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Der Küsten-Check | Reportage für Kinder | Checkerin Marina | BR
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 219 Zeilen
- . Untertitelung: BR 2026
- ♪ Achtung! Hier kommt Checkerin Marina. ♪ Das ist Marina, Checkerin Marina. Marina!
- ♪ Die, die voll anpackt und manchmal auch verkackt. ♪ Die, die schnell versteht und auch gern auf Wolken schwebt.
- ♪ Das ist Marina, Checkerin Marina! Hi, Leute. Ich mache eine Reise an die Küste und freu mich total.
- Ich bin auf einem Schiff unterwegs und hab alles dabei, was man braucht.
- Meinen Schwimmring, meine Strandmatte, mein Badehandtuch, meine Taucherbrille.
- Die kann ich jetzt schon ganz gut gebrauchen. So ist's gut, oder?
- Und was nicht fehlen darf: Sonnencreme. Ja, ich weiß, ich hab dein Fischbrötchen dabei.
- Aber wir müssen erst mal von Bord. Wir kommen gleich an. Komm.
- Leute, ich weiß schon, das ist kein Badewetter. Aber ich schwöre, später kommt hier noch die Sonne raus.
- An Küsten ist das Wetter oft wechselhaft. Hier treffen Meer und Land aufeinander.
- Küsten verändern sich ständig und es gibt sie weltweit in den verschiedensten Formen.
- Ihr kennt Küsten wahrscheinlich aus dem Urlaub. Mit großen Sandstränden zum Sandburgen-Bauen, Wellen-Springen
- und Muscheln-Suchen. Ich reise heute an die Nordseeküste. Hier treffe ich Lea.
- Sie zeigt mir, was das Wattenmeer so besonders macht. Und ich treffe Henning.
- Der bewegt diese riesigen farbigen Tonnen im Meer. Wofür die wohl gut sind?
- Und was wäre eine Küste ohne riesige Sanddünen und Leuchttürme? Wie und warum die leuchten, schau ich mir heute genauer an.
- Ich würde sagen: rein in die Gummistiefel und ab ins Wasser. Denn hier kommt:
- Und jetzt die Checkerfragen. Hä?
- Wo hab ich die denn schon wieder? Hast du die? Wie? Ih, in deinen Gummistiefeln? Mann.
- Au. Aua! Lass los! Ach so. Der andere.
- Ah ja, okay. Da sind sie.
- Das check ich für euch. Los geht meine Reise an die Küste.
- Dafür fahre ich von München ganz weit in den Norden von Deutschland, nach Westerhever.
- Hier an der Nordsee befindet sich eine weltweit einmalige Küste, das Wattenmeer.
- Heute treffe ich hier Lea. Für ein ganzes Jahr wohnt sie hier draußen am Leuchtturm
- und hilft beim Natur- und Umweltschutz. Sie kennt sich mit dem Wattenmeer richtig gut aus.
- Mit ihr kläre ich meine erste Checkerfrage. Hallo.
- Moin, Marina. - Du bist Lea? Genau. - Schön, dich zu sehen.
- Das ist ein richtig schöner Weg zu dir raus zum Leuchtturm. Hier ist alles platt und flach.
- Aber der Leuchtturm steht auf einem Hügel. Warum? Den Hügel, auf dem er steht, nennt man Warft.
- Die wurde extra gebaut. Hier, wo wir jetzt stehen, kommt manchmal das Wasser hin.
- Wie, das Wasser kommt dann? Bis hierher kommt das Meerwasser.
- Wenn der nicht auf einem Hügel stehen würde, würde der ... Schaut mal, bei einer Sturmflut
- würde uns das Meerwasser hier bis zum Bauch stehen. Das passiert ungefähr 10-mal im Jahr.
- Aber keine Sorge, auf der Warft sind die Häuser gut geschützt. Ich zeig dir, wo's herkommt. - Gehen wir zum Meer?
- Auf dem Weg zum Wasser gehen wir über die Salzwiesen. Hier ist bei Sturmflut alles mit salzigem Meerwasser überschwemmt.
- Lea zeigt mir, wie die Pflanzen im Salzwasser das überleben können. Das ist die Portulak-Keilmelde. Du darfst dir auch ein Blatt pflücken.
- So heißt die Pflanze? - Genau. Einfach eins abmachen?
- Ja, du kannst gerne probieren. - Das kann man essen? Das ist aber salzig.
- Die speichern das Salz in ihren Blättern und müssen das loswerden.
- Weil das Meerwasser ja salzig ist. Die trinken das. Die kriegen das ab, wenn hier alles überspült wird.
- Deshalb brauchen sie eine Strategie, um damit umzugehen. Wie schaffen die das?
- Die haben die Opferblatt-Methode. Da sieht man, hier dazwischen hat sie gelbe Blätter.
- Du kannst es mal anschauen. Wenn die ältere Blätter hat, pumpt sie da noch mehr Salzwasser rein
- und dann wirft sie sie ab. Wenn sie die verliert, verliert sie das Salz gleich mit.
- Kann man das essen? - Ja. Das ist aber nicht lecker. Das ist richtig salzig.
- Da ist das ganze Salz drin. Schlau.
- Und weiter geht's Richtung Meer. Das ist das Wattenmeer, oder? - Ja, da startet das Watt.
- Aber jetzt ist das Wasser gar nicht da. Da, wo wir jetzt stehen, ist quasi Meeresboden.
- Wir stehen da, wo sonst das Wasser hinkommt. Stimmt. Das ist richtig cool. Wir sind auf dem Meeresgrund.
- Das Spezielle an der Nordsee ist, dass es die größten zusammenliegenden Wattflächen sind,
- die es gibt. Das Wattenmeer geht von Dänemark über Deutschland
- bis zu den Niederlanden. Das Meer ist hier sehr flach.
- Es zieht sich 2-mal am Tag kilometerweit vom Land zurück und legt den Meeresboden frei.
- Der Grund dafür sind Ebbe und Flut. Und das funktioniert so:
- Auf der Erde sind 2 Drittel der Oberfläche mit Wasser bedeckt. Der Mond hat wie die Erde eine Anziehungskraft
- und zieht das Wasser auf der Erde ein bisschen an. Deswegen ist auf der Seite, wo der Mond ist, mehr Wasser.
- Also ein Flutberg. Dort ist dann gerade Flut. An den Stellen, wo das Wasser weggezogen wurde, ist Ebbe.
- Da befinden wir uns gerade. Weil sich die Erde dreht, drehen wir uns langsam in den Flutberg rein.
- Für uns sieht es so aus, als ob das Wasser wieder zurückkommt. Hier ist dann jetzt Flut.
- Drehen wir uns mit der Erde wieder aus dem Flutberg raus, ist wieder Ebbe.
- Lea und ich gehen noch ein bisschen weiter raus ins Watt. Irgendwo da ganz weit hinten muss das Wasser sein.
- Und seht mal: Hier diese kleinen Hügel überall, die sehen ja aus wie Kackhaufen.
- Was ist das eigentlich? - Das ist vom Wattwurm. Der frisst den Wattboden
- und filtert da alles raus, was er verwerten kann. Dann sind das echt die Kackhaufen von den Wattwürmern. - Ja.
- Oh, schau mal, hier. Das ist er? - Das ist er, ja.
- Hallo, Wattwurm. Möchtest du ihn mal auf die Hand nehmen? - Ja, vielleicht schon.
- Ist aber ein recht dicker Wurm. Der kann noch dicker werden,
- wenn er nicht gefressen wird von den Vögeln. - Krass. Der Wattwurm ist eine wichtige Nahrungsquelle für Zugvögel,
- die auf ihrem Weg hier vorbeikommen. Sie nutzen das Wattenmeer auch zum Rasten
- und als Brutstätte für ihren Nachwuchs. Durch Ebbe und Flut
- zieht sich das Meer an der Nordseeküste vom Land zurück. Dadurch entsteht die größte Wattfläche der Erde.
- Vielen Dank, dass du mir das Wattenmeer gezeigt hast. Das hat richtig Spaß gemacht. Watten-Erlebnis.
- Schön, dass du da warst. - Danke dir. Tschüss. - Tschüss.
- Wir gucken uns jetzt mal an, wie es an anderen Küsten so aussieht.
- Ahoi. Moin. Na, ihr Landratten? Macht euch bereit zum Ablegen
- für Kapitänin Marinas Küsten- Entdeckungs-Schifffahrtsreise. Los geht's.
- Unser erster Stopp ... Da. Irland.
- Guckt mal, das da ist eine Steilküste. Und wie der Name schon sagt, hier geht es richtig steil rauf.
- Hier schlagen die Wellen mit voller Wucht direkt gegen die Felswand und waschen dabei jedes Mal kleine Steine und Erde weg.
- Mit der Zeit entsteht an solchen Stellen eine Aushöhlung, die nach und nach größer wird.
- Irgendwann hat der Teil über der Aushöhlung nicht mehr genügend Halt und, platsch, stürzt nach unten.
- Und so entsteht eine Steilküste. Beeindruckend, oder?
- Nächste Station: Ah, Norwegen. Hier gibt es viele Fjord-Küsten.
- Und die sehen so aus, guckt mal: Ein bisschen so wie breite Flüsse mit riesigen Felsen drumherum.
- Aber in Wirklichkeit sind es keine Flüsse, sondern lange Meeresarme. Guckt mal, von oben sieht das Ganze nämlich so aus:
- Hier seht ihr das Meer. Und das da sind die Meeresarme. Entstanden sind die Fjord-Küsten
- während der Eiszeiten in den letzten 2,5 Mio. Jahren. Gletscher haben sich wie riesige Schneeschieber
- durch die Landschaft geschoben und tiefe Täler gegraben. Als die letzte Eiszeit zu Ende war und die Gletscher geschmolzen sind,
- stieg das Wasser im Meer an und füllte diese Täler. Und so entstanden die Meeresarme, die heute die Fjord-Küsten bilden.
- Letzte Station: Italien. An so einer Küste seid ihr vielleicht schon gewesen.
- Denn hier kann man prima baden, weil das Land flach ins Meer übergeht. Und genau deshalb nennt man eine solche Küste auch Flachküste.
- Die Wellen tragen immer Sand, Muscheln und kleine Steinchen an den Strand
- und nehmen dann auch immer wieder etwas davon mit zurück ins Meer. Also verändert sich eine Flachküste immer wieder ein bisschen
- und ist niemals ganz gleich. Das kriegst du nicht, das brauch ich alles noch.
- Das wird meine richtig coole Küstenlandschaft. Nein, das auch nicht, das sind Pflanzen und Algen.
- Das brauchen wir doch alles. Hier oben drauf, da kommt der Leuchtturm, oben auf die Warft.
- Voll cool, oder? Noch ein bisschen mehr Deko.
- Für euch gibt's in der Zeit die Mitmachfrage. Ich möchte von euch wissen:
- Guckt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss.
- Das Wasser kommt und geht also am Wattenmeer. Sogar bei Flut ist das Wasser hier immer noch flach.
- Für Schiffe ist es deshalb eine Herausforderung, hier zu fahren.
- Wie das trotzdem klappt, will ich jetzt wissen. Dafür reise ich erst mit dem Zug
- und dann mit der Fähre weiter auf die Insel Amrum. Was für ein Schietwetter heute. Zum Glück fährt die Fähre trotzdem.
- Denn ich bin mit Henning verabredet. Der wartet auf mich, da, auf dem großen Schiff.
- Er kümmert sich darum, dass Schiffe ihren Weg sicher durchs Wattenmeer vor Amrum finden.
- * Schiffshorn * Ah, ich glaub, es geht los. Ich bin spät dran.
- Da ist schon Henning. - Schnell an Bord, wir wollen los. Nächste Checkerfrage:
- Moin. - Moin. Hi. Schön, dass ich mitfahren darf.
- Schön, dass du an Bord bist. Herzlich willkommen. Du bist vom Wasserstraßen- und Schifffahrts-Amt.
- Schwieriges Wort, genau. - Was machst du genau? Wir kümmern uns um die Wasserstraßen und um die Schifffahrt.
- Wir fahren mit dem Schiff auf die Nordsee raus. Warum "Straßen"?
- Wir sind im Wattenmeer. Wir können nur auf gewissen Straßen fahren. Wo der Tiefgang ausreichend ist für große Schiffe.
- Diese Tonnen markieren ein Fahrwasser, wo die Schiffe fahren können.
- Man fährt nicht einfach irgendwo raus. Die Tonnen begrenzen links und rechts einen Weg,
- durch den das Schiff fährt, und das ist eine Wasser-Straße. Genau richtig. - Was machen wir jetzt hier?
- Wir müssen diese Fahrwasser-Tonnen ab und zu warten. Reparieren, sauber machen, neu anmalen.
- Dafür sind wir auf dem Tonnenleger. Wir haben einen Kran. Damit ziehen wir diese Tonne aus dem Wasser raus.
- An Bord? Das ist ja cool. Das zeig ich dir mal.
- Das ist so eine Tonne? Die holen wir jetzt raus? Die ist ja riesig.
- Und los geht's. Das Team von Henning zieht die Tonne auf das Schiff.
- Erst mal muss der Haken befestigt werden. Gar nicht so einfach.
- Jetzt hat's geklappt. Und raus damit. Es riecht schon richtig doll. - Es riecht nach Meer.
- Wow. Diese Riesentonne wiegt fast so viel wie 5 Elefanten.
- Jetzt muss ich mal gucken. - Stark bewachsen. Überall kleine Seesterne und Seepocken.
- Überall krabbelt das. Das ist das Leben im Wattenmeer. Alle Sachen, die von außen an der Tonne haften,
- die geben richtig viel Gewicht. Das wird einfach zu schwer.
- Der ganze Bewuchs und die Lebewesen ziehen die Tonne nach unten. Dann sieht man sie schlecht im Wasser.
- Also müssen wir die sauber machen. Henning und ich gehen wieder zur Seite. Das ist sicherer.
- Die Tonne wird mit dem Kran übers Wasser gehängt und abgespritzt. Und der ganze Kreuch und Fleuch landet wieder im Meer.
- Super. Fertig. Das war richtig spannend. Gut, dass die Tonne wieder im Wasser ist.
- Mir ist aufgefallen, hier sind zwei kleinere. Die ist grün und die da ist rot. Wieso sehen die alle anders aus?
- Wenn du auf den Hafen zufährst, hast du auf der rechten Seite grüne Tonnen und auf der linken rote.
- Dazwischen ist die Wasserstraße. Wir haben hier den Hafen hinter uns und blicken auf das Meer hinaus.
- Deswegen sind die roten Tonnen von hier aus gesehen rechts und die grünen Tonnen links.
- Wir fahren auf der Schifffahrts-Straße genau dazwischen. Schifffahrts-Straßen sind sichere Wege für Schiffe im Meer.
- Verschiedenfarbige Tonnen markieren die Straße links und rechts.
- Seht ihr den Leuchtturm dort hinten? Die stehen ja an jeder Küste. Den Leuchtturm auf Amrum sehe ich mir genauer an.
- Wow. Schaut euch an, was es hier für herrlich große Dünen gibt. Bei Sturmfluten sind die Hügel
- ein natürlicher Schutzschild vor dem Meer. An vielen Stellen an der Nordsee gibt es keine Dünen.
- Hier trifft das Meer auf flaches Land. Damit Menschen hier leben können,
- muss das Land vor dem Wasser geschützt werden. Guckt mal. Ich hab eine Mini-Nordsee- Küstenlandschaft gezaubert.
- Hier ist das Meer und hier das Land, das geschützt werden muss. Es gibt viele Arten, unsere Küste zu schützen.
- Am bekanntesten ist der Deich. Guckt mal: Deiche sind künstlich angelegte Schutzwälle.
- Wäre der Deich nicht da, dann würde das Meer weit in das Land hineinfließen.
- Und niemand könnte mehr hier leben. Richtig gut zu sehen ist das auf dieser Karte.
- Hier seht ihr die Küstenlinie mit Deichen. Wären die Deiche nicht da, wäre dieses ganze Land überflutet.
- Deiche müssen also immer richtig stabil gebaut werden, um die Wassermassen zurückzuhalten.
- Es gibt aber ein richtig großes Problem. Durch den Klimawandel
- steigen die Meeresspiegel an den Küsten weltweit. Auch Sturmfluten werden immer häufiger.
- Das Wasser im Meer wird mehr. Dadurch werden die Wellen immer höher.
- Für die Zukunft werden an unseren Küsten sog. Klima-Deiche gebaut. Die sind höher und breiter
- und können bei Bedarf sogar noch höher gebaut werden. Aber nicht überall auf der Welt ist so ein Küstenschutz möglich.
- Guckt mal: Hier, auf der anderen Seite der Erde,
- da, mitten im Südpazifik, gibt es ganz flache Inseln, die kaum aus dem Wasser herausschauen.
- Wenn der Meeresspiegel ansteigt, werden diese Inseln vom Meer überflutet.
- Die Menschen, die dort leben, müssten ihr Zuhause verlassen. Ohne Küstenschutz müssten auch wir
- immer mehr Land an den Küsten aufgeben. Deshalb ist Küstenschutz so was enorm Wichtiges.
- Damit wir und auch Tiere und Pflanzen weiter hier leben können.
- Da ist auch endlich der Leuchtturm. Hier treffe ich Wolfgang. Der hat hier lange als Leuchtturmwärter gearbeitet.
- Hallo, Marina. Hallo, Wolfgang. Ich komm mal hoch. - Ja, komm mal hoch.
- Kurze Pause. Aber ein super Ort für meine Checkerfrage. Weiter geht's.
- Du hast es geschafft. Hallo, Marina. Hi, Wolfgang. Schön, dass du Zeit hast.
- Ja, gerne. Das ist aber eine ganz schön hohe Warft.
- Das ist doch keine Warft. Das ist eine gewachsene Düne. Die ist gar nicht extra aufgeschüttet?
- Nein, die ist hier so gewachsen. Wow. Ich hab ihn grad von unten schon gesehen.
- Aber der ist richtig hoch, der Turm. - Ja, 41,80 Meter. So viel? - Ja.
- Wir können das gleich von oben noch mal anschauen. - Cool. Aber noch mal Stufen. - Ja, 172.
- Okay. Wow. Man kann so weit gucken. Man sieht ja bis zum Ende der Insel.
- Ja, und wenn du nach da guckst, da ist schon der Leuchtturm Westerhever-Sand.
- Westerhever? Da war ich. Da gibt's auch einen Leuchtturm. Ganz genau.
- Wozu braucht man eigentlich Leuchttürme? So ein Leuchtturm gibt die Richtung und die Orientierung.
- Das ist eine schicke Sache. Wenn du draußen von der See kommst, warnt der Leuchtturm:
- "Achtung, gefährliche Küste. Vorsichtig fahren!" Für die Seefahrer? - Klar, genau für die.
- Im Dunkeln? - Speziell im Dunkeln. Der Leuchtturm wird eine Stunde vor Sonnenuntergang gezündet,
- leuchtet die ganze Nacht über, bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. Was heißt "gezündet"?
- Da wird die Lampe angeknipst, sozusagen. Eine Etage höher. Es geht noch höher? - Komm, ich zeig's dir mal.
- Ja. Das ist die riesige Lampe?
- Das ist der Prismen-Korb. Die Lampe ist eigentlich da drin, wenn man genau schaut.
- Die 2 kleinen Leuchtmittel da? - Ja, genau. Das eine ist die Haupt-Lampe, das andere die Reserve-Lampe.
- Die machen so viel Licht, dass man das auf dem Meer sieht? Nur eine davon. Die andere wartet nur, dass die andere kaputt geht.
- Als Ersatz? - Genau. Guckt mal, in dem Prismen-Korb ist ganz viel Glas eingebaut.
- Aber nicht irgendein Glas, sondern speziell geformte Linsen. Was die mit dem Licht machen, sehen wir uns genauer an.
- Hier haben wir das Licht. Macht man es an, scheint es überall hin.
- Setzt man aber eine Glaslinse davor, sammelt diese das Licht ein und lenkt es in eine bestimmte Richtung.
- Dadurch kommt mehr Licht auf kleinerem Raum zusammen und wirkt heller.
- So ist das Licht viel weiter zu sehen. Eine große Glaslinse ist allerdings sehr schwer.
- Deswegen wird das Innere der Linse stufenförmig herausgeschnitten, während das runde Glas bleibt.
- Dann werden alle restlichen Teile auf eine Linie untereinander geschoben. Es entsteht eine sog. Fresnel-Linse.
- Die wurde nach ihrem Erfinder Augustin Jean Fresnel benannt. Toll, oder? Weniger Glas, gleiche Wirkung.
- Wie weit kann man das Licht leuchten sehen? Richtig weit, das sind so 23 Seemeilen.
- Das sind bummelig 43 Kilometer. Mit "bummelig" meinst du "so in etwa?"
- Um und bei, genau. - Alles klar. Das ist ungefähr so weit,
- wie von einem Ende von Berlin bis zum anderen. So weit scheint das Licht?
- Ja, ganz genau. - Krass. Der Amrumer Leuchtturm ist ein Seefeuer, ein Rundumfeuer.
- Egal aus welcher Richtung du kommst, du kannst den Leuchtturm sehen. Mit dem Leuchtfeuer
- ist das Lichtsignal eines Leuchtturms gemeint. Ihr kennt das vielleicht.
- Sehen wir das Licht eines Leuchtturms aus der Ferne, dann scheint das Licht zu blinken.
- Dieses Signal entsteht, weil sich die Linsen oben im Leuchtturm im Kreis drehen.
- Uns streift also ein Lichtstrahl. Dann gibt es eine kurze Pause.
- Und dann streift uns wieder ein Strahl. Jeder Leuchtturm hat dabei sein ganz eigenes Signal,
- damit die Seeleute auch genau wissen, wo sich ihr Schiff befindet. Leuchttürme helfen Schiffen, sich an der Küste zu orientieren.
- Ihr Licht warnt sie vor Land, Felsen oder Sandbänken. Guckt mal, Leute: Ganz langsam geht hier jetzt das Licht an.
- Es sieht richtig toll aus. - Immer wieder. Das glaub ich.
- Danke, Wolfgang, dass du mir alles gezeigt hast. Gerne. Also tschüss. - Tschau.
- So. Hä? Oh nein. Was ist denn hier passiert?
- Die ganze Warft ist ja weg. Hast du den Muffin gegessen?
- Echt? Wie, weil die Flut kam? Mensch, du kannst dich echt nicht zusammenreißen.
- Wie sieht das aus? Der Leuchtturm, alles ist überflutet.
- Okay. Für euch gibt's jetzt die Antwort auf die Mitmachfrage.
- Ich wollte von euch wissen: Habt ihr die Antwort in der Sendung entdeckt? Guckt mal:
- Bei der Fresnel-Linse wurde das Innere einer Glaslinse entfernt, und der Rest untereinander geschoben.
- Sie ist dadurch viel leichter, aber das Licht scheint trotzdem genauso weit.
- Richtig ist also Antwort B. Ich hab's euch gesagt:
- Jetzt ist die Sonne doch noch rausgekommen. Wenn man schon mal an der Küste ist, ab ins Wasser, oder?
- Kommst du mit? Nein? Oh Mann, echt jetzt.
- Leute, das war's vom Küsten-Check. Ihr macht's mal gut. Tschüss. Du Landratte.
- Untertitelung: BR 2026
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