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Inflation und Deflation einfach erklärt | Wirtschaft Schweiz

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Transkriptautomatisch erstellt · 103 Zeilen
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  1. Das Preisniveau ändert sich von Jahr zu Jahr. In den 50er Jahren kostet 1 lit Milch noch 50 Rappen, während der Preis heute etwa 1 Franken 50 beträgt.
  2. Diese Prozess des steigenden Preises nennt man Inflation. Wenn diesen kleinen Schritten erfolgt, also pro Jahr in wenigen kleinen Prozenten, ist dies für
  3. das Land und dessen Wirtschaft unproblematisch. Wenn dies jedoch im Jahr sich um mehr als 10% verändert, kann das zu
  4. wirtschaftlichen Komplikationen führen. Inflation oder auch Teuerung genannt bedeutet eine laufende Steigerung des allgemeinen Preisniveaus. Wenn das
  5. Preisniveau steigt, sinkt somit auch die Kaufkraft des Geldes. Dies führt dazu, dass ich mit dem gleichen Geldbetrag weniger kaufen kann.
  6. Eine wichtige Eigenschaft der Inflation ist, dass alle Preise über eine längere Zeit steigen. Sind es nur wenige Preise, spricht man von einer generellen
  7. Preissteigerung. Es ist praktisch nicht möglich, das Preisniveau aller Güter eines Landes direkt zu beobachten.
  8. Deshalb muss man dieses herleiten, indem man verschiedene Gütepreise in einem sogenannten Warenkorb zusammenfasst. Man berechnet den Preis des Warenkorbs
  9. und bildet daraus einen Index von 100. Das heißt, dass wir beispielsweise sagen, 1000 Franken sind der Index 100. Dieser Index wird dann als Ausgangslage
  10. für die Zukunft genommen. Der warenkorb entspricht denschlichen Ausgaben eines Haushaltes während eines bestimmten Zeitrahmes.
  11. Wenn wir jetzt ein paar Jahre später wieder denselben Warenkorb zusammenstellen und der Preis sich über 1000 Franken befindet, ist der Index
  12. nicht mehr 100, sondern vielleicht 102. Somit können wir sagen, dass eine Inflation stattgefunden hat. In der Schweiz nennt man den Preis
  13. dieses Warenkorbs den sogenannten Landesindex der Konsumentenpreise LK abgekürzt. Da sich das Kaufverhalten der Kunden
  14. Jahr für Jahr ändert, passt man die Zusammensetzung des Warenkorbs alle 5 Jahre an. Natürlich ist der Relica nicht übermäßig
  15. genau, da nicht jedes Einzelprodukt enthalten ist oder auch Qualitätsverbesserungen schwierig zu erfassen sind.
  16. Wenn wir heute ein Handy kaufen, ist dieses technologisch viel weiter als ein Handy vor 5 Jahren. Also bezahlen wir denselben Preis für viel mehr Leistung.
  17. Berechnen wir doch gleich anhand eines Beispiels Inflation. Beginnen wir zuerst mit der Indexberechnung.
  18. Hier müssen wir zuerst den Preis des Warenkorbs des Beobachtungsjahres durch den Preis des Warenkorbs des alten Jahres mal 100 rechnen. Im nächsten
  19. Schritt können wir nun die Teuerungsrate anhand der Veränderung der Indexpunkte ablesen. Die Teuerungsrate wird immer in Prozent angegeben.
  20. Hierfür berechnen wir folgendes: neuer Index-ter Index durch den alten Index mal 100. Machen wir hier für ein Beispiel. Hier sehen wir die
  21. verschiedenen Jahre und ihre entsprechenden Konsumentenpreise. Zuerst die Frage, um wie viele Punkte hat der Index zwischen 2000 und 2010
  22. zugenommen? Es sind 12 Indexpunkte und zwar es ist die Differenz zwischen 88 und 100. Dann die zweite Frage: Um wie viel
  23. Prozent hat demnach die Teuerung zwischen 2000 und 2010 zugenommen? Wir wissen jetzt, dass die Veränderung 12 Punkte betrug. Das Basisjahr ist 2010
  24. und hat somit 100. Die Differenz zum Jahr 2000, welches 88 Punkte hat, beträgt zwar mit 12. Jetzt können wir die Teuerungsrate
  25. berechnen. Hierfür nehmen wir die Berechnung neuer Index- alter Index durch den alten Index mal 100. Also in unserem Fall 100 - 88 dur 88* 100. Dies
  26. ergibt 13,63 %, also auf ganze Zahlen gerundet 14%. Bei der Inflation spricht man häufig davon, dass die Ursachen entweder von
  27. der Angebotsseite oder von der Nachfrageseite kommen können. Es gibt verschiedene Ursachen für die Inflationen. Eine Angebotsinflation
  28. zeichnet sich dadurch aus, dass Preise von Produktionsfaktoren wie Rohstoffen oder Lohn und Lohnebenkosten steigen. Das macht den Herstellungsprozess vieler
  29. Güter teurer. Deshalb erhören Unternehmen die Preise für ihre Produkte und geben so die Mehrkosten an die Verbrauchen weiter. Infolg dessen sinkt
  30. die Kaufkraft über einen gewissen Zeitraum, denn Konsumenten erhalten für die Geld weniger als zuvor und schieben z.B.
  31. kostspielige Investitionen auf die Ursachen der Angebotsseite. Das höfigste Beispiel sind wohl Krieger und Missernten. Diese führen dazu, dass die
  32. Rohstoffpreise erhört werden. Dies führt zu einer teureren Produktion. Auch gesetzliche Auflagen können die Produktion verteuen, damit mehr Auflagen
  33. in der Regel auch die Produktionskosten steigen. Streikes können dazu führen, dass das allgemeine Angebot knapper wird, da die
  34. Produktion abnimmt oder auch die Verkürzung der Arbeitsset, ohne dass entsprechende Lohnanpassungen vorgenommen werden. Diese bewirken auch
  35. höhere Produktionskosten. Dann von der Nachfrageseite her. Bei einer Nachfrageinflation entsteht eine Preissteigerung, weil Konsumenten
  36. häufiger nach bestimmten Güten oder Dienstleistungen verlangen. Übersteigt aber die Nachfrage des Angebot und herrscht gleichzeitig Vollbeschäftigung.
  37. Was bedeutet, dass Unternehmen die erhöhte Nachfrage nicht durch Produktionssteigerung befriedigen können? steigen die Verbraucherpreise.
  38. Dies geschieht vor allem in Hochkonjunkturphasen. Beispiele: Durch allgemeine Einkommensteigerungen wollen die
  39. Haushalte mehr Waren und Dienstleistungen kaufen. Die Nachfrage wird erhört oder durch tiefe Zinsen haben die
  40. Haushalte eine höhere Möglichkeit Kredite aufzunehmen und diese für den Konsum auszugeben. Dies erhört somit ebenfalls die
  41. Nachfrage. Was es auch noch gibt, ist die sogenannte importierte Inflation. Wenn beispielsweise die Schweiz Rohstoffe aus
  42. dem Ausland importiert und diese Rohstoffe im entsprechend Land aufgrund einer Inflation verteurden, importiert die Schweiz ein verteuertes
  43. Produkt. Auch eine langfristige Ursache der Inflation ist die Erhöhung der Geldmenge.
  44. In der VWL geht man davon aus, dass eine starke Erhöhung der Geldmenge längefristig immer zu einer Erhöhung des Preisniveaus und somit zu einer
  45. Inflation führt. Dies kann passieren, wenn beispielsweise die Nationalbank zu viel neues Geld in
  46. den Umlauf bringt, indem sie die Zinsen zu Zief setzt und somit die Nachfrage nach Krediten bei den Banken steigt. Die Lohnpreisspirale
  47. stellen wir uns folgende Situation vor. Die Löhne steigen. Dies führt zu einer teureren Produktion. Da die Produktion teurer wird, steigen
  48. die Preise ja ebenfalls. Da die Preise gestiegen sind, nimmt die Kaufkraft der Arbeitnehmenden ab. Sie können ja somit weniger kaufen. Deshalb
  49. verlangen sie höhere Löhne. Dies führt zu einer Endlusschleife, welche nur sehr schwer zu bremsen ist. Dies ist die sogenannte Londonpreisspirale.
  50. Die Folgen der Inflation. Die Folgen einer Inflation sind in der Regel nicht so offensichtlich, da sie schleichend nach vorne geht. Sie wird erst sichtbar,
  51. wenn sie eine bestimmte Höhe erreicht hat. Es gibt jedoch auch Ausnahmen mit dem Namen Hyperinflation. Bei diesen handelt es sich um monatliche
  52. Inflationsraten von mindestens 10 Prozent. Diese gab es beispielsweise in Deutschland im Jahr 1923.
  53. Dies war eine Spätfolge des Ersten Weltkrieges. Das deutsche Reich musste damals sogenannte Reparationszahlungen den
  54. Siegermächten überweisen. Deshalb beschloss die Regierung mehr Geld zu drucken. Für das in Umlauf gebrachte Geld konnten sich die Menschen
  55. nichts kaufen, weil es keine Konsumgüter in ausreichender Menge gab. Das Geld wurde somit immer weniger wertvoll. Dies führte von der Inflation zu einer
  56. Hyperinflation. Machen wir noch ein Beispiel zur Inflation. Stellen wir uns folgendes vor. Ein Maler verdient im Jahr 2021 pro
  57. Monat 4800 Schweizer Franken. Die Preise steigen nun im Jahr 2022 aufgrund derinflation um 4%. Wie hoch muss nun der Lohn sein, damit der Maner
  58. mit seinem Gehalt gleich viel kaufen kann wie vorher? Hierfür rechnen wir einfach folgendes. Wir rechnen 4800 x 104%.
  59. Dieser gibt 492. Ganz wichtig, wenn man jemandem so viel Lohn gibt, damit diese Person genau dasselbe wie letztes Jahr kaufen kann,
  60. spricht man von einem Teuerungsausgleich. Man will also die Teuerung ausgleichen. In unserem Beispiel wäre also der
  61. Teuerungsausgleich 192 Franken pro Monat. Kommen wir zu den Folgen der Inflation. Da werden zuerst die Transaktionskosten.
  62. Sobald die Inflation eine gewisse Höhe erreicht hat, wollen sich die Leute gegen die Geldentwertung schützen. Sie werden versuchen, möglichst wenig
  63. Bargeld zu halten, da es laufend an Wert verliert und hingegen das Geld auf dem Bankkonto zu lassen, da man dort durch die Zinsen noch etwas besser geschützt
  64. ist. Dies führt dazu, dass die Leute häufiger zur Bank gehen, um kleine Beträge abzuheben, was wiederum dazu führt, dass
  65. die Transaktionskosten zunehmen, welche entstehen, wenn man Geld abhebt. Ebenso kommt es zu einer Flucht in Sachwerte. Man kauft vermehrt Sachwerte
  66. wie Gold oder Immobilien, da diese weniger an Geld verlieren. Die Kosten der Unsicherheit. Wenn man weiß, dass die Inflation stabil ist und
  67. jährlich gleichmäßig steigt, kann sich die Wirtschaft darauf einstellen und beispielsweise in alle langfristigen Verträge einen sogenannten
  68. Teuerungsausgleich einbauen, um die Inflation ausgleichen zu können. Jedoch haben hohe Inflationsraten das Problem, dass sie meistens von Jahr zu Jahr sehr
  69. stark schwanken. Deshalb kann man diese nicht in die Verträge einberechnen und eben diese Verträge verlieren somit an
  70. Attraktivität, weil sie unsicher sind. Die Verzehrung des relativen Preises. Die Inflation ist zwar als Erhöhung alle Preise bekannt, jedoch steigen nicht
  71. alle Preise genau gleich stark. Es gibt gewisse Preise, die sich jede Sekunde anpassen, wie z.B. der Preis für Erdöl. Jedoch gibt es auch gewisse Preise, die
  72. sich nur jedes halbes Jahr anpassen, wie z.B. Preise in Katalogen. Dies führt zu eine Verzerrung der Preise. Eine Ware, dessen Preis sich schnell erhört, wird
  73. als knappes Gut bewertet, was dazu führt, dass man viel von diesem gut produziert. Die Wirtschaft gerät aus dem Gleichgewicht.
  74. Entschädigung der Kreditgeber. Kreditgeber leider in der Regel stark unter einer Inflation. Stellen wir uns folgendes vor. Ein Kreditgeber vergibt
  75. einen Kredit von 1000 Franken und man einigt sich auf eine jährliche Zinszahlung von 10% des Kreditbetrags, also 100 Franken.
  76. Wenn jetzt die Inflation eintrifft und diese 100% beträgt, ist die Zinszahlung von 100 Franken nur noch die Hälfte wert. Dies gilt übrigens auch für den
  77. Kredit von 1000 Franken, welcher aufgrund der Inflation an Kaufkraft verloren hat. Die Kreditgärbe versuchen somit sich zu schützen, indem sie höhere
  78. Zinsen verlangen, was jedoch dazu führt, dass die Kredite an Attraktivität verlieren. Kosten der Kartenprogression.
  79. Wie wir wissen, ist die Einkommenssteuer progressiv ausgestattet. Das heißt, je mehr jemand verdient, umso mehr Steuern muss er zagen. Stellen wir
  80. uns vor, jemand verdient pro Jahr 100.000 Franken und bekommt aufgrund der Inflation eine Lohnerröhung von 10%. Also hat er einen Lohn von taus Franken.
  81. Sein reales Einkommen hat sich somit nicht verändert, da die taus Franken immer noch gleich viel Kaufkraft wie die 100.000 Franken haben. Jetzt jedoch
  82. steigt der Arbeitnehmer in eine höhere Lohnklasse auf und muss somit mehr Steuen bezahlen. Nachdem wir nun die Inflation
  83. kennengelernt haben, befassen wir uns mit der Deflation. Wie man es schon vermuten kann, handelt es sich hier um den genau umgekehrten Effekt. Das
  84. Preisniveau nimmt hier stätig ab und die Kaufkraft zu. Die Def kommt in der Wirtschaft selten vor, ist jedoch nicht weniger
  85. gefährlich. Es sinken ebenfalls die Preise über eine längere Zeit in konstanten oder steigenden Raten. Die Ursache einer Deflation kann sein,
  86. wenn die Nationalbank zu wenig neues Geld in Umlauf bringt oder wenn die Nationalbank die Zinsen zu hoch ansetzt. und somit die Kreditnachfrage abnimmt,
  87. weil Kredite unattraktiver werden. Dem diesen beiden Ursachen gibt es noch drei weitere Entwicklungen, welche eine Deflation verursachen können.
  88. Wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt, wenn die Produktion bzw. Weise der Güterstör stark ansteigt oder wenn die Preise der Importgüter sinken.
  89. Diese sind jedoch harmloser, dass ich die Deflation nach einer gewissen Zeit legt. Vorausgesetzt, die Nationalbank würde nicht so wenig Geld in Umlauf
  90. bringen oder die Zinsen anheben. Die Folgen einer Deflation. Eine Deflation hat schlimmere Auswirkungen als eine Inflation. Sie kann zu einer
  91. schweren Wirtschaftskrise führen und ist sehr schwierig zu beheben. Der Ursprung liegt darin, dass eine Deflation selbstverstärkend ist. Wenn die Preise
  92. während einer längeren Zeit sinken, führt dies falsche Erwartungen beim Volk. Es geht davon aus, dass die Preise weiter sinken werden und kauft deshalb
  93. weniger ein. Die allgemeine Nachfrage senkt. Man geht davon aus, dass man die Güter in Zukunft noch günstiger kaufen kann. Wenn sich viele Personen so
  94. verhalten, führt es dazu, dass die gesamte wirtschaftliche Nachfrage sehr stark abnimmt. Dies führt dazu, dass die Unternehmen weniger Umsatzwirtschaften
  95. und so Leute entlassen und Preise senken müssen. Kommen wir zur Stagflation. Dies ist eine Mischung aus Inflation und Stagnation.
  96. Jetzt haben wir ja die Lohnpreisspirale kennengelernt. Diese treibt die Inflationsrate stetig nach oben. In diesem Moment muss der
  97. Staat eingreifen, damit das Ganze nicht aus dem Ruder gerät. Der Staat muss die Geldmenge verknappen. Dies führt zu einer Senkung der gesamtwirtschaftlichen
  98. Nachfrage. Dies führt jedoch auch weiter zu einer Rezession, also zu einer wirtschaftlichen Abschwörung sowie zu
  99. steigender konjunkturellen Arbeitslosigkeit. Eine hohe Inflation lässt sich nicht sofort eindämmen. [musik] Somit kann es
  100. dazu kommen, dass die Wirtschaft in Folge der Inflationsbekämpfung in einen Abschung gerät und gleichzeitig auch noch eine Inflation hercht.
  101. Dieser Zusammenfall von Rezession und Inflation bezeichnet man als Starkflation. Somit kann man sagen, dass die Bekämpfung einer Inflation mit hohen
  102. gesamtwirtschaftlichen Kosten in Form von Rezessionen und höherer Arbeitslosigkeit verbunden ist. Kurz gesagt, Stagflation bedeutet, dass die
  103. Preise steigen, obwohl die Konjunktur und somit die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen entweder stagniert oder durchläufig ist.

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