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Politische Gerechtigkeit
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Transkriptautomatisch erstellt · 94 Zeilen
- ja willkommen zur aktuellen Sendung im Seminar über politische Philosophie heutiges Thema ist das Thema politische Gerechtigkeit der Begriff der
- Gerechtigkeit ist sehr zentral im politischen Weiler unser Zusammenleben auf eine Weise bestimmt die das Zusammenleben
- angenehm verträglich stabile macht und weil der Begriff der Gerechtigkeit auch das Verhältnis zwischen Individuum und kollektiv Gemeinschaft Gesellschaft auf
- eine sehr verständliche Weise herstellen lässt gerecht sind Individuen Bericht können aber auch soziale Strukturen sein und das Grundproblem der
- politischen Philosophie besteht ja darin wie sich das Verhältnis gestaltet zwischen den einzelnen Personen den Individuen ihren Eigenschaften ihren
- Vermögen und dem Kollektiv dem Person Verbund oder auch noch stärkeren Systemen wie Staaten oder Bürgerschaften Polis hat man das in der
- Antike genannt wie ist dieses Verhältnis genau zu verstehen und für dieses Verständnis hilft uns der Begriff der Gerechtigkeit
- wir werden diese Thematik der Gerechtigkeit der politischen Gerechtigkeit anhand von John ralls diskutieren einem sehr bedeutenden
- amerikanischen Philosophen der eine Theorie der Gerechtigkeit verfasst hat die sich sehr gut auf den Bereich des politischen anwenden lässt ich gebe
- jetzt erstmal eine allgemeine Einführung in das Thema Gerechtigkeit wichtig ist dass wir überhaupt alle politischen Begriffe auch alle moralischen Begriffe
- überhaupt alle philosophischen Begriffe zunächst eine Abgrenzung vornehmen von dem Gegenteil also hier interessiert auch immer der Begriff der
- Ungerechtigkeit wie verhalten sich Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zueinander eine weitere Frage ist die genaue Beziehung zwischen Gerechtigkeit
- und Recht Rechte sind in der politischen Philosophie auch zentral vor allem natürlich die Grundrechte die uns hier
- in Deutschland durch das Grundgesetz garantiert werden wie zum Beispiel freie meinungsäuß tun und so weiter und so fort das sind alles Grundrechte die
- machen auch den Liberalen Zug unsere Gesellschaft aus also hier wie verhält sich Gerechtigkeit zurecht Gerechtigkeit kann als juristischer
- Begriff in Rechtsordnungen verstanden werden er kann aber auch als philosophische Begriff verstanden werden und das ist ein Unterschied
- Gerechtigkeit wird nämlich in philosophischer Hinsicht häufig auch als eine Charaktereigenschaft gefasst und in juristischer Hinsicht wird Gerechtigkeit
- häufig an oder recht häufig gefasst als Eigenschaft eines Systems eines Vertrags eines Verhältnisses zwischen verschiedenen Parteien der
- philosophische betrifft erlaubt es auch nur auf eine Charaktereigenschaft oder auf Charaktereigenschaften von Individuen angewendet zu werden es gibt
- seine weitere wichtige Unterscheidung die Unterscheidung zwischen Naturrecht und positivem recht das besagt diese Unterscheidung diese
- Unterscheidung betrifft die Frage nach begeltung und nach der Entstehung und der Begründung von recht Naturrecht bedeutet uns kommt das Recht von Natur
- aus zu damit muss jetzt nicht unsere biologische Natur gemeint sein es ist möglich aber auch sowas wie ein Wesen also das Wesen des Menschen zum Beispiel
- das Wesen ist die Natur von uns das heißt von Geburt an ohne soziale Umstände so wie wir eben immer schon sind das positive Recht hingegen
- bedeutet das recht künstlich gesetzt ist das bedeutet auch positiv von lateinisch ohne setzen Leben stellt also sozial gesetztes Recht was uns nicht von Natur
- auszukommen natürlich haben beide Formen von rechts oder bei der Auffassung von Recht vor und nachteile Naturrecht erlaubtes recht sehr stabil zu begründen
- ohne Ausnahmen zu postulieren positives Recht hingegen ist ein recht
- was vielleicht stärkeren Einwänden ausgesetzt sein könnte was die absolute geldung anbelangt auf der anderen Seite natürlich
- ist es immer problematisch sowas wie ein Wesen anzusetzen das wirkt häufig wie eine bloße Voraussetzung die noch genauer begründet
- werden muss und hier hat es das positive Recht wiederum leichter wenn es um die begründungslogik geht weil positives recht häufig einen Rechtssystem
- enthalten ist aus einem Rechtssystem folgt und somit viel kognitiven nachvollziehbarer ist Gerechtigkeit ist eine Tugend in der
- Philosophie häufig die auch als Personifikation der Justitia dargestellt wird man sieht hier die Augen sind verbunden das ist die Neutralität
- Unparteilichkeit diese Waage hier gibt symbolisiert die Urteilsfindung die möglichst ausgewogen erfolgt und seine Allegorie und dieses
- Schwert hier ist natürlich eine Art von macht wie auch immer man die macht sich jetzt vorstellen mag ob man damit die Exekutive meinte ja häufig von dir
- judikativ Unterschieden ist das muss man jetzt noch offen lassen politische Gerechtigkeit bedeutet man muss fragen was macht unser
- handelngerecht aber auch noch darüber hinaus was macht Gesellschaftsstrukturen oder gesellschaftlichen was macht unser Zusammenleben gerecht welche
- intersubjektiven Strukturen fördern oder beeinträchtigen Gerechtigkeit diese Frage müssen wir uns stellen und natürlich auch wie sich Ungerechtigkeit
- Gerechtigkeit zu Ungleichheit und Gleichheit Verhalten ist Gerechtigkeit dasselbe wie Gleichheit das scheint zunächst mal nahezulegen ist aber nicht
- der Fall es ist viel komplexer müssen also immer auch auf den Begriff der Ungleichheit fokussieren
- eine weitere Frage die man sich noch stellen kann ist die wie sich Neid und Gerechtigkeit zueinander zu halten ist Neid eine
- gerechtfertigte Haltung gegenüber ungerechten Zuständen oder Kanal selbst auch eine ungerechte Einstellung sein das ist natürlich auch eine ganz
- spannende Frage ich hatte schon gesagt in der Philosophie wird Gerechtigkeit häufig als Tugend als Charaktereigenschaft aufgefasst
- Tugend und Gerechtigkeit ist ein normativer Begriff normativ bedeutet man macht hier Aussagen über den Wert einer Eigenschaft zum Beispiel eine
- Charaktereigenschaft ist eine gute Eigenschaften man soll das haben Ungerechtigkeit ist auch ein normativer Begriff man soll das nicht haben man
- soll nicht ungerecht sein es lässt sich aber auch als politisches Ideal verstehen als ein Zustand der vielleicht nie wirklich realisiert werden kann aber
- zudem man hin Streben soll man kann sich auch ferner fragen wie sich Gerechtigkeit und Rechtfertigung das zueinander verhalten wir hatten
- anhand der Justiz ja Allegorie gesehen dass sie eine Waage hat in der sie einen Urteil aus mittelt und auch rechtfertigt also Gründe angibt wird das Urteil und
- sie diese Gründe gegeneinander abwägt und das scheint nahezulegen das Gerechtigkeit immer auch mit Rechtfertigung etwas zu tun haben muss
- Gerechtigkeit muss begründet werden muss gerechtfertigt werden können andernfalls droht sie zu Ungerechtigkeit zu werden Gerechtigkeit ist eine Tugend eine
- erstrebenswerte Charaktereigenschaft haben wir schon gesehen sie wird häufig im Kontext von anderen sogenannten Kardinal Tugenden diskutiert schon in
- der Antike weitere kardinaltungen sind Mäßigung aber auch Tapferkeit und Weisheit das sind alles Formen von aus mittelungen von
- extremen Zuständen die hier in der Tugend eine gesunde Mitte nach aristotel ist befunden haben wir haben hier wieder gesehen dass die Tugenden häufig auch
- von dem Individuum auf Kollektiv übertragen werden wir hatten gesehen ich mache oben rechts ein Link rein zu historischen Übersicht bei Platon und
- seiner Konzeption des idealen Staates dass er den philosophenkönigin auch eine Tugend zuspricht nämlich die der Weisheit und er spricht dem näher stand
- den Bäuerinnen und Bauern den Handwerkerinnen Handwerkern die Tugend der Tapferkeit nicht zu sondern die der mäßige und Besonnenheit und dem
- Widerstand also dem Polizistinnen den Soldaten den spricht er die Tugend der Tapferkeit zu also man sieht hier wieder man kann das Individuum immer auch auf
- das Kollektiv beziehen hinsichtlich seine Eigenschaften Gerechtigkeit kann eine individuelle Charaktereigenschaft sein aber auch eine politische
- Strukturen und die soll es heute gehen Gerechtigkeit ist ein relativ und situative Begriff Gerechtigkeit betrifft immer die Frage zwischen verschiedenen
- Gruppierungen deren Verhältnis betrachtet wird in bestimmten Kontexten in einer bestimmten Situation kann etwas gerecht sein oder
- ungerecht sein in einer anderen Situation nicht es kommt immer auf die Umstände an das ist also der der Kontext der Gerechtigkeit
- dem Gerechtigkeitsbegriff liegt der Begriff der Gleichheit zugrunde auch wenn nicht automatisch dasjenige gerecht ist was gleich ist das werden wir gleich
- noch sehen wir können uns auch den Begriff der Gerechtigkeit über den Begriff der Fairness ernähren das hat John rolls
- getan recht können nicht nur Personen oder Handlungen sein sondern auch soziale Strukturen und Institutionen wenn sie
- uns zum Beispiel die im Grundgesetz verwirkten Grundrechte wie Meinungsfreiheit Versammlungsfreiheit Eigentum
- Unversehrtheit nicht garantieren es gibt jetzt verschiedene Formen politischer Gerechtigkeit zum Beispiel Bildungsgerechtigkeit dass wir alle
- denselben Zugang des Recht auf Bildung haben zu Bildungssystem dass wir davon nicht ausgeschlossen werden Chancengleichheit dass wir nicht von
- Geburt an gewisse Chancen gar nicht erhalten natürlich ist das immer ein Ideal de facto ist es nie der Fall dass wir genau die gleichen Chancen haben
- Generationengerechtigkeit betrifft eben unser Verhältnis zu älteren jüngeren Generation aber auch noch zu kommenden Generationen die wir
- vielleicht noch gar nicht kennenlernen können ein Beispiel ist hier etwa die Endlagerung von Atommüll der für künftige Generation zum Problem werden
- kann das ist keine Form von Gerechtigkeit wenn wir unsere Probleme in die Zukunft einfach Auslagen globale Gerechtigkeit ist natürlich auch ein
- wichtiges Stichwort globale Gerechtigkeit betrifft jetzt die gesamte Welt und nicht nur Regionen auf der Welt ein Beispiel für globale Gerechtigkeit
- ist etwa die Klimagerechtigkeit weil ja auch Klimawandel nicht nur bestimmte Regionen betrifft sondern die gesamte Welt und
- sich häufig dort negativ auswirkt wo die klimaschädicken gar nicht erzeugt wurden also da gibt es natürlich auch eine Form von Ungerechtigkeit jetzt kommen wir oft
- schon rolls Theorie der Gerechtigkeit als Fairness zu sprechen er hat ein Buch geschrieben a serial of Justice eine Theorie der Gerechtigkeit das ist eine
- ganz bedeutendes Werk und er hat sich auch sonst mit Gerechtigkeit als Fairness befasst was ist jetzt seine These er sagt folgendes jedermann soll
- gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten haben das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist und er sagt und
- das ist jetzt besonders wichtig soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten gestalten das vernünftigerweise zu erwarten ist dass sie zu jedermanns
- Vorteil dienen und sie mit Positionen Ämtern verbunden sind die jedem offenstehen er geht also immer schon von Ungleichheiten aus und anders als der
- Kommunismus ist sein Ziel nicht diese Ungleichheiten völlig zu nivellieren aufzulösen da ist er realistisch genug dass das nicht geht im Gegensatz ein
- Liberalismus bedingt gewissheitsmaßen auch Ungleichheiten allerdings sind diese Ungleichheit nicht zu vergrößern wie im Sinne einer Schere zwischen arm
- und reich sondern die bevorzugten die Begünstigten sind zu binden an die weniger begünstigten und ihr Fortkommen wir werden das gleich
- noch sehen das ist nämlich dann sein sogenanntes differenzprinzip das ist ein sehr wichtiges Begriff den man mit rolls häufig Verbindung bringt das sagt
- geht man von den Institutionen aus wie sie von der gleichen Freiheit für alle und der fairen Chancengleichheit gefordert werden so sind die besseren
- Aussichten der begünstigten das ist also diese Ungleichheit es gibt begünstigte dass diese Aufsicht eine begünstigten genau dann gerecht sind wenn sie zur
- Verbesserung der Aussichten der am wenigsten begünstigten Mitglieder der Gesellschaft beitragen die intuitive Gedanke ist der dass die
- Gesellschaftsordnung nur dann günstigere Aussichten für bevorzugte einrichten und sichern darf wenn das den weniger begünstigten zum Vorteil gereicht hier
- wird sozusagen der Vorteil der begünstigten rückgebunden an den Vorteil der wenige begünstigten das heißt die werden nie alleine gelassen es kann
- nicht zu dieser viel kritisierten Scheren zwischen Arm und Reich kommen zumindest nach diese Theorie weil es sich eine Rückbindung gibt an diese
- Differenz der Ungleichheit also zusammengefasst rolls negiert nicht Gleichheit das will die Gleichheit nicht sagen herstellen
- in letzter Hinsicht sind er will Ungleichheiten aufeinander beziehen und zumindest abhängig machen da ist er dann doch ziemlich realistisch er sagt das
- noch in einem anderen Zitat soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten also zum Beispiel die Herkunft der soziale Rang das
- Einkommen oder die das Vermögen diese immer schon gegebenen Ungleichheit müssen so geregelt werden die sollen nicht einfach nur hingenommen werden
- sondern in diesem geregelt werden dass es den am wenigsten begünstigsten die besten möglichsten Aussichten bringen an denen muss man sich orientieren wenn es
- um Ungleichheiten geht Ungleichheiten gibt es aber immer so realistisch ist und mal schon ja das war ein kurzer Überblick zum Thema politische
- Gerechtigkeit ich bedanke mich vielmals für die Aufmerksamkeit bis zur nächsten Sendung
Zum Nachlesen
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