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Der Küsten-Check | Reportage für Kinder | Checkerin Marina | BR

CHECKER WELT24:30 114.644 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 219 Zeilen
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  1. . Untertitelung: BR 2026
  2. ♪ Achtung! Hier kommt Checkerin Marina. ♪ Das ist Marina, Checkerin Marina. Marina!
  3. ♪ Die, die voll anpackt und manchmal auch verkackt. ♪ Die, die schnell versteht und auch gern auf Wolken schwebt.
  4. ♪ Das ist Marina, Checkerin Marina! Hi, Leute. Ich mache eine Reise an die Küste und freu mich total.
  5. Ich bin auf einem Schiff unterwegs und hab alles dabei, was man braucht.
  6. Meinen Schwimmring, meine Strandmatte, mein Badehandtuch, meine Taucherbrille.
  7. Die kann ich jetzt schon ganz gut gebrauchen. So ist's gut, oder?
  8. Und was nicht fehlen darf: Sonnencreme. Ja, ich weiß, ich hab dein Fischbrötchen dabei.
  9. Aber wir müssen erst mal von Bord. Wir kommen gleich an. Komm.
  10. Leute, ich weiß schon, das ist kein Badewetter. Aber ich schwöre, später kommt hier noch die Sonne raus.
  11. An Küsten ist das Wetter oft wechselhaft. Hier treffen Meer und Land aufeinander.
  12. Küsten verändern sich ständig und es gibt sie weltweit in den verschiedensten Formen.
  13. Ihr kennt Küsten wahrscheinlich aus dem Urlaub. Mit großen Sandstränden zum Sandburgen-Bauen, Wellen-Springen
  14. und Muscheln-Suchen. Ich reise heute an die Nordseeküste. Hier treffe ich Lea.
  15. Sie zeigt mir, was das Wattenmeer so besonders macht. Und ich treffe Henning.
  16. Der bewegt diese riesigen farbigen Tonnen im Meer. Wofür die wohl gut sind?
  17. Und was wäre eine Küste ohne riesige Sanddünen und Leuchttürme? Wie und warum die leuchten, schau ich mir heute genauer an.
  18. Ich würde sagen: rein in die Gummistiefel und ab ins Wasser. Denn hier kommt:
  19. Und jetzt die Checkerfragen. Hä?
  20. Wo hab ich die denn schon wieder? Hast du die? Wie? Ih, in deinen Gummistiefeln? Mann.
  21. Au. Aua! Lass los! Ach so. Der andere.
  22. Ah ja, okay. Da sind sie.
  23. Das check ich für euch. Los geht meine Reise an die Küste.
  24. Dafür fahre ich von München ganz weit in den Norden von Deutschland, nach Westerhever.
  25. Hier an der Nordsee befindet sich eine weltweit einmalige Küste, das Wattenmeer.
  26. Heute treffe ich hier Lea. Für ein ganzes Jahr wohnt sie hier draußen am Leuchtturm
  27. und hilft beim Natur- und Umweltschutz. Sie kennt sich mit dem Wattenmeer richtig gut aus.
  28. Mit ihr kläre ich meine erste Checkerfrage. Hallo.
  29. Moin, Marina. - Du bist Lea? Genau. - Schön, dich zu sehen.
  30. Das ist ein richtig schöner Weg zu dir raus zum Leuchtturm. Hier ist alles platt und flach.
  31. Aber der Leuchtturm steht auf einem Hügel. Warum? Den Hügel, auf dem er steht, nennt man Warft.
  32. Die wurde extra gebaut. Hier, wo wir jetzt stehen, kommt manchmal das Wasser hin.
  33. Wie, das Wasser kommt dann? Bis hierher kommt das Meerwasser.
  34. Wenn der nicht auf einem Hügel stehen würde, würde der ... Schaut mal, bei einer Sturmflut
  35. würde uns das Meerwasser hier bis zum Bauch stehen. Das passiert ungefähr 10-mal im Jahr.
  36. Aber keine Sorge, auf der Warft sind die Häuser gut geschützt. Ich zeig dir, wo's herkommt. - Gehen wir zum Meer?
  37. Auf dem Weg zum Wasser gehen wir über die Salzwiesen. Hier ist bei Sturmflut alles mit salzigem Meerwasser überschwemmt.
  38. Lea zeigt mir, wie die Pflanzen im Salzwasser das überleben können. Das ist die Portulak-Keilmelde. Du darfst dir auch ein Blatt pflücken.
  39. So heißt die Pflanze? - Genau. Einfach eins abmachen?
  40. Ja, du kannst gerne probieren. - Das kann man essen? Das ist aber salzig.
  41. Die speichern das Salz in ihren Blättern und müssen das loswerden.
  42. Weil das Meerwasser ja salzig ist. Die trinken das. Die kriegen das ab, wenn hier alles überspült wird.
  43. Deshalb brauchen sie eine Strategie, um damit umzugehen. Wie schaffen die das?
  44. Die haben die Opferblatt-Methode. Da sieht man, hier dazwischen hat sie gelbe Blätter.
  45. Du kannst es mal anschauen. Wenn die ältere Blätter hat, pumpt sie da noch mehr Salzwasser rein
  46. und dann wirft sie sie ab. Wenn sie die verliert, verliert sie das Salz gleich mit.
  47. Kann man das essen? - Ja. Das ist aber nicht lecker. Das ist richtig salzig.
  48. Da ist das ganze Salz drin. Schlau.
  49. Und weiter geht's Richtung Meer. Das ist das Wattenmeer, oder? - Ja, da startet das Watt.
  50. Aber jetzt ist das Wasser gar nicht da. Da, wo wir jetzt stehen, ist quasi Meeresboden.
  51. Wir stehen da, wo sonst das Wasser hinkommt. Stimmt. Das ist richtig cool. Wir sind auf dem Meeresgrund.
  52. Das Spezielle an der Nordsee ist, dass es die größten zusammenliegenden Wattflächen sind,
  53. die es gibt. Das Wattenmeer geht von Dänemark über Deutschland
  54. bis zu den Niederlanden. Das Meer ist hier sehr flach.
  55. Es zieht sich 2-mal am Tag kilometerweit vom Land zurück und legt den Meeresboden frei.
  56. Der Grund dafür sind Ebbe und Flut. Und das funktioniert so:
  57. Auf der Erde sind 2 Drittel der Oberfläche mit Wasser bedeckt. Der Mond hat wie die Erde eine Anziehungskraft
  58. und zieht das Wasser auf der Erde ein bisschen an. Deswegen ist auf der Seite, wo der Mond ist, mehr Wasser.
  59. Also ein Flutberg. Dort ist dann gerade Flut. An den Stellen, wo das Wasser weggezogen wurde, ist Ebbe.
  60. Da befinden wir uns gerade. Weil sich die Erde dreht, drehen wir uns langsam in den Flutberg rein.
  61. Für uns sieht es so aus, als ob das Wasser wieder zurückkommt. Hier ist dann jetzt Flut.
  62. Drehen wir uns mit der Erde wieder aus dem Flutberg raus, ist wieder Ebbe.
  63. Lea und ich gehen noch ein bisschen weiter raus ins Watt. Irgendwo da ganz weit hinten muss das Wasser sein.
  64. Und seht mal: Hier diese kleinen Hügel überall, die sehen ja aus wie Kackhaufen.
  65. Was ist das eigentlich? - Das ist vom Wattwurm. Der frisst den Wattboden
  66. und filtert da alles raus, was er verwerten kann. Dann sind das echt die Kackhaufen von den Wattwürmern. - Ja.
  67. Oh, schau mal, hier. Das ist er? - Das ist er, ja.
  68. Hallo, Wattwurm. Möchtest du ihn mal auf die Hand nehmen? - Ja, vielleicht schon.
  69. Ist aber ein recht dicker Wurm. Der kann noch dicker werden,
  70. wenn er nicht gefressen wird von den Vögeln. - Krass. Der Wattwurm ist eine wichtige Nahrungsquelle für Zugvögel,
  71. die auf ihrem Weg hier vorbeikommen. Sie nutzen das Wattenmeer auch zum Rasten
  72. und als Brutstätte für ihren Nachwuchs. Durch Ebbe und Flut
  73. zieht sich das Meer an der Nordseeküste vom Land zurück. Dadurch entsteht die größte Wattfläche der Erde.
  74. Vielen Dank, dass du mir das Wattenmeer gezeigt hast. Das hat richtig Spaß gemacht. Watten-Erlebnis.
  75. Schön, dass du da warst. - Danke dir. Tschüss. - Tschüss.
  76. Wir gucken uns jetzt mal an, wie es an anderen Küsten so aussieht.
  77. Ahoi. Moin. Na, ihr Landratten? Macht euch bereit zum Ablegen
  78. für Kapitänin Marinas Küsten- Entdeckungs-Schifffahrtsreise. Los geht's.
  79. Unser erster Stopp ... Da. Irland.
  80. Guckt mal, das da ist eine Steilküste. Und wie der Name schon sagt, hier geht es richtig steil rauf.
  81. Hier schlagen die Wellen mit voller Wucht direkt gegen die Felswand und waschen dabei jedes Mal kleine Steine und Erde weg.
  82. Mit der Zeit entsteht an solchen Stellen eine Aushöhlung, die nach und nach größer wird.
  83. Irgendwann hat der Teil über der Aushöhlung nicht mehr genügend Halt und, platsch, stürzt nach unten.
  84. Und so entsteht eine Steilküste. Beeindruckend, oder?
  85. Nächste Station: Ah, Norwegen. Hier gibt es viele Fjord-Küsten.
  86. Und die sehen so aus, guckt mal: Ein bisschen so wie breite Flüsse mit riesigen Felsen drumherum.
  87. Aber in Wirklichkeit sind es keine Flüsse, sondern lange Meeresarme. Guckt mal, von oben sieht das Ganze nämlich so aus:
  88. Hier seht ihr das Meer. Und das da sind die Meeresarme. Entstanden sind die Fjord-Küsten
  89. während der Eiszeiten in den letzten 2,5 Mio. Jahren. Gletscher haben sich wie riesige Schneeschieber
  90. durch die Landschaft geschoben und tiefe Täler gegraben. Als die letzte Eiszeit zu Ende war und die Gletscher geschmolzen sind,
  91. stieg das Wasser im Meer an und füllte diese Täler. Und so entstanden die Meeresarme, die heute die Fjord-Küsten bilden.
  92. Letzte Station: Italien. An so einer Küste seid ihr vielleicht schon gewesen.
  93. Denn hier kann man prima baden, weil das Land flach ins Meer übergeht. Und genau deshalb nennt man eine solche Küste auch Flachküste.
  94. Die Wellen tragen immer Sand, Muscheln und kleine Steinchen an den Strand
  95. und nehmen dann auch immer wieder etwas davon mit zurück ins Meer. Also verändert sich eine Flachküste immer wieder ein bisschen
  96. und ist niemals ganz gleich. Das kriegst du nicht, das brauch ich alles noch.
  97. Das wird meine richtig coole Küstenlandschaft. Nein, das auch nicht, das sind Pflanzen und Algen.
  98. Das brauchen wir doch alles. Hier oben drauf, da kommt der Leuchtturm, oben auf die Warft.
  99. Voll cool, oder? Noch ein bisschen mehr Deko.
  100. Für euch gibt's in der Zeit die Mitmachfrage. Ich möchte von euch wissen:
  101. Guckt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss.
  102. Das Wasser kommt und geht also am Wattenmeer. Sogar bei Flut ist das Wasser hier immer noch flach.
  103. Für Schiffe ist es deshalb eine Herausforderung, hier zu fahren.
  104. Wie das trotzdem klappt, will ich jetzt wissen. Dafür reise ich erst mit dem Zug
  105. und dann mit der Fähre weiter auf die Insel Amrum. Was für ein Schietwetter heute. Zum Glück fährt die Fähre trotzdem.
  106. Denn ich bin mit Henning verabredet. Der wartet auf mich, da, auf dem großen Schiff.
  107. Er kümmert sich darum, dass Schiffe ihren Weg sicher durchs Wattenmeer vor Amrum finden.
  108. * Schiffshorn * Ah, ich glaub, es geht los. Ich bin spät dran.
  109. Da ist schon Henning. - Schnell an Bord, wir wollen los. Nächste Checkerfrage:
  110. Moin. - Moin. Hi. Schön, dass ich mitfahren darf.
  111. Schön, dass du an Bord bist. Herzlich willkommen. Du bist vom Wasserstraßen- und Schifffahrts-Amt.
  112. Schwieriges Wort, genau. - Was machst du genau? Wir kümmern uns um die Wasserstraßen und um die Schifffahrt.
  113. Wir fahren mit dem Schiff auf die Nordsee raus. Warum "Straßen"?
  114. Wir sind im Wattenmeer. Wir können nur auf gewissen Straßen fahren. Wo der Tiefgang ausreichend ist für große Schiffe.
  115. Diese Tonnen markieren ein Fahrwasser, wo die Schiffe fahren können.
  116. Man fährt nicht einfach irgendwo raus. Die Tonnen begrenzen links und rechts einen Weg,
  117. durch den das Schiff fährt, und das ist eine Wasser-Straße. Genau richtig. - Was machen wir jetzt hier?
  118. Wir müssen diese Fahrwasser-Tonnen ab und zu warten. Reparieren, sauber machen, neu anmalen.
  119. Dafür sind wir auf dem Tonnenleger. Wir haben einen Kran. Damit ziehen wir diese Tonne aus dem Wasser raus.
  120. An Bord? Das ist ja cool. Das zeig ich dir mal.
  121. Das ist so eine Tonne? Die holen wir jetzt raus? Die ist ja riesig.
  122. Und los geht's. Das Team von Henning zieht die Tonne auf das Schiff.
  123. Erst mal muss der Haken befestigt werden. Gar nicht so einfach.
  124. Jetzt hat's geklappt. Und raus damit. Es riecht schon richtig doll. - Es riecht nach Meer.
  125. Wow. Diese Riesentonne wiegt fast so viel wie 5 Elefanten.
  126. Jetzt muss ich mal gucken. - Stark bewachsen. Überall kleine Seesterne und Seepocken.
  127. Überall krabbelt das. Das ist das Leben im Wattenmeer. Alle Sachen, die von außen an der Tonne haften,
  128. die geben richtig viel Gewicht. Das wird einfach zu schwer.
  129. Der ganze Bewuchs und die Lebewesen ziehen die Tonne nach unten. Dann sieht man sie schlecht im Wasser.
  130. Also müssen wir die sauber machen. Henning und ich gehen wieder zur Seite. Das ist sicherer.
  131. Die Tonne wird mit dem Kran übers Wasser gehängt und abgespritzt. Und der ganze Kreuch und Fleuch landet wieder im Meer.
  132. Super. Fertig. Das war richtig spannend. Gut, dass die Tonne wieder im Wasser ist.
  133. Mir ist aufgefallen, hier sind zwei kleinere. Die ist grün und die da ist rot. Wieso sehen die alle anders aus?
  134. Wenn du auf den Hafen zufährst, hast du auf der rechten Seite grüne Tonnen und auf der linken rote.
  135. Dazwischen ist die Wasserstraße. Wir haben hier den Hafen hinter uns und blicken auf das Meer hinaus.
  136. Deswegen sind die roten Tonnen von hier aus gesehen rechts und die grünen Tonnen links.
  137. Wir fahren auf der Schifffahrts-Straße genau dazwischen. Schifffahrts-Straßen sind sichere Wege für Schiffe im Meer.
  138. Verschiedenfarbige Tonnen markieren die Straße links und rechts.
  139. Seht ihr den Leuchtturm dort hinten? Die stehen ja an jeder Küste. Den Leuchtturm auf Amrum sehe ich mir genauer an.
  140. Wow. Schaut euch an, was es hier für herrlich große Dünen gibt. Bei Sturmfluten sind die Hügel
  141. ein natürlicher Schutzschild vor dem Meer. An vielen Stellen an der Nordsee gibt es keine Dünen.
  142. Hier trifft das Meer auf flaches Land. Damit Menschen hier leben können,
  143. muss das Land vor dem Wasser geschützt werden. Guckt mal. Ich hab eine Mini-Nordsee- Küstenlandschaft gezaubert.
  144. Hier ist das Meer und hier das Land, das geschützt werden muss. Es gibt viele Arten, unsere Küste zu schützen.
  145. Am bekanntesten ist der Deich. Guckt mal: Deiche sind künstlich angelegte Schutzwälle.
  146. Wäre der Deich nicht da, dann würde das Meer weit in das Land hineinfließen.
  147. Und niemand könnte mehr hier leben. Richtig gut zu sehen ist das auf dieser Karte.
  148. Hier seht ihr die Küstenlinie mit Deichen. Wären die Deiche nicht da, wäre dieses ganze Land überflutet.
  149. Deiche müssen also immer richtig stabil gebaut werden, um die Wassermassen zurückzuhalten.
  150. Es gibt aber ein richtig großes Problem. Durch den Klimawandel
  151. steigen die Meeresspiegel an den Küsten weltweit. Auch Sturmfluten werden immer häufiger.
  152. Das Wasser im Meer wird mehr. Dadurch werden die Wellen immer höher.
  153. Für die Zukunft werden an unseren Küsten sog. Klima-Deiche gebaut. Die sind höher und breiter
  154. und können bei Bedarf sogar noch höher gebaut werden. Aber nicht überall auf der Welt ist so ein Küstenschutz möglich.
  155. Guckt mal: Hier, auf der anderen Seite der Erde,
  156. da, mitten im Südpazifik, gibt es ganz flache Inseln, die kaum aus dem Wasser herausschauen.
  157. Wenn der Meeresspiegel ansteigt, werden diese Inseln vom Meer überflutet.
  158. Die Menschen, die dort leben, müssten ihr Zuhause verlassen. Ohne Küstenschutz müssten auch wir
  159. immer mehr Land an den Küsten aufgeben. Deshalb ist Küstenschutz so was enorm Wichtiges.
  160. Damit wir und auch Tiere und Pflanzen weiter hier leben können.
  161. Da ist auch endlich der Leuchtturm. Hier treffe ich Wolfgang. Der hat hier lange als Leuchtturmwärter gearbeitet.
  162. Hallo, Marina. Hallo, Wolfgang. Ich komm mal hoch. - Ja, komm mal hoch.
  163. Kurze Pause. Aber ein super Ort für meine Checkerfrage. Weiter geht's.
  164. Du hast es geschafft. Hallo, Marina. Hi, Wolfgang. Schön, dass du Zeit hast.
  165. Ja, gerne. Das ist aber eine ganz schön hohe Warft.
  166. Das ist doch keine Warft. Das ist eine gewachsene Düne. Die ist gar nicht extra aufgeschüttet?
  167. Nein, die ist hier so gewachsen. Wow. Ich hab ihn grad von unten schon gesehen.
  168. Aber der ist richtig hoch, der Turm. - Ja, 41,80 Meter. So viel? - Ja.
  169. Wir können das gleich von oben noch mal anschauen. - Cool. Aber noch mal Stufen. - Ja, 172.
  170. Okay. Wow. Man kann so weit gucken. Man sieht ja bis zum Ende der Insel.
  171. Ja, und wenn du nach da guckst, da ist schon der Leuchtturm Westerhever-Sand.
  172. Westerhever? Da war ich. Da gibt's auch einen Leuchtturm. Ganz genau.
  173. Wozu braucht man eigentlich Leuchttürme? So ein Leuchtturm gibt die Richtung und die Orientierung.
  174. Das ist eine schicke Sache. Wenn du draußen von der See kommst, warnt der Leuchtturm:
  175. "Achtung, gefährliche Küste. Vorsichtig fahren!" Für die Seefahrer? - Klar, genau für die.
  176. Im Dunkeln? - Speziell im Dunkeln. Der Leuchtturm wird eine Stunde vor Sonnenuntergang gezündet,
  177. leuchtet die ganze Nacht über, bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. Was heißt "gezündet"?
  178. Da wird die Lampe angeknipst, sozusagen. Eine Etage höher. Es geht noch höher? - Komm, ich zeig's dir mal.
  179. Ja. Das ist die riesige Lampe?
  180. Das ist der Prismen-Korb. Die Lampe ist eigentlich da drin, wenn man genau schaut.
  181. Die 2 kleinen Leuchtmittel da? - Ja, genau. Das eine ist die Haupt-Lampe, das andere die Reserve-Lampe.
  182. Die machen so viel Licht, dass man das auf dem Meer sieht? Nur eine davon. Die andere wartet nur, dass die andere kaputt geht.
  183. Als Ersatz? - Genau. Guckt mal, in dem Prismen-Korb ist ganz viel Glas eingebaut.
  184. Aber nicht irgendein Glas, sondern speziell geformte Linsen. Was die mit dem Licht machen, sehen wir uns genauer an.
  185. Hier haben wir das Licht. Macht man es an, scheint es überall hin.
  186. Setzt man aber eine Glaslinse davor, sammelt diese das Licht ein und lenkt es in eine bestimmte Richtung.
  187. Dadurch kommt mehr Licht auf kleinerem Raum zusammen und wirkt heller.
  188. So ist das Licht viel weiter zu sehen. Eine große Glaslinse ist allerdings sehr schwer.
  189. Deswegen wird das Innere der Linse stufenförmig herausgeschnitten, während das runde Glas bleibt.
  190. Dann werden alle restlichen Teile auf eine Linie untereinander geschoben. Es entsteht eine sog. Fresnel-Linse.
  191. Die wurde nach ihrem Erfinder Augustin Jean Fresnel benannt. Toll, oder? Weniger Glas, gleiche Wirkung.
  192. Wie weit kann man das Licht leuchten sehen? Richtig weit, das sind so 23 Seemeilen.
  193. Das sind bummelig 43 Kilometer. Mit "bummelig" meinst du "so in etwa?"
  194. Um und bei, genau. - Alles klar. Das ist ungefähr so weit,
  195. wie von einem Ende von Berlin bis zum anderen. So weit scheint das Licht?
  196. Ja, ganz genau. - Krass. Der Amrumer Leuchtturm ist ein Seefeuer, ein Rundumfeuer.
  197. Egal aus welcher Richtung du kommst, du kannst den Leuchtturm sehen. Mit dem Leuchtfeuer
  198. ist das Lichtsignal eines Leuchtturms gemeint. Ihr kennt das vielleicht.
  199. Sehen wir das Licht eines Leuchtturms aus der Ferne, dann scheint das Licht zu blinken.
  200. Dieses Signal entsteht, weil sich die Linsen oben im Leuchtturm im Kreis drehen.
  201. Uns streift also ein Lichtstrahl. Dann gibt es eine kurze Pause.
  202. Und dann streift uns wieder ein Strahl. Jeder Leuchtturm hat dabei sein ganz eigenes Signal,
  203. damit die Seeleute auch genau wissen, wo sich ihr Schiff befindet. Leuchttürme helfen Schiffen, sich an der Küste zu orientieren.
  204. Ihr Licht warnt sie vor Land, Felsen oder Sandbänken. Guckt mal, Leute: Ganz langsam geht hier jetzt das Licht an.
  205. Es sieht richtig toll aus. - Immer wieder. Das glaub ich.
  206. Danke, Wolfgang, dass du mir alles gezeigt hast. Gerne. Also tschüss. - Tschau.
  207. So. Hä? Oh nein. Was ist denn hier passiert?
  208. Die ganze Warft ist ja weg. Hast du den Muffin gegessen?
  209. Echt? Wie, weil die Flut kam? Mensch, du kannst dich echt nicht zusammenreißen.
  210. Wie sieht das aus? Der Leuchtturm, alles ist überflutet.
  211. Okay. Für euch gibt's jetzt die Antwort auf die Mitmachfrage.
  212. Ich wollte von euch wissen: Habt ihr die Antwort in der Sendung entdeckt? Guckt mal:
  213. Bei der Fresnel-Linse wurde das Innere einer Glaslinse entfernt, und der Rest untereinander geschoben.
  214. Sie ist dadurch viel leichter, aber das Licht scheint trotzdem genauso weit.
  215. Richtig ist also Antwort B. Ich hab's euch gesagt:
  216. Jetzt ist die Sonne doch noch rausgekommen. Wenn man schon mal an der Küste ist, ab ins Wasser, oder?
  217. Kommst du mit? Nein? Oh Mann, echt jetzt.
  218. Leute, das war's vom Küsten-Check. Ihr macht's mal gut. Tschüss. Du Landratte.
  219. Untertitelung: BR 2026

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