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Steckt die repräsentative Demokratie in der Krise?

Debating Europe_de8:24 413 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 49 Zeilen
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  1. das ist ja eine vielfältige frage ich beginne mal mit der Vermutung dass das Wählen in der Regel das Wählen des kleinsten Übels sei ja da ist was dran
  2. jedenfalls wird man schwerlich einen Kandidaten und schon gar nicht eine Partei finden mit
  3. dem man in jedem Punkt vollständig übereinstimmt mir geht es selber jedenfalls regelmäßig so und ich habe nun viele dutzend mal an
  4. Wahlen teilgenommen nicht nur als Kandidat sondern als wahlberechtigt hat
  5. allein der Umstand dass man wählen kann und dass man durch das eigene wählen dazu beiträgt nicht nur von wem man regiert wird sondern welche Politik dann
  6. gemacht wird oder umgekehrt verhindert wird ist allerdings nicht nur ein kleines Übel sondern eine große Errungenschaft der Zivilisation und wir
  7. sollten nie vergessen dass nach wie vor nur eine kleine Minderheit aller Menschen die heute auf der Welt leben von dieser scheinbar
  8. selbstverständlichen Möglichkeit Gebrauch machen kann der zweite Teil der Frage betrifft die richtige Beobachtung dass die
  9. Einflussnahme durch Wahlen ja doch begrenzt ist und sehr punktuell ist und ob es nicht darüber hinaus auch andere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung
  10. geben müsste ja müsste es nicht nur gibt es ja auch das ist nun wiederum von Land zu Land unterschiedlich es ist teilweise in Deutschland auch von Kommune zu
  11. Kommune unterschiedlich wir haben in Deutschland die besonders ja jedenfalls die besondere Situation dass auf nationaler Ebene
  12. Volksabstimmungen nicht möglich sind dass sie aber auf Landesebene und kommunaler Ebene nicht nur erlaubt sind sondern in jüngerer Vergangenheit auch
  13. immer häufiger stattfinden es hat inzwischen mehrere hundert Bürgerbegehren und Bürger entscheide gegeben insofern kann man nicht sagen es
  14. gibt gar keine anderen Möglichkeiten als zu wählen und insbesondere wofür ich immer wieder werbe gibt es ja die Möglichkeit
  15. sie sich in einer Partei zu engagieren oder weil alle Parteien nichts taugen eine neue Partei zu gründen und über die dann Einfluss auf sowohl öffentliche
  16. Meinung wie im Falle einer Wahl in Stadträte in Landesparlament oder im Bundes-
  17. Ellen lassen in Kommunalparlamente also man Kandidat werden man muss dabei natürlich in einer Partei eintreten oder in einer Partei mitmischen wollen man
  18. kann auch Parteiversammlung gehen auf politische Veranstaltungen und überall mitreden seine Meinung sagen Kritik äußern Vorschlägen üben und es gibt ja
  19. auch andere Formen neben der Wahl die alle vier Jahre alle fünf Jahre stattfindet je nachdem ob das Bundeslandes oder Kommunalebene ist es
  20. gibt ja auch andere Möglichkeiten sichern Bürgerentscheiden Bürger auch mit anderen zusammen die Initiative zu ergreifen und einen Anliegen
  21. vorzutragen es gibt die Möglichkeiten Abgeordnete und ihn nicht nur Briefe zu schreiben sondern in ihre Sprechstunden zu gehen
  22. also ich glaube schon dass das es viel mehr Möglichkeiten gibt als genutzt werden und das Politiker eigentlich eher dankbar wäre wenn sie in dieser Weise
  23. Unterstützung bekommen Unterstützung oder auch Kritik was etwas anders ist als Beschimpfung oder hassausbrüche entgegenzunehmen das hat
  24. man als politischer Mensch natürlich nicht so gerne also ich glaube die Chance über die Regeln der Beteiligung in der
  25. Demokratie sich einzuwischen die ist immer da man muss sie nutzen es kostet allerdings Zeit und
  26. ich räume ein dass die Begrenzung von Amtszeiten auch ihre Vorteile haben mag sie hat aber auch ihre Schwächen
  27. das beginnt schon mit dem ganz prinzipiellen Umstand dass sich die Wählerinnen und Wähler auf diese Weise selber
  28. gewissermaßen gesetzlich der Möglichkeit begeben jemanden in einem Amt zu bestätigen den man die Führung der Geschäfte einer Stadt oder eines Landes
  29. jedenfalls eher zutraut als möglichen neuen Bewerber und ich finde es auch demokratietheoretisch nicht besonders überzeugend dass der souveräne Wähler
  30. diese Möglichkeit nur in einer zeitlich in einem zeitlich befristeten Umfang haben soll nochmal ich räume an Räume ein das ist auch Argumente dafür gibt
  31. insbesondere sowohl was möglichen macht Missbrauch als auch was Erschöpfung gewissermaßen von Kreativität Einfallsreichtum gestaltungsstellen
  32. angeht aber um es mal an einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen in Amerika gibt es eine zeitliche Begrenzung von Amtszeiten für
  33. Präsidenten die nur einmal wieder gewählt werden können in Deutschland gibt es eine Begrenzung für Amtszeiten für Bundeskanzler nicht
  34. ich habe den begründeten Eindruck dass auch viele Amerikaner schon im zweiten Jahr der Amtszeit von Donald Trump besorgte über deren weitere Amtszeit
  35. waren als in Deutschland über das fünfzehnte Jahr der Kanzlerschaft von Angela bin durchaus dafür dass die repräsentative Demokratie die wir haben
  36. und die sich auch bewährt hat auch ergänzt wird durch viel mehr Möglichkeiten direkte bürgerbeteilen gibt es ja auf unterschiedliche Ebene es
  37. gibt sie auf kommunale eben es gibt ja auf Landesebene aber man soll sich nichts vormachen das ist kein Heilmittel wir wissen aus vielen Erfahrungen von
  38. von Bürgerentscheiden dass daran sich häufig viel weniger beteiligen als an Wahlen die Legitimation ist dadurch nicht größer die Gefahr bei bei solchen
  39. Initiativen Bürgerentscheiden ist auch das Interessengruppen sich der Sache annehmen Meinungsmacher die Sache beeinflussen da sind Wahlen schon
  40. sozusagen etwas resilienter wie das neue mod dort heißt aber trotzdem bin ich dafür nach klaren Regeln auch auf Bundesebene mindestens
  41. das das Recht zu stärken den Bundestag mit Themen zu befassen nach klar definierten Regeln die das auch vermissbrauch schützen denn die direkten
  42. Instrumente der Beteiligung sollen die repräsentative Demokratie nicht ersetzen sondern ergänzen sie sollen sie lebendiger machen damit die der
  43. Bundestag oder der Landtag oder welche welches politische Krimi auch immer sozusagen auch zwischen den Wahlen stärker mit dem befasst werden was die
  44. Bürger oder wenigstens ein Teil von ihnen wollen welche Meinungen welche Interessen sie vertreten Stichwort amtszeitbegrenzung
  45. das kann man machen es gibt es an anderen Ländern nicht für undemokratischen halte ich das nicht aber man muss wissen es ist ein
  46. Einschränkung des Rechts des Wählers darüber zu entscheiden wer Politik macht wenn man festlegt ein Kanzler nur zwei Wahlperioden nimmt man den Wähler das
  47. Recht zum Beispiel in der Vergangenheit Merkel nochmal zu wählen oder Kohle noch mal zu wählen nicht von dem man möglicherweise viel hält also es gibt
  48. das Bundespräsidenten dürfen nur zwei Wahlperioden amerikanische Präsidenten dürfen nur zwei Wahlperioden in Deutschland haben wir das anders
  49. geregelt weil das Parlament wählt und man die rechtes Parlaments nicht so sehr beschneiden will

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