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Der 2. Fall – Genitiv

erklaerung-und-mehr6:09 66 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 49 Zeilen
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  1. Hallo zusammen, heute werden wir zu echten Sprachdetektiven. Es gibt nämlich einen ziemlich kniffligen Fall zu lösen,
  2. einen Fall für den Genitiv. Also, seid ihr bereit? Lasst uns mal schauen, was da los ist. So, und hier haben wir auch
  3. schon unser erstes Beweisstück, direkt vom Tatort. Hört mal ganz genau hin. Das ist dem A sein Fahrrad. H, kommt euch
  4. das bekannt vor? Klingt das vielleicht na ja, ein bisschen schräg? Ist das überhaupt richtiges Deutsch?
  5. Ja, da liegt ihr Gold richtig. Grammatikalisch ist das, sagen wir mal, nicht ganz sauber. Aber hey, keine
  6. Panik. Genau deswegen sind wir ja hier. Wir finden jetzt zusammen raus, was da schief gelaufen ist und wie man es
  7. besser macht. Also lasst uns den Fall mal aufrollen. Okay, erster Ermittlungsschritt. Worum
  8. geht's hier eigentlich? Was genau ist das Problem? Also, der Tatort ist die deutsche Sprache selbst und unsere
  9. Ermittlung zeigt, hier wurde der falsche Fall benutzt. Das ist so ein typisches Grammatikverbrechen, dass man echt oft
  10. hört. Sowas wie wegen dem Regen oder meiner Mutter ihre Schwester. Kennt ihr, oder? Und unser erster Satz vom Aaron,
  11. der gehört auch dazu. Das bringt uns direkt zu den Verdächtigen. So, Zeit für die Gegenüberstellung. Wir haben nämlich
  12. vier Hauptverdächtige im Deutschen, wenn es um die Fälle geht. Man nennt die auch Kasus. Schauen wir uns die Bande mal
  13. genauer an. Da haben wir sie nominativ, Genitiv, dativ und Akkusativ. Jeder hat so seine eigene Aufgabe, die man mit
  14. einer Frage herausfinden kann. Wer oder was ist der Nominativ? Wem ist der Dativ? Wen oder was der Akkusativ? Aber
  15. für unseren heutigen Fall ist vor allem einer interessant. Der zweite hier in der Liste, der Genitiv. Und seine Frage
  16. lautet: Wessen? Okay, zoomen wir mal ran auf unseren Hauptverdächtigen, den Genitiv. Was ist sein Job? Also, was
  17. macht er den ganzen Tag? Ganz einfach, er zeigt Besitz an. Er klärt, wem etwas gehört. Ziemlich wichtige Aufgabe,
  18. stimmt's? Alright, Detektive, wir sind ihm auf der Spur. Jetzt folgen wir dem Genitiv mal
  19. und schauen uns an, wie der genau tickt. Okay, jetzt mal ganz konkret. Der Genitiv, also der zweite Fall, der
  20. drückt aus, wem oder wozu etwas gehört. Deshalb ist sein Spitznam auch der Wessenfall. Und genau dieses kleine
  21. Wörtchen Wessen, das ist euer Dietrich, euer Universalschlüssel für diesen Fall. Merkt euch das gut. Schauen wir uns mal
  22. dieses Beispiel an. Das Auto meines Vaters. Der interessante Teil hier ist meines Vaters. Sieht verdächtig nach
  23. Genitiv aus. Aber wie können wir das Hieb und Stich fest beweisen? Na ganz einfach. Wir zücken unser
  24. Spezialwerkzeug, die Frage Wessen Auto und die Antwort lautet glasklar meines Vaters. Zack,
  25. erwischt. Die Wessenfrage überführt den Genitiv jedes Mal. Okay, nächstes Beispiel. Nur um
  26. sicherzugehen, dass wir das Muster kapieren. Die Hütte des Jägers. Na, ihr wisst schon, was jetzt kommt, oder?
  27. Genau. Wessenhütte des Jägers. Ihr seht, das System funktioniert. Mit der Wessenfrage knackt
  28. ihr jeden Genitivfall. Kinder leicht. So, jetzt wo wir Profis sind, gehen wir zurück zu unseren Tatorten. Zeit, die
  29. alten Fehler aufzudecken und die Sache richtig zu stellen. Fall Nummer 1: Wegen dem Regen. Achtung, das Wort wegen ist
  30. so eine Art Komplize vom Genitiv. Es will fast immer den Genitiv haben. Dem Regen, das ist Dativ, der hat hier
  31. nichts verloren. Richtig muss es also heißen wegen des Regens. Nächster Fall. meiner Mutter ihre
  32. Schwester. Ja, das sagt man so, ich weiß, aber grammatikalisch ist das, na ja, ziemlich umständlich. Mit dem
  33. Genitiv geht das viel kürzer und eleganter. Die Schwester meiner Mutter. Wir fragen einfach wieder: Wessen
  34. Schwester? Na, die meiner Mutter. Klingt doch gleich viel besser, oder? So, und jetzt zu unserem allerersten Fall. Was
  35. ist denn nun mit Aaron und seinem Fahrrad? Dafür brauchen wir einen kleinen Spezialtrick. eine Sonderregel
  36. extra für Namen und die nennt sich der sächsische Genitiv. Und das ist super einfach. Statt diesem umständlichen, dem
  37. Aaron sein Fahrrad, hängen wir an den Namen einfach ein S dran. Fertig. Das ist Aarons Fahrrad. Wessen Fahrrad?
  38. Aarons. So einfach. Kurz, knackig korrekt fall gelöst würde ich sagen. Super gemacht Leute. Damit ihr für die
  39. Zukunft gewappnet seid, packen wir euch jetzt noch das wichtigste Werkzeug zusammen. Also, hier ist euer
  40. persönlicher Detektivkoffer für den Genitiv. Erstens, er zeigt, wem was gehört. Zweitens, euer Dietrich ist die
  41. Frage wessen. Drittens, bei Namen einfach ein S dran hängen. Und viertens, passt auf bei Wörtern wie wegen, die
  42. lieben den Genitiv. Und damit ihr das alles nie wieder vergesst, habe ich noch eine letzte Geheimwaffe für euch, die
  43. ultimative Eselsbrücke. Hört mal zu. Nominativ fragt wer oder was? Genitiv macht weniger Spaß. Na ja,
  44. gut, ob der weniger Spaß macht, ich finde, wir hatten gerade ziemlich viel Spaß. Aber das Wichtigste ist die
  45. nächste Zeile. Wessen ist sein Fragewort findest du nur hier und dort? Diesen Teil müsst ihr euch merken. Wessen ist
  46. das Zauberwort? Fall gelöst. Aber eine Frage zum Schluss habe ich noch. Manche Leute sagen ja, der Genitiv stirbt so
  47. langsam aus, weil so viele ihn falsch benutzen, wie in unseren Beispielen. Was meint ihr dazu? Achtet auch in den
  48. nächsten Tagen mal drauf, ob ihr den Genitiv irgendwo hört oder lest. Seid ihr selbst Detektive. Das war's für
  49. heute. Bis zum nächsten Mal.

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