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DER GENITIV - Einfach erklärt für Deutschlerner A2-C1
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 54 Zeilen
- Hallo, liebe Zuschauer! Gut, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt, denn ihr lernt, wie man den Genitiv richtig benutzt.
- Viele haben Angst vor dem Genitiv, aber eigentlich ist er gar nicht so schwierig. Früher hat man den Genitiv viel öfter benutzt, aber heutzutage benutzen viele auch den Dativ,
- vor allem beim Sprechen. Trotzdem gehört der Genitiv zu unserer großen Grammatikfamilie
- und man findet ihn auch in fast allen Texten. Und deshalb lernen wir ihn jetzt!
- Übrigens: Wenn ihr richtig gut Deutsch lernen wollt, dann folgt mir auch auf Instagram und auf TikTok! Dann könnt ihr noch besser werden!
- Wir fangen wie immer von ganz vorne an. Der Genitiv hat mehrere Funktionen, also Aufgaben, die ich euch jetzt alle erklären werde.
- Erstens benutzt man den Genitiv, wenn man sagen möchte, dass zwei Nomen zusammengehören. zum Beispiel
- Alle diese Teile nennt man Genitivattribute. Zweitens benutzt man ihn nach bestimmten Präpositionen
- Das sind die Präpositionen, das der Genitiv. Und das sind die beiden wichtigsten Funktionen, die ich euch jetzt ausführlich erklären werde.
- Dann gibt es aber noch zwei andere Funktionen des Genitivs. Die sind für Deutschlerner aber gar nicht so wichtig, denn erstens benutzt man die Formen nicht mehr so oft
- und zweitens ist es auf C-Niveau. Aber trotzdem zeige ich es euch, dann wisst ihr alles! Einerseits sind es die Genitivobjekte, also Verben, die einen Genitiv brauchen
- und andererseits sind es Adjektive, die einen Genitiv brauchen. Mehr darüber erfahrt ihr gleich. Und los geht's!
- Nehmen wir als Beispiel mal das Handy. Wir wollen sagen, wessen Handy das ist, also wem das Handy gehört.
- Dafür brauchen wir jetzt natürlich eine Person. Als Beispiel nehmen wir der Mann, die Frau, das Kind und die Eltern. Was passiert?
- Der Genitiv ist der hintere Teil, normalerweise steht er rechts von seinem Bezugswort. Ihr seht, dass sich auch die Artikel im Genitiv ändern.
- "der" wird zu "des +s", "die" wird zu "der", "das" wird zu "des +s" und "die" wird zu "der". Achtung mit den -s bei maskulinen und neutralen Nomen!
- Manchmal sieht man davor noch ein -e, weil man es dann besser aussprechen kann. Aber normalerweise sind beide Formen erlaubt, also des Manns und des Mannes.
- Man muss aber ein -e benutzen, wenn Nomen auf -s oder -z enden, Schaut mal!
- der Preis des Hauss* sieht nicht nur blöd aus, man kann es auch kaum aussprechen, und deshalb ist es der Preis des Hauses.
- Das waren jetzt sehr kurze Sätze. Nehmen wir mal noch ein Adjektiv dazu und keine Angst,
- denn hier gibt es für Deutschlerner sehr gute Nachrichten! Seht ihr, die Endung ist immer -en. Voll gut, oder??
- Aber Deutsch wäre nicht Deutsch , wenn es nicht Ausnahmen gäbe und davon gibt es hier genau zwei:
- Bei femininen Nomen, die nicht zählbar sind und deshalb meistens ohne Artikel verwendet werden, z.B. Milch: Man benutzt jetzt die Endung, die man sonst für den Artikel nimmt:
- Seht ihr? Bei Nomen im Plural, die auch sehr oft ohne Artikel verwendet werden:
- Dort, wo eigentlich ein Artikel steht, steht jetzt ein Adjektiv. Und seht ihr? Es hat die gleiche Endung!
- Dann gibt es noch eine Sache, die man unbedingt beachten sollte und wo viele Fehler passieren. bei Eigennamen. Was ist das?
- Z.B. namen von Personen, von Ländern oder von Städten so wie Julia, München oder Deutschland
- Da sie normalerweise keinen Artikel haben, muss man den Genitiv irgendwie anders bilden. Und dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
- Erstens: Ihr seht, der Genitiv steht immer noch rechts, aber ohne Artikel.
- Diese Formen benutzt man aber nicht mehr so oft, sondern man benutzt "von" und "von" braucht immer den Dativ:
- Diese Formen kennt ihr sicherlich. Die sind aber kein Genitiv, sondern ein Dativ und deshalb braucht man hinten auch kein Genitiv -s.
- Es gibt aber noch andere Möglichkeiten für den Genitiv. Die zweite Möglichkeit ist diese hier:
- Ihr seht, jetzt steht der Genitiv links von seinem Bezugswort und hat immer ein s. Und hier passieren viele Fehler.
- Neulich hat ein Student zu mir gesagt: Ich fahre mit meines großes Bruders Auto.* Das geht nicht, denn Bruder ist kein Eigenname.
- Wenn der Bruder aber Ali heißt, dann funktioniert es. Dann kann man sagen: Ich fahre mit Alis Auto.
- Aber wie sagt man denn jetzt „Ich komme mit einem Auto und das Auto gehört meinem Bruder und mein Bruder heißt Ali.“ ?
- Entweder Das ist ein klassischer Genitiv.
- oder man benutzt den Dativ mit von - und das macht man oft so, vor allem in der gesprochen Sprache: Beim Schreiben benutze ich übrigens sehr sehr gerne den Genitiv, denn der Stil ist einfach exzellent.
- Ok? Wenn ihr das verstanden habt, dann könnt ihr jetzt schon den größten Teil des Genitivs. Kommen wir zum nächsten Genitiv, nämlich dem nach Präpositionen.
- Das sind diese kleinen Wörter, die den Akkusativ, den Dativ oder den Genitiv brauchen. Ich stelle euch die wichtigsten mit Beispielen vor:
- Die gleiche Bedeutung hat die Präposition „aufgrund“:. Und natürlich gilt auch hier: Wenn ihr ein Adjektiv benutzt, dann hat es die Endung -en:
- Vergesst aber nicht die zwei Ausnahmen, die ich euch vorher genannt habe! Und das war schon die zweite Funktion des Genitivs. Jetzt habt ihr es fast geschafft,
- die dritte und vierte Funktion kann man ziemlich schnell und einfach erklären. Es gibt ein paar wenige Verben, die ein Genitivobjekt brauchen.
- Das sind aber Verben auf C-Niveau und sie werden gar nicht so oft verwendet. Deshalb sind sie für euch nicht so wichtig.
- Aber da ihr hier in der Lingster Academy seid, bekommt ihr das volle Programm von mir. Zu den Genitiv-Verb gehören „anklagen“ und „gedenken“:.
- Im zweiten Beispiel gibt es sogar zwei Genitive, einmal das Genitivobjekt und dann das Attribut in diesem Objekt.
- Und zuletzt Funktion Nummer 4 des Genitivs und dann reicht das auch für heute, oder? Manche Adjektive brauchen auch den Genitiv.
- Aber auch das sind nur sehr wenige auf sehr hohem Deutschniveau und diese Formen sind heutzutage sogar von „moderneren“ Formen abgelöst worden.
- Hier ein paar Beispiele: Ihr merkt bestimmt, dass diese Formen ein bisschen komisch klingen
- und das liegt daran, dass sie zur gehobenen Sprache gehören und im Alltag sehr sehr selten verwendet werden.
- Ja, das war der Genitiv. Ich hoffe, dass ihr ihn nach diesem Video besser versteht
- und dass ihr auch weniger Angst vor ihm habt, denn der Genitiv will euch gar nichts Böses. Er will einfach nur am Leben bleiben.
- Helft ihm dabei und schreibt einen Satz im Genitiv in die Kommentarbox. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg beim Deutschlernen
- und sag tschüss, bis zum nächsten Video! Eure Julia