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Politische Gerechtigkeit

PhiloCast15:37 497 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. ja willkommen zur aktuellen Sendung im Seminar über politische Philosophie heutiges Thema ist das Thema politische Gerechtigkeit der Begriff der
  2. Gerechtigkeit ist sehr zentral im politischen Weiler unser Zusammenleben auf eine Weise bestimmt die das Zusammenleben
  3. angenehm verträglich stabile macht und weil der Begriff der Gerechtigkeit auch das Verhältnis zwischen Individuum und kollektiv Gemeinschaft Gesellschaft auf
  4. eine sehr verständliche Weise herstellen lässt gerecht sind Individuen Bericht können aber auch soziale Strukturen sein und das Grundproblem der
  5. politischen Philosophie besteht ja darin wie sich das Verhältnis gestaltet zwischen den einzelnen Personen den Individuen ihren Eigenschaften ihren
  6. Vermögen und dem Kollektiv dem Person Verbund oder auch noch stärkeren Systemen wie Staaten oder Bürgerschaften Polis hat man das in der
  7. Antike genannt wie ist dieses Verhältnis genau zu verstehen und für dieses Verständnis hilft uns der Begriff der Gerechtigkeit
  8. wir werden diese Thematik der Gerechtigkeit der politischen Gerechtigkeit anhand von John ralls diskutieren einem sehr bedeutenden
  9. amerikanischen Philosophen der eine Theorie der Gerechtigkeit verfasst hat die sich sehr gut auf den Bereich des politischen anwenden lässt ich gebe
  10. jetzt erstmal eine allgemeine Einführung in das Thema Gerechtigkeit wichtig ist dass wir überhaupt alle politischen Begriffe auch alle moralischen Begriffe
  11. überhaupt alle philosophischen Begriffe zunächst eine Abgrenzung vornehmen von dem Gegenteil also hier interessiert auch immer der Begriff der
  12. Ungerechtigkeit wie verhalten sich Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zueinander eine weitere Frage ist die genaue Beziehung zwischen Gerechtigkeit
  13. und Recht Rechte sind in der politischen Philosophie auch zentral vor allem natürlich die Grundrechte die uns hier
  14. in Deutschland durch das Grundgesetz garantiert werden wie zum Beispiel freie meinungsäuß tun und so weiter und so fort das sind alles Grundrechte die
  15. machen auch den Liberalen Zug unsere Gesellschaft aus also hier wie verhält sich Gerechtigkeit zurecht Gerechtigkeit kann als juristischer
  16. Begriff in Rechtsordnungen verstanden werden er kann aber auch als philosophische Begriff verstanden werden und das ist ein Unterschied
  17. Gerechtigkeit wird nämlich in philosophischer Hinsicht häufig auch als eine Charaktereigenschaft gefasst und in juristischer Hinsicht wird Gerechtigkeit
  18. häufig an oder recht häufig gefasst als Eigenschaft eines Systems eines Vertrags eines Verhältnisses zwischen verschiedenen Parteien der
  19. philosophische betrifft erlaubt es auch nur auf eine Charaktereigenschaft oder auf Charaktereigenschaften von Individuen angewendet zu werden es gibt
  20. seine weitere wichtige Unterscheidung die Unterscheidung zwischen Naturrecht und positivem recht das besagt diese Unterscheidung diese
  21. Unterscheidung betrifft die Frage nach begeltung und nach der Entstehung und der Begründung von recht Naturrecht bedeutet uns kommt das Recht von Natur
  22. aus zu damit muss jetzt nicht unsere biologische Natur gemeint sein es ist möglich aber auch sowas wie ein Wesen also das Wesen des Menschen zum Beispiel
  23. das Wesen ist die Natur von uns das heißt von Geburt an ohne soziale Umstände so wie wir eben immer schon sind das positive Recht hingegen
  24. bedeutet das recht künstlich gesetzt ist das bedeutet auch positiv von lateinisch ohne setzen Leben stellt also sozial gesetztes Recht was uns nicht von Natur
  25. auszukommen natürlich haben beide Formen von rechts oder bei der Auffassung von Recht vor und nachteile Naturrecht erlaubtes recht sehr stabil zu begründen
  26. ohne Ausnahmen zu postulieren positives Recht hingegen ist ein recht
  27. was vielleicht stärkeren Einwänden ausgesetzt sein könnte was die absolute geldung anbelangt auf der anderen Seite natürlich
  28. ist es immer problematisch sowas wie ein Wesen anzusetzen das wirkt häufig wie eine bloße Voraussetzung die noch genauer begründet
  29. werden muss und hier hat es das positive Recht wiederum leichter wenn es um die begründungslogik geht weil positives recht häufig einen Rechtssystem
  30. enthalten ist aus einem Rechtssystem folgt und somit viel kognitiven nachvollziehbarer ist Gerechtigkeit ist eine Tugend in der
  31. Philosophie häufig die auch als Personifikation der Justitia dargestellt wird man sieht hier die Augen sind verbunden das ist die Neutralität
  32. Unparteilichkeit diese Waage hier gibt symbolisiert die Urteilsfindung die möglichst ausgewogen erfolgt und seine Allegorie und dieses
  33. Schwert hier ist natürlich eine Art von macht wie auch immer man die macht sich jetzt vorstellen mag ob man damit die Exekutive meinte ja häufig von dir
  34. judikativ Unterschieden ist das muss man jetzt noch offen lassen politische Gerechtigkeit bedeutet man muss fragen was macht unser
  35. handelngerecht aber auch noch darüber hinaus was macht Gesellschaftsstrukturen oder gesellschaftlichen was macht unser Zusammenleben gerecht welche
  36. intersubjektiven Strukturen fördern oder beeinträchtigen Gerechtigkeit diese Frage müssen wir uns stellen und natürlich auch wie sich Ungerechtigkeit
  37. Gerechtigkeit zu Ungleichheit und Gleichheit Verhalten ist Gerechtigkeit dasselbe wie Gleichheit das scheint zunächst mal nahezulegen ist aber nicht
  38. der Fall es ist viel komplexer müssen also immer auch auf den Begriff der Ungleichheit fokussieren
  39. eine weitere Frage die man sich noch stellen kann ist die wie sich Neid und Gerechtigkeit zueinander zu halten ist Neid eine
  40. gerechtfertigte Haltung gegenüber ungerechten Zuständen oder Kanal selbst auch eine ungerechte Einstellung sein das ist natürlich auch eine ganz
  41. spannende Frage ich hatte schon gesagt in der Philosophie wird Gerechtigkeit häufig als Tugend als Charaktereigenschaft aufgefasst
  42. Tugend und Gerechtigkeit ist ein normativer Begriff normativ bedeutet man macht hier Aussagen über den Wert einer Eigenschaft zum Beispiel eine
  43. Charaktereigenschaft ist eine gute Eigenschaften man soll das haben Ungerechtigkeit ist auch ein normativer Begriff man soll das nicht haben man
  44. soll nicht ungerecht sein es lässt sich aber auch als politisches Ideal verstehen als ein Zustand der vielleicht nie wirklich realisiert werden kann aber
  45. zudem man hin Streben soll man kann sich auch ferner fragen wie sich Gerechtigkeit und Rechtfertigung das zueinander verhalten wir hatten
  46. anhand der Justiz ja Allegorie gesehen dass sie eine Waage hat in der sie einen Urteil aus mittelt und auch rechtfertigt also Gründe angibt wird das Urteil und
  47. sie diese Gründe gegeneinander abwägt und das scheint nahezulegen das Gerechtigkeit immer auch mit Rechtfertigung etwas zu tun haben muss
  48. Gerechtigkeit muss begründet werden muss gerechtfertigt werden können andernfalls droht sie zu Ungerechtigkeit zu werden Gerechtigkeit ist eine Tugend eine
  49. erstrebenswerte Charaktereigenschaft haben wir schon gesehen sie wird häufig im Kontext von anderen sogenannten Kardinal Tugenden diskutiert schon in
  50. der Antike weitere kardinaltungen sind Mäßigung aber auch Tapferkeit und Weisheit das sind alles Formen von aus mittelungen von
  51. extremen Zuständen die hier in der Tugend eine gesunde Mitte nach aristotel ist befunden haben wir haben hier wieder gesehen dass die Tugenden häufig auch
  52. von dem Individuum auf Kollektiv übertragen werden wir hatten gesehen ich mache oben rechts ein Link rein zu historischen Übersicht bei Platon und
  53. seiner Konzeption des idealen Staates dass er den philosophenkönigin auch eine Tugend zuspricht nämlich die der Weisheit und er spricht dem näher stand
  54. den Bäuerinnen und Bauern den Handwerkerinnen Handwerkern die Tugend der Tapferkeit nicht zu sondern die der mäßige und Besonnenheit und dem
  55. Widerstand also dem Polizistinnen den Soldaten den spricht er die Tugend der Tapferkeit zu also man sieht hier wieder man kann das Individuum immer auch auf
  56. das Kollektiv beziehen hinsichtlich seine Eigenschaften Gerechtigkeit kann eine individuelle Charaktereigenschaft sein aber auch eine politische
  57. Strukturen und die soll es heute gehen Gerechtigkeit ist ein relativ und situative Begriff Gerechtigkeit betrifft immer die Frage zwischen verschiedenen
  58. Gruppierungen deren Verhältnis betrachtet wird in bestimmten Kontexten in einer bestimmten Situation kann etwas gerecht sein oder
  59. ungerecht sein in einer anderen Situation nicht es kommt immer auf die Umstände an das ist also der der Kontext der Gerechtigkeit
  60. dem Gerechtigkeitsbegriff liegt der Begriff der Gleichheit zugrunde auch wenn nicht automatisch dasjenige gerecht ist was gleich ist das werden wir gleich
  61. noch sehen wir können uns auch den Begriff der Gerechtigkeit über den Begriff der Fairness ernähren das hat John rolls
  62. getan recht können nicht nur Personen oder Handlungen sein sondern auch soziale Strukturen und Institutionen wenn sie
  63. uns zum Beispiel die im Grundgesetz verwirkten Grundrechte wie Meinungsfreiheit Versammlungsfreiheit Eigentum
  64. Unversehrtheit nicht garantieren es gibt jetzt verschiedene Formen politischer Gerechtigkeit zum Beispiel Bildungsgerechtigkeit dass wir alle
  65. denselben Zugang des Recht auf Bildung haben zu Bildungssystem dass wir davon nicht ausgeschlossen werden Chancengleichheit dass wir nicht von
  66. Geburt an gewisse Chancen gar nicht erhalten natürlich ist das immer ein Ideal de facto ist es nie der Fall dass wir genau die gleichen Chancen haben
  67. Generationengerechtigkeit betrifft eben unser Verhältnis zu älteren jüngeren Generation aber auch noch zu kommenden Generationen die wir
  68. vielleicht noch gar nicht kennenlernen können ein Beispiel ist hier etwa die Endlagerung von Atommüll der für künftige Generation zum Problem werden
  69. kann das ist keine Form von Gerechtigkeit wenn wir unsere Probleme in die Zukunft einfach Auslagen globale Gerechtigkeit ist natürlich auch ein
  70. wichtiges Stichwort globale Gerechtigkeit betrifft jetzt die gesamte Welt und nicht nur Regionen auf der Welt ein Beispiel für globale Gerechtigkeit
  71. ist etwa die Klimagerechtigkeit weil ja auch Klimawandel nicht nur bestimmte Regionen betrifft sondern die gesamte Welt und
  72. sich häufig dort negativ auswirkt wo die klimaschädicken gar nicht erzeugt wurden also da gibt es natürlich auch eine Form von Ungerechtigkeit jetzt kommen wir oft
  73. schon rolls Theorie der Gerechtigkeit als Fairness zu sprechen er hat ein Buch geschrieben a serial of Justice eine Theorie der Gerechtigkeit das ist eine
  74. ganz bedeutendes Werk und er hat sich auch sonst mit Gerechtigkeit als Fairness befasst was ist jetzt seine These er sagt folgendes jedermann soll
  75. gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten haben das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist und er sagt und
  76. das ist jetzt besonders wichtig soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten gestalten das vernünftigerweise zu erwarten ist dass sie zu jedermanns
  77. Vorteil dienen und sie mit Positionen Ämtern verbunden sind die jedem offenstehen er geht also immer schon von Ungleichheiten aus und anders als der
  78. Kommunismus ist sein Ziel nicht diese Ungleichheiten völlig zu nivellieren aufzulösen da ist er realistisch genug dass das nicht geht im Gegensatz ein
  79. Liberalismus bedingt gewissheitsmaßen auch Ungleichheiten allerdings sind diese Ungleichheit nicht zu vergrößern wie im Sinne einer Schere zwischen arm
  80. und reich sondern die bevorzugten die Begünstigten sind zu binden an die weniger begünstigten und ihr Fortkommen wir werden das gleich
  81. noch sehen das ist nämlich dann sein sogenanntes differenzprinzip das ist ein sehr wichtiges Begriff den man mit rolls häufig Verbindung bringt das sagt
  82. geht man von den Institutionen aus wie sie von der gleichen Freiheit für alle und der fairen Chancengleichheit gefordert werden so sind die besseren
  83. Aussichten der begünstigten das ist also diese Ungleichheit es gibt begünstigte dass diese Aufsicht eine begünstigten genau dann gerecht sind wenn sie zur
  84. Verbesserung der Aussichten der am wenigsten begünstigten Mitglieder der Gesellschaft beitragen die intuitive Gedanke ist der dass die
  85. Gesellschaftsordnung nur dann günstigere Aussichten für bevorzugte einrichten und sichern darf wenn das den weniger begünstigten zum Vorteil gereicht hier
  86. wird sozusagen der Vorteil der begünstigten rückgebunden an den Vorteil der wenige begünstigten das heißt die werden nie alleine gelassen es kann
  87. nicht zu dieser viel kritisierten Scheren zwischen Arm und Reich kommen zumindest nach diese Theorie weil es sich eine Rückbindung gibt an diese
  88. Differenz der Ungleichheit also zusammengefasst rolls negiert nicht Gleichheit das will die Gleichheit nicht sagen herstellen
  89. in letzter Hinsicht sind er will Ungleichheiten aufeinander beziehen und zumindest abhängig machen da ist er dann doch ziemlich realistisch er sagt das
  90. noch in einem anderen Zitat soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten also zum Beispiel die Herkunft der soziale Rang das
  91. Einkommen oder die das Vermögen diese immer schon gegebenen Ungleichheit müssen so geregelt werden die sollen nicht einfach nur hingenommen werden
  92. sondern in diesem geregelt werden dass es den am wenigsten begünstigsten die besten möglichsten Aussichten bringen an denen muss man sich orientieren wenn es
  93. um Ungleichheiten geht Ungleichheiten gibt es aber immer so realistisch ist und mal schon ja das war ein kurzer Überblick zum Thema politische
  94. Gerechtigkeit ich bedanke mich vielmals für die Aufmerksamkeit bis zur nächsten Sendung

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