BAB einfach erklärt (Teil 1): Einzel- und Gemeinkosten, Kostenbereiche und Kostenstellen Bensch erklärt's - Wirtschaft einfach verstehen https://www.youtube.com/watch?v=lSvG346d67s Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ja, hallo und herzlich willkommen zu diesem ersten Videoteil zum Betriebsabrechnungsbogen. Bevor wir uns genauer mit dem 0:06 Betriebsabrechnungsbogen beschäftigen können, müssen wir ein paar wichtige Fachbegriffe klären. Ich weiß, das ist für viele von euch immer ein bisschen 0:13 problematisch, hier Begriffe zu lernen, aber glaubt mir, wenn ihr die nun folgenden Begriffe nicht richtig verstanden habt, dann wird es euch auch 0:20 schwer fallen, den Betriebsabrechnungsbogen zu verstehen. Da ist nämlich zunächst einmal die Unterscheidung der Kosten. In der Kosten 0:27 und Leistungsrechnung unterscheidet man nämlich Einzel und Gemeinkosten. Und Einzelkosten sind dabei definiert als Kosten, die man verursachungsgerecht 0:36 einem Kostenträger zurechnen kann. Und jetzt seht ihr schon, auch diese Definition ist schon wieder nicht ganz einfach zu verstehen, denn da kommen wir 0:43 wieder andere Fachbegriffe vor, deswegen erkläre ich euch die kurz. Unter einem Kostenträger könnt ihr euch grundsätzlich die Produkte des 0:50 Unternehmens vorstellen, also die Erzeugnisse und Warn bzw. Dienstleistung, die ein Unternehmen an Kunden abgibt. Also merkt euch mal, das 0:58 ist der Begriff Kostenträger. Kann man sich eigentlich ganz gut merken, denn der Kostenträger soll die Kosten, die er verursacht hat, tragen. Und dann haben 1:06 wir auch schon gleich den zweiten Begriff, nämlich verursachungsgerecht. Bei den Einzelkosten geht's nämlich darum, dass ihr versteht, dass man im 1:13 Unternehmen versucht, Kosten den Kostenträgern genau zuzurechnen. Und zwar bedeutet dabei verursachungsgerecht, dass eben jeder 1:20 Kostenträger die Kosten tragen soll, die er auch verursacht hat. Dann müsst ihr euch nämlich als nächstes merken, dass wir immer im Zusammenhang mit dem 1:28 Betriebsabrechnungsbogen davon ausgehen, dass wir uns ein produzierendes Unternehmen anschauen. Und das bedeutet, wir schauen uns nur Fertigerzeugnisse 1:35 als Kostenträger an, damit es nicht noch schwieriger wird. Dann versteht ihr nämlich als nächstes den Zusammenhang, dass es bei 1:41 fertigerzeugtesten nur zwei Einzelkosten geben kann, nämlich einmal den Rohstoffaufwand, den nennt man dann auch die Materialkosten. Das ist nämlich dann 1:49 das Material, das für die Herstellung der Fertigerzeugnisse anfällt. Finde ich sehr logisch, denn um Erzeugnisse herzustellen, muss man entsprechendes 1:57 Material einkaufen und das in der Produktion einsetzen. Jetzt müsst ihr nur drauf achten, es gibt ja noch andere Werkstoffe, nämlich neben den Rohstoffen 2:05 die Hilfs- und Betriebstoffe. Und jetzt achtet mal drauf, bei den Einzelkosten werden eben nur diese Materialkosten für den Rohstoffaufwand angesetzt. Das ist 2:13 eine Besonderheit, die man mal beachten sollte. Dann gibt es nämlich als zweite Möglichkeit für Einzelkosten die sogenannten Akkordlöhne. Verstehen auch 2:21 viele von euch nicht so richtig. Hierbei handelt es sich um die Fertigungslöhne. Das heißt also um die Entlohnung von Mitarbeitern in der Fertigung, also in 2:29 der Produktion. Und hier fragen sich immer viele, was ist eigentlich mit Akkordlöden gemeint? Das sind im Grunde genommen Löhne, die hier für ein 2:36 erzeugtes Teil bezahlt werden. Und deswegen kann man eben in der Kosten und Leistungsrechnung genau herausfinden, wie hoch diese Lohnkosten für ein 2:46 erstelltes Erzeugnis bzw. dann ein Bauteil beim Erzeugnis sind. Für die, die alles nur ganz schnell lernen wollen, merkt euch also Einzelkosten 2:54 sind einmal der Rohstoffaufwand bzw. die Rohstoffkosten, die man auch Materialkosten nennt und dann die Akkordlöhne, das sind die 3:01 Fertigungslöhne. Dann könnt ihr daraus nämlich ableiten, dass Gemeinkosten natürlich Kosten sind, die für viele bzw. für alle Kostenträger gemeinsam 3:10 anfallen. Daher kommt nämlich auch das Wort. Achtet mal drauf, Gemeinkosten sind Kosten, die für alle Kostenträger gemeinsam anfallen. Kann man sich 3:18 eigentlich ganz gut merken. Das Besondere bei den Gemeinkosten ist jetzt nämlich, weil sie für viele bzw. sie für alle Kostenträger gemeinsam anfallen, 3:26 ist es nicht möglich, diese verursachungsgerecht den Kostenträgern zuzuordnen. Ist logisch, wenn Kosten für viele oder für alle Kostenträger 3:35 anfallen, ergibt sich natürlich in der Praxis das Problem, wie soll man die dann verursachungsgerecht den Erzeugtesten zuordnen? Nun ergibt sich 3:42 für uns in der Kostenrechnung jedoch das Problem, dass es ja so nicht sein kann. Das reicht ja nicht aus, wenn man nur die Einzelkosten den Kostenträgern 3:49 zurechnet, dann wäre es ja nicht möglich, einen Verkaufspreis zu kalkulieren, denn wir müssen ja wissen, wie viel Kosten sind denn insgesamt je 3:57 Erzeugnis angefallen? Und daraus könnt ihr dann selber ableiten, was das Problem ist, nämlich eben die Gemeinkosten. Denn die Gemeinkosten kann 4:04 man ja per Definition und auch faktisch nicht dem Enderzeugnis zurechnen, aber wir müssen sie zurechnen und dafür verwenden wir eben den 4:14 Betriebsabrechnungsbogen. Den erkläre ich euch aber im nächsten Video. Im nächsten Schritt müssen wir nämlich zunächst einmal noch einen weiteren 4:19 wichtigen Begriff klären und zwar den Begriff der Kostenstelle. Eine Kostenstelle ist nämlich grundsätzlich ein Ort im Unternehmen, der Kosten 4:27 verursacht. Das heißt also, das kann ein Raum, ein Verantwortungsbereich, eine Abteilung, ein Mitarbeiter oder eine Maschine sein. Es geht eben darum, dass 4:35 ihr versteht, dass eine Kostenstelle ein Verursacher von Kosten ist. Und jetzt achtet bitte auf den Unterschied. Auch der Kostenträger verursacht Kosten. 4:43 Jetzt geht's aber eher darum, einen Ort zu bestimmen, der Kosten verursacht. Das sind eben die Kostenstellen. Und um den Betriebsabrechnungsbogen im nächsten 4:51 Video zu verstehen, müsst ihr als nächstes verstanden haben, dass man hier Kostenbereiche von Kostenstellen unterscheidet. Denn ein Kostenbereich 4:59 ist die Zusammenfassung von mehreren Kostenstellen. Das verwirrt nämlich nachher viele von euch, das weiß ich schon. Um also den 5:06 Betriebsabrechnungsbogen besser zu verstehen, merkt euch einfach mal, in Kostenbereich ist die Zusammenfassung mehrer Kostenstellen. Im 5:13 Betriebsabrechnungsbogen spielen nämlich später vier Kostenbereiche eine wichtige Rolle und zwar der Kostenbereich Material, der Kostenbereich Fertigung, 5:21 der Kostenbereich Verwaltung und der Kostenbereich Vertrieb. Und dann fällt mir auf, dass in vielen BABS steht, dass das Kostenstellen sein, aber das sind 5:29 natürlich nicht richtig. Das sind sogenannte Kostenbereiche. Und wenn ihr euch jetzt die Definition anschaut, dann erkennt ihr, wodurch sich beide Begriffe 5:36 unterscheiden, denn der Kostenbereich Material setzt sich z.B. aus den Kostenstellen Materialeinkauf und Materiallager zusammen. Das sind die 5:45 beiden Kostenstellen und die gehören dann zum Kostenbereich Material. Wenn ihr das nämlich verstanden habt, könnt ihr nachvollziehen, dass hier z.B. die 5:53 Verwaltungsbereiche zum Materialbereich gehören, aber auch der Bereich der physischen Lagerung, nämlich das Materiallager. Das sieht dann nämlich 6:01 genauso im Kostenbereich Fertigung aus, denn hierzu gehören z.B. die Kostenstellen Konstruktionsabteilung, das die 6:07 Abteilung, die die Fertigerzeugnisse konstruiert. Dann die Arbeitsvorbereitung, das ist eine Abteilung, in der gewerblich technisch 6:15 und kaufmännisch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten, denn das könnt ihr euch vorstellen, die Fertigung muss ja geplant werden. Hier müssen z.B. wie 6:22 Produktionsabläufe vorher geplant werden, Maschinenbelegungen vorgenommen werden und so weiter. Das dann die Arbeitsvorbereitung und dann gehört zu 6:29 diesem Bereich natürlich auch noch die Produktion selber und typische Kostenstellen in der Produktion wären dann die Maschinen, die da stehen, also 6:35 die Maschinen A, B und C. Dann könnt ihr nämlich auch in diesem Kostenbereich erkennen, dass wir hier natürlich auch Verwaltungsabteilung dabei haben, wie 6:43 z.B. die Konstruktionsabteilung und die Arbeitsvorbereitung. Wenn ihr das nämlich wieder logisch nachvollziehen könnt, dann erkennt ihr nämlich, dass 6:50 wir im Kostenbereich Verwaltung eben nicht nur Verwaltungsstellen haben, denn das habt ihr ja gesehen, viele kaufmenscheverwaltungsstellen sind ja 6:58 bereits im Bereich Material und Fertigung untergebracht, sodass dann in der Praxis zum Kostenbereich Verwaltung z.B. das Rechnungswesen und die 7:06 Personalabteilung gehören, denn das sind typische Abteilungen, die man weder dem Kostenbereich Material noch dem Kostenbereich Fertigung zuordnen kann. 7:13 Das sind allgemeine Stellen, die für den Gesamtbetrieb zuständig sind. Und dann haben wir noch den vierten Kostenbereich, den Vertrieb. Hierzu 7:20 gehört z.B. die Verkaufsabteilung, die Versandtabteilung und das Marketing. Und zu Marketing könnte dann z.B. die strategische Marketingplanung, aber auch 7:29 die Werbung gehören. Und da wir uns ja im nächsten Video den Betriebsabrechnungsbogen anschauen, ist es ganz wichtig, dass ihr hier diese 7:36 vier Kostenbereiche und die zugehörigen Kostenstellen verstanden habt. Dann habt ihr jetzt nämlich die Grundlagen gelernt, um den Betriebsabrechnungsbogen 7:44 genau verstehen zu können. Und dann freue ich mich, wenn wir uns im zweiten Teil der Videoreihe wiedersehen. Macht's gut, bis dann. Tschüss. 7:56 [Musik]