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Wie funktioniert das statische Routing? Einfach erklärt.
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 51 Zeilen
- Ihr wollt wissen wie das statische Routing in Netzwerken funktioniert. Dann seid ihr genau richtig. Also bleibt dran. Und dann würde ich sagen, starten wir einfach mal. Um den kompletten Prozess
- zu verstehen ist es ganz wichtig, dass ihr wisst, wie Netze gebildet werden und was man mit unter Netzadresse versteht. Außerdem sollte euch die CIDR Notation ein Begriff sein. Insgesamt empfehle
- ich euch das oben verlinkte Video, falls euch die Sache noch nicht klar sind. Wenn euch das Ganze aber klar ist dann würde ich sagen starten jetzt mit dem Thema statisches Routing
- und schauen uns das einmal Schritt für Schritt am Beispiel der hyperEDV an. Die hat einige neue Büroräume bezogen, da das Geschäft aktuell ganz gut läuft. Und hier werden jetzt verschiedene
- Netze gebildet, mit einigen Routern, die diese Netze miteinander verbinden. Wichtig an dieser Stelle nochmal: Ein Router verbindet generell Rechnernetze miteinander und zwar über seine
- Schnittstellen. An den jeweiligen Schnittstellen hängen weitere Geräte, wie beispielsweise ein Switch oder ein Router und zwischen diesen Geräten muss ich natürlich immer ein eigenes netz befinden. Bedeutet,
- wenn wir einen Router mit einem Router verbinden, dann muss sich zwischen den beiden Schnittstellen immer ein Netz befinden, damit diese Schnittstellen sich gegenseitig erreichen können. Das Symbol wie
- ein Router dargestellt wird habe ich noch jetzt einmal eingeblendet. Aber wie sich das Ganze im Detail verhält, das schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an. Beispielsweise besitzt unser Router 1
- mehrere Schnittstellen. Die erste Schnittstelle führt zur Buchhaltung, die die Netzadresse 192.168.0.0/24 nutzt. Nochmal zur Erinnerung, die erste Adresse in einem Netz stellt immer die Netzadresse dar, die
- das Netz selber identifiziert. Diese Adresse können wir nicht für einen Host vergeben und das / 24 in der CIDR Notation steht dafür, dass die ersten 24 Bits mit einer 1 gesetzt werden. Die
- ersten drei Oktette stehen also für die Net-ID und das letzte Oktett steht für die Host-ID. In diesem Netz befinden sich natürlich mehrere Hosts, also mehrere Rechner und dazu natürlich die Schnittstelle vom
- Router, die in das Netzwerk hineinführt. Dazwischen befindet sich logischerweise noch einen Switch, der die ganzen Rechner miteinander verbindet. Als Schnittstelle des Routers nehmen wir die erste
- Adresse die möglich ist. Also die 192.168.0.1. Und die Rechner bekommen die Adressen von 192.168.0.2 aufwärts. Für unser Beispiel reicht es, wenn wir nur einen Rechner betrachten, der mit der IP-Adresse
- 192.168.0.2 ausgestattet wird. Aber damit dass es noch nicht getan. Unsere hyperEDV nutzt noch zwei weitere Router. Eine Schnittstelle muss nicht immer zwangsläufig zu einem Switch und weiteren
- PCs führen, sondern kann auch zu einem anderen Router führen, was natürlich bedeutet, dass wir zwischen diesen beiden Schnittstellen jeweils auch ein eigenes Netz bilden müssen. Und genau
- das machen wir zwischen Router 1 und 2 . Wir verbinden die beiden miteinander und bilden dort ein eigenes Netz. Und da entscheiden wir uns für das netz 192.168.100.0/24. Jede Schnittstelle
- bekommt nun wieder eine eigene IP-Adresse und zwar die 192.168.100.1 und 192.168.100.2 Dann fehlt uns auch der Router 3, womit wir genau das gleiche Spiel treiben. Der wird über eine
- Schnittstelle mit dem Router 2 verbunden. Und dafür wurde das Netz mit der Netzadresse 192.168.100.0/24 ausgewählt. Und die beiden Schnittstellen bekommen die Adressen 192.168.101.1 und 192.168.101.2.
- Und der Router 3 nutzt nun eine weitere Schnittstelle die in ein neues Netz von der PC-Werkstatt führt. Die PC-Werkstatt selber nutzt die Netzadresse 192.168.1.0/24. Auch hier existiert
- ein weiterer Switch, der mit verschiedenen Rechnern verbunden ist. In unserem Fall schauen wir uns jetzt aber nur den Rechner 2, an welcher die IP-Adresse 192.168.1.2 zugewiesen bekommen hat. Und
- die dazugehörige Schnittstelle am Router 3 bekommt die IP-Adresse 192.168.1.1 zugewiesen. So und jetzt gucken wir uns an wie eine Nachricht von Rechner 1, also von dem linken Rechner, zum Rechner 2
- gelangt. Wir verschicken jetzt also ein Paket von dem Rechner Nummer 1 mit der IP-Adresse 192.168.0.2 an den PC 2 mit der IP-Adresse 192.168.1.2. Und hier kommt das Default Gateway ins Spiel.
- Unter dem Default Gateway verstehen wir eine Schnittstelle am Router, an die wir Pakete weiterleiten, um andere Netze zu erreichen. Also sozusagen das Postamt wo das Paket hingebracht
- wird, wenn unser Paket weit weg geschickt werden soll. Bei unserem Rechner 1 definieren wir logischerweise die Schnittstelle vom Router 1, die in das Netz hinein führt, als das Default Gateway.
- Also die 192.168.0.1. Diese Adresse nutzen wir als Postamt. Das Paket wird zum die Default Gateway gesendet, weil das Paket in ein fremdes Netz gesendet werden muss. Unser Router 1 hat jetzt das Paket erhalten mit
- der Zieladresse 192.168.1.2/24. Also mit der Subnetzmaske 255.255.255.0. Und da schauen wir uns jetzt mal in der binärschreibweise an. Also, dass wir uns das Bit für Bit angucken. Und ihr seht
- hier die Zieladresse und die Subnetzmaske. Das nämlich die Informationen die der Router zur Verfügung hat und aus denen dieser jetzt die Netzadresse bilden muss. Und das funktioniert indem die Zieladresse
- und die Subnetzmaske miteinander UND verknüpft werden. Eine Und-Verknüpfung erreichen wir, indem wir uns die jeweiligen Stellen der Zieladresse und der Subnetzmaske einzeln anschauen. Also
- die erste Stelle, die zweite Stelle und so weiter. Wenn wir an der entsprechenden Stelle der Zieladresse und der Subnetzmaske eine 1 vorfinden, schreiben wir unten auch eine 1 hin. In allen
- anderen Fällen bleibt es bei der 0. Das führen wir jetzt an jeder Stelle aus und erhalten so unsere Netzadresse in der binären Schreibweise. Wenn wir unsere Netzadresse aus der Binärschreibweise
- wieder in die dezimale Schreibweise übertragen, sehen wir dass wir den Netzadresse 192.168.1.0 erhalten. Also die Netzadresse, die wir erwartet haben. Und mit diesem verfahren kann der Router dann aus
- der Zieladresse und der Subnetzmaske jeweils die Netzadresse berechnen. Den nächste Schritt den der Router jetzt ausführt ist, dass er in seiner Routingtabelle nachschaut, ob für die Netzadresse
- 192.168.1.0/24 ein Eintrag vorhanden ist. Das ist der Fall. Die entsprechende Zieladresse ist vorhanden und der Router sieht, es gibt einen nächste Hop. Und zwar die Schnittstelle des
- nächsten Routers mit der IP-Adresse 192.168.100.2. Bedeutet, das Paket wird jetzt von Router 1 zu Router 2 gesendet. Der Router 1 kann nämlich den nächsten Hop, also die 192.168.100.2 direkt erreichen. Und zwar indem
- er das Paket an seiner Schnittstelle 192.168.100.1 rausschmeißt. An der stelle noch mal eine Definition zur Routingtabelle: In der finden sich Einträge vor, die den Weg zu einem bestimmten
- Ziel angeben. Genau wie wir das hier gerade gesehen haben. Wie die Routingtabelle im Detail aussieht das kann variieren. Die müssen nicht immer genau gleich aussehen. Ich habe mich jetzt etwas an
- die Cisco-Notation gehalten. Dort wird nämlich abgespeichert, welches Netzwerk wie über welchen Hop adressiert wird. Und natürlich auch, welches Netz wie erreichbar ist. Wichtig zu erwähnen ist
- noch, dass ihr die Einträge der Routingtabelle natürlich selber setzen müsst. Wie das genau geht, zeige ich in den oben verlinken Video im Cisco Packet Tracer an einem praktischen Beispiel. Und der
- Router 2 macht jetzt auch nichts anderes als der Router 1. Er schaut in seine Routingtabelle nach, ob er einen Eintrag für die Zieladresse 192.168.1.0/24 vorfindet. Und genau das ist der Fall.
- Er findet einen nächsten Hop. Also die 192.168101.1 und sendet das Paket über die entsprechende Schnittstelle dorthin. Und jetzt stellen wir uns vor, wir haben ein Paket von München nach
- Köln gesendet. Die zuständigen Postämter haben jeweils das Paket immer weiter geleitet und keine der Postämter musste wirklich wissen wo Köln war. Das einzige was die Postämter wissen mussten
- ist, was ist das nächste Postamt. Das Postamt kennt jetzt zuständige Stadt Köln bzw. der Router 3 kennt jetzt unser Netz 192.168.1.0/26. Und damit landet unser Paket über dem Switch jetzt an unserem
- Zielrechner. Und natürlich braucht unser Rechner 1 auch eine Antwort vom Rechner 2. Denn ansonsten hat er keine Ahnung, ob das Paket angekommen ist oder nicht. Und nun beginnt das Ganze Spiel erneut.
- Nur, dass Quelladresse und Zieladresse jetzt vertauscht werden. Der Rechner 2 nutzt dafür das Default Gateway mit 192.168.1.1 und schickt da das Paket hin, was den Rechner 1 erreichen soll.
- Und jetzt passiert wieder genau das Gleiche wie wir es kennen. Es wird eineZieladresse berechnet und in der Routingtabelle nachgeschaut, ob diese Zieladresse vorhanden ist. Daraufhin schaut der
- Router wieder in seiner Routingtabelle nach und findet einen Eintrag für das Netz 192.168.0.0/24 und schickt das Paket an den Router 2 über die entsprechende Schnittstelle raus. Der Router 2
- macht ebenfalls wieder an genau das gleiche und hat ebenfalls einen Eintrag für die Adresse 192 .168.0.0/24 und schickt das Ganze an den Router 1. Und der Router 1 der kennt das Netz 192.168.0.0
- schickt das Ganze an der entsprechenden Schnittstelle raus. Und unser Paket ist nun einmal von Rechner 1 zum Rechner 2 gelangt und mit einer Antwort wieder zurückgekommen. Genau so wie es
- sein sollte. Insgesamt müsst ihr euch darüber klar sein, dass das statische Routing durchaus Vor- aber auch Nachteile hat. Das dynamisch keine Routen berechnet werden müssen ist erstmal ein
- Vorteil für die Auslastung. Allerdings müsst ihr euch darüber im klaren sein, dass wenn eine Route ausfällt, ihr per Hand eine neue Route anlegen müsst, da keine neue Route dynamisch generiert wird.
- All das was wir theoretisch besprochen haben, habe ich praktisch einmal im Cisco Packet Tracer umgesetzt. Ansonsten würde ich mich freuen, wenn ihr ein Abo da lasst und ansonsten bis zum nächsten Mal.
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