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DER GENITIV - Einfach erklärt für Deutschlerner A2-C1

Lingster Academy13:11 206.960 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 54 Zeilen
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  1. Hallo, liebe Zuschauer! Gut, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt, denn ihr lernt, wie man den Genitiv richtig benutzt.
  2. Viele haben Angst vor dem Genitiv, aber eigentlich ist er gar nicht so schwierig. Früher hat man den Genitiv viel öfter benutzt, aber heutzutage benutzen viele auch den Dativ,
  3. vor allem beim Sprechen. Trotzdem gehört der Genitiv zu unserer großen Grammatikfamilie
  4. und man findet ihn auch in fast allen Texten. Und deshalb lernen wir ihn jetzt!
  5. Übrigens: Wenn ihr richtig gut Deutsch lernen wollt, dann folgt mir auch auf Instagram und auf TikTok! Dann könnt ihr noch besser werden!
  6. Wir fangen wie immer von ganz vorne an. Der Genitiv hat mehrere Funktionen, also Aufgaben, die ich euch jetzt alle erklären werde.
  7. Erstens benutzt man den Genitiv, wenn man sagen möchte, dass zwei Nomen zusammengehören. zum Beispiel
  8. Alle diese Teile nennt man Genitivattribute. Zweitens benutzt man ihn nach bestimmten Präpositionen
  9. Das sind die Präpositionen, das der Genitiv. Und das sind die beiden wichtigsten Funktionen, die ich euch jetzt ausführlich erklären werde.
  10. Dann gibt es aber noch zwei andere Funktionen des Genitivs. Die sind für Deutschlerner aber gar nicht so wichtig, denn erstens benutzt man die Formen nicht mehr so oft
  11. und zweitens ist es auf C-Niveau. Aber trotzdem zeige ich es euch, dann wisst ihr alles! Einerseits sind es die Genitivobjekte, also Verben, die einen Genitiv brauchen
  12. und andererseits sind es Adjektive, die einen Genitiv brauchen. Mehr darüber erfahrt ihr gleich. Und los geht's!
  13. Nehmen wir als Beispiel mal das Handy. Wir wollen sagen, wessen Handy das ist, also wem das Handy gehört.
  14. Dafür brauchen wir jetzt natürlich eine Person. Als Beispiel nehmen wir der Mann, die Frau, das Kind und die Eltern. Was passiert?
  15. Der Genitiv ist der hintere Teil, normalerweise steht er rechts von seinem Bezugswort. Ihr seht, dass sich auch die Artikel im Genitiv ändern.
  16. "der" wird zu "des +s", "die" wird zu "der", "das" wird zu "des +s" und "die" wird zu "der". Achtung mit den -s bei maskulinen und neutralen Nomen!
  17. Manchmal sieht man davor noch ein -e, weil man es dann besser aussprechen kann. Aber normalerweise sind beide Formen erlaubt, also des Manns und des Mannes.
  18. Man muss aber ein -e benutzen, wenn Nomen auf -s oder -z enden, Schaut mal!
  19. der Preis des Hauss* sieht nicht nur blöd aus, man kann es auch kaum aussprechen, und deshalb ist es der Preis des Hauses.
  20. Das waren jetzt sehr kurze Sätze. Nehmen wir mal noch ein Adjektiv dazu und keine Angst,
  21. denn hier gibt es für Deutschlerner sehr gute Nachrichten! Seht ihr, die Endung ist immer -en. Voll gut, oder??
  22. Aber Deutsch wäre nicht Deutsch , wenn es nicht Ausnahmen gäbe und davon gibt es hier genau zwei:
  23. Bei femininen Nomen, die nicht zählbar sind und deshalb meistens ohne Artikel verwendet werden, z.B. Milch: Man benutzt jetzt die Endung, die man sonst für den Artikel nimmt:
  24. Seht ihr? Bei Nomen im Plural, die auch sehr oft ohne Artikel verwendet werden:
  25. Dort, wo eigentlich ein Artikel steht, steht jetzt ein Adjektiv. Und seht ihr? Es hat die gleiche Endung!
  26. Dann gibt es noch eine Sache, die man unbedingt beachten sollte und wo viele Fehler passieren. bei Eigennamen. Was ist das?
  27. Z.B. namen von Personen, von Ländern oder von Städten so wie Julia, München oder Deutschland
  28. Da sie normalerweise keinen Artikel haben, muss man den Genitiv irgendwie anders bilden. Und dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
  29. Erstens: Ihr seht, der Genitiv steht immer noch rechts, aber ohne Artikel.
  30. Diese Formen benutzt man aber nicht mehr so oft, sondern man benutzt "von" und "von" braucht immer den Dativ:
  31. Diese Formen kennt ihr sicherlich. Die sind aber kein Genitiv, sondern ein Dativ und deshalb braucht man hinten auch kein Genitiv -s.
  32. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten für den Genitiv. Die zweite Möglichkeit ist diese hier:
  33. Ihr seht, jetzt steht der Genitiv links von seinem Bezugswort und hat immer ein s. Und hier passieren viele Fehler.
  34. Neulich hat ein Student zu mir gesagt: Ich fahre mit meines großes Bruders Auto.* Das geht nicht, denn Bruder ist kein Eigenname.
  35. Wenn der Bruder aber Ali heißt, dann funktioniert es. Dann kann man sagen: Ich fahre mit Alis Auto.
  36. Aber wie sagt man denn jetzt „Ich komme mit einem Auto und das Auto gehört meinem Bruder und mein Bruder heißt Ali.“ ?
  37. Entweder Das ist ein klassischer Genitiv.
  38. oder man benutzt den Dativ mit von - und das macht man oft so, vor allem in der gesprochen Sprache: Beim Schreiben benutze ich übrigens sehr sehr gerne den Genitiv, denn der Stil ist einfach exzellent.
  39. Ok? Wenn ihr das verstanden habt, dann könnt ihr jetzt schon den größten Teil des Genitivs. Kommen wir zum nächsten Genitiv, nämlich dem nach Präpositionen.
  40. Das sind diese kleinen Wörter, die den Akkusativ, den Dativ oder den Genitiv brauchen. Ich stelle euch die wichtigsten mit Beispielen vor:
  41. Die gleiche Bedeutung hat die Präposition „aufgrund“:. Und natürlich gilt auch hier: Wenn ihr ein Adjektiv benutzt, dann hat es die Endung -en:
  42. Vergesst aber nicht die zwei Ausnahmen, die ich euch vorher genannt habe! Und das war schon die zweite Funktion des Genitivs. Jetzt habt ihr es fast geschafft,
  43. die dritte und vierte Funktion kann man ziemlich schnell und einfach erklären. Es gibt ein paar wenige Verben, die ein Genitivobjekt brauchen.
  44. Das sind aber Verben auf C-Niveau und sie werden gar nicht so oft verwendet. Deshalb sind sie für euch nicht so wichtig.
  45. Aber da ihr hier in der Lingster Academy seid, bekommt ihr das volle Programm von mir. Zu den Genitiv-Verb gehören „anklagen“ und „gedenken“:.
  46. Im zweiten Beispiel gibt es sogar zwei Genitive, einmal das Genitivobjekt und dann das Attribut in diesem Objekt.
  47. Und zuletzt Funktion Nummer 4 des Genitivs und dann reicht das auch für heute, oder? Manche Adjektive brauchen auch den Genitiv.
  48. Aber auch das sind nur sehr wenige auf sehr hohem Deutschniveau und diese Formen sind heutzutage sogar von „moderneren“ Formen abgelöst worden.
  49. Hier ein paar Beispiele: Ihr merkt bestimmt, dass diese Formen ein bisschen komisch klingen
  50. und das liegt daran, dass sie zur gehobenen Sprache gehören und im Alltag sehr sehr selten verwendet werden.
  51. Ja, das war der Genitiv. Ich hoffe, dass ihr ihn nach diesem Video besser versteht
  52. und dass ihr auch weniger Angst vor ihm habt, denn der Genitiv will euch gar nichts Böses. Er will einfach nur am Leben bleiben.
  53. Helft ihm dabei und schreibt einen Satz im Genitiv in die Kommentarbox. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg beim Deutschlernen
  54. und sag tschüss, bis zum nächsten Video! Eure Julia

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