfach zu verstehen, denn da kommen wir
  7. wieder andere Fachbegriffe vor, deswegen erkläre ich euch die kurz. Unter einem Kostenträger könnt ihr euch grundsätzlich die Produkte des
  8. Unternehmens vorstellen, also die Erzeugnisse und Warn bzw. Dienstleistung, die ein Unternehmen an Kunden abgibt. Also merkt euch mal, das
  9. ist der Begriff Kostenträger. Kann man sich eigentlich ganz gut merken, denn der Kostenträger soll die Kosten, die er verursacht hat, tragen. Und dann haben
  10. wir auch schon gleich den zweiten Begriff, nämlich verursachungsgerecht. Bei den Einzelkosten geht's nämlich darum, dass ihr versteht, dass man im
  11. Unternehmen versucht, Kosten den Kostenträgern genau zuzurechnen. Und zwar bedeutet dabei verursachungsgerecht, dass eben jeder
  12. Kostenträger die Kosten tragen soll, die er auch verursacht hat. Dann müsst ihr euch nämlich als nächstes merken, dass wir immer im Zusammenhang mit dem
  13. Betriebsabrechnungsbogen davon ausgehen, dass wir uns ein produzierendes Unternehmen anschauen. Und das bedeutet, wir schauen uns nur Fertigerzeugnisse
  14. als Kostenträger an, damit es nicht noch schwieriger wird. Dann versteht ihr nämlich als nächstes den Zusammenhang, dass es bei
  15. fertigerzeugtesten nur zwei Einzelkosten geben kann, nämlich einmal den Rohstoffaufwand, den nennt man dann auch die Materialkosten. Das ist nämlich dann
  16. das Material, das für die Herstellung der Fertigerzeugnisse anfällt. Finde ich sehr logisch, denn um Erzeugnisse herzustellen, muss man entsprechendes
  17. Material einkaufen und das in der Produktion einsetzen. Jetzt müsst ihr nur drauf achten, es gibt ja noch andere Werkstoffe, nämlich neben den Rohstoffen
  18. die Hilfs- und Betriebstoffe. Und jetzt achtet mal drauf, bei den Einzelkosten werden eben nur diese Materialkosten für den Rohstoffaufwand angesetzt. Das ist
  19. eine Besonderheit, die man mal beachten sollte. Dann gibt es nämlich als zweite Möglichkeit für Einzelkosten die sogenannten Akkordlöhne. Verstehen auch
  20. viele von euch nicht so richtig. Hierbei handelt es sich um die Fertigungslöhne. Das heißt also um die Entlohnung von Mitarbeitern in der Fertigung, also in
  21. der Produktion. Und hier fragen sich immer viele, was ist eigentlich mit Akkordlöden gemeint? Das sind im Grunde genommen Löhne, die hier für ein
  22. erzeugtes Teil bezahlt werden. Und deswegen kann man eben in der Kosten und Leistungsrechnung genau herausfinden, wie hoch diese Lohnkosten für ein
  23. erstelltes Erzeugnis bzw. dann ein Bauteil beim Erzeugnis sind. Für die, die alles nur ganz schnell lernen wollen, merkt euch also Einzelkosten
  24. sind einmal der Rohstoffaufwand bzw. die Rohstoffkosten, die man auch Materialkosten nennt und dann die Akkordlöhne, das sind die
  25. Fertigungslöhne. Dann könnt ihr daraus nämlich ableiten, dass Gemeinkosten natürlich Kosten sind, die für viele bzw. für alle Kostenträger gemeinsam
  26. anfallen. Daher kommt nämlich auch das Wort. Achtet mal drauf, Gemeinkosten sind Kosten, die für alle Kostenträger gemeinsam anfallen. Kann man sich
  27. eigentlich ganz gut merken. Das Besondere bei den Gemeinkosten ist jetzt nämlich, weil sie für viele bzw. sie für alle Kostenträger gemeinsam anfallen,
  28. ist es nicht möglich, diese verursachungsgerecht den Kostenträgern zuzuordnen. Ist logisch, wenn Kosten für viele oder für alle Kostenträger
  29. anfallen, ergibt sich natürlich in der Praxis das Problem, wie soll man die dann verursachungsgerecht den Erzeugtesten zuordnen? Nun ergibt sich
  30. für uns in der Kostenrechnung jedoch das Problem, dass es ja so nicht sein kann. Das reicht ja nicht aus, wenn man nur die Einzelkosten den Kostenträgern
  31. zurechnet, dann wäre es ja nicht möglich, einen Verkaufspreis zu kalkulieren, denn wir müssen ja wissen, wie viel Kosten sind denn insgesamt je
  32. Erzeugnis angefallen? Und daraus könnt ihr dann selber ableiten, was das Problem ist, nämlich eben die Gemeinkosten. Denn die Gemeinkosten kann
  33. man ja per Definition und auch faktisch nicht dem Enderzeugnis zurechnen, aber wir müssen sie zurechnen und dafür verwenden wir eben den
  34. Betriebsabrechnungsbogen. Den erkläre ich euch aber im nächsten Video. Im nächsten Schritt müssen wir nämlich zunächst einmal noch einen weiteren
  35. wichtigen Begriff klären und zwar den Begriff der Kostenstelle. Eine Kostenstelle ist nämlich grundsätzlich ein Ort im Unternehmen, der Kosten
  36. verursacht. Das heißt also, das kann ein Raum, ein Verantwortungsbereich, eine Abteilung, ein Mitarbeiter oder eine Maschine sein. Es geht eben darum, dass
  37. ihr versteht, dass eine Kostenstelle ein Verursacher von Kosten ist. Und jetzt achtet bitte auf den Unterschied. Auch der Kostenträger verursacht Kosten.
  38. Jetzt geht's aber eher darum, einen Ort zu bestimmen, der Kosten verursacht. Das sind eben die Kostenstellen. Und um den Betriebsabrechnungsbogen im nächsten
  39. Video zu verstehen, müsst ihr als nächstes verstanden haben, dass man hier Kostenbereiche von Kostenstellen unterscheidet. Denn ein Kostenbereich
  40. ist die Zusammenfassung von mehreren Kostenstellen. Das verwirrt nämlich nachher viele von euch, das weiß ich schon. Um also den
  41. Betriebsabrechnungsbogen besser zu verstehen, merkt euch einfach mal, in Kostenbereich ist die Zusammenfassung mehrer Kostenstellen. Im
  42. Betriebsabrechnungsbogen spielen nämlich später vier Kostenbereiche eine wichtige Rolle und zwar der Kostenbereich Material, der Kostenbereich Fertigung,
  43. der Kostenbereich Verwaltung und der Kostenbereich Vertrieb. Und dann fällt mir auf, dass in vielen BABS steht, dass das Kostenstellen sein, aber das sind
  44. natürlich nicht richtig. Das sind sogenannte Kostenbereiche. Und wenn ihr euch jetzt die Definition anschaut, dann erkennt ihr, wodurch sich beide Begriffe
  45. unterscheiden, denn der Kostenbereich Material setzt sich z.B. aus den Kostenstellen Materialeinkauf und Materiallager zusammen. Das sind die
  46. beiden Kostenstellen und die gehören dann zum Kostenbereich Material. Wenn ihr das nämlich verstanden habt, könnt ihr nachvollziehen, dass hier z.B. die
  47. Verwaltungsbereiche zum Materialbereich gehören, aber auch der Bereich der physischen Lagerung, nämlich das Materiallager. Das sieht dann nämlich
  48. genauso im Kostenbereich Fertigung aus, denn hierzu gehören z.B. die Kostenstellen Konstruktionsabteilung, das die
  49. Abteilung, die die Fertigerzeugnisse konstruiert. Dann die Arbeitsvorbereitung, das ist eine Abteilung, in der gewerblich technisch
  50. und kaufmännisch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten, denn das könnt ihr euch vorstellen, die Fertigung muss ja geplant werden. Hier müssen z.B. wie
  51. Produktionsabläufe vorher geplant werden, Maschinenbelegungen vorgenommen werden und so weiter. Das dann die Arbeitsvorbereitung und dann gehört zu
  52. diesem Bereich natürlich auch noch die Produktion selber und typische Kostenstellen in der Produktion wären dann die Maschinen, die da stehen, also
  53. die Maschinen A, B und C. Dann könnt ihr nämlich auch in diesem Kostenbereich erkennen, dass wir hier natürlich auch Verwaltungsabteilung dabei haben, wie
  54. z.B. die Konstruktionsabteilung und die Arbeitsvorbereitung. Wenn ihr das nämlich wieder logisch nachvollziehen könnt, dann erkennt ihr nämlich, dass
  55. wir im Kostenbereich Verwaltung eben nicht nur Verwaltungsstellen haben, denn das habt ihr ja gesehen, viele kaufmenscheverwaltungsstellen sind ja
  56. bereits im Bereich Material und Fertigung untergebracht, sodass dann in der Praxis zum Kostenbereich Verwaltung z.B. das Rechnungswesen und die
  57. Personalabteilung gehören, denn das sind typische Abteilungen, die man weder dem Kostenbereich Material noch dem Kostenbereich Fertigung zuordnen kann.
  58. Das sind allgemeine Stellen, die für den Gesamtbetrieb zuständig sind. Und dann haben wir noch den vierten Kostenbereich, den Vertrieb. Hierzu
  59. gehört z.B. die Verkaufsabteilung, die Versandtabteilung und das Marketing. Und zu Marketing könnte dann z.B. die strategische Marketingplanung, aber auch
  60. die Werbung gehören. Und da wir uns ja im nächsten Video den Betriebsabrechnungsbogen anschauen, ist es ganz wichtig, dass ihr hier diese
  61. vier Kostenbereiche und die zugehörigen Kostenstellen verstanden habt. Dann habt ihr jetzt nämlich die Grundlagen gelernt, um den Betriebsabrechnungsbogen
  62. genau verstehen zu können. Und dann freue ich mich, wenn wir uns im zweiten Teil der Videoreihe wiedersehen. Macht's gut, bis dann. Tschüss.
  63. [Musik]

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