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Zeichen und Wunder - Eucharistische Wunder

EWTN | Katholisches Fernsehen weltweit31:20 128.330 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 151 Zeilen
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  1. Ein wundersames Ereignis gibt es in jeder Heiligen Messe – egal ob sie im Petersdom, in einer afrikanischen Gemeinde oder in der Pfarrei um die Ecke gefeiert wird.
  2. Über eine Milliarde Katholiken glauben, dass sich während dem eucharistischen Hochgebet Brot und Wein in Fleisch und Blut Jesu Christi verwandeln.
  3. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Aber ist dieser Glaube noch zeitgemäß?
  4. Ist Jesus Christus tatsächlich in der Eucharistie gegenwärtig, wie die Kirche lehrt? Und wenn ja, was bedeutet das für mein Leben?
  5. In dieser Sendung besuchen wir Orte, an denen Gott Zeichen und Wunder geschehen lässt, die diesen Glauben bestätigen. Wir treffen Menschen, deren Leben sich dadurch verändert hat
  6. und erfahren von wissenschaftlichen Untersuchungen, die schier unglaubliches zu Tage bringen. Weltweit gibt es etliche Berichte von eucharistischen Wundern durch alle Jahrhunderte hindurch.
  7. Sogar Papst Franziskus hat während seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires ein Eucharistisches Wunder zur Anerkennung geführt.
  8. Damit es nicht zu Verwechslungen mit natürlichen Phänomenen oder Täuschungen kommt, beruft die Kirche Untersuchungskommissionen ein.
  9. Herzmuskelgewebe - Das ist degenerativ verändertes Herzmuskelgewebe.
  10. So etwas passiert manchmal nach einem Herzinfarkt. Lanciano, eine italienische Kleinstadt in den Abruzzen.
  11. Im 8. Jahrhundert geschieht hier ein eucharistisches Wunder, das die Wissenschaft bis heute an ihre Grenzen führt.
  12. Ein zweifelnder Mönch feiert in einer frühchristlichen Kirche die Heilige Messe. Er glaubte nicht an die Wandlung von Brot in Fleisch und von Wein in Blut.
  13. Und außerdem fragte er sich: Wie macht Jesus das, dass er hier sein kann und gleichzeitig, in einer Kirche, die vielleicht 200 Meter entfernt steht.
  14. Und dann kommt das Eucharistische Wunder in der Doppelkonsekration gemäß dem Kanon. Die Hostie wird zu einer Scheibe Herzmuskel, wenn man es ganz vereinfacht ausdrückt.
  15. Und das flüssige Blut sammelt sich und wird fest. Es entstehen fünf Klumpen. Seitdem wird das Wunder kontinuierlich in Lanciano aufbewahrt.
  16. Im frühen Mittelalter ist Lanciano ein abgelegenes, ärmliches Dorf, abgeschnitten von allen Hauptverkehrsruten.
  17. So erfährt das Wunder zunächst nur lokale Verehrung. Was aber der Glaubenssinn der einfachen Menschen durch die Jahrhunderte hindurch schon erfasst hat
  18. wird schließlich in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen eindrucksvoll bestätigt. Professor Odoardo Linoli, Chefarzt an der Klink in Arezzo und freier Professor der Universität Siena,
  19. wurde gerufen, um chemische und biologische Untersuchungen durchzuführen. Professor Linoli brachte einen Kollegen mit, Prof. Bertelli, und sie sahen,
  20. dass es sich um echtes, menschliches Fleisch handelt – lebendiges Fleisch. Denn, wenn es der Leichnam eines Toten gewesen wäre, wäre es längst pulverisiert.
  21. Der Abschlussbericht von Dr. Odoardo Linoli, Professor für Anatomie und Pathohistologie, sorgt in der Fachwelt für Aufsehen.
  22. Am 04. März 1971 werden die detailreichen Studienergebnisse präsentiert: 1. Das Fleisch besteht aus Herzmuskelgewebe
  23. 2. Das Blut ist wahrhaftig Blut 3. Die immunologische Untersuchung zeigt, dass Fleisch und Blut menschlicher Natur sind
  24. und beide der Blutgruppe AB angehören, die für Menschen aus der Region des mittleren Ostens charakteristisch ist
  25. 4. Das im Blut erhaltene Eiweiß zeugt von frischem Blut 5. Die medizinischen Untersuchungen zeigen, dass die Reliquien keine Konservierungsstoffe enthalten
  26. Ich war eigentlich schon immer Christ. Ich bin in einer christlichen Familie groß geworden mit einer freikirchlich-protestantischen Prägung
  27. von Seiten des Vaters, von der Mutter her eher mit einer lutherischen Prägung. Ich bin aber dann 2010 / 2011 in eine tiefe persönliche Krise gekommen wo ich gemerkt habe mir fehlt was:
  28. mir fehlt was in meinem Glauben, mir fehlt was in meinem Leben. Und da es mir zu diesem Zeitpunkt nicht gut ging, habe ich dann angefangen zu suchen.
  29. Durch den Kontakt mit katholischen Christen in seiner Praxis beginnt Dr. Schwake sich mit deren Glauben auseinanderzusetzen.
  30. Als es um die Lehre der Eucharistie geht stößt er auf das Ereignis von Lanciano. Und das hat mich sofort fasziniert, vielleicht auch deshalb, weil ich Arzt bin.
  31. Und mir war klar, du musst da hin. Also wenn du den katholischen Glauben kennen lernen willst, dann guck dir das vor Ort an, was Eucharistie bedeutet.
  32. Er organisiert einen Familienurlaub bei Freunden in Italien. Während seine Familie zum Strand fährt, macht er einen Abstecher nach Lanciano
  33. und erreicht den Ort während eines Gottesdienstes. Nach dem Gottesdient konnte ich dann nach vorne gehen,
  34. wo diese Hostie aufbewahrt wurde und auch der Wein. Ich hab mir das angeguckt; ich kannte Aufnahmen ja schon aus dem Internet.
  35. Was mich aber fast noch mehr berührt hat waren die mikroskopischen Aufnahmen, die ich gesehen habe. Man sah nämlich mikroskopische Aufnahmen von dieser zu Fleisch gewordenen Hostie
  36. und die zeigten menschliches Herzmuskelgewebe. Und ich wurde sofort an die histologischen Präparate erinnert, die ich in meinem Studium gesehen hatte.
  37. Also da kam sofort so ein Déjà-vu-Effekt und ich wusste mit einem Blick, das ist tatsächlich menschlicher Herzmuskel.
  38. Und mir war dann sehr schnell klar, dass kann kein Fake sein, dass kann kein Betrug sein. So lange hält sich menschlicher Herzmuskel nicht. Das wäre längst verfallen,
  39. wenn da nicht ein göttliches Wirken dabei wäre. Das ist also ernst. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
  40. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Mir war dann klar ich muss katholisch werden.
  41. Also wenn – wenn die katholische Kirche dieses Geschenk von Gott bekomme hat, nämlich die Eucharistie, dann möcht‘ ich das auch haben.
  42. Und dann bin auch bereit alle Vorurteile, die ich im Herzen hatte – ich hatte viele Vorurteile - dann bin ich auch bereit all diese Vorurteile abzulegen und dann bin ich auch bereit Widerstände
  43. vielleicht aus der Familie oder aus meinem Umfeld zu akzeptieren – oder auch Unverständnis. In jedem Fall wollte ich den Herrn dann auch ganz in mir haben und zur Kommunion gehen.
  44. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Die Gegenwart des Herrn mit Leib und Blut, Menschheit und Gottheit besteht in jedwedem Bruchstück der Hostie.
  45. D.h. wenn wir die Hostie in der Kommunion empfangen, bekommen wir nicht nur einen Teil von Christus, sondern den ganzen Herrn mit Leib, Seele, Menschheit und Gottheit!
  46. Wir essen die Eucharistie und gleichzeitig kann uns die Eucharistie verzehren. Indem wir uns von der Eucharistie verzehren lassen, taucht Christus in unser Leben ein.
  47. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche.
  48. So heißt es in einem Gebet der Heiligen Messe. Der Ort Lanciano scheint durch seinen Namen „Lancia – die Lanze“
  49. und die besondere Verehrung des Soldaten Longinus, der den Lanzenstich ausführte, schon wie auserwählt für das Wunder, dass so eindrücklich auf die Wirklichkeit des Sakraments hinweist.
  50. Ich weiß noch, wie ich da im Bus saß und dann stundenlang... hmm... gebetet habe und immer wieder... hmm... zu Tränen berührt war... hmm...,
  51. wie nah Gott uns kommt in der Heiligen Kommunion, uns Anteil gibt an seinem Wesen,
  52. an Leib und Blut. Und zwar nicht irgendwie ein Stück Muskelgewebe, sondern wirklich
  53. seinem Innersten, sein Herzmuskelgewebe. Das ist für mich bis heute unfassbar und...
  54. allein dieser Besuch war dann Grund genug für mich dann unseren Bischof in Speyer zu bitten mich in die Katholische Kirche aufzunehmen.
  55. An der Schwelle zur Neuzeit ereignet sich ein eucharistisches Wunder in Kroatien. HOC EST ENIM CORPUS MEUM, QUOD PRO VOBIS TRADETUR.
  56. Im Jahr 1411 feiert ein Priester in der Kapelle des Grafen Batthyany, den Gottesdienst. Auch hier bezweifelt der Geistliche die Gegenwart von Jesus Christus in der Eucharistie.
  57. Der Priester hat die Hostie in drei Teile gebrochen und ließ wie üblich einen kleinen Teil in den Kelch fallen.
  58. Da bemerkte er, dass sich im Kelch echtes Blut bildet. Er hat sich erschrocken und erzählte niemandem davon.
  59. Das Blut hat er in einem kleinen Gefäß in der Mauer dort drüben unter dem Turm eingemauert. Erst auf dem Sterbebett verrät der Priester seinem Nachfolger das Geheimnis.
  60. Die Kunde verbreitet sich rasch und viele Menschen kommen zur Verehrung der Reliquie. Als eine Untersuchungskommission von Papst Julius II. einberufen wird
  61. beteuern zahlreiche Personen Ihre wundersame Heilung während des Gebets in Präsenz der Reliquie. Die Ereignisse werden im sog. „Buch der Wunder“ dokumentiert,
  62. dass noch heute im Museum von Ludbreg zu sehen ist. 1513 hat Papst Leo X. eine Bulle rausgegeben –
  63. eine Bulle ist ein wichtiges Dokument vom Papst – die besagt, dass die Reliquie verehrt werden kann. Zu der Zeit befindet sich die Reliquie in Rom,
  64. wo sie vom Papst selbst mehrere Male in Prozessionen durch die Straßen getragen wird. Später gibt man sie dem kroatischen Volk zurück.
  65. Im 18. Jahrhundert wütet die Pest in Nordkroatien. Die jenigen, die an der Regierung waren haben sich gesorgt und haben Ärzte aus Wien geholt,
  66. damit sie den Leuten helfen und sie vor dem Tod bewahren. Doch die Ärzte wiesen darauf hin, dass man sich auch an den Himmel wenden müsse,
  67. dass die natürlichen Mittel nicht reichen, sondern dass man auch die übernatürlichen Mittel gebrauchen müsse. Sie sagten es so überzeugend, dass das Parlament bei einer Sitzung in Varaždin
  68. am 15.Dezember 1739 ein Versprechen gemacht hat: Die Regierung gelobt im Namen des kroatischen Volkes den Bau einer Kapelle zu Ehren des Blutwunders,
  69. falls es zu einem baldigen Ende der Pest komme. Das Wunder geschieht.
  70. Die erst 1994 errichtete Kapelle dient als Außenaltar um die vielen 1000den Pilger zu empfangen,
  71. die jährlich zu den beiden Festen des Blutwunders nach Ludbreg kommen. Die Kirche lehrt, dass man als Christ nicht an eine Privatoffenbarung glauben braucht.
  72. Man muss aber so demütig sein und Gott erlauben, dass er auch auf außergewöhnliche Weise zu uns sprechen darf. Aber warum muss er sprechen? Weil die Eucharistie häufig in Frage gestellt worden ist.
  73. Der größte Teil der Leute weiß die Präsenz Jesu vielleicht nicht zu schätzen. Deshalb hat Gott ein Zeichen gegeben, dass das was die Kirche lehrt die Wahrheit ist.
  74. Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
  75. Es passiert, dass Leute kommen, die 50 Jahre nicht gebeichtet haben, niemand kennt sie hier und so öffnen sie ihre Seele;
  76. der Ort zieht sie irgendwie an. Dezember 2013 im polnischen Liegnitz.
  77. In der Pfarrei des Hl. Hyazinth wird die erste Weihnachtsmesse gefeiert. Bei der Austeilung der Kommunion fällt eine Hostie zu Boden.
  78. Sie wird in einen Kelch mit Wasser gelegt, damit sich die eucharistische Gestalt des Herrn darin auflöst. Als der Pfarrer der Gemeinde 10 Tage später im Tabernakel nach der Hostie schaut, stellt er fest,
  79. dass sie fast vollständig erhalten geblieben ist und sich darüber hinaus eine Stelle rot verfärbt hat. Ich hatte eine Leere im Kopf und ich erinnere mich, dass ich mich dann hingekniet habe.
  80. Ich fing an zu beten und Jesus zu fragen, was er mir dadurch sagen möchte. Wendet sich dieses Zeichen an mich?
  81. Was soll ich jetzt tun, wie soll ich das Ganze verstehen? Pfarrer Ziombra meldet das Phänomen dem damaligen Ortsbischof Stefan Cichy.
  82. Dieser beruft eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Professor Stanisław Araszczuk ein, der seit einigen Jahren in einem Team von Wissenschaftlern Eucharistische Ereignisse untersucht.
  83. Dieses Team entstand aus Wissenschaftlern verschiedener Universitäten, um eine Untersuchungsmethode zu entwickeln, damit nicht, jedes Ereignis gleich ein Eucharistisches Wunder genannt wird,
  84. denn manchmal ist es das Wirken von Bakterien, Pilzen und Algen, welche die Hostie verfärben. Für die bischöfliche Kommission um Professor Stanisław Araszczuk
  85. werden Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen ausgewählt. Nach der Berufung der Kommission, haben wir die Tätigkeit aufgenommen, um die Ursachen in der Sache zu klären
  86. und zwar von der theologischen, von der rechtlichen und naturwissenschaftlichen Seite. Aus diesem Grund haben wir uns an die Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Universität Breslau gewandt,
  87. damit sie genaue Untersuchungen zu dem durchfgefärbten Fragment der Hostie machen. Verantwortlich für den medizinische Untersuchung ist die Kardiologin Frau Dr. Barbara Engel.
  88. Als Teil der bischöflichen Kommission hat sie die Aufgabe Mediziner für die Analyse des Fragments zu berufen und die Ergebnisse zu erklären.
  89. Es hat uns nicht interessiert, ob die Person gläubig oder ungläubig ist. Es hat uns interessiert, ob sie kompetent ist oder nicht.
  90. Es ging darum, dass die Untersuchungen möglichst objektiv verlaufen. Die Probe der Hostie wird am 26. Januar 2014
  91. unter gerichtsmedizinischer Aufsicht entnommen. Außerdem Proben die für die histopathologische, genetische
  92. und mikrobiologische Untersuchung relevant sind. In der ersten Auswertung haben wir das Ergebnis bekommen, das ohne jeden Zweifel erklärte,
  93. dass der veränderte Teil der Hostie weder eine Bakterien- noch eine Pilzkolonie ist. Histopathologisch entspricht er am meisten dem Gewebe des Herzmuskels.
  94. Zweifel an dem Gewebe entstanden dadurch, dass die Materialprobe über einen Monat im Wasser gelegen hat, wodurch natürliche Zersetzungsprozesse eingesetzt haben.
  95. Um zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen, wird das Untersuchungsmaterial an ein weiteres Institut gegeben, dass eine Analyse mit moderneren Verfahrensmethoden durchführt.
  96. Die Wissenschaftler stellen fest, dass es sich eindeutig um menschliches Herzmuskelgewebe handelt. Diese Beurteilung haben wir in der gerichtsmedizinischen Fakultät der Universität Stettin bekommen,
  97. wo die Probe mit ultraviolettem Licht und mit orangenem Filter untersucht wurde, der eindeutig alle Elemente von fragmentierten Herzmuskelgewebe gezeigt hat.
  98. In diesem Institut der Gerichtsmedizin wurde die DNA isoliert - dieses Institut hat sich darauf spezialisiert DNA-Schlüssel zu identifizieren.
  99. Es wurden zwei Amplifikationen und zwei Isolationen vorgenommen und dabei wurde festgestellt, dass es sich Gewebe menschlichen Ursprungs handelt.
  100. Das war das endgültige Urteil. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut,
  101. die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Gleich nachdem ich die Bilder vom Mikroskop gesehen und die Beschreibung des Professors gelesen habe,
  102. dass es sich um Herzmuskelgewebe einer Existenz im Zustand der Agonie handelt, da ist mir bewusst geworden, an was für einem großartigen Geheimnis wir teilhaben
  103. und wie ehrfürchtig wir der Eucharistie begegnen sollten. Besonders wir Priester, die wir die Hostie in unsere Hände nehmen,
  104. die wir die Worte sprechen die Jesus während des letzten Abendmahls gesagt hat, die wir die Gesten tun, die Jesus während des Abendmahls getan hat,
  105. wir handeln in diesem Moment in der Person Christi. Die Untersuchungsergebnisse werden der Bischofskonferenz
  106. und schließlich den entsprechenden Institutionen im Vatikan übergeben. Am 10. April 2016 gibt der zuständige Bischof bekannt,
  107. dass das Ereignis in der Pfarrei des Heiligen Hyazinth in Liegnitz charakteristische Merkmale eines eucharistischen Wunders aufweist.
  108. Gemäß den Empfehlungen des Heiligen Stuhls wird Pfarrer Ziombra damit beauftragt einen angemessenen Platz für die Ausstellung der Reliquie einzurichten.
  109. Heilungen, Bekehrungen und andere geistliche Früchte sollen dokumentiert werden. Ich muss gestehen, dass ich so vor mich hinlebte,
  110. bevor ich von diesem Wunder erfahren und mich an meine Pfarrei angenähert habe. Aber nachdem ich mich dazu entschieden habe, mich diesem Thema und diesem Ereignis anzunähern,
  111. kam dann unser Gemeindepfarrer bei einem Hausbesuch zu mir und hat mir in einer Kurzfassung von dem Wunder berichtet. Nach diesem Besuch dachte ich mir, dass dieses Wunder für mich der beste Anlass sei,
  112. um mich mehr mit meinem Glauben und Gott zu befassen. Warum spricht Gott auf diese Weise zum Menschen?
  113. Haben wir nicht vergessen, dass Gott in der Eucharistie ständig präsent ist? Achten wir die Eucharistie? Ehren wir die Eucharistie?
  114. Wie nehmen wir an der Eucharistie teil? Von diesen Fragen gibt es viele. Und deswegen:
  115. Wenn Gott zu uns spricht, sollten wir antworten. Und es ist unsere Entscheidung auf welche Art und Weise wir das tun.
  116. Ich habe mich immer bemüht ein guter Priester zu sein; so gut wie ich konnte Gott zu dienen. Aber ich habe gemerkt, dass Gott durch dieses Zeichen möchte,
  117. dass mein Leben nicht nur gut, sondern sehr gut sein soll und dass es mich motiviert, an mir zu arbeiten.
  118. Er beruft mich zur Heiligkeit des Priestertums. In mir begegne ich dabei vielen Hindernissen: meine Schwächen, meine Sünden, mit denen jeder Mensch,
  119. der sich auf diesem Weg befindet, zu kämpfen hat. Aber das spornt mich dazu an, Gott noch mehr zu bitten und zu beten,
  120. denn ich weiß, dass ich ohne die Gnade Gottes nichts fertigbringe. Bei der Priesterweihe stellt der Bischof verschiedene Fragen. Eine dieser Fragen ist,
  121. willst du dich eng mit dem Opfer Christi vereinen? Später vergessen wir Priester vielleicht diese Frage.
  122. Und dieses Wunder, dass hier in Liegnitz geschehen ist, hat mich bewegt tiefer darüber nachzudenken, wie es mit meinem priesterlichen Leben aussieht.
  123. Vereinige ich mich als Priester wirklich mit dem Opfer Jesu Christi, wenn ich täglich dieses Opfer feiere?
  124. Und das hat mich dazu veranlasst gesammelter die Worte der Wandlung auszusprechen und auch, dass ich mich besser auf die Eucharistie vorbreite durch persönliches, inneres Gebet.
  125. Während der Messe gibt es den Moment der Aufopferung beziehungsweise Gabenbereitung. Was gehört zu dieser Aufopferung dazu? Hier bringt man sein Leben ein.
  126. Nicht nur die Probleme von denen wir häufig zu Gott sprechen, weil wir sie unbedingt loswerden wollen; also nicht nur unsere Schwierigkeiten. Sondern er rechnet mit unserer Hingabe.
  127. Zum Beispiel: Habe ich mich darum bemüht, dass meine Familie zusammenbleibt? Habe ich um meine Ehe gekämpft?
  128. Habe ich mich mir Mühe gegeben ein heiliger Priester; eine heilige Ordensschwester zu sein? Habe ich darum gekämpft meine Berufung zu bewahren?
  129. Habe ich mir Zeit für die Dinge meines Glaubens genommen? Es geht darum, ob ich Jesus etwas von mir gegeben habe.
  130. Während des Untersuchungsprozesses habe ich Lanciano besucht und habe die originalen Untersuchungsdokumente gelesen.
  131. Das Wunder in Lanciano wurde in zwei Etappen untersucht. Das erste Mal in den 70er Jahren durch Professor Linoli
  132. und das zweite Mal in den 80er Jahren, durch eine Kommission der WHO, die als Ziel hatte, die vorherigen Untersuchungsergebnisse zu widerlegen.
  133. Es wurden damals 530 Untersuchungen in 6 unabhängigen Zentren in Europa durchgeführt und darüber hinaus in New York und Telaviv.
  134. Viele Zweifel wurden geweckt, als das Gewebe aus dem Wunder von Lanciano mit dem Herzmuskelgewebe einer Mumie aus dem 8. Jahrhundert verglichen wurde,
  135. denn das Wunder war im 8. Jahrhundert und so hat man eine Vergleichsuntersuchung durchgeführt. Das Gewebe von Mumien hatte alle Anzeichen von Mumifizierung.
  136. Das Gewebe des Wunders von Lanciano hatte diese Eigenschaft aber nicht. Und für dieses Phänomen hatten die Wissenschaftler keine Erklärung. Sie konnten absolut nichts weiter feststellen.
  137. Die Wissenschaftler waren Agnostiker. Sie haben anerkannt, dass die früheren Untersuchungen korrekt waren. Der Bericht endete mit der Frage:
  138. Wer bist du? Mich hat die Information fasziniert, dass die Wissenschaftler festgestellt haben,
  139. dass in der Hostie Teile eines Herzmuskels sind, der sehr angespannt ist und sich im Zustand der Agonie befindet.
  140. Es ist also ein Passionselement, welches uns daran erinnert, dass Jesus am Kreuz gestorben ist.
  141. Und warum ist er am Kreuz gestorben: für unsere Sünden. Ich tue das, worauf ich Lust habe, und er macht sich die Mühe, um mich von meiner Schuld freizukaufen.
  142. Durch den Weg des Glaubens kann ich mit ganzer Kraft durch mein Leben gehen, was für mich eine große Stütze ist. Weil wenn mir etwas Böses widerfährt, niemand mich versteht oder ich mich allein fühle,
  143. kann ich vor das Allerheiligste kommen und Jesus alles anvertrauen und seine Wunder und seine Liebe bewirken dann, dass ich davon geheilt werde.
  144. Ich glaube, dass jedem schon eimal etwas Schlechtes widerfahren ist oder ihm etwas in seinem Leben fehlt. Denn wir haben oft ein Loch in unserem Herzen, wie ein fehlendes Puzzleteil,
  145. was wir zu füllen versuchen. Hier ist es wichtig dieses Puzzleteil nicht in dieser Welt zu suchen, da dieses nie richtig passen wird
  146. und unser Herz in einen Stein verwandelt. Und nur in Jesus Christus finden wir dieses richtige Puzzleteil. Selbst wenn ihr bis heute den Glauben nicht versteht und euch nicht nach ihm richtet,
  147. kommt zur Anbetung des Heiligen Sakramentes und versucht in Jesus Christus das zu finden, was ihr sucht. Erzählt ihm von euren Schwächen, Problemen, Schwierigkeiten und Sünden, denn er wird euch helfen und heilen
  148. und wird euch das fehlende Puzzleteil geben und dann werdet ihr selbst erfahren, dass das was die Welt euch anbietet nichts im Vergleich zu der Liebe und Gnade Jesu Christi ist,
  149. die er euch geben wird. Gott wollte bekräftigen, dass in dem gewandelten Brot, welches in unseren Augen sein Aussehen nicht verändert,
  150. von dem uns der Glaube sagt, dass es Jesus Christus ist, dass er wirklich real und substanziell gegenwärtig ist.
  151. Es ist kein Symbol, sondern die reale Gegenwart Jesu in der Eucharistie. Er ist da, mit seinem Leib und seiner Gottheit.

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