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Das politische System Deutschlands / Wie funktioniert es

ALLESimBlick6:47 4.667 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 45 Zeilen
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  1. Wer hat in Deutschland eigentlich das Sagen? Das ist eine simple Frage, aber die Antwort darauf, nun ja, die ist ziemlich komplex. Und genau das wollen
  2. wir heute mal ein bisschen aufdröseln. Wir schauen uns an, wie die Macht in Deutschland fließt, wer sie hat, wer sie kontrolliert und wie das alles
  3. eigentlich zusammenhängt. Was haben wir also vor? Ganz einfach, wir fangen bei der Wurzel an, nämlich beim Volk, denn da beginnt alles. Und von da aus
  4. arbeiten wir uns Schritt für Schritt durch die drei großen Bereiche. Wer macht die Gesetze? Wer führt das Land und wer passt auf, dass die Regeln auch
  5. eingehalten werden? Okay, legen wir los. Das Allerwichtigste, zuerst, das Fundament, auf dem einfach alles aufbaut. In Deutschland liegt die Macht
  6. nicht bei irgendeinem Kanzler oder einer Partei. Nein, die eigentliche, die ultimative Macht, die geht von den Bürgerinnen und Bürgern aus, von uns
  7. allen. Und das ist nicht nur so ein Spruch, das steht ganz am Anfang unseres Grundgesetzes. Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus. Ein kurzler Satz, aber der
  8. hat es absolut in sich. Man kann sagen, das ist die DNA des gesamten politischen Systems in Deutschland. Alles andere leitet sich davon ab. Schön und gut,
  9. aber wie funktioniert das in der Praxis? Wir können ja nicht alle zusammen im Reichstag sitzen und abstimmen und genau dafür gibt's die parlamentarische
  10. Demokratie. Stellt euch das so vor, wir Bürger verleihen unsere Macht, aber nur auf Zeit. Wir wählen Vertreter, Abgeordnete, die dann für uns im
  11. Parlament entscheiden. Und alle paar Jahre bei der nächsten Wahl holen wir uns diese Macht quasi zurück und überlegen neu, wem wir sie anvertrauen.
  12. So, jetzt haben wir also diese geballte Macht, die vom Volk kommt. Und damit niemand auf dumme Ideen kommt und diese Macht für sich alleine nutzt, gibt es
  13. einen ziemlich genialen Trick. Man teilt sie auf. Das ist dieses berühmte Prinzip der Gewaltenteilung. Die Idee dahinter ist ganz simpel. Gibt niemals einer
  14. Person oder einer Gruppe die ganze Macht. So kontrollieren sich alle gegenseitig. Die erste Säule, das ist die Legislative,
  15. Klingt kompliziert, meint aber nur die Gesetzkleber. Ihr Job ist es, die Spielregeln für unser Land zu machen, also Gesetze zu beraten und zu
  16. beschließen. Aber Achtung, das ist nicht alles. Genauso wichtig ist Ihre zweite Aufgabe. Sie schauen der Regierung ganz genau auf die Finger. So. Und wenn ein
  17. Gesetz dann mal beschlossen ist, dann muss es ja auch umgesetzt werden, richtig? Es kann ja nicht nur auf dem Papier stehen. Und hier kommt die zweite
  18. Säule ins Spiel, die Exekutive. Das sind die, die anpacken und die Gesetze im Alltag durchsetzen, die ausführende Gewalt sozusagen. Fehlt noch eine.
  19. Nummer 3, die Judikative. Stellt sie euch einfach als die Schiedsrichter des Systems vor. Ihre Aufgabe ist es darauf zu achten, dass sich alle an die
  20. Spielregeln, also an die Gesetze halten. Und wenn es mal Streit gibt, dann entscheiden sie, wer im Recht ist. Ganz neutral und unparteiisch.
  21. Okay, genug der Theorie. Schauen wir uns die erste Säule mal genauer an, die Gesetzgebung. Wer genau schreibt und beschließt denn nun die Gesetze in
  22. Deutschland? Das ist nämlich nicht nur eine einzige Institution, sondern ein ziemlich cleveres Zusammenspiel von zweien.
  23. Da haben wir zum einen den Bundestag, dass die Abgeordneten, die wir alle direkt wählen, sie vertreten also das gesamte deutsche Volk und dann gibt's
  24. noch den Bundesrat, der ist sozusagen die Stimme der 16 Bundesländer. Und das ist super wichtig, denn so wird sichergestellt, dass die große
  25. Bundesregierung in Berlin nicht einfach so über die Interessen von Bayern, Hamburg oder Sachsen hinweg regieren kann.
  26. Wechseln wir zur nächsten Säule der Exekutive. Also die die machen. Das ist der Teil des Staates, den wir im Alltag meistens als die Regierung bezeichnen.
  27. Die kümmern sich ums Tagesgeschäft und halten, nun ja den Laden am Laufen. Und wer gehört da alles dazu? Also ganz oben natürlich die Bundesregierung, sprich
  28. der Kanzler oder die Kanzlerin und die ganzen Minister. Dann haben wir den Bundespräsidenten als Staatsoberhaupft. Der hat aber mehr eine repräsentative
  29. Rolle. Und dann kommt der riesige Apparat dahinter, die ganze Verwaltung, die Ministerien, die Polizei, all die Leute, die dafür sorgen, dass die
  30. Beschlüsse auch wirklich umgesetzt werden. Innerhalb dieser Regierung gibt es aber eine ganz klare Ansage und die steht auch wieder im Grundgesetz. Der
  31. Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik. Das heißt im Klartext: Er oder sie hat das Sagen gibt die grobe Marschrichtung vor. Die Minister müssen
  32. sich daran halten. Nennt sich Richtlinienkompetenz. Und das bringt uns zur letzten Säule, der Judikative. Und die ist vielleicht
  33. sogar die wichtigste von allen. Warum? Weil sie der ultimative Wächter des Systems ist. Sie passt auf, dass sich wirklich jeder an die Regeln hält, egal
  34. wie mächtig man ist. Das A und O dabei ist ein einziges Wort: Unabhängigkeit. Richterinnen und Richter dürfen sich von niemandem reinreden lassen. Kein
  35. Politiker, kein Konzernchef kann Ihnen vorschreiben, wie Sie zu entscheiden haben. Sie sind nur einzig Gesetz verpflichtet und nur deshalb können wir
  36. uns auf faere Urteile und den Schutz unserer Rechte verlassen. Ganz an der Spitze dieses Justizsystems steht das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
  37. Und jetzt schauen Sie mal auf diese Zahl. 16. nur 16 Richterinnen und Richter. Das ist alles. In den Händen dieser kleinen Gruppe liegt eine
  38. unglaubliche Verantwortung für unser ganzes Land. Und warum ist deren Macht so riesig? Weil sie über unsere Verfassung, das Grundgesetz, wachen.
  39. Wenn der Bundestag ein Gesetz beschließt und diese 16 Richter sagen: "Moment mal, das widerspricht dem Grundgesetz, dann ist dieses Gesetz vom Tisch." Einfach
  40. so. Ihre Entscheidung ist das letzte Wort. Daran müssen sich alle halten, selbst der Bundeskanzler. Das ist die absolute Endkontrolle im System. So
  41. viiel zu den Rollen und Ämtern. Aber wer sind denn die Menschen dahinter? Hier sehen wir mal die aktuellen Amtsinhaber. Das sind die Gesichter zu den Posten,
  42. über die wir gerade gesprochen haben. Sie stehen an der Spitze dieser drei Säulen und prägen damit ganz entscheidend die Politik in Deutschland.
  43. Das führt uns zu einer wirklich spannenden Frage am Ende. Wenn die Macht so clever aufgeteilt ist zwischen uns Bürgern, den Parteien, dem Bundestag,
  44. der Regierung und den Gerichten, wer hat dann am Ende wirklich das letzte Wort? Wer bestimmt, wo es lang geht? Tja, vielleicht gibt es darauf gar keine
  45. einfache Antwort und vielleicht ist genau das die Stärke dieses Systems.

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