Der 2. Fall – Genitiv erklaerung-und-mehr https://www.youtube.com/watch?v=j3GuJtzkDuY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo zusammen, heute werden wir zu echten Sprachdetektiven. Es gibt nämlich einen ziemlich kniffligen Fall zu lösen, 0:06 einen Fall für den Genitiv. Also, seid ihr bereit? Lasst uns mal schauen, was da los ist. So, und hier haben wir auch 0:14 schon unser erstes Beweisstück, direkt vom Tatort. Hört mal ganz genau hin. Das ist dem A sein Fahrrad. H, kommt euch 0:22 das bekannt vor? Klingt das vielleicht na ja, ein bisschen schräg? Ist das überhaupt richtiges Deutsch? 0:28 Ja, da liegt ihr Gold richtig. Grammatikalisch ist das, sagen wir mal, nicht ganz sauber. Aber hey, keine 0:35 Panik. Genau deswegen sind wir ja hier. Wir finden jetzt zusammen raus, was da schief gelaufen ist und wie man es 0:41 besser macht. Also lasst uns den Fall mal aufrollen. Okay, erster Ermittlungsschritt. Worum 0:47 geht's hier eigentlich? Was genau ist das Problem? Also, der Tatort ist die deutsche Sprache selbst und unsere 0:54 Ermittlung zeigt, hier wurde der falsche Fall benutzt. Das ist so ein typisches Grammatikverbrechen, dass man echt oft 1:01 hört. Sowas wie wegen dem Regen oder meiner Mutter ihre Schwester. Kennt ihr, oder? Und unser erster Satz vom Aaron, 1:09 der gehört auch dazu. Das bringt uns direkt zu den Verdächtigen. So, Zeit für die Gegenüberstellung. Wir haben nämlich 1:17 vier Hauptverdächtige im Deutschen, wenn es um die Fälle geht. Man nennt die auch Kasus. Schauen wir uns die Bande mal 1:23 genauer an. Da haben wir sie nominativ, Genitiv, dativ und Akkusativ. Jeder hat so seine eigene Aufgabe, die man mit 1:33 einer Frage herausfinden kann. Wer oder was ist der Nominativ? Wem ist der Dativ? Wen oder was der Akkusativ? Aber 1:42 für unseren heutigen Fall ist vor allem einer interessant. Der zweite hier in der Liste, der Genitiv. Und seine Frage 1:49 lautet: Wessen? Okay, zoomen wir mal ran auf unseren Hauptverdächtigen, den Genitiv. Was ist sein Job? Also, was 1:57 macht er den ganzen Tag? Ganz einfach, er zeigt Besitz an. Er klärt, wem etwas gehört. Ziemlich wichtige Aufgabe, 2:05 stimmt's? Alright, Detektive, wir sind ihm auf der Spur. Jetzt folgen wir dem Genitiv mal 2:11 und schauen uns an, wie der genau tickt. Okay, jetzt mal ganz konkret. Der Genitiv, also der zweite Fall, der 2:20 drückt aus, wem oder wozu etwas gehört. Deshalb ist sein Spitznam auch der Wessenfall. Und genau dieses kleine 2:28 Wörtchen Wessen, das ist euer Dietrich, euer Universalschlüssel für diesen Fall. Merkt euch das gut. Schauen wir uns mal 2:36 dieses Beispiel an. Das Auto meines Vaters. Der interessante Teil hier ist meines Vaters. Sieht verdächtig nach 2:44 Genitiv aus. Aber wie können wir das Hieb und Stich fest beweisen? Na ganz einfach. Wir zücken unser 2:51 Spezialwerkzeug, die Frage Wessen Auto und die Antwort lautet glasklar meines Vaters. Zack, 2:59 erwischt. Die Wessenfrage überführt den Genitiv jedes Mal. Okay, nächstes Beispiel. Nur um 3:06 sicherzugehen, dass wir das Muster kapieren. Die Hütte des Jägers. Na, ihr wisst schon, was jetzt kommt, oder? 3:14 Genau. Wessenhütte des Jägers. Ihr seht, das System funktioniert. Mit der Wessenfrage knackt 3:22 ihr jeden Genitivfall. Kinder leicht. So, jetzt wo wir Profis sind, gehen wir zurück zu unseren Tatorten. Zeit, die 3:31 alten Fehler aufzudecken und die Sache richtig zu stellen. Fall Nummer 1: Wegen dem Regen. Achtung, das Wort wegen ist 3:39 so eine Art Komplize vom Genitiv. Es will fast immer den Genitiv haben. Dem Regen, das ist Dativ, der hat hier 3:46 nichts verloren. Richtig muss es also heißen wegen des Regens. Nächster Fall. meiner Mutter ihre 3:54 Schwester. Ja, das sagt man so, ich weiß, aber grammatikalisch ist das, na ja, ziemlich umständlich. Mit dem 4:02 Genitiv geht das viel kürzer und eleganter. Die Schwester meiner Mutter. Wir fragen einfach wieder: Wessen 4:09 Schwester? Na, die meiner Mutter. Klingt doch gleich viel besser, oder? So, und jetzt zu unserem allerersten Fall. Was 4:17 ist denn nun mit Aaron und seinem Fahrrad? Dafür brauchen wir einen kleinen Spezialtrick. eine Sonderregel 4:23 extra für Namen und die nennt sich der sächsische Genitiv. Und das ist super einfach. Statt diesem umständlichen, dem 4:31 Aaron sein Fahrrad, hängen wir an den Namen einfach ein S dran. Fertig. Das ist Aarons Fahrrad. Wessen Fahrrad? 4:40 Aarons. So einfach. Kurz, knackig korrekt fall gelöst würde ich sagen. Super gemacht Leute. Damit ihr für die 4:48 Zukunft gewappnet seid, packen wir euch jetzt noch das wichtigste Werkzeug zusammen. Also, hier ist euer 4:55 persönlicher Detektivkoffer für den Genitiv. Erstens, er zeigt, wem was gehört. Zweitens, euer Dietrich ist die 5:03 Frage wessen. Drittens, bei Namen einfach ein S dran hängen. Und viertens, passt auf bei Wörtern wie wegen, die 5:11 lieben den Genitiv. Und damit ihr das alles nie wieder vergesst, habe ich noch eine letzte Geheimwaffe für euch, die 5:19 ultimative Eselsbrücke. Hört mal zu. Nominativ fragt wer oder was? Genitiv macht weniger Spaß. Na ja, 5:29 gut, ob der weniger Spaß macht, ich finde, wir hatten gerade ziemlich viel Spaß. Aber das Wichtigste ist die 5:35 nächste Zeile. Wessen ist sein Fragewort findest du nur hier und dort? Diesen Teil müsst ihr euch merken. Wessen ist 5:43 das Zauberwort? Fall gelöst. Aber eine Frage zum Schluss habe ich noch. Manche Leute sagen ja, der Genitiv stirbt so 5:51 langsam aus, weil so viele ihn falsch benutzen, wie in unseren Beispielen. Was meint ihr dazu? Achtet auch in den 5:57 nächsten Tagen mal drauf, ob ihr den Genitiv irgendwo hört oder lest. Seid ihr selbst Detektive. Das war's für 6:03 heute. Bis zum nächsten Mal.