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Die Hanse: Europas große Handelsmacht 1150–1650
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 157 Zeilen
- Hansestadt Hamburg. Hansestadt Bremen.
- Das haben bestimmt viele von euch schon mal gehört. Und das erklärt auch,
- warum auf einigen Autokennzeichen noch ein „H“ für Hansestadt zu sehen ist. Aber wusstet ihr, dass auch Köln einmal eine Hansestadt war?
- Oder Dortmund? Ganz ohne „H“ im Kennzeichen? Tatsächlich ist die Hanse eine der ganz großen Erfolgsstorys des Mittelalters.
- Es ist eine Geschichte der Städte und von Kaufleuten, die in diesen Städten Handel treiben.
- Diese Karte hier zeigt, wo die Hanse überall aktiv war. Aber was ist die Hanse denn eigentlich genau?
- Wie wird sie so mächtig, dass sie sogar Könige in ihre Schranken weisen kann? Und warum ist sie heute, Jahrhunderte nach ihrer Auflösung, noch so präsent?
- Spoileralarm: Es ist nicht ganz einfach, diese Fragen eindeutig zu beantworten.
- Wir versuchen es trotzdem mal! Schaut euch einmal dieses Bild hier an.
- Es zeigt den deutschen Hansekaufmann Georg Gisze. Das Porträt entstand in der ersten Hälfte des
- 16. Jahrhunderts, zu einer Zeit, in der Gisze in London arbeitet. Um ihn herum sehen wir Gegenstände, die deutlich machen, dass er ein Kaufmann ist:
- Eine Waage, ein Rechnungsbuch und mehrere Briefe. Auch in der Hand hält er einen Brief.
- Warum sind solche unscheinbaren Briefe ein typisches Zeichen für einen Kaufmann? Und was haben sie mit der Hanse zu tun?
- Um das zu verstehen, holen wir ein Bisschen weiter aus. Die Kaufleute im Mittelalter sind lange Zeit vor allem fahrende Händler.
- Das heißt, sie reisen von Ort zu Ort, um ihre Waren auf Messen und auf Märkten anzubieten.
- Aber der Transport von Gütern auf der Straße oder per Schiff ist anstrengend und auch risikoreich.
- Die Wege sind häufig unsicher und Überfälle sind keine Seltenheit. Und genau das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die Hanse entsteht.
- Das verrät uns schon der Name. Das altdeutsche Wort „hansa“ bedeutet ursprünglich
- so viel wie Schar oder Gruppe. Eine Hanse ist also ursprünglich
- eine Gruppe von Kaufleuten, die sich zusammengeschlossen haben. Gemeinsam reisen sie sicherer auf den Handelswegen.
- Außerdem ist es in der Gemeinschaft einfacher, ein Schiff anzumieten oder im Ausland gemeinsam für die eigenen Rechte einzutreten.
- Heute verbinden wir vor allem Küstenstädte wie Stralsund, Wismar oder Rostock mit der Hanse.
- Im 11. und 12. Jahrhundert kommen viele der fahrenden Kaufleute, aber auch aus dem Rheinland und Westfalen.
- Damals ist zum Beispiel die Stadt Soest ein wichtiges Handelszentrum. Historiker bezeichnen diese Gegend daher auch als eine der Kernzonen der Hanse.
- Insgesamt betrachtet liegt die Wiege der Hanse in einem Gebiet, das ungefähr von der Linie Nijmegen - Hamburg im Norden
- und Köln – Magdeburg im Süden begrenzt wird. Wir bezeichnen die Händler der Hanse daher auch als niederdeutsche Kaufleute.
- Niederdeutschland. So nennt man historisch den Norden. Im Unterschied zum oberdeutschen Süden.
- Diese Kaufleute profitieren davon, dass die Bevölkerung in Europa ab dem 12. Jahrhundert stark wächst.
- Denn all die Menschen müssen versorgt werden mit Lebensmitteln und Kleidung, mit Baumaterial und Rohstoffen,
- aber auch mit Luxusgütern wie Pelzen oder Bernstein. Viele dieser Güter gibt es im Ostseeraum,
- der nun immer wichtiger für den Handel wird. Weil norddeutsche Fürsten ihren Einfluss ab dem 12. Jahrhundert gewaltsam nach Osten ausdehnen
- und dabei auch neue Städte gründen, wächst die Bedeutung der Region immer weiter. Kurz zur Einordnung.
- Viele Gebiete des heutigen Deutschlands gehören in dieser Zeit zum sogenannten Heiligen Römischen Reich.
- An der Spitze dieses Reiches steht zwar der Kaiser. Es besteht aber aus vielen Herrschaftsgebieten,
- die von verschiedenen geistlichen und weltlichen Fürsten regiert werden. Und ihr werdet es euch schon gedacht haben:
- Zu diesem Thema haben wir schon mal ein Video gemacht und das findet ihr oben auf dem i verlinkt.
- Schaut da gerne mal rein. Das wohl bekannteste Beispiel
- für eine solche Stadtgründung eines norddeutschen Fürsten ist Lübeck. Im Jahr 1143 wird die Stadt am Fluss Trave gegründet,
- nicht weit von der Ostseeküste entfernt. In unmittelbarer Nähe liegt die ehemalige slawische Siedlung Ljubice, von der die Stadt auch ihren Namen erhält.
- Wie an vielen anderen Orten in Osteuropa gibt es hier bereits funktionierende Handelswege.
- Das ist praktisch für die neu ankommenden Kaufleute, die darauf jetzt zurückgreifen können.
- Lübeck nimmt in der Folgezeit eine zentrale Position für den Handel zwischen Ost und West ein.
- Von hier erreichen die Kaufleute etwa die Insel Gotland, die lange Zeit eine zentrale Drehscheibe des Ostseehandels ist.
- Neben Lübeck entstehen noch weitere wichtige Handelszentren an der Ostsee. Dazu zählen unter anderem Städte wie Danzig,
- Königsberg, Riga oder Reval; Das heutige Tallinn in Estland.
- Viele von ihnen werden allerdings mit Gewalt gegründet. Denn entlang der Ostsee siedeln bereits Slawen.
- Die Westeuropäer zwingen diesen Slawen oft gewaltsam den christlichen Glauben auf und integrieren sie in ihre neuen Herrschaften.
- Eine wichtige Größe dabei ist der Deutsche Orden, ein Ritterorden, der den Kreuzzug gegen die heidnischen Slawen propagiert.
- Ein Vorteil dieser neu gegründeten Städte im Ostseeraum ist, dort siedeln sich nun Kaufleute an, die die gleiche Sprache
- sprechen wie ihre Berufsgenossen in Münster oder Dortmund. Das erleichtert den gegenseitigen Austausch.
- Auch im Westen trägt die wachsende Bedeutung der Städte mit dazu bei, dass die Handelswege
- wieder sicherer werden. Lübeck und Hamburg etwa vereinbaren im Jahr 1241
- den Schutz der Straße, die beide Städte miteinander verbindet. Friedlichere Verkehrswege, gute Kontakte
- und ein gesicherter Absatz wegen steigender Nachfrage. Das sind drei wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Kaufleute
- ihre Geschäfte ab dem 13. Jahrhundert vermehrt von ihrer Heimatstadt ausführen
- und die beschwerlichen Reisen den Gesellen, Geschäftspartnern oder Transportunternehmen überlassen können.
- Sie lenken den Handel jetzt großteils aus der Ferne, und zwar mit schriftlichen Anweisungen
- und Begleitbriefen, die sie ihren Warentransporten mitgeben. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk,
- das den daran beteiligten Händlern wichtige Handelsvorteile verschafft. Sie versorgen sich sozusagen gegenseitig mit Insiderinfos.
- Welches Tuch ist gerade in Riga nachgefragt? Wie viel kostet der Fisch in Norwegen?
- Und wo schränkt vielleicht ein bewaffneter Konflikt den Handel ein? Die unscheinbaren Briefe stehen also für den permanenten
- Informationsfluss, der zum Erfolg der Hanse Kaufleute beiträgt. Im Laufe des 13. Jahrhunderts
- breitet sich das Handelsnetzwerk im gesamten Nord-Ostsee-Gebiet aus.
- Die Kaufleute dieses Netzwerks verbindet neben der gemeinsamen Sprache vor allem eines: das Streben nach guten Geschäften und wirtschaftlichem Gewinn.
- Um das zu erreichen, arbeiten sie eng zusammen, auch im Ausland. Das zeigt sich besonders gut an den sogenannten Kontoren.
- Als Kontor bezeichnen die Kaufleute eine Niederlassung in einer ausländischen Stadt.
- Besonders bedeutend für die Hanse sind Brügge in Flandern, London in England, Nowgorod in Russland und Bergen in Norwegen.
- Neben diesen vier großen Kontoren gibt es noch einige Dutzend weitere kleinere Niederlassungen außerhalb des Heiligen Römischen Reichs.
- Die Kontore dienen den Hanse Kaufleuten als sichere Basis, von der aus sie ihre Geschäfte führen können.
- Und sie handeln dort mit den ausländischen Herrschern Privilegien aus, etwa niedrigere Zölle oder die Erlaubnis, selber Recht zu sprechen.
- Das bringt ihnen entscheidende Vorteile gegenüber Konkurrenten. Im Gegenzug bringen die Kaufleute begehrte Waren ins Land.
- Was passiert, wenn man der Hanse diese Privilegien verwehrt, das Erleben beispielsweise die Bürger der Stadt Brügge in Flandern.
- Im Jahr 1358 eskaliert hier ein Konflikt um die Vorrechte der Hanse Kaufleute. Die Folge: Flandern, die wirtschaftliche Boomregion
- Westeuropas für den Tuch- und Fernhandel in dieser Zeit, wird komplett boykottiert. Mehr als zwei Jahre lang kommt dort kaum ein deutscher Kaufmann hin.
- Am Ende bekommt die Hanse ihre gewünschten Privilegien. Sie hat ihren Willen durchgesetzt.
- Mit der Flandern-Blockade zeigen die Kaufleute deutlich, wie viel Macht sie haben, wenn sie sich zusammenschließen.
- Und in diesem Konflikt bezeichnen sich die Städte, die sich am Boykott beteiligen, erstmals als „dudesche Hense“, die deutsche Hanse.
- Schauen wir auf die vier großen Kontore, dann erhalten wir einen guten Einblick, mit welchen Waren die Hanse Kaufleute handelt.
- Im Kontor im russischen Nowgorod, dem sogenannten Petershof, werden vor allem Wachs, Honig und Pelze aufgekauft.
- Sehr schön illustriert sehen wir das auf dem sogenannten Rigafahrer-Gestühl der Stralsunder Nikolaikirche.
- Die russischen Handelspartner erkennen wir hier an den langen, geflochtenen Bärten. In ihren Händen halten sie unter anderem Wachs.
- Dieses Wachs ist besonders wichtig für die Herstellung von Kerzen. Und von denen brauchen die Kirchen im Mittelalter jede Menge.
- In Bergen dagegen erhalten die Kaufleute eine ihrer wichtigsten Waren: den Stockfisch.
- So nennt man luftgetrockneten Kabeljau. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was diesen Fisch so wertvoll macht.
- Tatsächlich hat das mit dem Christentum zu tun. Im Mittelalter wird an weit über 100 Tagen im Jahr gefastet.
- Fleisch ist an diesen Tagen verboten, Fisch aber erlaubt. Darum ist der haltbare Stockfisch genauso wie in Salz eingelegte Heringe
- eine äußerst lukrative Handelsware. In Brügge und London
- dagegen lässt sich gut flandrisches und englisches Tuch kaufen, das wiederum in Russland und Skandinavien sehr begehrt ist.
- So fungieren die Kaufleute der Hanse wie ein großes Warenkarussell, das Handelsgüter von West nach Ost und von Ost nach West bringt.
- Aber wie wird man eigentlich Mitglied in diesem exklusiven Netzwerk? Im Prinzip kann jeder niederdeutsche Kaufmann
- Teil des Handelsnetzwerks werden, solange seine Stadt am hansischen Handel teilnimmt.
- Wichtig ist eine gute Schulbildung und jede Menge Erfahrung. Oft schicken die Kaufleute daher ihre Söhne schon im Alter von 11 bis 13 Jahren
- in eine andere Stadt, damit sie dort bei einem Kaufmann lernen können, meistens bei einem Geschäftspartner.
- Denn die Hanse ist ein großes Netzwerk und dass man sich kennt und sich vertraut, das ist dafür absolut entscheidend.
- Nicht selten machen die Lehrlinge auch Station bei ausländischen Handelspartnern oder in einem der Kontore.
- Zu guter Letzt brauchen die Lehrlinge Geld, um später selbst als Kaufmann durchstarten zu können.
- In ihrer Ausbildungszeit können sie daher schon in kleinem Umfang mit Waren handeln und die Gewinne aus diesem Kleinhandel,
- die stellen ein wichtiges Startkapital für ihre Selbstständigkeit dar. Wenn es die Kaufleute schließlich zu einem gewissen Wohlstand gebracht
- haben, dann sind sie häufig auch im Rat ihrer Stadt vertreten. Hier lenken sie die städtische Politik und können sie im Sinne
- der Hanse beeinflussen. Auch deshalb funktioniert das Netz der Städte untereinander gut.
- Zumindest, solange alle die hansischen Interessen im Vordergrund stehen haben. Die mittelalterliche Hanse ist damit nicht nur das Netzwerk
- der niederdeutschen Kaufleute, sondern auch die Zusammenarbeit der Städte, in denen diese Kaufleute leben.
- Schätzungen zufolge handelt es sich dabei zu Hochzeiten um etwa 200 Städte. Obwohl diese Zahl nur schwer nachzuprüfen ist.
- Und das hat einen ganz einfachen Grund Es gibt im Mittelalter keine schriftliche Verfassung,
- die eindeutig festlegt, was die Hanse genau ist, wie viele Mitglieder sie hat und welchen Regeln diese zu folgen haben.
- Die Städte, in denen die Kaufleute mit gemeinsamen Handelsinteressen leben, arbeiten jedenfalls durchaus eng zusammen.
- Um diese Zusammenarbeit zu organisieren, gibt es die sogenannten Hansetage. Wird ein solcher Hansetag einberufen, dann kann jede Stadt
- einen Boten entsenden, der für sie verhandeln soll. Eine Pflicht zur Umsetzung der gemeinsamen Beschlüsse gibt es zwar nicht,
- aber werden die Regelungen ins Stadtrecht der jeweiligen Hansestadt aufgenommen, dann sind sie rechtskräftig.
- Die Entscheidungen der Hansetage können weitreichende Konsequenzen haben. Das bekannteste Beispiel dafür sind die Kriege der Hanse
- gegen den dänischen König Waldemar IV., genannt Atterdag. Der bedroht Mitte des 14. Jahrhunderts
- die zentralen Handelswege in der Ostsee. Gleich zweimal beschließt ein Hansetag
- daher, eine Flotte auszurüsten und Waldemar offen den Kampf anzusagen, zuletzt 1367 in Köln.
- Erst nach einem längeren bewaffneten Konflikt schließen die Hansestädte und der Dänenkönig schließlich in Stralsund 1370 einen Friedensvertrag.
- Die Kriege gegen Waldemar zeigen noch einmal, wie mächtig die Hansestädte sein können, wenn sie sich zusammenschließen.
- Wir müssen aber auch sagen: Solche kriegerischen Auseinandersetzungen stellen eine große Ausnahme dar.
- Denn den Hanse Kaufleuten geht es nicht darum, Krieg zu führen und Territorien zu erobern.
- Das kostet schließlich alles Geld. Für sie ist das oberste Ziel gute Geschäfte zu machen.
- Nur wenn diese bedroht sind, dann erscheinen bewaffnete Konflikte überhaupt als Option.
- Viele Städte genießen im Mittelalter eine hohe Autonomie. Sie haben also gewisse Freiheiten, und davon
- profitieren nicht zuletzt die Kaufleute der Hanse. Im 14. und 15. Jahrhundert
- schaffen es allerdings viele Landesfürsten, wieder mehr Einfluss auf die Städte auszuüben, die sich auf ihren Territorien befinden.
- So verliert etwa Berlin im Jahr 1442 seine Unabhängigkeit an Friedrich II. Eine Folge davon: Die Hohenzollern zwingen die Stadt, aus der Hanse auszutreten.
- Die Hanse reagiert auf diese Entwicklung, indem sie sich selbst erstmals feste Strukturen gibt.
- So einigen sich die Hansestädte Mitte des 16. Jahrhunderts auf eine Bündnisurkunde, die unter anderem
- einen jährlichen Jahresbeitrag festschreibt. Allerdings: Immer mehr Städte wollen den Jahresbeitrag nicht zahlen,
- und die Landesherren akzeptieren nicht, dass die Städte auf ihrem Territorium einem Städtebündnis beitreten.
- Die Folge: Immer mehr Städte treten aus dem Hansebündnis aus. Daneben gibt es noch zwei weitere Gründe, warum die Hanse an Bedeutung verliert.
- Erstens: Die Europäer kolonisieren Amerika. Dadurch entsteht der atlantische Handel.
- Da sind Städte wie Lissabon oder Antwerpen im Vorteil, die einen direkten Zugang zum Atlantikhandel haben.
- Zweitens: Mit Erfindung des Buchdrucks erscheinen die ersten Zeitungen, mit denen sich jetzt jeder, der will, up to date halten kann.
- Ungefähr zur gleichen Zeit entsteht außerdem ein gut ausgebautes Postsystem, mit dem Nachrichten schnell von A nach B gelangen.
- In Kombination macht das das Informationsnetzwerk der Hanse ein stückweit überflüssig.
- Die Kaufleute verlegen sich daher zunehmend darauf, ihre Geschäfte durch Stellvertreter ausführen zu lassen
- und schließen sich seltener mit anderen Kaufleuten zusammen. Im Jahr 1669 findet dann der letzte Hansetag statt.
- Genauso wenig wie es eine Gründungsurkunde der Hanse gibt,
- gibt es allerdings einen offiziellen Beschluss über ihre Auflösung. Bremen, Hamburg und Lübeck versuchen, das Erbe der Hanse fortzuführen.
- Gemeinsam gründen die drei Städte zum Beispiel Auslandsvertretungen in den USA, in Mexiko oder Brasilien.
- Erst 1920 schließt in Berlin die letzte Vertretung der drei Städte. Es gibt zwar inzwischen wieder einen modernen Städtebund, „Die Hanse“.
- Das ist aber eine Neugründung von 1980. Hamburg, Bremen und Lübeck.
- Das sind auch heute noch die bekanntesten Hansestädte. Häufig sieht man es diesen Städten an, dass ihre Geschichte vom Handel
- und dem Wohlstand der Kaufleute geprägt ist. Man muss da einfach mal durch die Innenstadt laufen.
- Das zeigt sich nicht nur an den Backsteinfronten in Lübeck, sondern auch am Krantor in Danzig,
- in der Altstadt von Tallinn oder in Tyske Bryggen, dem ehemaligen Hansekontor in Bergen,
- auch wenn dort nicht mehr die Originalbauten zu sehen sind. Der Zusatz „Hanse“ oder „Hanseatisch“ hat heute in Deutschland einen sehr guten Ruf.
- Die Hamburger SPD nutzt im Wahlkampf 1961 sogar den Slogan „Gute Hanseaten. Sozialdemokraten.“
- In Skandinavien dagegen wird die Hanse bis heute viel negativer gesehen. Dort verbindet man sie vor allem mit einem gefährlichen deutschen Machtanspruch.
- Aber auch wir schauen mittlerweile etwas differenzierter auf die Hanse und können sie besser wissenschaftlich einordnen.
- Dabei habt ihr vielleicht schon im Laufe dieses Videos gemerkt: Es ist sehr schwierig zu beschreiben, was die Hanse genau ist,
- denn eigentlich ist sie eine Art unsichtbare Organisation, die sich darüber hinaus immer wieder verändert.
- Ihre Geschichte zeigt aber, wie vernetzt die Menschen im Mittelalter schon sind. Informationen und Waren legen damals häufig sehr weite Strecken zurück.
- Schließlich erstreckt sich das Handelsnetz der Hanse über ganz Nordeuropa. Aber was meint ihr denn?
- Gibt es einen Aspekt, den ihr besonders faszinierend findet An der Geschichte der Hanse? schreibt das gerne unten in die Kommentare.
- Ich bin gespannt, was ihr dazu denkt. Und hier neben mir
- findet ihr eine Doku von Terra X zu Schiffen, die kein Glück hatten und als Wracks auf dem Meeresgrund
- gelandet sind. Sehr spannend. Und daneben noch ein Video von uns
- zum Heiligen Römischen Reich, also der Heimat der Hanse. Danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.
Zum Nachlesen
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